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Thema: Kindergeld für volljähriges Kind in der Ausbildung

  1. #11
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    Standard AW: Kindergeld für volljähriges Kind in der Ausbildung

    Zitat Zitat von Braunbär Beitrag anzeigen
    @Janne1: Danke! - Das kommt noch dazu, aber im Moment muss ich wohl mit dem weitermachen, was ich habe. Unendlich langsam arbeitet übrigens nur das Sozialamt / Schwerbehindertenrecht, nicht KK oder MdK.

    Larina: diese Dienstanweisung Kindergeld, darauf hat mich schon mal jemand hingewiesen. Aber ich finde sie nicht im Netz. Hast du evtl. einen Link dazu?

    Zusätzlich plustert sich die Familienkasse aus meiner Sicht unheimlich auf: Sie hat vor Gericht auf Kostenerstattung durch mich einen Antrag gestellt. Das empfinde ich als Drohgebärde! Wie soll ich denn überprüfen, ob die Familienkasse Recht hat, wenn sie erst "Hü" und dann "Hott" sagt und mir nicht nachvollziehbare Fachausdrücke an den Kopf wirft
    Es blieb mir ja nur das Rechtsmittel der Klage vor dem Finanzgericht.

    Naja, es wäre nicht der erste Kübel Mist, der dieses Jahr über meinem Haupt ausgeschüttet wird......aber vielleicht habe ich ja doch diese eine Sonderregelung auf meiner Seite.Hoffentlich sehen das auch die Richter so. Allerdings bekommt Junior eine recht hohen monatlichen Obolus...who knows....
    Hallo Braunbär:

    https://www.bzst.de/SiteGlobals/Form...x=0&submit.y=0
    Nr. 3, ab A 19.2, es folgen lange Ausführungen auch mit Beispielen zum Einkommen.

    Allerdings ist die Lage völlig klar, wenn dein Sohn genug Geld verdient für seinen Lebensunterhalt. Nochmal, Kindergeld nach dem 25. Lebensjahr ist eine Extraregelung, die nur in Frage kommt, wenn das Kind seinen Lebensunterhalt nicht selbst verdienen kann aufgrund Behinderung. Mit den allgemeinen Regeln bei Azubis hat das also gar nichts zu tun. Im Falle Behinderung geht es um das Existenzminimum, das nicht verdient werden kann.

    Ich fand gestern abend noch ein passendes Beispiel, eine Studentin erkrankte an Krebs, fiel zwei Jahre aus, und die Eltern bekamen dann bis Studienabschluss mit 27 Jahren weiter Kindergeld. Hätte die junge Frau aber bereits gearbeitet, und sich das Existenzminimum selber verdient, so hätten sie kein Kindergeld mehr erhalten.
    Meine Schwester bekommt heute mit Mitte 50 immer noch Kindergeld. Lange erhielten es meine Eltern, aber als ihnen das zuviel wurde, mussten wir entscheiden, ob es auf mich übergeht oder an sie selber. Sie wollte es selbst haben, und das ist mir recht. Es ist nicht Geld, das zusätzlich zur Verfügung steht, sondern wird mit der Grundsicherung verrechnet. Für meine Schwester ist es aber wichtig, das sie nicht nur vom Sozialamt lebt, sondern wegen ihrer Behinderung auch einen Ausgleich bekommt.

    Also wenn ich lese, dein Sohn bekommt einen recht hohen monatlichen Obolus, befürchte ich leider, die haben recht und gebärden sich deshalb so. Dann bist du in derselben Lage wie die Eltern der meisten Studenten, oder vielmehr sogar besser dran. Studien sind oft ja auch nicht fertig mit 25 Jahren, nur verdienen sich Studenten nicht den Lebensunterhalt selber. Ich weiß ja nicht, wo dein Sohn lebt, aber vielleicht muss er einfach gucken, wie er klarkommt mit seinem Gehalt? Jedenfalls wenn er über dem Existenzminimum liegt, ist das wohl so.
    Geändert von Larina (25.04.20 um 08:35 Uhr)

  2. #12
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Braunbär
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    Standard AW: Kindergeld für volljähriges Kind in der Ausbildung

    Also jedenfalls danke für deine Recherche, Larina.

    So langsam verstehe ich den Hintergrund, denke ich.

    Nur dass die Familienkasse selber für enorme Verunsicherung gesorgt hat, dabei bleibe ich!

