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Thema: TRAK Interpretieren, verstehen, vergleichen

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
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    Standard TRAK Interpretieren, verstehen, vergleichen

    Liebe Leute,

    Ich habe seit Kurzem die Diagnose MB und mich interessiert der TRAK, der ja kennzeichnend für diese Erkrankung ist.

    Erstmal, wie lange dauert es, bis der TRAK (bei ausreichender Thyreostatika-Dosis) sinkt? Wenn das so individuell ist, dass diese Frage nicht pauschal zu beantworten ist, versteh ich das natürlich. Mich würden eure Erfahrungen trotzdem sehr interessieren.
    Wenn er dann sinkt, tut er das linear oder gibt es Plateauphasen?

    Mein TRAK lag zu Beginn bei 20,0, unter 10mg Thiamazol war er nach etwa 10 Tagen bei 19,0 (Referenzbereich <1,8). Ist das eher hoch?
    Bedeutet ein „hoher“ TRAK eine schlechtere Prognose? Auch bezogen auf die EO?

    Meine SD Hormone sind innerhalb von einem Monat so stark gesunken, dass ich jetzt mit dem fT3 im unteren Normbereich und mit fT4 schon darunter bin.... keine Ahnung, ob das gut ist. Ich fühle mich mit den Medikamenten schlechter als vorher - hatte keine Symptome vom MB - jetzt bin ich kraftlos, erschöpft, gereizt und mir ist kalt 😅

    Ich hoffe ihr könnt einige meiner Fragen beantworten und bedanke mich schonmal bei euch!
    LG

  2. #2
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    Standard AW: TRAK Interpretieren, verstehen, vergleichen

    Hallo Piggeldi,

    Wie schnell oder langsam die TRAK sinken, ist individuell. Es gibt keine Pauschalanwort darauf. Vielleicht so viel: Nach einem halben Jahr sollte man eine klare Tendenz nach unten, hinein in den unteren einstelligen Bereich geben. Ist das nicht der Fall, sind die Remissionschancen rein statistisch etwas schlechter. Viel wichtiger ist es aber, dass deine freien Werte nicht so aussehen, wie sie momentan aussehen!

    Wenn dein fT4 bereits jetzt unternormig ist, dann musst du dringend etwas tun mit der Dosis, entweder war die Dosis zu hoch oder nicht rechtzeitig reduziert. Das können wir aber erst dann sehen, wenn du bitte bei den Werten immer angibst, was du da genommen hast und ganz genau seit wann. Bitte auch die Original-Referenzbereiche des Labors jedes Mal angeben.

    Dosis gehört immer den Werten angepasst. Und der Kontrollabstand war jetzt auch zu großzügig.

    Bitte lesen:
    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...-Neumitglieder

  3. #3
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    Standard AW: TRAK Interpretieren, verstehen, vergleichen

    Guten Abend Panna, vielen Dank für deine Antwort! Ich werde die fehlenden Angaben in meinem Profil nachtragen. Ich habe tatsächlich selbst dafür gesorgt, dass in der Zwischenzeit nochmal eine Kontrolle der Werte stattgefunden hat, da ich genau das befürchtete was eingetreten ist. Eigentlich hätte ich erst deutlich später den nächsten Termin gehabt, jetzt gehe ich morgen zur SD Spezialistin und lasse hoffentlich die Dosis anpassen. Einen schönen Abend! Lg

  4. #4
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    Standard AW: TRAK Interpretieren, verstehen, vergleichen

    Das heißt, du hast die alte/ursprüngliche Dosis auch seit den Werten vom 27.4. weitergenommen?

    Gut, also du sollst wissen: Wir helfen gerne, wenn wir die Angaben dafür haben.

  5. #5
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    Standard AW: TRAK Interpretieren, verstehen, vergleichen

    Ja genau. Mein Hausarzt meinte sogar ich solle nicht bei der Spezialistin anrufen, sondern den nächsten Termin (14 Tage danach) abwarten... habe ich natürlich nicht gemacht. Sie meinte heute, ich soll jetzt im Wechsel 5mg und 10mg einnehmen und hat nochmal Blut abgenommen.
    Habe die Werte nachgetragen! Lg

  6. #6
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    Standard AW: TRAK Interpretieren, verstehen, vergleichen

    Ich hole mal die Werte her: Du hättest bereits Mitte März Hemmer nehmen sollen, aber das hast du inzwischen sicher auch selbst erkannt? Vergleichen, im Sinne von: Den Verlauf/Wirkung einer Dosis einschätzen, kann man Werte aus unterschiedlichen Labors nicht wirklich gut (darum die Farben, das hilft meinem eigenen Überblick).

