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Thema: Verzweifelt - 10 Jahre Hashimoto und nun doch Basedow?

  1. #1
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    Standard Verzweifelt - 10 Jahre Hashimoto und nun doch Basedow?

    Hallo zusammen,

    ich lese hier schon ein paar Jahre mit. Habe auch schon sehr von Euren Tipps profitiert.
    2010 wurde mir Hashimoto diagnostiziert. Mir ging es damals mega schlecht und es hat 8 Monate gedauert, bis ein Arzt es erkannt hat.
    Seitdem geht es mir mal so und mal so. Ich denke, ihr kennt das auch.
    Aktuell nehme ich 88 mg L-Thyroxin (selbst ernannte Dosis).
    Seit 9 Jahren bin ich in den Wechseljahren, schwitze vermehrt und es geht mir nicht so gut.
    In meiner Umgebung gibt es keinen Arzt, der sich mit der Schilddrüse wirklich auskennt. Ich habe selber viele Bücher gelesen und mich hier im Forum schlauer gemacht. Daher auch die selbsternannte Dosis von 88 mg.
    Nun war ich bei einem neuen Arzt, der Schilddrüsensonographie anbietet. Seit 1992 ist mir bekannt, das ich mehrere Knoten in der Schilddrüse habe. Damals hatte ich einen Professor, der sehr gründlich war. Jedes Jahr Szintigraphie und Punktion der Knoten. Leider ist er 2004 verstorben. Seitdem wurde nicht mehr punktiert. Szintigraphie war zuletzt vor 6 Jahren. Deshalb ging ich zu dem neuen Arzt in der Hoffnung, er kann mir Auskunft geben.
    Ich gab ihm meine letzten Werte von 2020:

    TSH basal 0,61 mlU/l
    fT3 2,92 pg/ml
    fT4 1,30 ng/dl

    TPO-AK 171 IU/ml
    TRAK 0,99 IU/l

    Er sagte mir dann, das ich kein Hashimoto habe!
    Da ich Knoten in der Schilddrüse habe, wäre es Morbus Basedow, weil man bei Hashimoto keine Knoten hat.
    Das habe ich noch nie gehört und nach stundenlangem Googlen auch keine solche Aussage gefunden.

    Aus dem Lesen eurer Beiträge weiß ich, das viele von Euch sich mit den Werten gut auskennen. Daher frage ich jetzt Euch in diesem Forum um Rat.
    Wahrscheinlich wurde diese Frage schon mal gestellt, ich konnte aber nichts konkretes dazu finden.
    Bitte sagt mir, was ich davon halten soll.
    Ich bin total verwirrt...........

    Falls ihr noch weitere Angaben braucht, fragt mich.

    Ich danke euch vorab.

    Meiki

  2. #2
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    Standard AW: Verzweifelt - 10 Jahre Hashimoto und nun doch Basedow?

    Zitat Zitat von Meiki_67 Beitrag anzeigen
    Da ich Knoten in der Schilddrüse habe, wäre es Morbus Basedow, weil man bei Hashimoto keine Knoten hat.
    Hallo! Das klingt irgendwie seltsam oder nach Missverständnis. Welche Knoten sind es denn?

    Hashimoto und heiße Knoten wären keine typische Kombination, aber im Einzelfall gibt es fast alles und auch Basedow kommt selten, aber doch mit heißen Knoten vor. Kalte Knoten kann eigentlich jede Schilddrüse entwickeln, wird aber durch Unterfunktion / steigendes TSH begünstigt.

    Am ehesten sind die TRAK ein Hinweis auf einen kleinen Basedow-Anteil, sei also sicherheitshalber zurückhaltend mit Jod.

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Verzweifelt - 10 Jahre Hashimoto und nun doch Basedow?

    Zitat Zitat von Meiki_67 Beitrag anzeigen
    Falls ihr noch weitere Angaben braucht, fragt mich.

    Ich danke euch vorab.

    Meiki
    Zum Beispiel die TRAK-Normgrenze, ja.

    Aber auch gerne den aktuellen schriftlichen Sono-Befund!

    Jedes Jahr eine Szinti und jedes Jahr eine Punktion: So leid es mir tut, deine Illusion von einer guten Behandlung zu zerstören: ich muss das tun. Durch die jährliche Wiederholung wird vor allen Dingen eine Sache gut behandelt, die Geldbörse. - Szintigrafie ist Strahlung, eine jährliche Wiederholung ist völlig überflüssig. Einmal bei Diagnosestellung ist Standard. Und erst recht die Punktion ... auch das macht man nicht jedes Jahr, meine Güte ...

    Ich habe den Verdacht, dass du bei der Diagnose im Gespräch doch vielleicht etwas missverstanden haben könntest, deswegen die Bitte nach dem schriftlichen Befund. Deine Werte sehen nicht nach Basedow aus und ob du Hashimoto hast, zeigt am ehesten ein guter Sono-Befund.

