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Thema: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

  1. #81

    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Zitat Zitat von Janne1 Beitrag anzeigen
    Die Senkung ist ja angekommen und am TSH ablesbar. Leider gibt es keine fTx-Werte. Du hattest aber schon vor der Senkung div. Symptome. Ich denke, die Senkung war zuviel.
    Danke auch für diese Meinung - die Senkung von 162 auf 150 war u.U zu viel? Ist das denkbar bei so einer "kleinteiligen" Senkung, dass die Wahrheit vllt dann bei 155 liegt? Ich weiß, ohne freie Werte ist es nur Spekulation (um die freien Werte kümmere ich mich parallel), aber ist das eurer Erfahrung nach denkbar?

  2. #82
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    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Zitat Zitat von aufs_Rennrad Beitrag anzeigen
    Danke auch für diese Meinung - die Senkung von 162 auf 150 war u.U zu viel? Ist das denkbar bei so einer "kleinteiligen" Senkung, dass die Wahrheit vllt dann bei 155 liegt? Ich weiß, ohne freie Werte ist es nur Spekulation (um die freien Werte kümmere ich mich parallel), aber ist das eurer Erfahrung nach denkbar?

    Ich möchte dazu zwei Dinge sagen.

    Einmal: Niemals Schlüsse ziehen ohne Werte. Das TSH mit 2 ist erstmal eine eher neutrale Größe, das kann hinter gut ausblaandierten Werten stehen oder auch nicht. Also Werte machen.

    Das andere: dir ging es erstmal gut, jetzt seit 3 Wochen weniger. Ich finde, das sind nicht wirklich Zeitspannen, die eine gute Grundlage für Entscheidungen abgeben. Erstens, weil es auch andere Gründe für ein eventuell vorübergehend ungutes Befinden geben kann. Und zweitens, weil man nach 2 Monaten schon Werte machen kann und sollte, um zu sehen, was auf der Wertefront los ist. Aber auf der Befindensfront bewegen sich die Dinge manchmal viel langsamer.

    Was das Kleinteilige angeht, das kommt schon vor, ja, wenn es wirklich um Nuancen geht, insofern: Ja. Allerdings, wenn man wirklich genau dein Profil studiert, sieht man folgende Dinge:

    29.04.2021.......A......3,15........3,45........1, 76......150 uq...........................(~1h nach LT)

    31.05.2021.......A......1.33........3,85........1, 40......150 ug

    Bei den April-Werten sieht man ein fT4 1 Stunde nach Einnahme - der wäre vielleicht noch höher nach 2-4 Stunden, das ist die eigentliche Spitzen-Zeit, also alles in allem ist das alles, nur kein niedriges fT4. Dass es auch bei Nüchternkontrolle nicht tief liegt, sieht man dann im Mai. Du hast dann auf 162 erhöht, den Grund kenne ich nicht, aber so richtig einzusehen ist das, wertemäßig, nicht.

    Und so kam es, dass es dir letztlich nicht mehr gut ging unter 162 LT. fT4=1,78 7 Stunden nach Einnahme - da ist die Einnahmespitze komplett vorbei - das ist schon deutlich.

    Dazu kommt: 2 mcg/Kg ist nicht wirklich eine Dosis, wo man ein Zuwenig vermuten müsste. Also bitte - lass Werte machen und hab Geduld, ein Abwarten kann sinnvoller sein als ein Hin und Her, bei dem der Körper wenig Chance zur Anpassung bekommt. Ich glaube eher nicht, dass 156 die Antwort ist - aber ohne freie Werte sollte man gar nichts sagen (und denken).
    kommt dazuDu bist zwar Sportler, aber 75 Kg und liegst auch mit 150 mcg über dem Durchschnitt (1,6-1,8 mcg/Kg).

  3. #83
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    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Hallo aufs_Rennrad!

    [QUOTE]Meine Fragen sind daher:
    1) Ist das üblich?
    2) Wie ist das erklärbar?
    3) Wie lange dauert so eine Einstellphase normalerweise?
    4) Welche Empfehlungen könnt ihr mir geben, um Befinden zu verbessern?

    Ich kann von mir berichten, dass das alles recht zäh war. Ewig musste ich meine Dosis wieder verändern. Dann sahen die Werte manchmal gar nicht schlecht aus. Aber ich fühlte mich immer noch wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Das liegt vermutlich daran, dass es für den Körper Schwerstarbeit gewesen sein muss, lange in hormoneller Schieflage zuzubringen.

    Die Einstellungsphase, so würde ich in der Retrospektive sagen, war schon nach Wochen und Monaten abgeschlossen. Aber der Körper musste die Anstrengungen der vergangenen Jahre erstmal verarbeiten. Ich erkläre mir so.

    Mein Tipp ist, akzeptiere für jetzt, dass es sich für eine Weile nicht so ganz optimal anfühlt. Aber sei gewiss, die Einstellung endet irgendwann und dann ist ein weitgehend normales Leben möglich.

    Es ging mir nach meiner OP ganz ähnlich, wie Dir jetzt!

