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Thema: Knie OP

  1. #1
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von nicht-noch-einmal
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    Standard Knie OP

    Hallo zusammen,

    nach einem länegerem Ärztemarathon bin ich in der (wurde angehalten das KH an dieser Stelle zu entfernen) gelandet.

    Dort wurde mir heute mitgeteilt dass mein Meniskusriss gar nicht so schlimm ist. Viel schlimmer sei der Knorpelschaden, der bis auf den Knochen geht.
    Mir wurde eine OP vorgeschlagen in der der Meniskus geglättet wird und der Knochen unter dem geschädigtem Knorpel wird mit mehreren kleinen Löchern angebohrt. Das dadurch austretende Blut und Knochenmark soll so eine Art Ersatzknorpel bilden. Eine sogenannte Pridie Bohrung.

    Danach muss ich 6 Wochen auf Krücken laufen. Unbedingt und auf keinen Fall auftreten.

    Herrje, das hätte ich nun auch nicht gebraucht. Die Alternative ist eine Knie Prothese.

    Am 11.Dezember habe ich OPTermin. Habe ich extra arbeitgeberfreundlich gelegt weil zwischen den Jahren das Büro zu ist. Der wird sich eh freuen wenn ich 6 Wochen krank mache. Leider ist mein Arbeitsplatz im 3. Stock und es gibt keinen Aufzug.

    Da aber der Heilungserfolg stark davon abghängt das Bein nicht zu belaste, werde ich die Anweisung der Ärzte befolgen.

    Lg Helga
    Geändert von nicht-noch-einmal (03.10.18 um 19:44 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Knie OP

    Du hast dich aber schnell entschlossen.

    Bist du über Alternativen und Risiken dieser OP aufgeklärt worden bzw. hast du nachgelesen? Es gibt auch andere Verfahren.

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von riech.reload
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    Standard AW: Knie OP

    Hatte exakt dieselbe OP (wegen unfallbedingten Knorpelschaden links) und hat wirklich was gebracht.

    Tipp: Räum dir im Vorfeld die Wohnung schon mal passend um. Stabile (--> Stuhl mit Rücken zur Wand) Sitzgelegenheiten an allen wichtigen Stellen (Bad, Küche, wo du dich anziehst etc.), ausreichend Platz zum “rumhüpfen“ mit Krücke, alle Stolperfallen wegräumen und das mit den Krücken (insbesondere Treppen/ Türabsätze sowie Aufstehen und Hinsetzen mit Krücken) schon mal im Vorfeld üben. In den 6 Wochen ganz langsam machen, jeden Schritt/Hopser mit Bedacht.

    Nach den 6 Wochen mit Nullbelastung der operierten Seite (beim kurz Stehen - gibt Situationen da braucht man mal die Hände - kannst du das Bein übrigens schon “abstellen“, aber das Gewicht mit dem anderen Bein tragen --> das eventuell auch schon mal üben, inklusive Drehung auf dem belasteten Bein - braucht man manchmal, in der Küche z.B.) wirst du nicht gleich wieder mit voller Belastung und ohne Krücken laufen können, insbesondere nicht Treppen, lange Strecken und in flottem Tempo - lass dir da ein bisschen Zeit, erst mal noch entlastender Dreipunktgang, immer mehr Gewicht draufgeben, dann Vierpunktgang, dann Krücken noch vorsichtshalber/ für Treppen dabei haben. Spätestens nach 6 Wochen solltest du auch Physio bekommen (ich fing glaub ich in der 5. Woche an damit, die ersten 4 Wochen hatte ich “Hausarrest“, wohn im 2. Stock ohne Aufzug).

    In den ersten 6 Wochen Treppen am besten so gut es geht meiden (mit einem Bein komplett belastungsfrei Treppensteigen ist auch an Krücken sehr schwierig, vorallem treppauf).