  4. #4
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    Standard AW: Verzweifelt - 10 Jahre Hashimoto und nun doch Basedow?

    Es fehlen die Referenzbereiche bei sämtlichen Werten. Schreibe die bitte dazu, da jedes Labor andere hat.
    Ich vermute die TRAK unter dem Referenzbereich. Die Werte dürften unauffällig sein.

    Bitte sagt mir, was ich davon halten soll.
    Nichts. Da würde ich nicht mehr hingehen, wenn das genauso gesagt worden ist. Das ist schlicht falsch.

    Jedes Jahr eine Szintigraphie und Punktion zu machen, halte ich allerdings auch für ungesund und unnötig. Normalerweise beobachtet man die Knoten und wenn sie wachsen reagiert man dann. Was hat der Arzt denn im Ultraschall gesehen? Wurden nochmal Blutwerte gemacht? Wobei so recht würde ich dann auch diesen Aussagen nicht mehr trauen...
    LG

  5. #5
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    Standard AW: Verzweifelt - 10 Jahre Hashimoto und nun doch Basedow?

    Vielen Dank für eure Antworten. Hier erstmal die Werte mit Referenzwerten:

    TSH basal 0,61 mlU/l 0,27 - 4,20
    fT3 2,92 pg/ml 2,00 - 4,40
    fT4 1,30 ng/dl 0,93 - 1,70

    TPO- AK 171 IU/ml <34
    TRAK 0,99 IU/l <1,75

    Als Blutwert wollte er nur den TSH neu bestimmen. Als ich sagte, das müsste nüchtern erfolgen, meinte er, das sei egal.............

    So, nun der schriftlich Befund von der Sonographie, habe es wörtlich abgeschrieben:

    grobschollig, unruhiges Bild, 2 große Nodi rechts und Isthmus lateral, deutlich vergrösserte Schilddrüse.
    Sonographisch mit pos. TPO ergibt sich eine Basedow Struma. Hinweise für ein Schilddrüsenkarzinom ergeben sich sonographisch nicht.

    Ich hoffe, ich habe nix vergessen..............

    LG

  6. #6
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    Standard AW: Verzweifelt - 10 Jahre Hashimoto und nun doch Basedow?

    Achso, er konnte mir nicht sagen, ob die Knoten heiß oder kalt sind. Nur, das sie kein Krebs sind, weil das sehr unwahrscheinlich ist. Diese Aussage hat mich auch zutiefst verunsichert.

    Aus vorherigen Untersuchungen habe ich folgendes:

    Schilddrüsensonografie:
    rechts 14,5 ml
    links 10 ml
    gesamt 24,5 ml
    rechts basal echogleicher Knoten mit Halo 2,4 x 1,9 x 1,7 cm, direkt apikal angrenzend echogleicher Knoten 9 x 8 mm, links basal
    echogleicher Knoten mit Halo 2,8 x 1,8 x 1,4 cm links zentral und apikal kleinknotige Veränderung unter 1 cm.

    Beurteilung:
    Bifokale Schilddrüsenautonomie bei aktuell euthyrecholer Stoffwechsellage.

    Unter dem Bild steht noch: Uptake 0,8

    vielleicht hilft das weiter? Ich kann damit nichts anfangen.........

  7. #7
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    Standard AW: Verzweifelt - 10 Jahre Hashimoto und nun doch Basedow?

    Oh je. Das soll ein Facharzt gewesen sein? Und der schriftliche Befund ist ja sehr ausführlich...
    Manchmal frage ich mich, für was ein Medizinstudium so lange dauert.
    LG

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Verzweifelt - 10 Jahre Hashimoto und nun doch Basedow?

    Was hat dein Professor damals in der Szintigrafie gesehen? heiße Knoten, kalte KNoten? Man kann das per Szintigrafie sehr gut unterscheiden.

    neuen Arzt, der Schilddrüsensonographie anbietet
    Moment mal, das bieten auch Hausärzte häufig an. War es ein Nuklearmediziner? War dein Professor, der Szinti gemacht hat, Nuklearmediziner? Wohl ja, wenn er Szintigrafie machte. Hat er denn "bifokale Autonomie" befundet? Das geht nämlich nur per Szintigrafie. Mit jedes Jahr Szinti war dennoch völlig überflüssig und schädlich. Und heiße KNoten punktiert man gar nicht.

    Jetzt der letzte Befund:
    Achso, er konnte mir nicht sagen, ob die Knoten heiß oder kalt sind
    Sonografisch Echogleiche Knoten sind tendentiell keine kalten Knoten. Also Autonomie=heiße Knoten. Aber: Wenn dieser letzte Arzt, eben der aktuelle, ein Nuklearmediziner gewesen wäre, hätte er eine Szintigrafie gemacht, um sich zu vergewissern, dass du heiße KNoten hast.

