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Thema: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

  1. #31
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    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

    Zitat Zitat von Snowball Beitrag anzeigen
    2.)Ich würde auch gerne eine Therapie starten, in der man T4 splittet und T3 zusätzlich nimmt. Deine Theorie klingt einfach logisch. Meine letzten Werte waren folgende:
    LT 75:
    fT3 3,4 pg/ml Referenz 2,3-4,2
    fT4 1,3 ng/dl Referenz 0,9-1,8
    TSH basal 0,91 µlU/ml (Referenz 0,35-4,5)

    Wie müsste ich da vorgehen ? Eine Erhöhung auf 87,5 hatte leider nix gebracht...Fühle mich einfach nur müde, irgendwie so, wie du es am Anfang deines Beitrages beschrieben hattest....
    Generell möchte ich, auch aus Zeitgründen, hier nicht die "Betreuung" von Personen übernehmen. Jeder ist da für sich selbst verantwortlich.

    Dennoch macht es natürlich Sinn, sich hier darüber gemeinsam auszutauschen.

    Bei deinen o.g. Laborwerten (TSH hat noch Luft...) würde ich dir Folgendes vorschlagen:
    • Gesamtdosis: 75µg T4 + 5µg T3, aufgeteilt auf:
      • 7 Uhr: 37,5µg T4 + 1,42µg T3, danach 30 min. nüchtern
      • 15 Uhr: 1,42µg T3
      • 23 Uhr: 37,5µg T4 + 2,13µg T3, davor 2 Std. nüchtern

    • Glutenfreie Ernährung und schauen, ob dadurch deine Lactoseintoleranz weggeht. Sollte sie angeboren sein (primäre LI), ist das natürlich nicht nötig, dann einfach lactosefrei ernähren.
    • 4 Wochen lang je 2 Päckchen Orthomol vital m, dabei die Jodtablette natürlich weglassen. Teuer, aber hilft.
    • Intensiv mit dem Thema gesunde Ernährung beschäftigen, und schon während der Orthomol-Einnahme fleißig üben!

    Mein Bauchgefühl sagt mir, dass du eine sekundäre Lactoseintoleranz hast, die dann auch erklärt, warum deine Mängel nach NEM-Absetzen wiederkommen. Die Resorptionsrate ist dann einfach vermindert, da dein Dünndarm gereizt ist und Nährstoffe nicht mehr vollständig aufnimmt. Ich schreibe das deshalb, weil nach Beseitigen der Ursache in dem Fall dann natürlich die Resorption wieder auf Normalniveau ansteigt, und alles besser aufgenommen wird, auch deine Schildrüsentabletten. Also falls deine Blutwerte plötzlich durch den Glutenverzicht stärker steigen als erwartet, bitte im Hinterkopf behalten, woran es liegen könnte. Einfluss von Lactoseintoleranz auf L-Thyroxin-Resorption ist nämlich per Studie schon längst belegt.

    Deinen Laborwerten zufolge kann man vermutlich bei dir nicht mit Thybon arbeiten. Damit kannst du maximal Achtel herstellen, kleiner geht nicht, und selbst die Achtel werden ungenau. Ein Achtel entspräche 2,5µg T3. Somit lässt sich bei Dosierungen von weniger als 7,5µg pro Tag nicht mit Thybon arbeiten. Du würdest stattdessen dann Liotir verwenden, das du dir über eine internationale Apotheke bestellen kannst. Liotir sind T3-Tropfen, wobei 1 Tropfen = 0,71µg enthält. Das ist erheblich genauer zu dosieren als Thybon, das 20µg pro Tablette enthält. Für mehr Infos, verwende die Forensuche.

    Von der zweimal täglichen T3-Einnahme rate ich wie gesagt vehement ab. Einerseits sprechen die Kurven dagegen (Bateman-Funktion, und die Saravanan-Messungen), andererseits klagen die Patienten dann meist über Mittagstiefs oder sonstiges instabiles Befinden, das sich über den Tag hinweg verändert. Sowas kann man immer noch versuchen, wenn man mal perfekt eingestellt ist, und normales Befinden erreicht hat. Erst dann (!) würde ich probieren, ob zwei Einnahmepunkte pro Tag für mich persönlich ausreichen würden. Es gibt wie gesagt Leute, bei denen das so ist (vermutlich alle, die den TT-Genotyp tragen), aber ohne Gentest hast du keine Möglichkeit herauszufinden ob du dazu gehörst, und ein Gentest wird kommerziell nicht angeboten. Daher immer zuerst die aufwändigere, aber naturgetreuere Variante probieren und dann hinterher schauen, ob man was weglassen kann.

    Abschließend, an alle: Ich möchte hier keine Endlosdiskussion vom Zaun brechen. Wer konkrete Fragen hat, kann sie natürlich weiterhin stellen. Aber bitte keine Grundsatzdiskussionen. Die Methode hier steht zum Ausprobieren zur Verfügung, und wer sie testen will, möge das tun. Ich komme damit sehr gut klar, und habe normales Befinden wieder erreicht.

  2. #32
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von wattwurm
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    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

    hallo arsaneus,

    ich habe jetzt alles gelesen und möchte dir nochmal ein GANZ GROSSES DANKESCHÖN sagen!!

    auch wenn für alte forumshasen nicht viel neues dabei war - obwohl ich schon seit einem jahr hier mitlese, für mich war das meiste neu und absolut gewinnbringend! danke!

    ich habe jetzt aber noch drei fragen:
    1. wie könnte ich meinen arzt überzeugen, mir t3 zu verschreiben? - bei mir ist es so, daß ft3 immer recht niedrig bleibt (unter 3) und ft4 inzwischen schon im oberen drittel gelandet ist. (werte alle im profil) wäre das ein argument?

