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Thema: Latente Hyperthyreose und bifokale Autonomie

  1. #31
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    Standard AW: Carbimazol nehmen bei Werten im Normbereich?

    Ok, musste das Carbimazol absetzen weil meine Fußsohlen und Beingelenke so weh taten, dass ich nicht mehr laufen konnte. Jetz ist alles wieder ok. Ödeme, etc. auch weg.

    War heute beim NUK, hab natürlich noch keine Werte (Leberwerte hielt er nicht für nötig, da ich ja nur so ne geringe Dosis bekommen hab sagte er - egal habs ja abgesetzt), aber er hat mir die Radiojodtherapie empfohlen. In Münster, da war meine Stiefmutter auch. Der hat das dort gut gefallen. Bin ich auch gewillt zu machen, vor allem da ich eine Chance hab hinterher euthym zu werden.

    War hier noch jemand in Münster zur Radiojodtherapie?

  2. #32
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Carbimazol nehmen bei Werten im Normbereich?

    Zitat Zitat von mazo Beitrag anzeigen
    War hier noch jemand in Münster zur Radiojodtherapie?
    Krankenhäuser, Ärzte usw. werden nur im Ärzteforum besprochen. ABer RJT-Patienten wirst du hier eher wenige finden, bei MB ist eine Radiojodtherapie risikoreicher.

  3. #33
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    Standard AW: Carbimazol nehmen bei Werten im Normbereich?

    Hab neue Werte und drei Fragen.


    Werte 26.07.21 (25.06. bis 10.07.21 Carbimazol)

    TSH 0,542 (0,27 - 4,20)
    FT3 4,61 (3,10 - 6,80)
    FT4 13,37 (12,00 - 22,00)
    TPO- AK 5,85 (0,00 - 34,00)
    TRAK 0,97 (0,00 - 1,75)
    Calcitonin <0,50 (0-5,17)

    Sono 26.07.21: Volumen rechts 12 ml, links 13 ml, gesamt 25 ml mit Solitärknoten rechts cranial 1,5x1x1 cm und links caudal 1x1x1 cm, echoarm

    Szinti 26.07.21 69 MBq TC-99 m Pertechnetat
    Struma mit fokaler Mehranreicherung rechts cranial und links caudal, Uptake 1,4%

    Beurteilung:

    Vorbekannte Hyperthyreose, aktuell nach Abbsetzen der Medikation kompensierte Stoffwechsellage. Unter Berücksichtigung der kleinen Autonomieherde rechts cranial und links caudal ist eine Radiojodtherapie zu favorisieren. Eine Thyreostase ist derzeit nicht erforderlich, vor Therapiebeginn ist eine Suppressionsnotwendigkeit zu überprüfen.

    1. Was bedeuted der letzte Satz? Heißt das, es soll ein Suppressionsszintigram gemacht werden order soll vorher nur geschaut werden ob mein TSH vor der Therapie gedrückt werden muss? Ist das wegen der Jodaufnahme? Dann bekommt man hochdosiert Hormone, oder?

    2. Wie sieht das aus mit meinen Antikörpern? Ich habe ja welche aber im normalen Bereich, heißt das, die sind negativ oder nur nicht erhöht??? Das einzige weswegen ich mir wirklich Sorgen mache bei der Therapie ist die Möglichkeit das es hinterher ein Basedow wird. Sprich Marine-Lenhart Syndrom. Das wäre mal echt doof.

    3. Also im März waren es noch drei Knoten, im Juni vier und jetzt nur noch zwei. Und kleiner scheinen die zwei jetzt auch zu sein. Aber trotzdem ist das Gesamtvolumen noch größer geworden. Verstehe ich nicht. Können die einfach so schnell verschwinden? Oder größer und kleiner werden?
    Geändert von mazo (05.08.21 um 13:44 Uhr)

  4. #34
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    Standard AW: Carbimazol nehmen bei Werten im Normbereich?

    Zitat Zitat von mazo Beitrag anzeigen

    1. Was bedeuted der letzte Satz? Heißt das, es soll ein Suppressionsszintigram gemacht werden order soll vorher nur geschaut werden ob mein TSH vor der Therapie gedrückt werden muss? Ist das wegen der Jodaufnahme? Dann bekommt man hochdosiert Hormone, oder?
    Ja, damit man den TSH-Regelkreis mehr oder weniger ausschaltet, so dass die Aktivität, die dort sichtbar ist, hauptsächlich auf die Autonomie zurückgeht, da keine TSH-Stimulation stattfindet.

