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Thema: Verhalten bei Überfunktion/Überdosierung. Arbeitsfähigkeit,

  1. #21
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    Standard AW: Verhalten bei Überfunktion/Überdosierung. Arbeitsfähigkeit,

    Zitat Zitat von Fips Beitrag anzeigen
    Hi,
    danke für die Antworten. Ich werde die Daten in das Profil schreiben.
    Dann bist du schon fast eine Woche ohne LT, das ist gut.

    Sieh zu, dass du vor den Feiertagen nochmal zur Kontrolle gehst und die Werte bekommst. Und dass Zeit ist, ein Carbimazol-Rezept auszustellen, falls das nötig ist.

  2. #22
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Verhalten bei Überfunktion/Überdosierung. Arbeitsfähigkeit,

    Wenn das also so aussieht:

    ab 16.11.20 kein L-Thyroxin

    demnach: 16.-24.11 kein LT

    am 24.11.20: 37,5ug L-Thyroxin
    am 25.11.20 Wahrscheinlich kein LT oder 25yg
    am 26.11.20: 25ug L-Thyroxin
    Wenn du also zwischen dem 16.11. und dem 27.11. (BE), d.h. in den letzten 10 Tagen vor der BE *insgesamt* 68-max. 88 LT eingenommen hast, dann glaube ich nicht, dass deine letzten Werte zu einem wesentlichen Teil auf LT zurückgehen. Anders gesagt, vom Weglassen des LT würde ich mir jetzt keine gesteigerten Hoffnungen machen, dafür sind die Werte doch zu hoch.

    MIr ist jetzt nicht klar, ob du bei einem neuen Arzt *und* beim NUK warst, ja, nicht? Ruf doch mal an, sie sollen dir deine Werte durchgeben, auf die Worte des NUK kann man gerne warten, aber bei hohen Werten würde ich eben nicht noch eine Woche warten.

  3. #23
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    Standard AW: Verhalten bei Überfunktion/Überdosierung. Arbeitsfähigkeit,

    Hallo Irene Grunecker,
    dein Plan ist gut. Leider habe ich die Werte von letzter Woche noch nicht. Wenn ich die Werte bekomme, sind sie leider schon eine Woche alt. Deshalb möchte ich kommende Woche noch aktuelle Werte.
    Danke

    Hallo Panna,
    anderer Arzt und zum ersten Mal zum NUK. Den NUK anrufen ist eine gute Idee. fT3 und fT4 sollten ja schon fertig sein. Nur jetzt ist WE geworden.

    Die von dir genannten Beiträge habe ich gelesen. Sehr interessant. Zur Messung der Flussgeschwindigkeit in den Schilddrüsenarterien habe ich noch eine Übersichtsarbeit von 2019 gefunden:

    Mean peak systolic velocity of superior
    thyroid artery for the differential diagnosis
    of thyrotoxicosis: a diagnostic meta-analysis

    So wie ich das verstanden habe, wird die Messung z.B. in DE nicht gemacht, weil sich die Studien nur auf Patienten in asiatischen Ländern beziehen.
    Das Verfahren kann die Szintigraphie ersetzen, also wenn keine Szintigraphie durchgeführt werden kann, z.B. wegen Schwangerschaft.

    Die Grafik in deinem Beitrag zeigt eine hohe diagnostische Genauigkeit für die Flussgeschwindigkeitsmessung. Das Verhältnis fT3/fT4 hat leider eine geringe Aussagekraft.