    2. sollte LT, wenn man es splittet, wie du empfiehlst, immer genau hälftig eingenommen werden? also 50% morgens und die anderen 50% abends?
    ich würde das gerne ausprobieren.

    3. würde sich dadurch meine nächste BE gravierend verändern, gegenüber den ergebnissen bisher ohne splitten? so wie ich dich verstanden habe, nicht... oder?

    sorry, wenn die fragen etwas redundant klingen - ich möchte nur sicher sein, alles verstanden zu haben!

    zuletzt noch eine anregung: willst du nicht diesen text nicht als eigenen ratgeber zu hashimoto herausgeben? soo viele gute gibt es da m.e. noch nicht... und inzwischen kann man ja auch bücher als ebook herausgeben... nur mal so ein gedanke.

    besten dank! ich werde versuchen, versuchskaninchen zu werden

    wattwurm
    Geändert von wattwurm (07.09.14 um 15:45 Uhr)

  3. #33
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    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

    Danke für Deine Antwort Arsaneus

    Zitat Zitat von Arsaneus Beitrag anzeigen
    Deinen Laborwerten zufolge kann man vermutlich bei dir nicht mit Thybon arbeiten. Damit kannst du maximal Achtel herstellen, kleiner geht nicht, und selbst die Achtel werden ungenau. Ein Achtel entspräche 2,5µg T3. Somit lässt sich bei Dosierungen von weniger als 7,5µg pro Tag nicht mit Thybon arbeiten. Du würdest stattdessen dann Liotir verwenden, das du dir über eine internationale Apotheke bestellen kannst. Liotir sind T3-Tropfen, wobei 1 Tropfen = 0,71µg enthält. Das ist erheblich genauer zu dosieren als Thybon, das 20µg pro Tablette enthält. Für mehr Infos, verwende die Forensuche.
    .
    Kriegt man die Tropfen nur über ein Rezept ? Glaube kaum, dass ich einen Arzt finde, der mir das verschreibt. Es war ja schon ein Kampf, Thybon zu bekommen. Alle sagen, lt. meinen Werten bin ich gut eingestellt und wenn es mir schlecht geht, läge das an der Psyche...Thybon liegt jetzt bei mir in der Schublade, so richtig habe ich mich noch nicht rangetraut....

    LG Snowball

  4. #34
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Karin W. reloaded
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    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

    Zitat Zitat von Arsaneus Beitrag anzeigen
    Sehe ich genauso! Gefühlte 90% dessen, was ich aufgeschrieben habe, war bekanntes Wissen, das nur so dermaßen kreuz und quer über verschiedene Bücher und Foren verteilt gewesen ist, dass es kaum einer anwendet. Gefühlte 10% hingegen sind die wirklichen Neuerungen, und die machen's dann aus:


    1. Die Hypophyse von Substituierenden schüttet im Vergleich zu Gesunden eine falsche TSH-Menge aus. (Hoermann et al., 2013)
    2. T3 sollte mind. dreimal täglich eingenommen werden, da dessen Pharmakokinetik das wegen der Bateman-Funktion voraussetzt. (Saravanan et al., 2010)
    3. rT3 übt als einziges bekanntes SD-Hormon kein Feedback auf den thyreotropen Regelkreis aus. (Cettour-Rose et al., 2005)
    4. Ein bei SD-Patienten oft vorhandener Mangel an Antioxidantien führt zu erhöhtem oxidativen Stress, der eine vermehrte rT3-Produktion auslöst. Dadurch steigt die kompetitive Hemmung zwischen T3 und rT3, und der Patient kann keine Euthyreose erreichen. (selbst herausgefunden durch Patientenerfahrungen)


    Das sind sozusagen die "Geheimtricks" meiner Methode.

    Der Rest ist, wie du selbst sagst, bekanntes Wissen gewesen, das bloß in den seltensten Fällen mal konkret und gewissenhaft angewendet wird.



    Ich empfehle wie gesagt das Testen, gezielte Substituieren, und Kontrolltesten als Königsweg. Wer sich das nicht leisten kann, kann die Gießkannenmethode verwenden. Selbstverständlich kann man hierbei auch z.B. Eisen morgens und Zink abends einnehmen. Ich verspreche aber, dass ihr es nicht schaffen werdet, alle NEMs mit dem geforderten Sicherheitsabstand zusätzlich zu den gesplitteten SD-Hormonen über 24 Stunden zu verteilen, selbst dann nicht, wenn ihr aufs Schlafen verzichtet.

    Auch sollte man sich immer ins Gedächtnis rufen, dass in jedem Getreidekorn auch Mangan, Magnesium, Calcium, Kupfer etc. zusammen vorliegen und aufgenommen werden können. Ebenso liegt in jedem Steak Eisen, Zink und Kupfer zusammen vor. Es geht eher darum, dass gleichzeitige Einnahme mit Resorptionsverlusten einher geht, aber wenn man die mehrfache Tagesdosis wählt, sättigt man auf diese Weise selbst mit einem "alles-in-einem"-Präparat immer noch genügend auf. Und, hab ich schon erwähnt, dass Nahrungsergänzungsmittel zusätzlich zur gesunden Ernährung eingenommen werden sollten?

    Der Einwand ist also, chemisch betrachtet, gerechtfertigt. Jedoch gibt es so viele essenzielle Verbindungen, dass es in der Praxis kaum möglich ist, sie alle getrennt voneinander einzunehmen. Außerdem steht es jedem, der meine Methode anwenden will, frei, selbst zu entscheiden welche Produkte er genau verwenden will. Wichtig ist, dass man die Nährstoffmängel findet und beseitigt!



