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Thema: 2. Rezidiv

  1. #261
    Benutzer Avatar von Himmelblau
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    Standard AW: 2. Rezidiv

    Guten Morgen,

    da bin ich mal wieder. Ich habe lange Zeit 82,5 LT genommen, was aber auf Dauer hinsichtlich des TSH nicht gut geklappt hat und auch fT3 immer sehr niedrig. Ich hatte immer noch viel mit Angst zu tun. Als TSH stieg, bin ich auf 100 LT gegangen, aber ich komme damit nicht gut klar. Ich werde aggressiv, dünnhäutig, fahrig, die Ängste werden schlimmer. fT4 dann auch wieder leicht erhöht. Bin dann nach einer Weile wieder auf 82,5, weil ich das nicht aushalten konnte. Nun Anfang Juli 2020 TSH wieder relativ hoch, fT3 wieder total niedrig. Also wieder Pobacken zusammen und nochmal an 100 LT. Die Angst steigt ins Unermessliche. Ich könnte jeden, der mich nur (in meinen Augen) schräg anguckt in Stücke reissen und habe den Eindruck, mit nichts mehr fertig zu werden.

    Ich brauche wirklich Hilfe, denn es läuft irgendwas def. nicht richtig. Ich glaube an eine Umwandlungsstörung. Hab auch nachgelesen, dass ein niedriger fT3 für Ängste sorgen kann. Ob das bei mir zutrifft kann ich nicht sagen, weil ich ihn nicht hoch bekomme, um das mal auszuprobieren.

    Meine Überlegungen. Soll ich umsteigen auf Novothyral? Soll ich nochmal Thybon versuchen? Hilfe.

  2. #262
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: 2. Rezidiv

    Oje Himmelblau, das ist einfach zu viel T4, was du nimmst, das wirkt sich nicht unbedingt positiv auf das fT3 aus, das kannst du ja selbst sehen bei den Werten unter 100 LT, teilweise auch unter 88 mcg. Das wohl wegen niedrigen fT3 etwas höhere TSH kannst du mit mehr T4 nicht unbedingt "erschlagen".

    Bei diesem hohen fT4 auch noch T3 zu nehmen, das würde mit großer Wahrscheinlichkeit ungut enden, du siehst ja, dass du auch mehr T4 nicht erträgst, das wäre dann vermehrt der Fall mit T3. Und Novothyral: auf keinen Fall, zu viel T3 darin.

    Ich würde LT deutlich reduzieren und wenn der Wert nicht mehr so hoch ist, mit etwas T3 (zuerst 2,5 mcg Thybon, dann mal sehen) einen Versuch machen.

    PS
    ... oder 50 Prothyrid, 25 LT (25 Prothyrid+25 LT morgens, 25 Prothyrid zur Nacht). Komme aber noch später darauf zurück, muss jetzt weg.
    Geändert von panna (26.07.20 um 11:00 Uhr)

  3. #263
    Benutzer Avatar von Himmelblau
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    Standard AW: 2. Rezidiv

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    ... oder 50 Prothyrid, 25 LT (25 Prothyrid+25 LT morgens, 25 Prothyrid zur Nacht). Komme aber noch später darauf zurück, muss jetzt weg.
    Oh ja, bitte! Prothyrid kenne ich gar nicht...

  4. #264
    Benutzer Avatar von Himmelblau
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    Standard AW: 2. Rezidiv

    Hab jetzt nachgelesen, dass Prothyrid T4 + T3 ist im Verhältnis 10:1. Warte dann jetzt erstmal auf weitere Ausführungen dazu

  5. #265
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: 2. Rezidiv

    Ende April/Anfang Mai ein einwöchiger Versuch mit 5 Thybon + 62,5 LT, danach nur noch 62,5 LT
    Was war das, wie hast du das Thybon genommen (auf einmal?) und warum nach einer Woche aufgehört?