    02.04.2021.......................ohne Medikation
    TSH 0,01 (0,38-5,33)
    FT4 2,26 (0,61-1,12)
    FT3 8,25 (2,5-3,9)
    Trak 20,0 (<1,7)


    09.04.2021 ................... unter Thiamazol 5 mg 4.4.-6.4, 10 mg seit 6.4
    TSH <0,01 (0,3-4,00)
    FT4 2,19 (0,7-1,7)
    FT3 7,74 (2,15-4,12)
    TRAK 19,0 (<1,5)

    Die Kontrolle am 9.4. war mehr oder weniger geschenkt, zu kurze Hemmereinnahme.

    13.04.2021 ................. unter 10 mg Thiamazol seit 6.4.2021
    TSH 0,01 (0,38-5,33)
    FT4 1,23 (0,61-1,12)
    FT3 5,20 (2,5-3,9)


    Kontrolle nach einer Woche auch zu früh, aber hier sieht man bereits beim Vergleichen der Werte vom 2.4.2021 und 13.4.2021, dass fT4 gut reagiert. Genau hier hätte ich nach einer weiteren Woche, also um den 20.4., jene Kontrolle eingeschoben, der die volle Wirkung der ersten Dosis gezeigt hätte. Vielleicht, aber nicht sicher, hätte man dann den Augenblick für eine leichte Senkung erwischen können, ohne dass dein fT4 unternormig wird. Das wird jetzt nach diesen Werten:

    27.04.2021 .............. unter 10 mg Thiamazol seit 6.4.2021
    fT3 2,69 (2,15-4,12)
    fT4 0,64 (0,7-1,7)
    TSH 0,03 (0,3-4,0)

    .... nachgeholt. Da dein TSH trotz gesunkener freier Werte weiterhin supprimiert ist, muss man aufpassen und in 14 Tagen kontrollieren, ob die Senkung zu viel des Guten war und zumindest das fT3 unterwegs zur oberen Normgrenze ist. Über- wie Unterfunktion begünstigen eine Augenbeteiligung, darum gilt es, die Dosis möglichst gut und rechtzeitig anzupassen.

    Bei uns in AT gibt es keine 10-er-Tabletten, wenn mich nicht alles täuscht? Ich würde nämlich versuchen, die tägliche Dosis gleich zu halten, um Schwankungen des Hormonspiegels zu vermeiden, d.h. ein Viertel + ein Achtel nehmen. Wenn es zu umständlich ist, dann eben nicht.

    Frage: Wieso gab es die Februar-Kontrolle? Gibt es eine Schilddrüsen-Vorgeschichte?

  7. #7
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    Standard AW: TRAK Interpretieren, verstehen, vergleichen

    Zitat Zitat von Piggeldi Beitrag anzeigen
    Liebe Leute,

    Ich habe seit Kurzem die Diagnose MB und mich interessiert der TRAK, der ja kennzeichnend für diese Erkrankung ist.

    Erstmal, wie lange dauert es, bis der TRAK (bei ausreichender Thyreostatika-Dosis) sinkt? Wenn das so individuell ist, dass diese Frage nicht pauschal zu beantworten ist, versteh ich das natürlich. Mich würden eure Erfahrungen trotzdem sehr interessieren.
    Wenn er dann sinkt, tut er das linear oder gibt es Plateauphasen?