  4. #84
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    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Hallo,
    Ich hab nicht den ganzen thread gelesen, entschuldige, daß bringt mich zurück in grauenhafte Zeiten. Ich möchte Dir nur sagen, dass ich seit meiner OP 2011 an meiner Einstellung rumdoktere. Auch das gibt es. Ich habe viel gelesen, weil es mir nie gut ging, auch viel Unterstützung hier erhalten, wofür ich sehr dankbar bin. Fast alles, was ich für mich mühsam rausgefunden habe, steht in einem Buch. Es ist leider auf Englisch, aber es ist ein Schatz für diejenigen, die nicht zu Wohlbefinden kommen mit der üblichen Therapie. OP im Februar, das ist eine lange Zeit. Ich würde dir das Buch von Paul Robinson , the thyroid Patients manual, 27 Euro bei A....n ans Herz legen. Ich hab dieses Jahr damit sehr gute Verbesserungen hinbekommenund bin sehr froh darüber. Ich habe zusammen mit wohl ca 15 % der Menschen eine Genmutation, die die Verstoffwechselung von Thyroxin beeinträchtigt. Ich hab es mittlerweile schriftlich. Ich brauchte eine Kombination aus t4 und t3, und zwar mit deutlich weniger t4 und mehr t3 als allgemein empfohlen. Nun ist mein Blutdruck wieder 120/80, ich treibe Sport, mein Kopf ist meist klar und ich bin zuversichtlichher denn je. Paul beschreibt in seinem Buch ALLE möglichen Therapien und wie man vorsichtig und kontrolliert da hin kommt. Für mich unschlagbar. Ich empfehle es auch Ärzten.
    Gute Besserung und schöne Weihnachten.
    Geändert von Schnarchkatze (17.12.21 um 18:43 Uhr)

  5. #85
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    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Ich darf dagegenhalten:

    Paul Robinson, Ein selbsternannter Prophet (nebenbei ohne Doktortitel), beschreitet, gelinde gesagt, alternative Pfade mit T3. Und zwar: Nur T3. Ohne Thyroxin.

    Ich will jetzt nicht ins Detail gehen, es soll genügen hier: Wenn es Leute gibt, denen sowas sicher nicht empfohlen werden sollte, dann sind das relativ frisch Operierte mit einer überdurchschnittlich guten Chance, eine ganz normale Einstellung hinzubekommen. Wie das ja bei den meisten Operierten sowieso der Fall ist.

    Warum das bei dir, Schnarchi, nicht geklappt hat, da dürfen die Meinungen (nämlich die deine und die meine :-) stark auseinandergehen, ich erinnere mich ja gut an dich, aber das ist ein ganz anderes Kapitel. Bloß: Ich würde meinen, dass man sicher nicht bei frisch Operierten mit Paul Robinson wedeln sollte. In diesem Thema geht es ja um die Dosisfindung/Einstellungsphase nach OP und nicht um die Suche nach möglichst ausgefallenen (und durch die Schul- oder evidenbasierte Medizin in keiner Weise unterstützten) Methoden.

    Ich würde 27 Euro besser in was anderes investieren.

    Dir auch schöne Weihnachten, Schnarchi.

  6. #86

    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Moin,

    gesagt getan, habe vollständige Nüchternwerte vom (siehe Profil, 14.12.).
    Ergänzen kann man dazu vllt noch den Eisen-Wert 56 (59-158), der leicht zu niedrig ist, und bemerken, dass Vitamin D grad wieder niedrig ist (siehe Profil); sowie Calcitonin <2,0 pg/ml (kenne ich nicht).

    Meine Tendenz ist jetzt erstmal über den Urlaub bei 150 zu bleiben, da ich a) eine positive Tendenz merke und b) vllt auch erstmal Vitamin D und Eisen etwas steigern könnte - und dann bei ggf. schlechtem Befinden Anfang Januar eine Senkung auf 137 probiere - Aber freue mich, wenn ich auf dieser Basis eure Einschätzungen bekommen kann...

    BG und lieben Dank vorab!

    PS: Ich danke euch für eure zwischenzeitlichen Kommentare!

  7. #87
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    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Nüchtern heißt jetzt, ca. 24-Stunden-Karenz?

    Du kannst bei den Werten ruhig erstmal dabei bleiben. Wenn dein Befinden es erlaubt, auch etwas länger als Anfang Januar, um dann etwas später eine weitere Kontrolle zu machen und dann entscheiden, ob du dabei bleibst oder doch nicht.

    Vitamin D war niedrig, weil du ja erst kurz vor der Kontrolle mit 2000 iE angefangen hast, die Kontrolle war geschenkt, mindestens 3-4 MOnate sollten es sein. Calcitonin: völlig witzlos bei jemandem ohne Schilddrüse, der Doc schmeißt Geld zum Fenster hinaus. Calcitonin ist das Produkt der C-Zellen der Schilddrüse, die du ja bekanntlich nicht mehr hast. Eisen: welche Messeinheit? Seltsam hohe Untergrenze.

  8. #88

    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    ok, danke!

    Ja Nüchternwert ist hier (und sonst eigentlich auch) ziemlich genau 24-Stunden Karenz (+-2 Stunden).
    Ja, ich würde jetzt idealerweise erstmal nichts ändern, und meinem Körper vllt auch einfach Zeit zur Anpassung geben (siehe auch Aussagen von Jonah #83).
    Messeinheit Eisen: ug/dl

  9. #89
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    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Zitat Zitat von aufs_Rennrad Beitrag anzeigen
    meinem Körper vllt auch einfach Zeit zur Anpassung geben (siehe auch Aussagen von Jonah #83).

    Ja, sehr richtig, ich kann das auch nicht oft genug wiederholen:

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    weil man nach 2 Monaten schon Werte machen kann und sollte, um zu sehen, was auf der Wertefront los ist. Aber auf der Befindensfront bewegen sich die Dinge manchmal viel langsamer.

    .
    Eisen: Ich habe nicht aufgepasst, wichtig ist hier nicht der Eisenwert, sondern vor allem der Eisenspeicher-Wert=Ferritin. Und dessen Untergrenze hatte ich im Kopf.

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