    Und was die Höhe des Verdienstes angeht: Selbstverständlich gibt es Menschen, die noch weniger haben. Ich gönne meinem Sohn jeden Euro in der Ausbildungszeit und wir versuchen ihn auch weiterhin zu unterstützen. Allerdings hat er unverdient mehrmals Pech gehabt und wir mussten ihm Geld vorstrecken. Der Entzug bzw. Wegfall des Kindergelds war ein unerwarteter Verlust, weil es auch nicht im Geringsten korrekt kommuniziert wurde.

    Die Jahre, in denen wir seine Legasthenie auf eigene Rechnung behandeln ließen, waren finanziell gesehen sehr hart. Damals hat uns auch niemand beraten und vom Finanzamt hieß es immer nur "Vor Beginn einer Therapie muss das Vorliegen der Legasthenie von einem Amtsarzt bestätigt werden."
    Nur dass das kein Amtsarzt in meiner Stadt tun wollte, weil sie dort keine Ahnung von Legasthenie haben, und diese Auskunft so idiotisch wie weltfremd wie letzten Endes falsch war.
    (Mein Vertrauen in die Auskunft von Behörden ist dementsprechend gering, obwohl ich selbst dort arbeite.)

  3. #13
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Braunbär
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    Standard AW: Kindergeld für volljähriges Kind in der Ausbildung

    Larina schrieb:

    Meine Schwester bekommt heute mit Mitte 50 immer noch Kindergeld. Lange erhielten es meine Eltern, aber als ihnen das zuviel wurde, mussten wir entscheiden, ob es auf mich übergeht oder an sie selber. Sie wollte es selbst haben, und das ist mir recht. Es ist nicht Geld, das zusätzlich zur Verfügung steht, sondern wird mit der Grundsicherung verrechnet. Für meine Schwester ist es aber wichtig, das sie nicht nur vom Sozialamt lebt, sondern wegen ihrer Behinderung auch einen Ausgleich bekommt.
    Das verstehe ich - klar.
    Das ist aber doch etwas anderes als bei uns. Mein Sohn hat tatsächlich 3 Jahre länger gebraucht, die Schule abzuschließen.

    Als Azubi macht er mit seiner Ausbildungsvergütung keine großen Sprünge. Wenn er die Ausbildung abgeschlossen hat, hat er auch Sozialabgaben bezahlt und kann sich einen Job suchen, der seine Alltagsausgaben deckt.
    Dann wäre Kindergeld ja wirklich nicht mehr nötig.
    Momentan aber hilft es, den Kopf über Wasser zu halten.

    Das ist bei deiner Schwester wirklich eine andere Situation. Ich denke, dass diese Konstellation eine immerwährende Belastung darstellt, die mit dem Kindergeld wenigstens ein bisschen angehoben werden kann. Es macht nur wütend, wenn man sieht, wie "den Großen" (Banken, große Konzerne) in der Not, die sie z.T. selbstverschuldet haben, geholfen wird - mit unserem Geld! -, während "die Kleinen" wie deine Schwester noch aufpassen müssen, dass ihnen nicht zuviel "angerechnet" und abgezogen wird von dem Wenigen, was man ihnen gönnt.

  4. #14
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    Standard AW: Kindergeld für volljähriges Kind in der Ausbildung

    Zitat Zitat von Braunbär Beitrag anzeigen
    Larina schrieb:



    Das verstehe ich - klar.
    Das ist aber doch etwas anderes als bei uns. Mein Sohn hat tatsächlich 3 Jahre länger gebraucht, die Schule abzuschließen.

    Als Azubi macht er mit seiner Ausbildungsvergütung keine großen Sprünge. Wenn er die Ausbildung abgeschlossen hat, hat er auch Sozialabgaben bezahlt und kann sich einen Job suchen, der seine Alltagsausgaben deckt.
    Dann wäre Kindergeld ja wirklich nicht mehr nötig.
    Momentan aber hilft es, den Kopf über Wasser zu halten.

    Das ist bei deiner Schwester wirklich eine andere Situation. Ich denke, dass diese Konstellation eine immerwährende Belastung darstellt, die mit dem Kindergeld wenigstens ein bisschen angehoben werden kann. Es macht nur wütend, wenn man sieht, wie "den Großen" (Banken, große Konzerne) in der Not, die sie z.T. selbstverschuldet haben, geholfen wird - mit unserem Geld! -, während "die Kleinen" wie deine Schwester noch aufpassen müssen, dass ihnen nicht zuviel "angerechnet" und abgezogen wird von dem Wenigen, was man ihnen gönnt.
    Hallo Braunbär,
    Es ist doch klar, das ich deinem Sohn das Kindergeld gern geben würde, wenn ich denn könnte. Auf der anderen Seite steht aber die Erkenntnis, das nicht jedem mit jeder Lebensgeschichte maximaler Ausgleich gegeben werden kann. Wir sind eben nicht alle gleich, und Sozialismus in solcher Form brauche ich nicht. Wer mehr leistet, soll mehr bekommen, dazu stehe ich. Und ich finde, meine Schwester ist in Deutschland ausgesprochen gut versorgt.