    Mein TRAK lag zu Beginn bei 20,0, unter 10mg Thiamazol war er nach etwa 10 Tagen bei 19,0 (Referenzbereich <1,8). Ist das eher hoch?
    Bedeutet ein „hoher“ TRAK eine schlechtere Prognose? Auch bezogen auf die EO?
    Hallo Piggeldi,

    ich glaube, ich kann Dir etwas zu Deinen TRAK-Fragen berichten, wobei ich natürlich nur über meine eigenen Werte sprechen kann. Ich denke, es ist wirklich sehr individuell. Die TRAKs haben mich auch die ganze Zeit sehr interessiert und ich habe mich durch's Netz gelesen und versucht etwas rauszubekommen. Nicht so einfach und ich glaube, vieles weiß man auch noch gar nicht so wirklich.
    Ich bin schon länger "dabei" und nehme auch noch Thiamazol, allerdings nur noch 3,75 mg/ d. Ich hatte das "Glück", dass bei mir die TRAK fast bei jeder Blutabnahme mitbestimmt wurden, so dass ich den Verlauf immer schön mitverfolgen konnte. Ich hatte sehr hohe TRAK-Werte (zeitweise > 100!). Aber auch hohe Werte können sinken :-) Ich bin jetzt bei etwa 10.

    Also, zunächst einmal, die Dinger haben leider eine recht lange Halbwertszeit, d.h. sie zirkulieren noch ewig im Blut, wenn man sie einmal hat, bis sie dann endlich abgebaut werden. Ich habe etwas von 6 - 12 Wochen Halbwertszeit gelesen. Das heißt, wenn dann noch neue TRAKs gebildet werden, findet man bei der Messung natürlich die alten plus die neuen TRAKs wieder... So stelle ich mir das zumindest vor.
    Wie TRAKs sinken und steigen, gehorcht glaube ich keiner festen Regel. Ein paar Beispiele dazu: Es gab bei mir schon Phasen, in denen sich monatelang eigentlich nichts getan hat, aber auch schon eine Senkung von fast 40 % innerhalb von 3 Wochen, oder aber auch nur 10 % (und weniger) innerhalb eines Monats oder ein Minus von 20 %. Alles scheinbar möglich. Es waren aber leider auch immer wieder mal Ausschläge nach oben dabei. Das siehst Du ja auch in meinem endlos-Profil, wobei es noch einige Werte mehr gibt, die ich aber hier nicht eingestellt habe.

    Was die Augen angeht, habe ich wahrscheinlich echt Glück gehabt. Auch in meiner "Hochphase" sah ich recht normal um die Augen herum aus, nur eine leichte Schwellung über den Augen. Also Leuten, die mich nicht so genau kennen und die ich nicht darauf hingewiesen habe, ist es nicht aufgefallen. Aber auch das ist im Laufe der Zeit noch weiter zurückgegangen. Fast normal jetzt, obwohl ich ja immer noch (nicht gerade niedrige) TRAKs habe.

    LG

  8. #8
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    Standard AW: TRAK Interpretieren, verstehen, vergleichen

    Zitat Zitat von Nouggi Beitrag anzeigen
    Hallo Piggeldi,

    Ich bin schon länger "dabei" und nehme auch noch Thiamazol, allerdings nur noch 3,75 mg/ d. Ich hatte das "Glück", dass bei mir die TRAK fast bei jeder Blutabnahme mitbestimmt wurden, so dass ich den Verlauf immer schön mitverfolgen konnte. Ich hatte sehr hohe TRAK-Werte (zeitweise > 100!). Aber auch hohe Werte können sinken :-) Ich bin jetzt bei etwa 10.

    Also, zunächst einmal, die Dinger haben leider eine recht lange Halbwertszeit, d.h. sie zirkulieren noch ewig im Blut, wenn man sie einmal hat, bis sie dann endlich abgebaut werden. Ich habe etwas von 6 - 12 Wochen Halbwertszeit gelesen. Das heißt, wenn dann noch neue TRAKs gebildet werden, findet man bei der Messung natürlich die alten plus die neuen TRAKs wieder... So stelle ich mir das zumindest vor.

    Was die Augen angeht, habe ich wahrscheinlich echt Glück gehabt. Auch in meiner "Hochphase" sah ich recht normal um die Augen herum aus, nur eine leichte Schwellung über den Augen. Also Leuten, die mich nicht so genau kennen und die ich nicht darauf hingewiesen habe, ist es nicht aufgefallen. Aber auch das ist im Laufe der Zeit noch weiter zurückgegangen. Fast normal jetzt, obwohl ich ja immer noch (nicht gerade niedrige) TRAKs habe.