    Den Punkt kann ich eindeutig zurückweisen. Das lässt sich, wie gesagt, bereits mit der Pharmakokinetik des T3 erklären. Schau dir dazu bitte Fig. 4a aus der Saravanan-Studie (s. Literaturverzeichnis) an. Dort siehst du, warum 2x tägliche Einnahme (die einem bestenfalls 12-Std.-Intervalle bieten kann) unphysiologisch ist. Ich kenne viele Leute, die einen sehr positiven Effekt gespürt haben, wenn sie auf 3x oder 4x tägliche Einnahme umgestiegen sind. Das Befinden wird deutlich stabiler.

    Hier spielt aber natürlich auch der besagte Polymorphismus in der Deiodase II mit hinein, denn wer hier den TT-Genotyp hat, der erreicht auch zu Zeiten mit fallende fT3 (vermutlich) ein akzeptables Befinden. Während für die Leute mit CC-Genotyp der fallende fT3 eine Katastrophe darstellt, da ihre Fähigkeit, T3 aus T4 per Deiodierung herzustellen, ja in irgendeiner Form "defekt" ist. [wichtig: das sieht man wie gesagt nicht am fT3-Wert, s. Studie!]



    Kann man so pauschal nicht sagen. Relativ hohe Dosierungen an LT sprechen z.B. dafür, dass die Resorption im Dünndarm vermindert ist. Wer bei Dosierungen von z.B. 175µg LT und 20µg T3 nicht in die Hyperthyreose springt, bei dem ist irgendetwas faul: Eine Resorptionsstörung, ein erhöhter rT3-Wert. Legt man nämlich die bekannten Resorptionsraten an (75% für T4, 95% für T3), so wären das in diesem Beispiel 131µg T4 und 19µg T3, die durchschnittlich im Blut ankämen. Das würde bei nahezu jedem Patienten eine Hyperthyreose auslösen. Falls nicht, dann kann das vorwiegend an zwei mir bekannten Gründen liegen:

    - Die eigenommene Dosis kommt gar nicht im normalen Maßstab im Blut an, sondern es treten weitaus höhere Resorptionsverluste auf als üblich. (--> Darmerkrankung)
    - Der Körper bastelt fleißig rT3, um einer Hyperthyreose entgegenzuwirken. Dann sind fT3 und/oder fT4 im Blut über der Norm, aber das Befinden nicht hyperthyreot. Liegt daran, dass rT3 ein kompetitiver Inhibitor von T3 ist. Der Körper verbraucht einerseits überschüssiges T4, indem er daraus rT3 (anstatt T3) macht; und andererseits hemmt dieses entstandene rT3 dann das übrige T3. Ein natürlicher Schutzmechanismus unseres Körpers. (--> vermehrte rT3-Produktion)

    Hier wirkt dann das Messen von rT3, sowie ein Blick in die Toilettenschüssel, meist Wunder.

    Abgesehen davon, lässt sich meine Methode wie gesagt auf jede denkbare Gesamtdosierung anwenden. Das Prinzip bleibt immer dasselbe, egal wie hoch die T4- und T3-Dosis gewählt wird.



    Es kommt bei Schilddrüsenhormonen nie die volle Dosis im Blut an. Nüchtern eingenommen, sind es durchschnittlich 75% bei T4 und 95% bei T3. Siehe Literaturverzeichnis.



    Bei Schulkindern, wie auch bei allen anderen Menschen, genügt zum Umstieg auf dreifaches T3-Splitting einfach eine zusätzliche Einnahme um ca. 15 Uhr. Das ist wirklich absolut kein Problem.



    Chrom mal getestet? Chrom ist wichtig für die Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels. Ist blind geraten von mir, aber eine denkbare Ansatzstelle.



    Sofern dein Magen-Darm-Trakt gesund ist (d.h. hinten eine einwandfreie genormte DIN-Wurst herauskommt, wie in meinem Text beschrieben), und du dich gesund ernährst (d.h. wirklich bedarfsdeckend Mikronährstoffe aus der Nahrung zuführst - Supermarktgemüse ist heutzutage z.B. stark verwässert, um es auf Gewicht zu optimieren), dürftest du nach Abschluss der Aufsättigung nicht wieder zurück in einen Mangel rutschen. Punkt, aus.

    Wenn man nach Absetzen der NEMs wieder in einen Mangel rutscht, liegt entweder eine Resorptionsstörung vor (Magen-Darm-Krankheit), oder die Person ernährt sich schlicht und ergreifend nicht bedarfsdeckend. Hier empfehle ich wie gesagt einen Blick in die Nationale Verzehrsstudie II von 2008, um einen Eindruck von der Gesamtgröße der Ernährungskatastrophe hier in Deutschland zu bekommen. Guckt da wirklich mal rein, ihr werdet das Müsli am Frühstückstisch wieder ausspucken, versprochen.
    Hallo Arsaneus,

    gestatte mir bitte den HInweis, nicht dass dein Geschriebenes zur Löschung führt (wär schade drum), weil du die Zitate von mir falsch mit wattwurm gekennzeichnet hast (Zitat 2-5) - ich hab allerdings kein Problem damit.

    Beziehe bitte in deinen Gedankengang noch etwas sehr Wesentliches mit ein, dass 20 % der SD-Kranken AK gegen SD-Hormone haben - sprich gegen T3 und T4 und diese weitaus höhere Dosen benötigen als normal, um ein Wohlbefinden zu erreichen, was sich in den SD-Werten leider nicht ersehen lässt (die zeigen nämlich eine normale/erhöhte Konstellation an). Leider wird diese Testung derzeit soweit ich weiß nur von einem Labor in D gemacht. Wäre aber mit gutem Arzt über die KK machbar.