    Bisher finde ich nur, dass in ca. 10% der Fälle mit Hashimoto TRAK gefunden werden. Aber wie hoch die sein dürfen?
    Ich habe auch gelesen, dass bei Hashimoto nur zu Beginn eine Hashitoxikose vorkommt. Bei mit wäre es die Zweite.
    Wahrscheinlich dann doch eine Mischform.
    Danke
    Geändert von Fips (05.12.20 um 19:10 Uhr)

  4. #24
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Verhalten bei Überfunktion/Überdosierung. Arbeitsfähigkeit,

    Doch, natürlich kann man die Flussgeschwindigkeit messen, nämlich per normale Doppler-Sonografie.

    https://www.kup.at/kup/pdf/10872.pdf

    Das Verhältnis fT3/fT3 ist schon ein sehr guter Indikator, bloß eben nur dann, wenn das Verhältnis auffällig ist. Wenn nicht, dann eben nicht, diese T3-Dominanz ist nicht *immer* vorhanden bei MB (allerdings sehe ich sie so gut wie immer hier bei uns). Aber *ist* die vorhanden, dann zeigt sie MB an. Bei Hashitoxikose gibt es keine T3-Dominanz dieser Art.

    "Mischform" ist insofern ein unguter Ausdruck, als es missverständlich ist. Man hat nicht beides auf einmal.

    Die TRAK bei Hashi sind niedrig. Aber auch bei MB können sie (anfangs oder überhaupt!) niedrig sein, darauf kommt es nicht unbedingt an. Was man bei Hashitoxikose eher selten bis nicht sieht, das sind so hohe Werte* wie bei dir. Nämlich, genau deswegen behandelt man die Hashitoxikose oft gar nicht.

    * ich meine damit die freien Werte.

    PS

    dass bei Hashimoto nur zu Beginn eine Hashitoxikose vorkommt. Bei mit wäre es die Zweite.
    Ich glaube eher, dass du auch 2017 MB hattest und nicht Hashitoxikose.
    Wurde damals Szintigrafie gemacht?
    Geändert von panna (05.12.20 um 20:15 Uhr)

  5. #25
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    Standard AW: Verhalten bei Überfunktion/Überdosierung. Arbeitsfähigkeit,

    Zitat Zitat von Fips Beitrag anzeigen

    Bisher finde ich nur, dass in ca. 10% der Fälle mit Hashimoto TRAK gefunden werden. Aber wie hoch die sein dürfen?
    Es kommt darauf an, was sie bewirken. Wenn sie die Schilddrüse stimulieren, muss man L-Thyroxin reduzieren oder absetzen. Wenn das nicht reicht, kommen nachher Hemmer dazu. In sehr eindeutigen Fällen vielleicht schon etwas eher. (Die Wirkung des eingenommenen LT ist nach vier Wochen fast weg, eine Tendenz sieht man vorher.)

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    "Mischform" ist insofern ein unguter Ausdruck, als es missverständlich ist. Man hat nicht beides auf einmal.
    Doch, das ist möglich: Wenn TRAK das TSH absenken, die Schilddrüse stimulieren und den LT-Bedarf deutlich reduzieren oder schwankende TRAK die Hormonlage und damit den LT-Bedarf ständig verändern. Ich hatte jahrelang das Vergnügen.*) Dann muss man sich verdammt gut auskennen, sonst landet man als nicht einstellbar auf dem OP-Tisch.

    Kann man aber nicht allein an der Höhe der TRAK festmachen, die Leistungsfähigkeit der Restschilddrüse spielt auch eine Rolle und natürlich die Jodzufuhr.

    *) Ich finde, du könntest mir das nach all den Jahren mal glauben, Panna. Wenn du willst, maile ich dir meinen Werteverlauf mit Angaben der LT-Dosis. Ein Phänomen existiert ja nicht erst dann, wenn es in einem Fachbuch auftaucht. Die Schwerkraft ist älter als die Menschheit und TRAK womöglich auch.
    Geändert von Irene Gronegger (05.12.20 um 22:24 Uhr)

  6. #26
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    Standard AW: Verhalten bei Überfunktion/Überdosierung. Arbeitsfähigkeit,

    Hi,
    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Doch, natürlich kann man die Flussgeschwindigkeit messen, nämlich per normale Doppler-Sonografie.
    volle Zustimmung.

    Damals wurde keine Szintigrafie gemacht.