    2. Wie sieht das aus mit meinen Antikörpern? Ich habe ja welche aber im normalen Bereich, heißt das, die sind negativ oder nur nicht erhöht??? Das einzige weswegen ich mir wirklich Sorgen mache bei der Therapie ist die Möglichkeit das es hinterher ein Basedow wird. Sprich Marine-Lenhart Syndrom. Das wäre mal echt doof.
    Naja ... offiziell gelten solche TRAK als negativ. Aber man wäre natürlich ruhiger bei 0,00.

    3. Also im März waren es noch drei Knoten, im Juni vier und jetzt nur noch zwei. Und kleiner scheinen die zwei jetzt auch zu sein. Aber trotzdem ist das Gesamtvolumen noch größer geworden. Verstehe ich nicht. Können die einfach so schnell verschwinden? Oder größer und kleiner werden?
    War es derselbe Arzt? Wie groß ist der Größenunterschied? wenn klein, würde ich mir keinen Kopf machen. Unter Hemmern kann die SD wachsen, aber du hast nur sehr kurz genommen und warst zu keinem Zeitpunkt nahe einer "gehemmten" Unterfunktion. Die Knoten: Wenn es derselbe Arzt war, müsstest du ihn fragen. Denn erstens können Knötchen mal da sein und dann nicht mehr, vor allem wenn sie nicht ausgeprägt echoarme kalte KNoten sind, dann ist das eher sowas wie eine Unruhe im Gewebe. Mehr kann ich nicht dazu sagen, den alten Befund hast du nicht angegeben. - Bei bleibenden kalten Knoten, die auch nicht verschwinden, hätte ich auch noch das Problem, ob es so gut ist, wenn im gleichen Organ eine gewebszerstörungsbedingte entzündliche "Aufruhr" (=RJT) stattfindet.

  5. #35
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    Standard AW: Carbimazol nehmen bei Werten im Normbereich?

    Ja, es ist der gleiche Arzt.

    Die zwei jetzt noch zusehenden Knoten können ja nur die beiden Autonomieherde sein, denke ich.

    Sono vom 15.12.20:

    Volumen rechts 9 ml, links 9 ml, mit Solitärknoten links 1,2x1,7x1,5 cm.

    Sono: vom 30.03.21

    Sono: Volume rechts 12 ml und links 8ml, mit Solitärknoten rechts 1,5x2x2 cm echodicht, sowie 2x1x1x echoarm und links 1,1x1,5x1 cm echoarm.

    Sono vom 12.05.21:

    Volumen rechts 12 ml, links 11 ml, von inhomogenem Schallmuster.

    Sono vom 15.06.21:

    Volumen rechts 12 ml, links 12 ml, von inhomogenem Schallmuster.

    Können das teilweise auch nur Messunterschiede sein? 2019 hatte ich schon mal einen Befund mit 20 ml Gesamtvolumen und wieder eine andere Größe des Solitärkknotens links mit 2x1x1 cm und echodichterer Binnenstruktur.

    Hatte auch zwei Sonos im Krankenhaus und alle geben unterschiedliche Größen des linken Knotens an.

    Ach ja, von kalten Knoten oder Malignitätsverdacht wurde nie etwas gesagt. Zumindest hat kein Arzt jemals so etwas angedeutet.

    Oh und das Lithium wurde Oktober 2020 abgesetzt, das Kaliumjod im November abgesetzt (nach der Feststellung der latenenten Überfunktion).
    Geändert von mazo (05.08.21 um 14:41 Uhr)

  6. #36
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    Standard AW: Carbimazol nehmen bei Werten im Normbereich?

    Also ob diese KNoten die autonomen Herde sind oder andere Knoten - das würde ich explizit erfragen. Die Größenunterschiede sind nicht von Belang.

    das Kaliumjod im November abgesetzt (nach der Feststellung der latenenten Überfunktion).
    Warum hast du denn Jod genommen? Im Zweifelsfall kam die ganze Sache davon.

  7. #37
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    Standard AW: Carbimazol nehmen bei Werten im Normbereich?

    Ich habe lange Zeit Lithium genommen und deshalb natürlich auch meine Schilddrüsenwerte kontrollieren lassen. 2019 hat mir mein Nuk dann zum Lithium das Kaliumjodid verschrieben. Soweit ich weiß hemmt Lithium die Jodaufnahme in der Schilddrüse???