    Was du ab dem OP-Tag machen kannst (bzw. sollst, wird dir der Arzt normalerweise auch sagen): Wadenpumpe bzw. auch Venenpumpe genannt https://i.pinimg.com/originals/a0/21...24fc3db7cd.jpg - später (in Rücksprache mit dem Arzt) geht dann auch “Luftfahrradfahren“/“Lufttreten“. Je besser geschmiert das Gelenk, desto besser entwickelt sich der Ersatzknorpel. Zusätzlich fördernd: viel trinken, Schwefelreiches (Lauch, Zwiebeln, Knoblauch...) essen (hab damals zusätzlich MSM eingenommen, dazu aber ggf. auch Rücksprache mit dem Doc).

    Bein tagsüber und die ersten Tage auch nachts hochlagern, aber so bald möglich nachts “flach“ hinlegen, nicht langfristig mit Kissen/Rolle angewinkelt lagern (auch wenn es sich angenehmer anfühlt). Wenn du Seitenschläfer bist, dann nur auf der unoperierten Seite liegen und großes Kissen/gefaltete Wolldecke o.ä. (was nicht so leicht verrutscht im Schlaf) zwischen die Knie.

    Du wirst dir in den 6 Wochen, in denen du das Bein nicht belasten darfst, täglich Heparin spritzen müssen. Ist gewöhnungsbedürftig, aber geht schon, ich fand Bauch besser als Oberschenkel.

    Alles Gute!

    Riechi

    PS: Ein wieder (halbwegs) funktionierendes Knie ist wichtiger als mal paar Wochen auf Arbeit fehlen. Und das sag ich als bekennende Workaholikerin
    Geändert von riech.reload (02.10.18 um 21:03 Uhr)

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von nicht-noch-einmal
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    Standard AW: Knie OP

    In den vergangenen 2 Monaten hat sich trotz Krankengaymnastik und Entzündungashemmer nichts gebessert.
    Da die Klinik in der ich war so ziemlich die beste Adresse in der Region ist vertraue ich dem Arzt. Der war auch kein Jungspund mehr.
    Alternative wäre mich weiter mit Schmerzen zu quälen und irgendwann eine Prothese bekommen.
    Bin aber gerne offen für Vorschläge über andere Verfahren.

    Zuhause haben wir leider eine Treppe. Schlafräume und Bad oben, Küche, Wohnzimmer und Gäste WC unten. Den Keller werde ich meiden. Ich habe mir gedacht die Treppe auf dem Hosenboden "runterzugehen". Ein Satz Krücken oben und einer unten. Auch habe ich schon den Tipp bekommen auf dem Bürostuhl durchs Haus zu rollen.
    Einen Rollstuhl zu leihen wäte eine Option.
    Duschen wird ein Problem, weil es mit Hocker in der Dusche sehr eng ist.
    Vielleicht besorge ich mir ein Seitenschläferkissen.

    Lg Helga
    Mal sehen.

  5. #5
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    Standard AW: Knie OP

    Riech, war das bei dir nicht eine Mikrofrakturierung?

  6. #6
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    Standard AW: Knie OP

    In diesem Fall ist die Arbeit bei mir auch zweitrangig. Sieben Jahre muss ich noch arbeiten, dass ist nicht mehr viel. Dafür ruiniere ich mir nicht mein Knie. Schliesslich will ich in meiner Rente noch etwas unternehmen.

  7. #7
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    Standard AW: Knie OP

    Was ich vorhin meinte:

    Ich hab mal im losen Bekanntenkreis mitbekommen, dass bei dieser Pridie-Bohrung wegen Hitzeentwicklung Schaden entstehen können (eben: Hitzeschaden), darum mache man heute lieber die Mikrofrakturierung, ohne Bohren und Hitzeentwicklung.

  8. #8
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    Standard AW: Knie OP

    Zitat Zitat von nicht-noch-einmal Beitrag anzeigen
    Zuhause haben wir leider eine Treppe. Schlafräume und Bad oben, Küche, Wohnzimmer und Gäste WC unten. Den Keller werde ich meiden. Ich habe mir gedacht die Treppe auf dem Hosenboden "runterzugehen". Ein Satz Krücken oben und einer unten. Auch habe ich schon den Tipp bekommen auf dem Bürostuhl durchs Haus zu rollen.
    Einen Rollstuhl zu leihen wäte eine Option.
    Duschen wird ein Problem, weil es mit Hocker in der Dusche sehr eng ist.
    Vielleicht besorge ich mir ein Seitenschläferkissen.