    LG
    Hey Nouggi, vielen Dank für deine Antwort!
    Ich habe mir deine Werte mal angeschaut und da waren ja tatsächlich sehr hohe TRAKs dabei, wow. Aber toll dass du jetzt im 10er Bereich bist! Hast du die ganze Zeit seit 2017 Thiamazol genommen? Oder zwischendurch mal einen Auslassversuch gewagt?
    Das mit der langen Halbwertszeit ist auch interessant, kein Wunder dass die noch so lange im Blut nachweisbar sind. Auch dass das mit deinen Augen wieder besser geworden ist macht Hoffnung. Ich war noch gar nicht beim Augenarzt (auch da sind die Wartezeiten lang... habe ein bisschen Angst) Hast du deine Augen in der „Hochphase“ behandelt? Lg

  9. #9
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    Standard AW: TRAK Interpretieren, verstehen, vergleichen

    Zitat Zitat von Piggeldi Beitrag anzeigen
    Hast du die ganze Zeit seit 2017 Thiamazol genommen? Oder zwischendurch mal einen Auslassversuch gewagt?
    Das mit der langen Halbwertszeit ist auch interessant, kein Wunder dass die noch so lange im Blut nachweisbar sind. Auch dass das mit deinen Augen wieder besser geworden ist macht Hoffnung. Ich war noch gar nicht beim Augenarzt (auch da sind die Wartezeiten lang... habe ein bisschen Angst) Hast du deine Augen in der „Hochphase“ behandelt? Lg
    Hallo Piggeldi,

    ja, ich habe die ganze Zeit Thiamazol genommen. Ich gehe weiterhin alle paar Wochen oder Monate zur Blutabnahme und passe die Dosis wieder an. Hoffendlich weiterhin immer weniger bis ich dann irgendwann nichts mehr nehmen brauche. So der Plan! Meine Ärztin spielt da zum Glück mit, auch wenn es nicht mehr das Standardprogramm ist.
    Ja, beim Augenarzt war ich auch mal. Das ist auch schon bald 3 Jahre her. Er konnte aber damals auch nichts Dramatisches festestellen. Eigentlich hätte ich da alle halbe Jahre hingehen sollen... Aber so richtig begeistern konnte mich die Vorstellung, wieder einen halben Tag in der Praxis zu verbringen, auch nicht. Es gab ja auch keine Verschlechterung. Dann wäre ich natürlich gegangen. Irgendwelche Tipps hatte er leider auch nicht.
    Was habe ich an Behandlung gemacht? Eigentlich nichts Sensationelles. Mit Kamillentee getränkte Pads oder ein Kühlpack auf die Augen gelegt und eine zeitlang mit erhöhtem Kopf geschlafen. Etwas hat's vielleicht gebracht. Ansonsten Hylo-comd bei Bedarf getropft oder bei gereizten Augen Euphrasia-Augentropfen. Fand sie ganz gut, wobei ich sagen muß, dass ich immer schon schnell gereizte Augen bekommen habe (ich sag da nur Klimaanlagen...). Und wenn's draußen zu grell war, Sonnenbrille auf. Diese Lichtempfindlichkeit hat sich zum Glück auch wieder normalisiert.

    Ich habe auch einiges an Nahrungsmittelergänzung genommen bzw. nehme sie noch immer. Als Grundlage dazu diente mir der Blog von RalfWei (Dankeschön Ralf! Sehr hilfreich!). Er hat darin einen Punkt "alternative/ unterstützende Behandlung von EO", in den dem er etwas zu Antioxidantien und entzündungshemmen Stoffen schreibt. Ich denke schon, dass es mir etwas gebracht hat, aber nachprüfen läßt sich das natürlich kaum. Oder welches von den NEMs jetzt das wirksamste war... wer weiß... vielleicht auch eine Kombination davon.
    Er hat in seinem Blog übrigens auch ein paar Bildchen zum Verlauf seiner Werte und den TRAKs. Nur so zur Info.

    LG Nouggi

  10. #10
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    Standard AW: TRAK Interpretieren, verstehen, vergleichen

    Super vielen Dank Nouggi für die vielen Infos und fürs Teilen deiner Geschichte. Ich find es bewundernswert wie gelassen du bleibst. Ich wünsche dir alles Gute! Lg

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