    Und zu T3 - auch da gibt es noch einen besonderen Faktor - nämlich die körperliche Aktivität - bei viel Aktivität auch mehr Verbrauch - was allerdings bei T3 in individueller Bedarfsdosierung eigentlich kein Problem darstellt, da schnell nachdosierbar (kurze Zeit bis es wirkt).
    Alles in allem abschließend - T3 splitten ja - wie ist einfach sehr individuell und auch an den Tagesablauf anzugleichen.

    Sehr gut finde ich, dass du mit Studie deutlich machst, dass eben ein gesunder Mensch nicht mit einem dessen SD krank ist bezüglich des TSH hinweißt, dass Hypophyse da nicht mehr entsprechend reagiert. Dies wird ja leider im Forum immer wieder nicht berücksichtigt und gesunder Regelkreis als Orientierung für kranken Regelkreis verglichen. Dies ist einfach eben nicht möglich.

    und was Kinder betrifft - doch es ist ein Problem Kindern um 15 Uhr eine Portion T3 zu geben, wenn sie sich in der Schule befinden. Leider hat sich intensiver Nachmittagsunterricht eingebürgert bzw. sind Lehrer nicht dazu bereit Tabs zu geben (bzw. dürfen es angeblich nicht) bzw. auch nur die Kinder zu erinnern bzw. die Einnahme zu ermöglichen. Dies ist nicht nur meine persönliche Erfahrung - das kennen sehr viele Hashi-Eltern.

    lg
    Karin

    Ups - mir ist noch was eingefallen - bitte auch berücksichtigen, dass bei Frauen noch eine Komponente dazu kommt - nämlich die wesentlich stärkere Hormonwirkung der weiblichen Hormone, auch da ist der Einfluss auf SD noch mal etwas anders/intensiver/sensibler - als beim Mann. Das nur nebenbei.
    Geändert von Karin W. reloaded (07.09.14 um 16:06 Uhr) Grund: Ups

  5. #35
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    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

    Hallo Arsaneus,

    puh, richtig viel Stoff zum Durchackern,
    ob ich das noch schaffe vor meinem Ersttermin am Di?
    Ich habs mir vorgenommen.

    Danke, dir!

    LG poema
    Geändert von poema (07.09.14 um 16:55 Uhr)

  6. #36

    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

    Ein liebes Hallo an dich, Arsaneus, und an alle Mitlesenden ,

    ich würde gerne an dieser Stelle etwas zum Thema "Gluten" einbringen. Vorweg sei gesagt: Sieh' das bitte nicht als Kritik, Arsaneus, es liegt mir fern, deine umfassenden und bestimmt mit viel Aufwand zusammengetragenen Informationen, die du hier mit uns teilst, in irgendeinerweise negativ zu bewerten; ich möchte bloß auf Folgendes hinweisen bzw. dich um etwas bitten:

    Bitte empfehle keine glutenfreie Diät, bevor du nicht auf eine korrekte Zöliakiediagnostik hingewiesen hast, die die Betroffenen im Vorfeld durchlaufen haben müssen, bevor sie einen solchen glutenfreien Selbstversuch starten. Nach einer richtig durchgeführten Diagnostik ist gegen diesen glutenfrei-Versuch nichts einzuwenden.

    Es ist aber von großer Wichtigkeit, zu gewährleisten, dass vor/während einer Zöliakiediagnostik bis zum Abschluss aller nötigen Untersuchungen eine genügende Zufuhr von Gluten stattfindet. Das Gluten soll dabei die im Blut und Dünndarm ggf. sichtbaren Schädigungen aufrechterhalten, um sie nachweisen zu können. Bereits nach dem Beginn einer glutenarmen Ernährung (d.h., sie muss nicht einmal gleich streng glutenfrei sein) können besonders Blutwerte, aber auch Biopsieergebnisse schon innerhalb relativ kurzer Zeit verfälscht werden (also sich evtl. falsch negativ darstellen). Und es mag durchaus unangenehme Folgen nach sich ziehen, wenn die Diagnose nicht einwandfrei gestellt werden kann.

    Darum ist es meines Erachtens nach zusammengefasst wichtig (um die Methode einer übersichtlichen Aufzählung aller wichtigen Punkte von dir aufzugreifen, Arsaneus ):

    1. Bei Verdauungsproblemen jeglicher Art ist es gerade bei Hashis sinnvoll, eine Zöliakiediagnostik durchzuführen. Dabei werden im Blut entsprechende Antikörper gecheckt. Letzten Endes gibt eine Dünndarmbiopsie (im Zuge einer Magenspiegelung) Auskunft über eine ggf. geschädigte Dünndarm-Schleimhaut. (Wie du, glaube ich, bereits angedeutet hattest, Arsaneus.)
    2. Es ist bis zum Abschluss aller diagnostischen Schritte wichtig, sich glutenhaltig zu ernähren.
    3. Wird vor Abschluss der Untersuchungen eine glutenarme oder -freie Ernährung begonnen, sind die für eine Diagnose nötigen Schädigungen ggf. nicht mehr nachweisbar. Dann müsste vor einem erneuten Diagnostik-Versuch eine intensive (ärztlich kontrollierte) Belastungsphase mit Gluten eingeleitet werden, die unter Umständen mehrere Monate lang andauern kann. (Z.B. Wer schädigt sich selbst gerne und bewusst, wenn er/sie bemerkt hat, dass Gluten schädlich auf den eigenen Körper einwirkt? Nach dem Umstellen auf glutenfrei bemerken viele Betroffene, dass sie umso intensiver auf Gluten reagieren. Eine Belastungsphase ist unter diesen Umständen also zum Mindesten entsprechend unangenehmer.)
    4. Wurden unter glutenhaltiger Ernährung weder positive Antikörper gefunden noch eine auffällige Dünndarmbiopsie entdeckt, kann (im Idealfall unter Absprache mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten) eine glutenarme oder -freie Ernährung begonnen werden, um feststellen zu können, ob tatsächlich Gluten, oder doch etwas ganz anderes hinter den Beschwerden steckt.

