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Thema: Neuvorstellung und Fragen

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
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    Standard Neuvorstellung und Fragen

    Liebes Forum,

    nach einiger Zeit des stillen Mitlesens habe ich einige Fragen an die kollektive Intelligenz.

    Ich habe auf meinem Profil alle relevanten Informationen und Werte der letzten Jahre aufgeführt. Mein Krankheitsverlauf in Kürze: Hashi seit den 2000ern (erkrankt mit unter 20), neuerdings Verdacht auf Psoriasis Capitis, tendenziell bin ich immer müde/ erschöpft oder nervös/ aufgedreht und dann KO. Ich wünsche mir sehr, dass ich einen Mittelweg und eine Balance finde, und versuche auch einiges (Lebensstil, Ernährung, Entspannung) um dem Ziel näher zu kommen. Charakterlich bin ich ein sehr positiver und begeisterungsfähiger Mensch,- oftmals aber mit sehr hohen Ansprüchen, einem starken Hang zum Perfektionismus und nicht-loslassen-können.

    Daher versuche ich nicht „übergenau“ ständig nur auf meine Werte zu schauen- obwohl mein Inneres das SEHR gerne würde -, sondern mich mehr auf Gefühl zu verlassen und gelassen zu bleiben.

    Loslassen/ Gelassenheit/ Vertrauen ist auch das, was mir von einigen meiner Ärzte empfohlen wird... allerdings verunsichert mich auch, dass jeder Arzt meist eine andere Meinung hat. Einige schauen nur auf Werte, andere schieben einen sofort auf das Psychogleis, noch andere kamen in der Vergangenheit mit Behauptungen wie „Solange Sie hier noch auf den Stuhl (gewichtsmässig) passen, haben Sie keine Probleme.“ (Zitat Endokrinologe, 2004).

    Mir wurden im Laufe der letzten 20 Jahre soviele falsche Denkweisen vermittelt von Laien und Experten ( um nur ein paar zu nennen: „Du wirst keine Kinder bekommen können mit Hashimoto.“, „Such´Dir lieber einen Beruf, bei dem Du nicht soviel denken musst...“, „...Du wirst eh nie wieder richtig schlank sein..“), dass ich mittlerweile nicht mehr richtig vertrauen kann und lieber die meisten Fäden selbst im Griff habe. Mir ist auch wichtig, dass ich die Krankheit in der Hand halte, nicht sie mich.

    Deswegen möchte ich gerne einige Fragezeichen in meinem Kopf mit Euch diskutieren:

    1) Thema: Generelle Einschätzung meiner Werte:

    Mein Befinden schwankt meist zwischen (I) „gehetzt fühlen“ (Konzentration erschwert/ unmöglich) sowie folgender schneller Erschöpfung und (II)„müde“ sowie immer erschöpft und leicht depressiv fühlen. In meinen 20ern war ich mit dem TSH oft im 0,0x Bereich, auch teilweise durch eigene Erhöhung von LT aufgrund starker Gewichtszunahme und Panik aufgrund dessen. Seitdem ich nicht mehr auf mein Gewicht achte (Waage verschenkt), sondern versuche mit mir und meinen Bedürfnissen im Einklang zu sein, ist das Gewicht lustigerweise stark gesunken.

    Genau vor einem Jahr habe ich auf Anraten meines Endos von 150LT auf 162,5 erhöht (mit 20 Thybon). Im Juni waren die Werte dann für meinen Endokrinologen zu hoch. Ich habe mich auch etwas zu „Hamsterrad im Kopf“-mässig gefühlt. Ich habe dann mit 150 LT weiter gemacht, und fuehle mich seit ein paar Wochen dauermuede, Verstopfung ist wieder da und schaffe keine normale 40+ Woche. Der starke Haarausfall von August bis November hat mich auch ziemlich mitgenommen... wobei ich mir nicht sicher bin, ob die Änderung der LT Dosis die Ursache war (evtl auch die Psoriasis Capitis?). Talking about Psoriais > im Sommer war sie weniger entzündet und trocken.... ich koennte mir vorstellen, dass das teilweise generell mit trockener Haut zusammenhängt (die habe ich mehr, wenn ich tiefer dosiert bin)

    2) Thema: „Oberer Bereich der Ft-Normwerte“
    Bisher habe ich diese fast nie erreicht... mir ist bewusst, dass es nicht gut ist Werte-Kosmetik zu betreiben, aber etwas verwundert bin ich doch. Selbst bei einem TSH unter 0,x sind meine freien Werte im unteren-mittleren Normbereich. Könnt Ihr Euch das erklären? Wären meine aktuellen Werte problematisch in Bezug auf Kinderwunsch?

    3) Thema „TPO“: Mein TPO ist immer noch leicht erhöht. Mein SD-Gewebe hat sich aber bereits 2009 verabschiedet... Warum sind die AK jetzt noch oben?