    Das steuerfreie Existenzminimum, das ihm zusteht, ist so wenig nun auch wieder nicht. Läge er unterhalb dieser Grenze, so würdest du ja weiter das Kindergeld erhalten, vorausgesetzt er ist schwerbehindert. Aber wenn er oberhalb liegt, so sollte er auch realistisch wissen, wieviel sein Geld wert ist. Die Regelung an sich ist nicht so hart, denn im Normalfall wohnen Behinderte in diesem Alter noch bei den Eltern. Und ohne Mietzahlung ist dieses Existenzminimum eine ganze Menge Geld, das sind gute 600 Euro netto monatlich. Meine Kinder hatten im Studium weniger zur Verfügung. Natürlich haben wir unseren Nachwuchs lieb und wollen ihn beschützen. Aber Sparsamkeit zu lernen, ist auch wichtig.
    Geändert von Larina (27.04.20 um 09:17 Uhr)

  5. #15
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    Standard AW: Kindergeld für volljähriges Kind in der Ausbildung

    Ich will es noch ergänzen: Natürlich wohnen längst nicht alle Schwerbehinderten mit Mitte 20 noch bei den Eltern. Viele z. B. auch in speziellen Wohnheimen. Dann sind aber in der Regel viele staatliche Hilfen mit im Spiel, anders ist das ja nicht finanzierbar. Die Situation, das jemand eine Berufsausbildung macht, und dabei eine eigene Wohnung bewohnt, ist dagegen allgemein nicht so häufig, und vermutlich äußerst selten, wenn eine Schwerbehinderung vorliegt. Aber wenn das bei euch so ist, kann dein Sohn auch Berufsausbildungsbeihilfe beantragen, und wenn die abgelehnt wird, Wohngeld.

  6. #16
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    Standard AW: Kindergeld für volljähriges Kind in der Ausbildung

    Zitat Zitat von Janne1 Beitrag anzeigen
    Dazu würde ich mir dann noch das Thema Rechtsansprüch durch langsame Behördenmühlen anschauen. Wenn die KK, der medizinische Dienst was hinauszögert, dann darf das nicht zu eurem Nachteil sein. Es müsste sogar ein Urteil dazu in der Urteilsdatenbank zu finden sein.
    OT Frage an Janne1, aber nur, wenn Braunbär damit einverstanden ist, sonst lasse ich die Frage ausgliedern:

    Nach einer OP hatte ich einen Antrag auf Haushaltshilfe gestellt.
    Der behandelnde Arzt hat eine Genehmigung für 4 Wochen ausgestellt, anstelle von den maximalen 6 Wochen.

    Die KK verlangte noch eine Bestätigung vom HA, dass mein Mann mich nicht versorgen konnte – hatte selbst eine schwere OP hinter sich und eine bevorstehende.

    Es hat insgesamt 2 Wochen gedauert und der Pflegedienst wollte diese nachholen, dann aber nicht mehr.

    Meinst du, ich wurde damit benachteiligt?
    War schon mein Empfinden.

    LG Donna

  7. #17
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    Standard AW: Kindergeld für volljähriges Kind in der Ausbildung

    @Donna: Dazu kann ich nichts sagen.

  8. #18
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    Standard AW: Kindergeld für volljähriges Kind in der Ausbildung

    @Donna: Wenn du meinst, dass du nicht korrekt behandelt wurdest, kannst du dann nicht dort protestieren, wo deiner Meinung nach die Ungleichbehandlung ansetzte?


    @Larina:
    Du scheinst dich in diesem speziellen Bereich gut auszukennen. Im Gegensatz zu mir!

    Seit November 2019 zahlt mein Sohn im Azubiverhältnis in der Tat Miete. Wie sieht es mit der Berufsausbildungsbeihilfe aus? Wo beantragen, welcher Rechtsbereich? (Damit ich nicht wieder in die falsche Richtung argumentiere wie beim Kindergeld)

  9. #19
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    @Braunbär
    Berufsausbildungsbeihilfe wird über das Arbeitsamt beantragt. Anträge kann man auch online runterladen.

  10. #20
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    Er zahlt Miete, ist in der Ausbildung und wohnt allein? Dann ist wieder eine andere Stelle zuständig...

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