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Thema: Frage zu erniedrigtem fT3

  1. #21
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Frage zu erniedrigtem fT3

    Danke Alinchen. Es gibt da leider eine Lücke, genau für die Zeit, wo du sagst, dass es dir gut ging unter 106 LT, zwischen 2017 und 2020:

    2017: Radiojodtherapie
    (Es dauerte ein paar Monate die richtige Dosis nach der RJT zu finden (106,25ųg LT). Mit der Dosis habe ich mich gut gefühlt und war so ziemlich symptomfrei bis Sommer 2020.
    Bei den Werten jetzt ab Sommer 2020, wo du sagst, dass es dir nicht mehr gut ging: Nochmal, Der TSH-Sprung nach oben ist echt nicht nachvollziehbar. Deine freien Werte sind ganz grob unverändert geblieben. Wie schon oben geschrieben: fT4 im Bereich von ca. 1,4-1,5 ng/dl ist kein niedriger Wert, keiner, wo man unbedingt an Erhöhung denken müsste. Und das fT3 - erklärt den TSH-Hüpfer auch nicht.

    Gibt es keinerlei sonstigen Umstände bei dir, die du verdächtigen kannst? Die Sache mit dem Eisen ist auch wieder nicht sooo auffällig, erst recht nicht, wenn die sonstigen Eisen-Parameter stimmen und HB im guten Bereich ist. Wenn du etwas mehr Eisen haben willst, kannst du das übrigens auch über die Nahrung versuchen.***

    Noch eine Kleinigkeit - ich hoffe, du hast nun mit der jahrelangen Dauereinname von Selen aufgehört?

    Aber ich glaube, wir wären echt ein Stück klüger, wenn du die Werte angeben könntest, bei denen es dir gut ging, 2017-2020. Genau das fehlt, um sehen zu können, ob deine Schilddrüsenwerte überhaupt Schuld an deinem Befinden sind? Ob es wirklich am fT3 liegt?

    PS
    Und was den Basedow-Verdacht angeht: Ja, ich sehe deine gar nicht mal so niedrigen TRAK. Aber eine basedowtypische Überfunktion hattest du nicht. OK, die Dosis musste reduziert werden, aber das war eigentlich alles und ein MB-typisch erhöhtes fT3 sieht man bei dir auch nicht. Insofern ist die RJT nicht wirklich nachvollziehbar - aber OK, das ist gelaufen.

    ***
    Zitat Zitat von applepine Beitrag anzeigen
    ich habe letztes Jahr im Juli eine Eiseninfusion (Ferinject ) gehabt. Eine Wirkung habe ich nach ca 2 Wochen festgestellt, war bei ca 10 mit dem Ferritin vorab, hatte Atemprobleme, Haarausfall, Erschöpfung.

    Im Dezember war der Ferritinwert dann bei 30, ehrlichgesagt habe ich da mehr erwartet. Seit Januar habe ich ernährungstechnisch ein paar Sachen geändert, ich habe das eben auch in dem Thread bei Jana1975 kommentiert, falls Du da querlesen magst. (Schlagwort: Pflanzliche Eisenquellen wie Haferflocken, Hirse, Kichererbsen, Kakao in Kombi mit Vitamin C Quellen wie fermentiertes Gemüse etc)

    Ich würde nach all meinen Erfahrungen immer versuchen alle Stoffe durch Ernährung zu bekommen. Für mich war der letzte Ferritinwert von über 50 nach 2,5 Monaten konstant guter Ernährung augenöffnend- und man fühlt sich insgesamt soviel besser, fitter und ausgewogener. Es dauert vielleicht etwas länger bis man zu dem Status kommt, aber das Durchhalten ist es meiner Meinung nach Wert.


    Geändert von panna (21.01.21 um 23:06 Uhr)

  2. #22
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    Standard AW: Frage zu erniedrigtem fT3

    Hallo Panna,
    Danke für deine Antwort.
    Ich habe jetzt nochmal all meine Werte durchsucht und habe welche vom Jahr 18/19 im Profil nachgetragen. Das war die Zeit in der ich mich gut gefühlt habe. Mehr habe ich leider nicht.
    Ich bin Anfang des Jahres umgezogen, das ist das einzige was mir einfällt, was Stress verursacht haben könnte. Aber wie gesagt... das war Anfang des Jahres.
    Selen habe ich nach der RJT aufgehört zu nehmen und 01/2020 auf anraten meines Arztes wieder angefangen. Er hat empfohlen die Dosis ein Jahr zu nehmen. Das Jahr ist Ende diesen Monats um.