    Puh. Also bitte, die letzte Szintigrafie von vor 6 Jahren: Ich würde gerne den Wortlaut des Befundes lesen. Dann wissen wir vielleicht mehr.

    Und die Normgrenze der TPO-AK.

    PS
    Du bist längst jenseits des Wechsels, es könnte sein, dass deine selbsternannte Dosis etwas zu hoch ist --> Schwitzen etc.
    Geändert von panna (25.04.21 um 18:01 Uhr)

  9. #9
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    Standard AW: Verzweifelt - 10 Jahre Hashimoto und nun doch Basedow?

    Hallo Panna,
    also mein damaliger Arzt, der leider verstorben ist, war Nuklearmediziner und auf Schilddrüse spezialisiert. Er hat mir damals (bis 2003) erklärt, ich habe kalte Knoten und die müsste man regelmäßig kontrollieren. Deshalb jedes Jahr Szinzigrafie und Punktion.
    Danach hat das kein Arzt mehr für nötig befunden.
    Der jetzige Arzt ist "nur" ein Allgemeinmediziner und bietet die Schilddrüsendiagnostik zusätzlich an. Da er in meinem Ort ist, habe ich es einfach mal versucht.
    Was zu meiner Verwirrung geführt hat.

    Das ist der Wortlaut meiner letzten Szintigrafie vor 6 Jahren:
    Schilddrüsensonografie:
    rechts 14,5 ml
    links 10 ml
    gesamt 24,5 ml
    rechts basal echogleicher Knoten mit Halo 2,4 x 1,9 x 1,7 cm, direkt apikal angrenzend echogleicher Knoten 9 x 8 mm, links basal
    echogleicher Knoten mit Halo 2,8 x 1,8 x 1,4 cm links zentral und apikal kleinknotige Veränderung unter 1 cm.

    Beurteilung:
    Bifokale Schilddrüsenautonomie bei aktuell euthyrecholer Stoffwechsellage.

    Ansonsten stand da nix.

    Normwerte TPO-AK war <34
    Mein Wert war damals 284 IU/ml

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Verzweifelt - 10 Jahre Hashimoto und nun doch Basedow?

    Zitat Zitat von Meiki_67 Beitrag anzeigen
    Das ist der Wortlaut meiner letzten Szintigrafie vor 6 Jahren:
    Schilddrüsensonografie:
    rechts 14,5 ml
    links 10 ml
    gesamt 24,5 ml
    rechts basal echogleicher Knoten mit Halo 2,4 x 1,9 x 1,7 cm, direkt apikal angrenzend echogleicher Knoten 9 x 8 mm, links basal
    echogleicher Knoten mit Halo 2,8 x 1,8 x 1,4 cm links zentral und apikal kleinknotige Veränderung unter 1 cm.

    Beurteilung:
    Bifokale Schilddrüsenautonomie bei aktuell euthyrecholer Stoffwechsellage.

    Ansonsten stand da nix.

    l
    Das ist aber kein Szinti-Befund, sondern ein Sono-Befund. Bis auf den Ausdruck im letzten Satz (bifokale Schilddrüsenautonomie), den man ausschließlich und nur per Szintigrafie feststellen kann.

    Wenn du autonome/heiße KNoten hast, muss man sie keineswegs jährlich szintigrafieren. Sie gehen nicht weg und ob sie zu viele Hormone produzieren, sieht man an den Hormonwerten. Nochmal: jährliche Szinti ist schädlich, eindeutig zu viel und überflüssig.

    Kalte Knoten punktiert man auch nicht jährlich. Was man macht: man beobachtet, ob sie wachsen. wenn sie klar wachsen und 1 cm deutlich überschreiten, kann man weitere Diagnostik machen und evtl. operieren.

    Wenn du Klarheit haben möchtest, führt kein Weg an einem guten Nuklearmediziner vorbei. Es ist nicht egal, ob wirklich Autonomie da ist, auch wenn sie soweit wohl kompensiert ist, dass du sogar 88 mcg LT nimmst, ohne Überfunktion von den Knoten her. - Die kalten Knoten, sofern es welche gibt, muss man schon verfolgen - nicht, indem man sie jährlich punktiert sondern das Größenwachstum und sollte es Wachstum geben und mehrere kalte Knoten, könnte man erwägen, sie loszuwerden. Jedenfalls - geh nicht noch einmal zu einem Allgemeinmediziner sondern zu einem guten Nuklearmediziner, optimalerweise nachweislich auf Schilddrüse spezialisiert.

    Basedow hast du jedenfalls nicht wirklich und dass/ob du Hashimoto hast, ist bei der ungeklärten Knotenfrage das kleinste Problem.

    Falls deine letzten Schilddrüsenwerte ohne LT davor (also: LT erst nach der Blutabnahme genommen) gemacht wurden, würde ich erwägen, ein wenig zu senken bei deiner Schwitzerei, das 'TSH muss ja nicht unbedingt bei 0,6 liegen in/nach den Wechseljahren.

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