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Thema: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

  1. #21
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    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

    interessant, aber schwierig zu lesen, da viele und lange Beiträge
    vielleicht wäre es als Link zum Download besser?

  2. #22
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    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

    Wär echt super, wenn das bei vielen klappt
    Brauchen wir nur noch Ärzte, die da mitspielen!!

  3. #23
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    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

    Wow! Herzlichen Dank für deinen Fleiß, deine Arbeit und Zeit, die Du investiert hast...und dann stellst Du uns das allen einfach so zur Verfügung. Respekt! Echt wow!

    Ich bin mittlerweile eine SD-Total-Operierte Morbus Basedow'erin! Ist doch richtig, dass es dann auch für mich mal einen Versuch wert wäre, "Deine Methode" auszuprobieren, oder?

  4. #24
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    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht



    Toll! Und vielen, vielen Dank für die Mühe und die uneigennützige Bereitstellung. Wenn ich alles durchgelesen habe und meine Ärztin mitmacht (bzgl. Untersuchungen und Verschreibungen, so weit das als Kassenpatient möglich ist), stelle ich mich gern als Versuchskaninchen zur Verfügung. Das größte Problem sehe ich bei der Suche nach Fachärzten, die nicht gleich tödlich beleidigt sind, wenn man als Patient nach bestimmten Untersuchungen fragt.

    LG, Amaretto

  5. #25
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von wattwurm
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    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

    Hallo Arsaneus,

    vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht!! Ich hatte es damals schon bedauert, als Du Dich aus dem Forum verabschiedet hattest, daß Deine Erfahrungen dann sozusagen mit Dir "weg" sind, ehe ich sie richtig zur Kenntnis nehmen konnte (war damals in der Anfangsphase mit Aufdosieren).

    Ich habe eine Frage: In dem orthomol vital f, was Du an einer Stelle empfiehlst, ist Jod drin, 150 Mikrogramm. Hast Du das orthomol selbst genommen, hat Dir das Jod keine Probleme gemacht? Ich frage, weil ich auf kleinste Mengen Jod reagiere...

    Deine These, auf alle Nährstoffe zu achten, leuchtet mir ein. Aber es sind ja so viele, hast Du die tatsächlich alle einzeln testen lassen?

    Besten Dank für Deine Mühe! Werde mir gleich alles ausdrucken, um es in Ruhe zu lesen.

    Auch von mir herzliches Beileid zum Tod Deines Vaters!

    LG! wattwurm

    PS: Habe grade Deinen Zusatz entdeckt, daß die Jodtablette einzeln verpackt ist ...
    Geändert von wattwurm (07.09.14 um 11:36 Uhr)

  6. #26
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von riech.reload
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    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

    Hey Arsa, freut mich, dass du deinen Optimalzustand wieder hast

    OT: Mein herzliches Beileid wegen deines Vaters.

  7. #27
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Karin W. reloaded
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    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

    Hallo Arsaneus,

    erstmal - du hast dir ja gewaltig Mühe gemacht und vieles schön verständlich aufgedröselt.
    Im Prinzip alles was so ziemlich bekannt ist nur leider noch sehr wenig umgesetzt wird.

    Mit dem Meisten gehe ich auch absolut konform und wie du bin ich ebenso der Meinung, dass T3 sehr viel mehr eingesetzt werden müsste. Ebenso, dass Nährstoffmängel vermehrt auftauchen und behoben werden sollten und auch, dass häufig weitere AI`s bzw. Nahrungsmittelintoleranzen (oder aber auch z.B. Helicobakter pylori) die Aufnahme der SD-Hormone stören/vermindern.

    Wo ich nicht konform gehe:
    -Nährstoffmängel über teure Produkte in unverhältnismäßiger Zusammensetzung abzudecken und u.U. auch die darin enthaltenen sich gegenseitig blockierenden Substanzen enhalten. Darüber hat Mic auch vieles erklärt.
    -T3 Einnahme in 3er Splitting erfolgen muss - mir hat es nicht mehr oder weniger gebracht wie das 2er Splitting - hingegen auch ich bin der meinung, dass ein Splitten von T4 sinnvoll ist.
    -Winzdosen, können einem noch nicht lange erkrankten ausreichen - meist haben wir hier aber User, die einen langen Leidensweg hinter sich haben und sehr späte Diagnosen erfolgte - da reichen meist keine niedrigen T3 Dosen mehr aus - durchschnittlich über 10 µg sind erforderlich (meist auch haben diese Leute relativ hohe Dosen an LT).
    -Die Resorption von T3 wird zwar durch Nahrung nicht beeinflusst wie LT, aber dennoch ist davon auszugehen dass nicht die volle Dosis, die eingenommen wird zu 100 % ankommt.

    Alles in allem - Dank dir für dein Mühe - mal das alles grob zusammengefasst darzustellen.

    lg
    Karin

    PS. wir praktizieren dies bereits seit langem in der ganzen Familie mit gesplittetem T3/T4 zweimalig (bei Schulkindern wäre eine häufigere Splittingvariante auch nur sehr schwer umsetzbar).

  8. #28
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    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

    Hi Arsaneus,

    erst mal vielen Dank für Deine Mühe, so was wünsche ich mir mal von Ärzten

    Glutenfrei finde ich auch, bringt sehr viel. Ich persönlich komme grds. besser klar, wenn ich generell Stärke meide.

    Hätte mal zwei Fragen:
    1.) wg der NEM: Wenn man also einen Monat lang nach dem Gießkannenprinzip handelt, wie geht man dann nach dieser Zeit vor ? Man weiß ja letztlich nicht, was explizit im Mangel war und was man danach substituieren muss, um nicht wieder in einen Mangel zu geraten.