    Man sieht bei dir, dass dein fT3 sowohl bei mäßigerem fT4 (obwohl "mäßig" bei dir eher nicht gegeben ist, der Nüchtern-Tiefstwert ist einmal mittig gewesen, sonst immer höher) als auch bei deutlich hohem fT4 tief bleibt (wobei, ich rede immer über die Werte, die im Labor mit dem Referenzbereich bis 1,7 entstanden). Da wäre an sich ein Versuch mit T3 berechtigt, vorausgesetzt, du machst es nicht für ein schönes TSH, sondern für dein Befinden ... TSH-Kosmetik ist doch nur bedingt sinnvoll. Ich weiß, dass deine Reste leider so oder so vorhanden sind und nicht wachsen sollten, trotzdem sollte dein Befinden primär sein. - Und ob deine Angst nun mit dem tiefen T3 zusammehängt, kann man so pauschal echt nicht sagen - es kann nämlich z.B. auch der für dich in letzter Zeit klar hohe fT4 sein, oder aber sowieso schilddrüsenabhängig?

    Oder jetzt anders: Kannst du ungefähr sagen, bei welcher Dosis es dir angstmäßig - oder überhaupt besser bis gut ging? Denn ich nehme bei dir wahr, dass du nicht so sehr über dein Befinden und viel mehr über "TSH-Kosmetik" redest. Ich sehe die Berechtigung für Letzteres, aber dominieren sollte das nun auch nicht, deswegen die Frage: ging es dir unter 62-68 mcg besser als in letzter Zeit unter 87-82 mcg?

    Wenn ich es täte, würde ich bei einem fT4 wie bei dir unter 62 mcg, also mittig, einsteigen. Aber das Mittige unter 62 mcg war vor zwei Jahren, wie der Wert jetzt wäre, kann man schlecht sagen ...

    Die Prothyrid-Lösung wäre nett, allgemein wird Prohtyrid gut vertragen und es lässt sich damit gut splitten. Nachteil: Der T4-Anteil wäre damit auch größtenteils ausgetauscht, d.h. anderer Hersteller, und wie du weißt: anderer Hersteller, andere Bioverfügbarkeit, nicht ganz vorhersehbares Ergebnis, also eine gröbere Umstellung. Geringer ist die Umstellung, wenn man den T4-Anteil weiterhin von dem Hersteller nimmt wie bis jetzt und T3 in Form von Thybon dazu kombiniert.

    Eine Zwischenlösung wäre 50 mcg LT und versuchshalber 25 mcg Prothyrid abends. Das wäre noch immer 75 mcg T4 ... ich könnte mir aber auch 68 gut vorstellen.

    Aber all dies, wie überhaupt ein T3-Versuch, eignet sich nicht als ein Versuch für eine Woche. Da muss man in Monaten denken. Ich kann nicht einschätzen, ob 75 mcg T4 nicht weiterhin zu viel wäre für dich, wenn du mit T3 einsteigst - und da wäre ggf. nicht T3 schuld an einer unguten Reaktion, sondern T4. Es wäre also ein allererster Schritt und noch nicht *die* Lösung für dich.

    ++++++

    Nachtrag:
    Hat sich bei der HÄ der Referenzbereich für fT4 geändert? Kein evtl. Kopierfehler (des Endo-Ref.-Bereichs) deinerseits?

    +++++++

    2. Nachtrag:
    Ich sehe, nichts Neues unter der Sonne, wir hatten die T3-Diskussion schon vor 2 Jahren:
    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...=1#post3555540
    Geändert von panna (26.07.20 um 16:30 Uhr)

  6. #266
    Benutzer Avatar von Himmelblau
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    Standard AW: 2. Rezidiv

    Mir geht's ausschließlich um mein Befinden, das hab ich aber auch heute Morgen so beschrieben. Mir sagte man, TSH soll um 1 sein. Bei 3,09 pass ich dann halt auch schon mal auf wegen der Augen.

    Thybon damals nur eine Woche, weil ich Albträume davon bekommen hab und durch die Decke ging. Damals wusste ich aber auch noch nicht, dass man LT erstmal reduziert, sondern hab Thybon einfach obendrauf gepackt.

    Ich glaube - wenn meine Erinnerung mich nicht trügt -, dann ging es mir mit 75 am "besten". Wobei es mir seit Jahren nie wirklich gut geht. Seit MB laufe ich mit Konzentrationsstörungen rum und hab erhebliche Probleme, keine Fehler auf der Arbeit zu machen. Die RJT usw. hab ich eigentlich nur deshalb gemacht. Das fing mit MB an und entgegen aller Aussagen, dass in normalen Werten auch alles wieder normal sei, ist es nie wieder wie vorher geworden. Eine Endokrinologin sagte mir damals mal, dass man unter MB demenzartige Ausfälle haben kann. Das könne verschwinden, müsse aber nicht. Das war vor 10 Jahren. Ich muss mir auf der Arbeit anhören, dass ich ja so fahrig und unkonzentriert bin und es wird sich laufend lustig über mich gemacht. Früher war der Ackergaul vor dem Herrn und das gern. Heute verhedder ich mich andauernd. Es geht mir also tatsächlich um mein Befinden und darum, die Birne klar zu kriegen.