    Lg Helga
    Mal sehen.
    Ich 'durfte' letztes Jahr 5 Wochen mit Krücken, einen Fuß nicht belasten.
    Wir haben auch die Schlafräume und Bad oben, den Rest unten. Mit der Treppe, das ist Gewöhnung, ich bin ja noch ein paar Jahre älter als Du und hab das auch hinbekommen. Unsere Treppe geht zudem in einer Kurve im Bogen ähnlich einer Wendeltreppe.

    Hosenboden funktioniert nicht wirklich, am besten mit einer Hand am Geländer und in der anderen die Krücke. Welchen Fuß zuerst und auf welche Stufe die Krücke, probiers aus und wie Riech schon schrieb, zuvor trainieren. Die Gelegenheit hatte ich leider nicht.

    Geduscht habe ich im sitzen in der Dusche auf einem Hocker, allerdings die Füße außerhalb der Dusche, weil ganz raus und wieder rein das ging nicht. Am schwierigsten fand ich vom Boden wieder aufzustehen, da fehlte dann der eine Fuß. Und vor allem taten mir die Hände weh, man unterschätzt das leicht.

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von RalfWei
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    Standard AW: Knie OP

    Ich bin auch mal 4 Wochen mit Krücken rumgelaufen wo ich einen Fuß nicht aufsetzen durfte.
    Das Wichtigste waren für mich eine Umhängetasche und ein kleiner Rucksack wobei die Umhängetasche mit laaaangen Schlaufen praktischer war. Da war alle drin was man sich sonst so mal gerade nimmt: Insulin, Meßgerät, Telefon, Schlüssel etc.. Ist nämlich schon ein Unterschied ob man 2 oder 60 Sek. bis zum Zielort benötigt.
    Das mit "Treppe runter" hatte ich mir am Anfang auch so gedacht aber irgendwie war das nicht durchführbar. Ich habe es dann mit den Krücken versucht und es ging besser als gedacht. Habe aber trotzdem alle Treppengänge gebündelt und mir vorher gemerkt/aufgeschrieben was ich in der anderen Etage vor habe. 2mal / Tag Treppe runter und wieder hoch war "ausreichend".

    Abschminken kannst Du Dir in der Küche mal schnell einen Kaffee/Tee zu holen wenn Du den nicht gerade in ein verschließbares Behältnis einfüllen möchtest

    Aber spätestens nach einer Woche bist Du Profi mit den Krücken. Man glaubt gar nicht wie schnell der Körper die Kooordination umstellen kann.

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von RalfWei
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    Standard AW: Knie OP

    Zitat Zitat von Rigoletta Beitrag anzeigen
    Geduscht habe ich im sitzen in der Dusche auf einem Hocker, allerdings die Füße außerhalb der Dusche, weil ganz raus und wieder rein das ging nicht. Am schwierigsten fand ich vom Boden wieder aufzustehen, da fehlte dann der eine Fuß. Und vor allem taten mir die Hände weh, man unterschätzt das leicht.
    Ja, so habe ich am Anfang auch geduscht. Nach einer Woche durfte ich den "Stiefel" zum Duschen ausziehen. GsD hatte ich mir einen Stiefel und keinen Gipsverband verordnet. Den Stiefel gab es nur auf Drängen und mit Zuzahlung aber er war das Geld wert.
    Unterschätz bitte aber nicht das Thema Duschen: da ist danach alles glitschig und rutschig. Mal so gerade sich festhalten und aufstehen.. ohje. Aus dem Nähkästchen: ich dusche seit 30 Jahren morgens immer mit meiner Frau zusammen. Das war in der Situation Gold wert.

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