    Zum MB:
    Erhöhte fT3 konnte ich nicht finden in meinen Unterlagen, aber das war eben die Diagnose.
    Szintigrafie wurde auch gemacht und im Bericht steht das der Uptake die Diagnose bestätigt. EO stand im Verdacht und wurde vom Augenarzt bestätigt. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen, außer das meine Beschwerden nach RJT viel besser waren- bis Sommer letzten Jahres.

  3. #23
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Frage zu erniedrigtem fT3

    Wenn du dir deinen fT4-Wert anguckst, ist er, im Großen und Ganzen, damals, beim Wohlfühlen so gewesen, wie jetzt. Deswegen, was ich schon oben einmal wiederholt habe: Ich glaube nicht, dass du mehr T4 (=LT) brauchst. Der einzige Unterschied ist der jetzt tiefere fT3-Wert. Und da du aber 2018-2019 gut umwandeln konntest (das eingenommene T4 in T3), müsste es einen Grund geben, wieso das jetzt nicht klappt. Deine SD war damals schon weggestrahlt und ist es jetzt auch - also mir fehlt der Grund, warum du schlechter umwandelst. Jetzt kannst du natürlich versuchen, deinen Eisenwert ein wenig besser zu machen, ich bin da skeptisch, aber es gibt Leute, die damit gute Erfahrungen gemacht haben. Wohlgemerkt - nicht in große Höhen schrauben, aber ein wenig besser machen, vielleicht hilft es. Wenn dein fT3 dauerhaft nicht mehr so wird, wie in deiner Wohlfühlzeit, könnte man mit ein wenig T3 nachhelfen. Vitamin-D-Stand gut bei dir?

    Ich bin skeptisch mit der T4-Erhöhung, denn T4-Erhöhungen helfen selten dem fT3 auf die Sprünge. Leider oft ganz im Gegenteil, zu viel T4 erweist sich als kontraproduktiv für die Umwandlung und ein gutes Befinden bringt es auch nicht unbedingt. Aber wenn du es jetzt damit versuchen willst, dann mache es. Aber wenn es dir nicht hilft, dann solltest du es ganz klar rückgängig machen und es mit etwas T3 versuchen. - Nur nochmal - irgendwie schade, weil es bei dir ja 2018-19 aus eigener Kraft gut lief.

    Wie groß ist dein Schilddrüsenrest? Hast du noch TRAK?

  4. #24
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    Standard AW: Frage zu erniedrigtem fT3

    Ja das mit dem T4 leuchtet mir ein. Ich hab nur um 6 ųg erhöht und möchte auch nicht weiter erhöhen. Warten bis zur nächsten BE würde ich trotzdem gern um den Wert zu haben. Dann geh ich wenn nötig wieder runter. Ich stelle dann noch mal die Werte rein.
    Was sind denn normalerweise Gründe dafür, dass nicht mehr so gut umgewandelt wird? Und wie lange sollte ich dem Zeit geben, also das der fT3 hoch kommt?
    Kann das auch an falscher/unpassender Ernährung liegen ?
    TRAK sind im Normalbereich und Gesamtvolumen der SD 1,4ml (September 2020)
    Und ich verstehe nicht was du mit dem TSH meintest @panna.
    Bedeutet das, auch wenn der TSH außerhalb der Norm ist, es keine Rolle spielt wenn die freien Werte ok sind ?
    Geändert von Alinchen92 (22.01.21 um 21:04 Uhr)

  5. #25
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    Standard AW: Frage zu erniedrigtem fT3

    • Stress (hohes Cortisol) = Schutzfunktion
    • Mängel
    • chronische Erkrankungen
    • Medikamente
    • Entzündungen im Körper


    sind die Gründe und dann gibt es noch Menschen, die von T3 profitieren obwohl die Werte nicht anzeigen, dass es notwendig ist. Polymorhismus nach Dietrich nennt sich das.

  6. #26
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    Standard AW: Frage zu erniedrigtem fT3

    Zitat Zitat von Alinchen92 Beitrag anzeigen
    Ja das mit dem T4 leuchtet mir ein. Ich hab nur um 6 ųg erhöht und möchte auch nicht weiter erhöhen. Warten bis zur nächsten BE würde ich trotzdem gern um den Wert zu haben.
    Gut, dann mach das so.