    So, ihr Lieben: Das war das Wort zum Sonntag (was ja heute in der Tat der Fall ist) .

    Ich würde dich hiermit gerne bitten, Arsaneus, deinen Tipp vielleicht noch einmal zu überdenken und ggf. zu modifizieren. (Nochmals, bitte nicht falsch verstehen: Ich finde deinen Rat zur glutenfreien Ernährung sehr hilfreich und nützlich, denn viele Menschen profitieren ungemein und unbestritten von einer glutenfreien Ernährung, ohne zwingend an Zöliakie erkrankt zu sein; und gerade in Fällen wie dem deinen, der du ja unter gh Ernährung weder positive Antikörper noch eine Zottenatrophie aufgewiesen hast, kann es ja trotz allem sein, dass Gluten nicht vertragen wird. Allerdings hattest du ja die entsprechende Diagnostik bereits durchlaufen; somit stand deinem "Selbstversuch" kaum mehr etwas im Wege. Ich finde es schön, dass du dem Gluten auf die Schliche gekommen bist, weil du dir auf diese Weise sehr viel Gutes tun konntest. Für alle anderen, die sich noch nicht näher auf Zöliakie haben untersuchen lassen, sollte dein Ratschlag jedoch, finde ich, (noch) nicht gelten. Hab' außerdem vielen Dank für deine informativen und detaillierten Beiträge! )

    Alles Liebe und viele Grüße,

    .Freakadelle

    P.S.: Noch ein Hinweis. Mir ist durchaus bewusst, dass ich sehr allgemein gesprochen und die Sache allzu verkürzt dargestellt habe - in diesem Rahmen ist, glaube ich, allerdings voererst nicht mehr möglich. Auch ich möchte den Aufruf starten, Unverständliches soweit möglich zu googlen oder ggf. nachzufragen. Vielen Dank!
    Geändert von Freakadelle (07.09.14 um 15:54 Uhr)

  7. #37
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von wattwurm
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    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

    Kleiner Zwischenruf: Arsaneus hat geschrieben, daß man vor der Zöliakie-Diagnostik noch nicht mit der Diät beginnen darf!

    Aber doppelt genäht hält immer besser...

    LG!

  8. #38

    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

    Danke, wattwurm ,

    uups, das hatte ich beim Lesen wohl übersehen. Entschuldigt bitte! Nun, so oder so ähnlich könnte es möglicherweise anderen Lesenden gehen (??) (was nicht heißen soll, dass das Überlesen nicht doch einfach bloß ein Freakadellen-Problem gewesen sein könnte). Vielleicht könnte Arsaneus das ja in einem seiner ersten Beiträge noch mal etwas deutlicher kennzeichnen...? (Wenn nach obigen Ergüssen meinerseits überhaupt noch nötig. )

    Viele Grüße, und nochmals danke!

  9. #39
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    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

    Zitat Zitat von wattwurm Beitrag anzeigen
    1. wie könnte ich meinen arzt überzeugen, mir t3 zu verschreiben? - bei mir ist es so, daß ft3 immer recht niedrig bleibt (unter 3) und ft4 inzwischen schon im oberen drittel gelandet ist. (werte alle im profil) wäre das ein argument?
    Theoretisch könnte diese Wertekonstellation darauf hinweisen, dass irgendetwas mit der peripheren Deiodierung nicht ganz stimmt. Das kann aber genauso gut auch einfach ein Selenmangel sein.

    Die beste Argumentation, mit dem man ein T3-Rezept bekommen kann, ist:
    1. Eine Studie an 552 Personen hat gezeigt, dass 16% aller Hypothyreosepatienten eine Kombinatonstherapie aus T3 und T4 benötigen, aus genetischen Gründen. Ein Enzym, das T4 in T3 umwandelt, ist bei diesen Personen verändert. (Link zur Studie)
    2. Diese Studie wurde 2010 bereits in der Ärztezeitung veröffentlicht, mit der konkreten Empfehlung an Ärzte, T3 bei der Behandlung ihrer Patienten zu verwenden. (Link zum Artikel)
    3. Die Studie zeigt im Originaltext, dass das Befinden der Patienten durch die Mutation beeinflusst wird, nicht jedoch deren fT3-Wert. Ihr Befinden war unter T3/T4-Kombitherapie signifikant besser als unter T4-Monotherapie, aber es zeigten sich kein signifikanter Unterschied im fT3-Wert. Das steht im Abstract der Studie wortwörtlich so drin ("[...] but did not affect serum thyroid hormone levels.") und zudem zeigen es die Daten in Table 4. Demzufolge gibt es, abseits von einem Gentest, keine Möglichkeit um zu erkennen, welche Patienten betroffen sind und welche nicht. Es muss daher ausprobiert werden.


    Zitat Zitat von wattwurm Beitrag anzeigen
    sollte LT, wenn man es splittet, wie du empfiehlst, immer genau hälftig eingenommen werden? also 50% morgens und die anderen 50% abends?
    Gute Frage, nächste Frage. Weiß ich nicht. Ich denke, es wird keinen riesigen Unterschied ergeben, ob man 50:50 oder 25:75 macht - aber das ist Spekulation.