    Wenn ich jetzt LT reduziere (was ich auf jeden Fall tue, weil ich das mit 100 absolut nicht aushalte), dann steigt aber das TSH weiter. Das wiederum kann doof für die Augen werden.

    Wenn ich LT soweit reduziere, dass ich Thybon dazu packen kann - wie lange muss ich LT dann reduzieren?

    Wo soll der fT4 liegen, damit er ok ist? Ich dachte immer, beide freie Werte sollten sich im oberen Drittel aufhalten. Wenn ich nach einem Rechner gehe, bin ich mit dem fT4 bei irgendwas um Mitte 70, mit dem fT3 bei 11%.
    Geändert von Himmelblau (26.07.20 um 19:16 Uhr)

  7. #267
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    Standard AW: 2. Rezidiv

    Zitat Zitat von Himmelblau Beitrag anzeigen
    Ich dachte immer, beide freie Werte sollten sich im oberen Drittel aufhalten. .
    Hast wohl früher zu viel im Forum gestöbert. Nein, sie müssen sich nirgendwo aufhalten (bzw. vorzugsweise dort, wo es dir gut geht). Das mit dem oberen Drittel stand früher im Hashi-Infobeitrag und fand dadurch zusätzliche Verbreitung - das ist längst nicht mehr der Fall.

    Bei 3,09 pass ich dann halt auch schon mal auf wegen der Augen.
    TSH um 1 ist Quatsch. Ich sehe ja, dass du ab TSH ca. 3 steigerst - aber mehr 'T4 bringt dir außer einer TSH-Verhübschung doch nichts. Jedenfalls keinen besseren fT3-Wert.

    Ich weiß nicht, kann dir also nicht sagen, ob 75 mcg für dich nicht doch zu viel werden, wenn du T3 ausprobierst, ob deine Gehirnleistung z.B. etwas besser wird dadurch. Ich kann es einfach nicht sagen, das muss ausprobiert werden. Nur, das geht nicht in einer Woche. T3 sorgt schon stärker für eine TSH-Senkung, aber bei 75 mcg traue ich mich nicht, dir mehr T3 zu emfpehlen als 2,5 mcg (spät abends vorm Schlafen), weil es dann leicht zu viel werden kann. Das wäre also höchstens ein allererster Schritt, der zweite wäre dann - nun ja, abhängig von deinen Werten, das muss man jetzt nicht vorwegnehmen.

    Du kannst mit Thybon kombinieren, oder wie oben geschrieben, mit 25 mcg Prothyrid, dann würdest du einen kleineren Anteil auch des T4 abends zusammen mit dem T3-Anteil nehmen. Da würde ich gucken, das vor der Einnahme auf der Bettkante ca. 2 Stunden nicht mehr gegessen wurde (gilt für nur T3, also Thybon, nicht, aber die gemeinsame Einnahme mit T4 soll einen günstigen Effekt haben).

    Vielleicht magst du hier etwas stöbern:

    https://www.ht-mb.de/forum/entry.php...on-%DCbersicht
    https://www.ht-mb.de/forum/entry.php?825-Kombitherapie-Dosierung-bei-T3-Substitution

    PS
    und nicht sofort mit T3 reinspringen (wenn du dich dafür entscheidest, meine ich), erst wenn dein T4-Spiegel etwas gesunken ist.

  8. #268
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    Standard AW: 2. Rezidiv

    Hallo Himmelblau,

    ich habe diese furchtbaren Ängste, wenn mein ft4 für mich zu hoch ist. Ich hab dann Angst vor allem und kann Stress überhaupt nicht vertragen. Mein ft3 ist meist im Keller. Senke ich das LT, verschwinden die Ängste.