    Was sind denn normalerweise Gründe dafür, dass nicht mehr so gut umgewandelt wird? Und wie lange sollte ich dem Zeit geben, also das der fT3 hoch kommt?
    Kurzfristig-vorübergehend: Krankheit. Allgemein: eine fehlende Schilddrüse. Die Umwandlung in T3 passiert im Körper, einen kleinen Anteil schießt die Schilddrüse dazu. Fehlt die Schilddrüse, kann die Umwandlung im Körper das Fehlende kompensieren, oder nicht so gut kompensieren. Aber: Deine Schilddrüse war 2017 weg, und 2018-2019 waren deine fT3-Werte prima. Die Zerstörung nach RJT dauert zwar - aber doch nicht so lange, dass dan noch 2 Jahre lang fröhlich umgewandelt wird. Also das ist keine Erklärung bei dir, denn das fT3 wäre dann relativ schnell nach RJT unten gewesen. Ich weiß nicht, warum es bei dir seit Sommer nicht so gut klappt. Eisenmangel kann eine Ursache sein. Ernährung eher nicht.

    Selen nochmal: Ich würde niemals unkontrolliert Selen dauernehmen.

    Und ich verstehe nicht was du mit dem TSH meintest @panna.
    Bedeutet das, auch wenn der TSH außerhalb der Norm ist, es keine Rolle spielt wenn die freien Werte ok sind ?
    Ich verstehe nicht ganz, was du genau nicht verstehst . Dein TSH ist jetzt ein einziges Mal außerhalb der Norm, ein Mal ist normalerweise kein Mal, vor allem wenn die freien Werte das TSH nicht wirklich erklären, und das habe ich hier gemeint:

    Nochmal, Der TSH-Sprung nach oben ist echt nicht nachvollziehbar. Deine freien Werte sind ganz grob unverändert geblieben. Wie schon oben geschrieben: fT4 im Bereich von ca. 1,4-1,5 ng/dl ist kein niedriger Wert, keiner, wo man unbedingt an Erhöhung denken müsste. Und das fT3 - erklärt den TSH-Hüpfer auch nicht.
    Das TSH ist erhöht, wenn eines oder beide der freien Werte schlecht sind. Dein fT4 ist es aber nicht, und das fT3 ist zwar etwas niedrig, aber nicht so sehr, vor allem: bei noch etwas niedrigerem fT3 (September 2020) war das TSH völlig in Ordnung. Darum: ein Mal ist kein Mal, das müsste man erneut kontrollieren.

    PS
    Den von Janne genannten genetischen Polymorphismus (kleiner Gendefekt bezüglich Umwandlung) hast du nicht, siehe deine hervorragende Umwandlung und gutes Befinden bis Sommer.

  7. #27
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    Standard AW: Frage zu erniedrigtem fT3

    Ok. Vielen Dank erst mal für die ganzen Erklärungen @panna @janne1

  8. #28
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    Standard AW: Frage zu erniedrigtem fT3

    Hallo ihr Lieben,
    meine aktuellen Werte stehen im Profil und ich wäre dankbar, würdet ihr nochmal drauf schauen.
    Ich bin recht schnell wieder von den 112ųg auf 106ųg runtergegangen, da ich wie erwartet wiedee eher Überfunktionssymptome entwickelt habe.
    Seit mehreren Wochen leide ich nun vermehrt an starken Angstzuständen und depressiven Verstimmungen. Ich habe eine Therapie angefangen und es ist teilweise so schlimm, dass ich überlege ein AD zu nehmen.
    Ich frage mich nun, kann der t3 Wert etwas damit zu tun haben ?
    Wenn ich es möchte, würde mein Hausarzt t3 verschreiben um zu sehen ob es besser wird bevor ich ein AD nehme.
    Was meint ihr ?

  9. #29
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    Standard AW: Frage zu erniedrigtem fT3

    Ja, das kann er absolut. Ein zu niedriger ft3 macht mich - je nach Mangel - sogar schwerst depressiv. Da ist alles bei mir drin; melancholisch, todtraurig, verzweifelt bis hin zu Selbstmordgedanken.

    Ich habe meinen Ft3 mit LT allein nie in eine für mich halbwegs erträgliche Höhe bekommen - habe in kleinen Schritten gesenkt oder erhöht über 4 Jahre. Mit Thybon geht‘s mir endlich besser.

  10. #30
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    Standard AW: Frage zu erniedrigtem fT3

    Vor AD-Versuch würde ich es mit T3 versuchen, allerdings mit (spätestens) gleichzeitiger entsprechender Senkung der T4-Einnahme (z.B. +2,5µg T3, -6,25µg T4).
    Am Anfang auch vielleicht 1-2 Auslasstage beim T4 machen (da der T4-Spiegel deutlich langsamer sinkt als der T3-Spiegel steigt).

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