    Zitat Zitat von wattwurm Beitrag anzeigen
    zuletzt noch eine anregung: willst du nicht diesen text nicht als eigenen ratgeber zu hashimoto herausgeben? soo viele gute gibt es da m.e. noch nicht... und inzwischen kann man ja auch bücher als ebook herausgeben... nur mal so ein gedanke.
    Als offiziellen "Ratgeber" würde ich so etwas erst dann herausgeben, wenn ich sagen wir mal 50 Leute kennen würde, die mit der Methode erfolgreich normales Befinden erreicht haben. Vielleicht kommt dieses Forum irgendwann mal an diesen Punkt, dann würde ich es mir überlegen. Für den Moment würde ich jedoch keinen Ratgeber herausgeben wollen, da man für sowas konkrete (also wirklich haargenau präzise) Behandlungsangaben bräuchte, und die haben wir (noch) nicht.

    Zitat Zitat von Snowball Beitrag anzeigen
    Kriegt man die Tropfen nur über ein Rezept ? Glaube kaum, dass ich einen Arzt finde, der mir das verschreibt. Es war ja schon ein Kampf, Thybon zu bekommen. Alle sagen, lt. meinen Werten bin ich gut eingestellt und wenn es mir schlecht geht, läge das an der Psyche...
    Denen kannst du dann bitte die o.g. Argumentation aufschreiben und in die Hand drücken.

    Das Liotir bekommst du auf jeden Fall per Privatrezept. Ob ein Kassenrezept möglich ist, weiß ich nicht. Jedoch sollte es für einen Arzt Jacke wie Hose sein, ob er dir T3 in Form von Thybon oder Liotir verschreibt, denn in beiden Fällen handelt es sich um den gleichen Wirkstoff. Der Unterschied liegt in der Darreichungsform: Thybon hat eine kleinstmögliche (offizielle) Dosis von 1/2 Tbl. = 10µg, während Liotir 1 Tropfen = 0,71µg hat. Liotir lässt sich daher auch bei Patienten einsetzen, die viel weniger T3 benötigen, und es lässt sich benutzen, um eine Dosis gut über den Tag zu verteilen. Aber für die Frage, ob man das Rezept über den Wirkstoff bekommt oder nicht, sollte die Darreichungsform keine Rolle spielen.

    Bei Aspirin würde auch niemand einen Aufstand machen, ob man es nun als Tablette oder Pulver einnimmt.

    Zitat Zitat von Snowball Beitrag anzeigen
    Thybon liegt jetzt bei mir in der Schublade, so richtig habe ich mich noch nicht rangetraut....
    Wenn alle Stricke reißen, könntest du dir mit Thybon behelfen. Allerdings lässt sich das wie gesagt, meiner Meinung nach, erst sinnvoll ab 7,5µg T3 pro Tag einsetzen. Einfach deshalb, weil weniger als 1/8 Tbl. = 2,5µg fast nicht herstellbar sind, woraus sich eine Mindestmenge von 3 x 2,5µg = 7,5µg pro Tag ergibt.

    Du könntest allerdings versuchen, mit einer scharfen Rasierklinge o.Ä. 1/8 Tbl. nochmals zu unterteilen. Das ist wirklich sehr ungenau und experimentell, aber eine Ungenauigkeit in der Dosierung ist hier längst nicht so schlimm wie ein Abfall des fT3, verursacht durch zu lange Abstände zwischen den Einnahmen. Ein Pharmaziestudent oder Apotheker würde hier die Hände überm Kopf zusammenschlagen, aber abseits von Liotir gibt es einfach keine andere Möglichkeit, sich niedrigdosiertes T3 zu verschaffen.

    Theoretisch ginge noch Prothyrid (1 Tbl. = 100µg T4 + 10µg T3). Hier enthält 1/8 Tbl. bereits 1,25µg T3, allerdings immer auch 12,5µg T4 mit dazu. Und dieses T4 könnte (!) Probleme mit der Resorption bereiten, da man eine der drei Dosierungen im nicht-nüchternen Zustand einnimmt. Ob das in der Praxis tatsächlich mess- und spürbare Auswirkungen hat, kann ich nicht sagen. Schweineextrakt enthält ja beispielsweise ebenfalls eine Mischung aus T3 und T4, und die "Schwein"-Nehmer nehmen häufig größere Mengen davon nachmittags im nicht-nüchternen Zustand ein. Ich habe auch schon im anderen Forum längere Diskussionen darüber geführt, ob die Sache mit der T4-Nüchternheit nicht stark überbewertet wird, jedoch ohne eindeutiges Ergebnis. Fakt ist: Nimmt man T4 nicht-nüchtern ein, so leidet die Resorption um ca. 5-20%. Je nachdem, welchen Anteil die 12,5µg T4 an der Gesamtdosis an T4 pro Tag hätten, würde der Effekt mehr oder weniger stark durchschlagen.

    Wie du siehst, ich warte immer noch auf "Thybon 5µg"...im anderen Forum gab es mal eine Petition dafür, aber was daraus geworden ist, weiß ich nicht. Die sollte eigentlich mal von ca. 100 Leuten unterschrieben und dann an Sanofi geschickt werden.

    Für den Moment musst du dir allerdings mit solchen unorthodoxen Hilfsmitteln behelfen. Thybon sechzehnteln ist pervers, ja, aber besser als nix. Du brauchst auf jeden Fall einen guten Tablettenteiler und eine scharfe Rasierklinge/Skalpell/Messer. Solange du dann sicherstellst, dass du pro Tag 1/4 Tbl. eingenommen hast, ist es nicht so furchtbar wichtig, ob die weitere Unterteilung dieses Viertels wirklich präzise gleich ist oder nicht. Denn 1/4 lässt sich gut herstellen, und solange die Summe aller Bruchstücke innerhalb von 24 Std. immer 1/4 ergibt, hast du auch in 24 Std. immer 5µg T3 eingenommen. Das wäre so der Grundgedanke, nach dem man sowas abziehen könnte.