    4) Thema „Strategie „Erhöhung und Splittung“
    Ich habe mir folgendes überlegt: Aktuell bin ich nicht glücklich mit meiner Einstellung. Um nicht wieder ins Hamsterrad zu kommen, werde ich eine 25er LT vierteln und abends ca 6,25 LT zusätzlich nehmen und dann mal schauen wie es geht.
    Aus der Vergangenheit weiß ich, dass mein Körper stark auf hormonelle Veränderungen reagiert, daher auch das minimale Herantasten. Meine Endokrinologin würde an meiner aktuellen Dosierung (150LT, 20 Thybon) nichts ändern, mir macht aber meine Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Verstopfung und trockene Haare zu schaffen. Gäbe es Eurer Meinung nach Alternativen? Sollte ich am Thybon ansonsten etwas ändern?

    5) Thema „Haarausfall“:
    Immer wieder habe ich monateweise starken Haarausfall (bis zu 800-900 Haare täglich). Das letzte Mal von ca August- November nach der Umstellung von 162,5 auf 150 LT im Juni. Aus Panik habe ich dann seit Oktober Zink, Eisen, B-Vitamine in verschiedenen Mixturen sowie Vitamin D zugeführt. Seit ca. Mitte Dezember hat sich der Haarausfall normalisiert (auf ca. 150 Haare). Spricht das für den Eisenanstieg auf knapp 50, oder reagieren Haare so stark auf eine Dosis-Minimierung von 12,5LT?

    Vielen Dank im Voraus!

    Euch allen ein gutes, glückliches, erfülltes und intensives neues Jahr- mit viel Gelassenheit, (Selbst)-Mitgefühl, Empowerment und Geduld*


    xx, applepine

    * letzteres habe ich erst durch Hashimoto gelernt- und dafür bin ich tatsächlich ganz dankbar...
    Geändert von applepine (06.01.19 um 18:46 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Neuvorstellung und Fragen :)

    Hast Du das Thybon in einer Dosis genommen und dann morgens mit LT zusammen? Wie war die Karenzzeit zu den jeweiligen BEs, sowohl für T4 als auch T3?
    LG

  3. #3
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    Standard AW: Neuvorstellung und Fragen :)

    Hallo Amarillis,

    ja, ich nehme Thybon seit jeher in einer Tablette und zusammen mit dem LT direkt morgens auf der Bettkante. Frühstück gibt es 1h später.

    Die vergangenen 3 BE waren mit ca 24 bzw ca 28h Karenzzeit. Ich habe an dem Tag keine SD-Hormone genommen, leider waren die BE teilweise morgens und mittags...

    Liebe Gruesse!

  4. #4
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    Standard AW: Neuvorstellung und Fragen :)

    Tja und welche war dann morgens und welche mittags? Für die Interpretation der Werte wäre das wirklich wichtig.
    Vorallem die BE im Juni 18 fällt völlig aus dem Rahmen! Bist Du sicher, dass Du keine Tablette vor der BE genommen hattest? Hätte man nur diese eine BE, würde man glasklar von kompletter ÜD mit T3 ausgehen, deshalb frage ich!
    LG

  5. #5
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    Standard AW: Neuvorstellung und Fragen :)

    Ha, danke Dir und voll erwischt! Ich habe da bisher kein Augenmerk drauf gelegt- wird sich ändern in Zukunft.

    Dank Whatsapp-Recherche habe ich herausgefunden, dass ich spontan nachmittags (!) beim Endo war, da ich 3h entfernt wohne. Ich kann nicht klar beantworten, ob ich die Tablette genommen habe... tendenziell aufgrund des "ich schaue kurz in der Praxis vorbei" eher ja (damit sind die Werte dann ja hinfällig, richtig?)

    Mir wurde bezüglich der Blutentnahme immer gesagt, dass der Entnahmezeitpunkt "relativ egal" ist. Ich habe aber immer versucht den Zeitpunkt auf den Vormittag zu legen. Ich achte da aber jetzt drauf und notiere die Uhrzeit.

    Danke!
    Geändert von applepine (06.01.19 um 19:31 Uhr)

  6. #6
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    Standard AW: Neuvorstellung und Fragen :)

    damit sind die Werte dann ja hinfällig, richtig?
    Jein. Zumindest siehst man ja nunmal beim fT3 wie stark der doch ansteigt nach Einnahme! Insofern würde ich wohl doch von ÜD beim T3 ausgehen und vielleicht zu wenig T4.
    Generell ist eine Karenz beim fT3 von 24 oder mehr Stunden nicht zielführend, weil und das siehst Du nun selber, nicht mehr interpretierbar. Von der eingenommenen Dosis T3 ist halt nach dieser langen Zeit nichts mehr übrig, was man messen könnte. Daher fällt eine ÜD auch nicht auf...
    Für eine gleichmäßigere Verteilung wird eine Splittung empfohlen. Wenn man dies macht und alle Krümelchen T3 am Tag vorher genommen hat bei einer morgendlichen BE, hat man meistens eine Karenz von ca. 10 Stunden, was einen wesentlich realistischeren Meßwert ergibt.
    Hast Du splitten mal probiert?
    Ich glaube aber, dass Du im Juni das falsche Hormon gesenkt hast.
    Ich würde es mit der alten Juni-T4-Dosis probieren und das T3 auf 17,5µg oder 15µg senken und splitten.
    LG

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