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Thema: OP-Gedanken Trak und EO

  1. #1
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    Standard OP-Gedanken Trak und EO

    Hallo Zusammen,

    ich mache mir Gedanken über eine Vorzeitige Total OP. Bin mit fast 6 Monaten Carbimazol immer noch nicht toll eingestellt (TSH deutlich suprimiert) und vor ca. 9 Wochen hat wohl der Anfang einer EO mich erwischt( oft starker Druck, Trockenheit, manchmal schmerzen).
    Ich habe viel hier im Forum gelesen aber mich würde interessieren, bei wem NACH einer OP die EO dann erst richtig ausgebrochen ist.. also im Laufe der darauffolgenden Jahre.
    Denn was ich gelesen hab, fällt bei den meisten nach einer total OP der Trak erstmal (?) ab und da meiner momentan nicht extrem hoch aber >10 ist, sollte doch eigentlich die Chance groß sein dass er dann gut runter geht und die EO auch nicht schlimmer wird.. Oder mache ich da einen Denkfehler bzw verstehe ich doch die Zusammenhänge falsch.

    Ich weiß keiner kann mir die Entscheidung über eine OP abnehmen und darum geht es mir auch nicht aber ich möchte mich einfach informieren.

    Freu mich über eure Erfahrungswerte/Rat.

  2. #2
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    Standard AW: OP-Gedanken Trak und EO

    Zu der EO Geschichte werden dir hoffentlich andere hier einen ausführlichen Rat geben können. Ist es dein erster Ausbruch des Basedow? Die Blutwerte sehen eigentlich doch ganz gut aus. Wie ist derzeit dein Befinden? Du schreibst, du hättest trotz Werte im Referenzbereich noch Probleme gehabt? Warst du wegen der Augen mal bei einem guten Augenarzt, der sich mit EO auskennt? Würde ich auf jeden Fall empfehlen! Auch zur Sicherheit und Beruhigung wenn nichts wäre.

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: OP-Gedanken Trak und EO

    Hallo saro, du hast dich schon mit dem Thema gut vertraut gemacht: Richtig, die Total-OP ist bei TRAK in deiner Größenordnung (d.h.: hoch, aber nicht astronomisch hoch) ein sehr guter Weg zur relativ raschen TRAK-Dezimierung und Eliminierung. Was du bedenken musst: Für die EO sind nicht nur die TRAK ausschlaggebend, sondern auch der Hormonstatus. Mitglied Klaus saß totaloperiert einige Tage ohne Hormone da (in Ärztesprech heißt das: "Sie haben noch genug im Blut", was natürlich nicht stimmt) und bekam prompt postoperativ einen EO-Ausbruch, vorher war da nichts.

    Garantien gibt es allerdings nicht, aber gute Chancen - das wäre die Antwort darauf, ob eine EO später ausbrechen kann. Wenn es allerdings bei dir bereits erste Anzeichen einer EO gibt, dann würde ich erst genau dies abklären in einer EO-Ambulanz einer Augenklinik (Augenärzte sind in der absoluten Mehrheit der Fälle nicht wirklich bewandert, was EO angeht). Denn sollte eine aktive EO unterwegs oder bereits angekommen sein, würde ich erst dafür sorgen, dass sich das Geschehen beruhigt, notfalls per Cortison-Stoptherapie, wenn (und nur dann, wenn) eine MRT eine aktive Entzündung anzeigt, und bei Druckschmerzen würde ich eine MRT anstreben. Also nicht in die Unruhe hinein operieren, sondern erstmal die Augen abklären (bei möglichst guten Schilddrüsenhormonwerten).

  4. #4
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    Standard AW: OP-Gedanken Trak und EO

    Hallo,

    in einer Augenklinik eines Uni-Klinikums war ich schon. Bisher würden sie noch nicht mit Cortison behandeln- nur mit Tropfen und genau beobachten und spätestens alle 3 Monate dort zur Kontrolle.
    Darum auch meine Frage ob es Sinn macht jetzt relativ zeitnah eine Op anzustreben und „schlimmeres“, heißt einen richtigen Ausbruch, zu verhindern.
    Mein Endo hat mich bereits auf das eventuell erhöhte Rezidiv Risikos aufmerksam gemacht bezüglich Trak Wert und jungem Alter.. aber am Ende sei es meine Entscheidung ..
    was wären denn in diesem Fall gute Werte um in eine OP zu gehen?

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: OP-Gedanken Trak und EO

    Für die OP hast du längst gute Werte. Ich meinte, möglichst gute Werte wegen EO.

    MRT wurde nicht gemacht? Hast du denen von Druckschmerzen erzählt?

    zeitnah eine Op anzustreben und „schlimmeres“, heißt einen richtigen Ausbruch, zu verhindern.
    Es gibt Chancen, keine Garantien. Durch die OP handelst du sicher vorbeugend, mittel- bis langfristig, durch TRAK-Rückgang und Beruhigung. Kurzfristig - dafür legt keiner die Hand ins Feuer.

    Wenn du so jung bist, dass du noch offenen Kinderwunsch hast, wäre das sicher ein Argument. Das Rezidivrisiko ist da, ja, rein statistisch, durch junges Alter, hartnäckige TRAK und supprimiertes TSH nach einem halben Jahr höher. Das sind alles Wahrscheinlichkeiten, Schwangerschaft kommt als ein deutlich verstärkender Faktor dazu.
    Geändert von panna (15.03.21 um 17:44 Uhr) Grund: vergessenes Wort eingefügt

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: OP-Gedanken Trak und EO

    Die wichtigsten Dinge wurden ja schon geschrieben. In Deinem Verlauf kann man sehen, dass anfangs sehr zaghaft dosiert wurde und Du lange noch in ÜF warst, Ich würde Deine Therapiezeit deshalb um 2 Monate verkürzt rechnen, weil zu Beginn die Hemmung nicht wirklich erfolgreich war.
    Hattest Du dazwischen noch irgendwann mal den TRAK-Wert? So wie jetzt bekannt, weiß man ja nicht, ob die TRAK schon wieder sinken oder immer noch steigend sind. Bedenke, das die SD ein lebensnotwendiges Organ ist. Aufwand und Nutzen will da gut überlegt sein,

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