    War eh seltsam, im November bei der Kontrolle beim NUK war alles gut und eine Woche später im Krankenhaus wird eine latente Überfunktion festgestellt. Drei Monate später kamen dann die zwei Knoten rechts dazu und seitdem gibt die keine Ruhe mehr.

    Den linken Knoten habe ich schon ewig.Früher war der aber nur "warm" und nicht heiß.

  8. #38
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    Standard AW: Carbimazol nehmen bei Werten im Normbereich?

    Zitat Zitat von mazo Beitrag anzeigen
    Ich habe lange Zeit Lithium genommen und deshalb natürlich auch meine Schilddrüsenwerte kontrollieren lassen. 2019 hat mir mein Nuk dann zum Lithium das Kaliumjodid verschrieben. Soweit ich weiß hemmt Lithium die Jodaufnahme in der Schilddrüse???
    Lithium stört die Hormonsynthese. Aber wenn die Hormonwerte in der Folge schlechter werden, gibt man doch nicht Jod sondern gleich die fertigen Hormone ... zumal Jod bekanntlich ungute Folgen haben kann, bei vorhandener Disposition - und Lithium ggf auch:

    Auch einige Fälle von neu auftretender Schilddrüsenüber- funktion im Zusammenhang mit Lithium-Therapie wurden beschrieben [15], der ursächliche Mechanismus ist jedoch un- klar. Sowohl die Verstärkung der Symptome eines vor The- rapiebeginn bestehenden latenten Morbus Basedow als auch eine destruktive Schilddrüsenentzündung wurden als mögli- che Ursachen genannt [4]. Letztere scheint allerdings die weit- aus wahrscheinlichere Grundlage einer – seltenen – Schild- drüsenüberfunktion bei Lithium-Therapie zu sein




    Hervorhebung von mir. Quelle https://www.kup.at/kup/pdf/12031.pdf

    Also ... da würde ich erstmal abwarten und nicht vorschnell radiojodieren.

  9. #39
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    Standard AW: Carbimazol nehmen bei Werten im Normbereich?

    Also, meine Hormonoe waren während der Lithiumtherapie immer im normalen Bereich, mein TSH immer so um die 2. Und das obwohl ich auch Valproinsäure und Quetiapin genommen habe, die auch die Schilddrüse ausbremsen.

    Ich werde Montag beim UKM anrufen und mir genau nachfragen wie das mit dem Risiko der Entwicklung eines Morbus Basedow aussieht. Nach der Erfahrung mit Carbimazol packe ich das Zeug nicht mehr an. Ich hab in den letzen zwanzig Jahren eine ganze Reihe an heftigen Medikamenten genommen und noch nie so schlimme Nebenwirkungen wie mit Carbimazol gehabt. Und PTU brauche ich mit meiner Angsstörung gar nicht erst zu versuchen. Das weiß ich so schon. Hab das Carbimazol schon kaum runtergekriegt.

    Mit Lithium muss ich eh wieder anfangen wegen meiner Bipolaren Störung. Außerdem hatte ich im Kopf/Halsbereich schon einmal Krebs und ich frage mich gerade wie das Risiko mit der RJT aussieht irgendwas was da eventuell schlummert wieder aufzuwecken.

    Vielleicht wäre es doch besser einfach operieren zu lassen? Oder meine Werte bleiben mit Lithium stabil. Könnte auch sein.

  10. #40
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    Standard AW: Carbimazol nehmen bei Werten im Normbereich?

    Mazo, Carbimazol und Thiamazol haben den gleichen Wirkstoff. Carbimazol ist eine Vorstufe, daraus wird in der Leber ebenfalls Thiamazol umgewandelt.

    Außerdem hatte ich im Kopf/Halsbereich schon einmal Krebs und ich frage mich gerade wie das Risiko mit der RJT aussieht irgendwas was da eventuell schlummert wieder aufzuwecken.
    Je nach dem, wo. Das radioaktive Jod wird schon auch außerhalb der Schilddrüse in geringen Mengen (vorübergehend natürlich) gespeichert, in sonstigen Drüsen, im Hals-Kopf-Bereich in den Speicheldrüsen.

    Wenn du wieder Lithium nimmst, kannst ja mit einer gewissen hemmenden Wirkung rechnen, da solltest du schon aufpassen, daraus kann auch ein ZUwenig entstehen. Also immer kontrollieren.

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