    Zitat Zitat von Karin W. reloaded Beitrag anzeigen
    gestatte mir bitte den HInweis, nicht dass dein Geschriebenes zur Löschung führt (wär schade drum), weil du die Zitate von mir falsch mit wattwurm gekennzeichnet hast (Zitat 2-5) - ich hab allerdings kein Problem damit.
    Hoppla, bei so viel Text verliert man da manchmal den Überblick!

    Zitat Zitat von Karin W. reloaded Beitrag anzeigen
    Beziehe bitte in deinen Gedankengang noch mit ein, dass 20 % der SD-Kranken AK gegen SD-Hormone haben - sprich gegen T3 und T4 und diese weitaus höhere Dosen benötigen als normal, um ein Wohlbefinden zu erreichen, was sich in den SD-Werten leider nicht ersehen lässt (die zeigen nämlich eine normale/erhöhte Konstellation an). Leider wird diese Testung derzeit soweit ich weiß nur von einem Labor in D gemacht. Wäre aber mit gutem Arzt über die KK machbar.
    Ja, den Hinweis sollte man auf jeden Fall noch aufnehmen. Das ist nämlich noch ein weiterer Grund für übermäßig hohe Dosierungen von SD-Hormonen! Ich markiere das mal fett, gehört quasi zum Haupttext auf Seite 1 unter Punkt 2. mit dazu.

    "Autoantibodies against T4 and T3 occur in 15–35% of patients with autoimmune thyroiditis."
    Quelle: 39 Rose/Mackay: "The Autoimmune Diseases", 4th Edition, Elsevier Inc., S. 469.

  10. #40
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    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

    Zitat Zitat von Karin W. reloaded Beitrag anzeigen
    Und zu T3 - auch da gibt es noch einen besonderen Faktor - nämlich die körperliche Aktivität - bei viel Aktivität auch mehr Verbrauch - was allerdings bei T3 in individueller Bedarfsdosierung eigentlich kein Problem darstellt, da schnell nachdosierbar (kurze Zeit bis es wirkt).
    Ja, das fällt eigentlich unter "Schilddrüse und Sport", aber schadet nicht das nochmal zu erwähnen. Allerdings sind sich verschiedene Studien uneinig, ob der fT3 nun durch Sport steigt oder fällt. Rein von der Logik her müsste er fallen. Manche Studien haben aber auch während des Sports einen Anstieg festgestellt, allerdings waren das Studien an Gesunden, und deren SD kann ja bedarfsgerecht kompensieren.

    Zitat Zitat von Karin W. reloaded Beitrag anzeigen
    Alles in allem abschließend - T3 splitten ja - wie ist einfach sehr individuell und auch an den Tagesablauf anzugleichen.
    Wobei aber zu sagen ist, dass eine 1x oder 2x tägliche Einnahme mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu wenig ist. Man mag sich damit brauchbar fühlen, aber optimal ist es nicht.

    Zitat Zitat von Karin W. reloaded Beitrag anzeigen
    Sehr gut finde ich, dass du mit Studie deutlich machst, dass eben ein gesunder Mensch nicht mit einem dessen SD krank ist bezüglich des TSH hinweißt, dass Hypophyse da nicht mehr entsprechend reagiert. Dies wird ja leider im Forum immer wieder nicht berücksichtigt und gesunder Regelkreis als Orientierung für kranken Regelkreis verglichen. Dies ist einfach eben nicht möglich.
    Das wahr hier jahrelang das Dogma. Jetzt haben wir seit 2013 durch Hoermann et al. den Beweis, dass das auch tatsächlich so ist!

    Zitat Zitat von Karin W. reloaded Beitrag anzeigen
    und was Kinder betrifft - doch es ist ein Problem Kindern um 15 Uhr eine Portion T3 zu geben, wenn sie sich in der Schule befinden. Leider hat sich intensiver Nachmittagsunterricht eingebürgert bzw. sind Lehrer nicht dazu bereit Tabs zu geben (bzw. dürfen es angeblich nicht) bzw. auch nur die Kinder zu erinnern bzw. die Einnahme zu ermöglichen. Dies ist nicht nur meine persönliche Erfahrung - das kennen sehr viele Hashi-Eltern.
    Je nach Alter des Kindes sollte es m.E. kein Problem sein, ihm zu erklären wozu die Tabletten gut sind, und dann einfach die nötige Routine zu etablieren. Eine Professorin von mir beschäftigt sich seit über 20 Jahren damit, wie man Kindergartenkindern Chemie beibringen kann, da sollte es doch wohl möglich sein, einem Schulkind die Einnahme einer Tablette beizubringen. Just my 2 cents...

    Zitat Zitat von Karin W. reloaded Beitrag anzeigen
    Ups - mir ist noch was eingefallen - bitte auch berücksichtigen, dass bei Frauen noch eine Komponente dazu kommt - nämlich die wesentlich stärkere Hormonwirkung der weiblichen Hormone, auch da ist der Einfluss auf SD noch mal etwas anders/intensiver/sensibler - als beim Mann. Das nur nebenbei.
    Na, ob die weiblichen Hormone wirklich stärker wirken?

    Was du wohl eher meinst, ist, dass Frauen stärkere zyklische Schwankungen in ihrem Hormonsystem haben als Männer.