    Folgende Werte habe ich in einer Untersuchung gefunden:
    Unbehandelter Basedow: fT4=42.4, fT3=23.4
    Thyrotoxicosis Factitia: fT4=48.6, fT3=16.7
    (Quelle: Thyroid vascularity and blood flow are not dependent on serum thyroid hormone levels: studies in vivo by color flow doppler sonography)


    Das Verhältnis der Werte bei Basedow ist meinen Werten ähnlich (1,8:1; bei mir 2,12:1). Bei einer reinen Überdosierung scheint fT3 niedriger zu sein.

    Spricht wirklich einiges für Basedow.
    Grüsse
    Geändert von Fips (05.12.20 um 22:41 Uhr)

  7. #27
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    Standard AW: Verhalten bei Überfunktion/Überdosierung. Arbeitsfähigkeit,

    @Irene:
    Deine Erfahrungen mit den Werten und Dosierungen glaube ich dir doch sofort und jederzeit, warum sollte ich das nicht tun. Aber erlaube mir doch, dass ich denke: Das, was du beschreibst, bedeutet nicht notwendigerweise eine Simultaneität (die das Wort "Mischform" aber für mich suggeriert), sondern eine Abfolge (TSI-dominante Phasen, die dann wieder abklingen). D.h., ich habe gegen die Bezeichnung etwas, das hat mit Leugnung deiner Erfahrungen doch nichts zu tun.

    @Fips:
    Ohne Referenzbereiche kann man die Werte nicht wirklich interpretieren. Aber was ich dir über die T3-Dominanz schrieb, ist allgemein bekannt. Und dass man bei dir keine Szintigrafie gemacht hat, ist eben sowas wie ein Kunstfehler bei positiven TRAK - wer hat denn überhaupt 2017 Hashitoxikose diagnostiziert?

  8. #28
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    Standard AW: Verhalten bei Überfunktion/Überdosierung. Arbeitsfähigkeit,

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Das, was du beschreibst, bedeutet nicht notwendigerweise eine Simultaneität (die das Wort "Mischform" aber für mich suggeriert), sondern eine Abfolge (TSI-dominante Phasen, die dann wieder abklingen).
    Ich habe in diesen Phasen aber keine Hemmer gebraucht (wie Fips vielleicht demnächst), sondern mal mehr, mal weniger LT. Und als ich einmal voreilig absetzte, war mein FT4 unter dem Referenzbereich und TSH war zugleich niedrig-normal. Die Endokrinologin fand wegen des TSH, ich sei gut eingestellt, und erklärte sich das niedrige FT4 mit einem Messfehler ... die hatte die TRAK gar nicht verstanden. Ich fing dann wegen der FT4-Unterfunktion wieder vorsichtig mit LT an und die nächste BE gab mir recht.

    Ärzte haben das einfach nicht auf dem Schirm. Steht nicht im Buch, also gibt es das nicht.

  9. #29
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    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    Ich habe in diesen Phasen aber keine Hemmer gebraucht (wie Fips vielleicht demnächst), sondern mal mehr, mal weniger LT.
    Das muss aber auch kein Kriterium sein? Vielleicht weil deine Schilddrüse nicht mehr volle Kraft voraus kann? und/oder die TSI-Ladung nicht ganz ausreicht, um mal richtig in die Pfanne zu hauen? Ich denke, bei echten Basemotos ist das durchaus eine Möglichkeit. Dass Ärzte das Phänomen, dass man Läuse und Flöhe haben kann, nicht auf dem Schirm haben - nun ja.

    Wir unterscheiden uns ja auch nur darin, dass ich keine Simultaneität sehe (oder im strengen Sinn des Wortes für möglich halte). Möglicherweise nur eine Frage der Perspektive.
    Geändert von panna (05.12.20 um 22:59 Uhr)

  10. #30
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    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Vielleicht weil deine Schilddrüse nicht mehr volle Kraft voraus kann?
    Ja, bei TRAK um 3 sähe die Lage bei mir nicht so krass aus wie bei Fips.

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