    LG

  9. #269
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    Standard AW: 2. Rezidiv

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen

    TSH um 1 ist Quatsch. Ich sehe ja, dass du ab TSH ca. 3 steigerst - aber mehr 'T4 bringt dir außer einer TSH-Verhübschung doch nichts. Jedenfalls keinen besseren fT3-Wert.
    Das wurde mir jedenfalls vom Endokrinologen so gesagt - wegen der Augen.

    Wir hatten uns hier aber auch schon mal darüber unterhalten, dass wenn TSH zu hoch steigt, ein Info an die SD erfolgt, mehr zu produzieren. Da ich ja noch einen Rest habe, könnte das passieren?

    Sollte das alles egal sein, also Augen und ggf. Produktionsanfeuerung, dann kann ich TSH also völlig unbeachtet lassen?

    Thybon hab ich noch da. Ich könnte also, erstmal rein theoretisch gedacht, eine Woche 75 LT nehmen und dann abends eine kleine Dosis Thybon dazu. Eigentlich reizt es mit Prothyrid auszuprobieren, nur müsste ich dafür wieder zum Arzt. Ich denke nicht, dass meine Hausärztin das mitmachen wird und der Endokrinologe ist aufgrund von Corona irgendwie nicht greifbar. Beim letzten Telefonat mit der Praxis wurde mir gesagt, dass es nur noch Termine in 6 Monaten gibt. Super, da lacht das Herz.

    @ Seidenblume

    Danke, das macht mir Hoffnung, dass es bei mir auch wieder besser werden könnte. Im Moment ist das absolut aushaltbar und auch mein Umfeld reagiert mittlerweile auf meine Ängste und ist besorgt. Ich auch.

  10. #270
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    Standard AW: 2. Rezidiv

    Zitat Zitat von Himmelblau Beitrag anzeigen
    Das wurde mir jedenfalls vom Endokrinologen so gesagt - wegen der Augen.

    Wir hatten uns hier aber auch schon mal darüber unterhalten, dass wenn TSH zu hoch steigt, ein Info an die SD erfolgt, mehr zu produzieren. Da ich ja noch einen Rest habe, könnte das passieren?

    Sollte das alles egal sein,
    Nein, das ist beides nicht egal. Ich weiß nicht, wie ich dir das noch näherbringen sollte - "TSH um 1" ist eine Abkürzung. Besagt: "Wenn TSH um 1, dann sind die freien Werte wohl alle beide prima, keine UF, keine ÜF." Aber dem ist einfach nicht so, erst recht nicht bei Operierten. Du kannst ein fT4 an der Obergrenze oder leicht darüber haben, mit einem (auch deswegen und auch wegen Verlusts des Eigenanteil an T3 aus der Schilddrüse) tiefen fT3. "Gute freie Werte" wären das nicht, aber du würdest ein TSH um 1 haben, na prima. Aber die Augen mögen keine unharmonischen, schlechten freien Werte. Du siehst ja an dir selbst, wenn du auf 100 LT gehst, kommst du dem Ideal mit dem TSH um 1 näher, aber weder hast du gute Werte, noch geht es dir gut. fT4 hoch, fT3 unten: Das ist gut, wenn es jemandem auch gut geht damit. Wenn nicht, muss man davon ausgehen, dass das eben ungut ist, zumal bei Gesunden eher das umgekehrte Verhältnis zwischen fT3 und fT4 besteht.

    Was die Stimulation durchs TSH angeht, auch das ist richtig, deswegen ist das auch für mich ein Gesichtspunkt, wenn ich schreibe, dass ein wenig T3 dir vielleicht überhaupt gut tun könnte (bei nicht zu hohem fT4) *und* es das TSH etwas stärker nach unten treten kann. Man (du) muss(t) aber das richtige Verhältnis für deine Dosis herausfinden, bei dem es dir gut geht und das TSH nicht zu viel stimuliert. Vielleicht ginge das mit 75 + 2,5 (bin etwas skeptisch), vielleicht mit 68 + 2x2,5. Vielleicht noch ganz anders. Aber dies herauszufinden erfordert Zeit und Geduld. 75 + 2,5 wäre wirklich nur ein kleiner erster Versuch in eine bestimmte Richtung.

    Ich bin selbst eine Prothyrid-Sympathisantin, mag sowohl das Splitten als auch die gemeinsame Einnahme von T4+T3 auch aus theoretischen Überlegungen. überlege dir, ob du es nicht doch versuchen willst.

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