    Zitat Zitat von poema Beitrag anzeigen
    puh, richtig viel Stoff zum Durchackern,
    ob ich das noch schaffe vor meinem Ersttermin am Di bei Dr. ******?
    Ich habs mir vorgenommen.
    Hallo poema,

    ich persönlich halte auf diesen Arzt sehr große Stücke, daher ist ein Durcharbeiten meines Textes nicht unbedingt erforderlich. Er dosiert dann einfach nach deinem Befinden in Kombination mit deinen Blutwerten, und er weiß auch, welche Mikronährstoffmängel häufig sind. Sprich, völlig daneben liegen kannst du bei ihm mit deiner Behandlung sicherlich nicht, man könnte sagen er behandelt so, wie auch die meisten Empfehlungen hier im Forum lauten würden. Also schonmal eine sehr gute Ausgangsbasis.

    Wenn du darüber hinaus daran interessiert bist, dich selbstständig weiter zu informieren, dann ist das gut! Du solltest dann nur darauf achten, meine Texte nicht als der Weisheit letzter Schluss anzusehen. Die Methode ist ein Entwurf, der bei mir funktioniert, aber sicherlich noch optimierungsfähig ist. Bei einem Erstgespräch gibt es sicherlich andere Dinge, auf die geachtet werden müssten und sollten.

    Für den ersten Termin schlage ich daher vor, dass du dir stattdessen einen Ordner anlegst mit allen Krankheitsbefunden, Blutwerten, eingenommenen Medikamenten, Symptomen usw., also eine "Chronologie deiner Krankheitsgeschichte", möglichst vollständig ab Geburt. So ein Ordner ist Gold wert, für den Patienten genauso wie für den Arzt. Den kannst du dann mit zum Erstgespräch nehmen, denn bei diesem Gespräch geht es in erster Linie darum, dass dein Arzt sich vollständig über deinen Gesundheitszustand informiert, und ggf. weitere Untersuchungen veranlasst, die von bisherigen Ärzten ausgelassen wurden. Im Bezug auf Hashimoto können (und werden) das Antikörpertests sein, Ultraschall, Vitaminwerte im Blut, Schilddrüsenhormonwerte, und was sonst noch alles sinnvoll erscheint. Darum geht es beim Erstgespräch, und deshalb dauert das auch ca. 1 Stunde. Es ist hierfür nur hilfreich, wenn du dir selbst bereits eine möglichst vollständige Krankenakte anlegst (d.h. einen Ordner wo alles drinsteht), denn dann kannst du auf die Fragen des Arztes deutlich besser vorbereitet antworten, und das Gespräch wird für beide Seiten angenehmer und produktiver.

    Natürlich kannst du auch beim Erstgespräch bereits Wünsche zu deiner Behandlung äußern (z.B., dass du mal T3 ausprobieren willst, oder deinen rT3-Wert bestimmt haben willst), die dann ggf. berücksichtigt werden. Aber ich würde ehrlich gesagt nicht direkt mit einer Bazillion an Studien ankommen, sondern vor allem erstmal dem Arzt die Gelegenheit geben, sich einen umfassenden Überblick über deinen Gesundheitszustand zu verschaffen. Denn genau diese Gründlichkeit schätze ich an dem von dir genannten Arzt sehr, er lässt (im Rahmen einer wirtschaftlich rechtfertigbaren Behandlungsweise) nichts aus.

    Auf der Basis des Erstgesprächs (und der Erstuntersuchung mit Blutwerten --> Ergebnisse dauern oft ca. 2 Wochen!) kannst du dir dann beim nächsten Termin oder Telefonat genau überlegen, wie du bei deiner Behandlung weiter vorgehen möchtest, und wie dein Arzt dich dabei unterstützen soll.

    Zitat Zitat von Freakadelle Beitrag anzeigen
    Bitte empfehle keine glutenfreie Diät, bevor du nicht auf eine korrekte Zöliakiediagnostik hingewiesen hast, die die Betroffenen im Vorfeld durchlaufen haben müssen, bevor sie einen solchen glutenfreien Selbstversuch starten. Nach einer richtig durchgeführten Diagnostik ist gegen diesen glutenfrei-Versuch nichts einzuwenden.
    Das ist GANZ WICHTIG, und ich habs auch in meinem langen Text erwähnt, war nur noch nicht deutlich genug.

    Bei positiven Antikörpern reduzieren sich die Antikörper durch Weglassen des Antigens (Gluten) bis auf nahe null. Eine Zöliakiediagnostik muss daher zwingend (!) während glutenhaltiger Ernährung (mind. 6 Wochen) durchgeführt werden. Ansonsten sind die Antikörperwerte falsch negativ. Unbedingt beachten!

    Genauso sollte, steht auch im Text, zusätzlich zu Transglutaminase-IgA-AK und Gliadin-IgA-AK auch das Gesamt-IgA bestimmt werden. Manche Patienten (5-10%, je nach Quelle) haben nämlich naturgemäß einen IgA-Mangel und demzufolge werden dann nämlich auch die zöliakietypischen Antikörper falsch negativ. Hier hilft dann die Messung von Transglutaminase-IgG-AK und Gliadin-IgG-AK, falls Gesamt-IgA negativ ist. Muss man aber testen, sonst könnte das Ergebnis falsch negativ werden.

    Das sind alles so Dinge, bei denen ich immer sage: Es lohnt sich, sich umfassend darüber zu informieren. Erfahrungsgemäß wissen z.B. viele Ärzte nicht über dieses IgA-Problem bei der Zöliakiediagnostik Bescheid.
    Geändert von Arsaneus (08.09.14 um 11:42 Uhr) Grund: Arztname gelöscht

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