    2.)Ich würde auch gerne eine Therapie starten, in der man T4 splittet und T3 zusätzlich nimmt. Deine Theorie klingt einfach logisch. Meine letzten Werte waren folgende:
    LT 75:
    fT3 3,4 pg/ml Referenz 2,3-4,2
    fT4 1,3 ng/dl Referenz 0,9-1,8
    TSH basal 0,91 µlU/ml (Referenz 0,35-4,5)

    Wie müsste ich da vorgehen ? Eine Erhöhung auf 87,5 hatte leider nix gebracht...Fühle mich einfach nur müde, irgendwie so, wie du es am Anfang deines Beitrages beschrieben hattest....

    Danke und Gruß
    Snowball

  9. #29
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    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

    Zitat Zitat von Maja5 Beitrag anzeigen
    Es wäre interessant noch zu wissen, ob Du ausschließen kannst ( oder zumindest beinahe), daß bei dem Verzicht auf Gluten alleine, die Versorgung/ Umwandlung des Körpers mit SD-Hormonen besser funktioniert. Ohne an der T4-Therapie etwas zu ändern. Hast Du da Erkenntnisse gewonnen?
    Da würde ich, ohne konkrete Studie, nicht einmal raten wollen.

    Zitat Zitat von MagdalenLorne Beitrag anzeigen
    Dosis splitten habe ich 6 Monate lang versucht. Es hat weder an meinem Befinden (was sowieso schon gut war) noch an meinen Werten was geändert.
    Bei T4-Monotherapie kann Splitten etwas bringen, muss aber nicht. Die Plasmahalbwertszeit von T4 ist mit ca. 8 Tagen extrem lang (im Vergleich zum T3). Der Abbau des T4 ist also nicht das Problem, eher zwischenzeitliche Versorgungsengpässe durch intensiven Sport, sowie fT4-Peaks, auf die die Menschen aber unterschiedlich reagieren.

    Ich kann mich an Fälle erinnern, wo T4-Monotherapierte durch Splitten plötzlich wieder Sport machen konnten (und sonst nix an ihrer Dosierung verändert haben). Auch liest man immer wieder davon, dass Splitter morgens tendenziell besser aus dem Bett kommen als Nicht-Splitter.

    Ich seh das, ganz pragmatisch, so: Die gesunde SD schüttet das T4 kontinuierlich über den Tag verteilt aus. Wenn wir uns am Vorbild der Natur orientieren, sind 2 Einnahmezeitpunkte pro Tag (= 12-Std.-Intervalle) besser als 1 Einnahme pro Tag (= 24-Std.-Intervalle). Und genau deswegen empfehle ich das T4-Splitting.

    Zitat Zitat von Michi Beitrag anzeigen
    interessant, aber schwierig zu lesen, da viele und lange Beiträge
    vielleicht wäre es als Link zum Download besser?
    Ich wüsste nicht, dass sich die Textmenge und der Inhalt dadurch verändern würden. Die Lesbarkeit müsste also gleich bleiben.

    Zitat Zitat von TinchenSunshine Beitrag anzeigen
    Ich bin mittlerweile eine SD-Total-Operierte Morbus Basedow'erin! Ist doch richtig, dass es dann auch für mich mal einen Versuch wert wäre, "Deine Methode" auszuprobieren, oder?
    Da du keine SD mehr hast, wirst du auf Hypothyreose behandelt. Und damit unterscheidet sich deine Behandlung letztendlich nicht von einem SD-Total-Operierten Hashimoto-Patienten.

    Also: Ja, die Methode kannst du ausprobieren, sie ist für dich geeignet. Insbesondere Patienten ohne SD profitieren ganz erheblich von T3.

    Aufpassen sollten nur die Leute mit SD-Krebs, die sollten auf ihren TSH achten, da bei einigen SD-Krebsarten eine suppressive Einstellung empfohlen wird. Ist aber altbekanntes Forenwissen.

    Zitat Zitat von Amaretto Beitrag anzeigen
    Das größte Problem sehe ich bei der Suche nach Fachärzten, die nicht gleich tödlich beleidigt sind, wenn man als Patient nach bestimmten Untersuchungen fragt.
    Das sollte eigentlich kein großes Problem sein. Es gibt ja (glücklicherweise) nicht viel, was der Arzt tun muss:
    • Glutenfreie Ernährung: Patient
    • Stammbaumanalyse: Patient
    • Tests auf weitere (Autoimmun-)erkrankungen: Arzt
    • L-Thyroxin und Thybon/Liotir verschreiben: Arzt
    • Mikronährstoffwerte testen: Arzt, oder Gießkannenverfahren (Patient)


    Glutenfreie Ernährung:
    Liegt voll und ganz in der Verantwortung des Patienten.

    Stammbaumanalyse:
    Liegt voll und ganz in der Verantwortung des Patienten.

    Tests auf weitere Autoimmunerkrankungen:
    Ein Screening von Hashimoto-Patienten auf Zöliakie wird in neueren Studien empfohlen, kann man schwarz auf weiß vorzeigen.
    Ein Screening auf Diabetes besteht aus dem Langzeitblutzuckerwert (Hb1Ac), der nicht teuer ist, und notfalls als IGeL gemacht werden kann. Dann kostet es den Arzt keinen Cent.
    Ein Screening auf Autoimmungastritis lässt sich sicher bekommen, falls Holo-Transcobalamin niedrig ist (also ein Vit. B12-Mangel vorliegt). Denn da wird es jedem Arzt einleuchten, dass eine AI-Gastritis als Ursache vorliegen könnte und abgeklärt werden muss. Bei AI-Gastritis gehen die Belegzellen der Magenschleimhaut durch eine Autoimmunreaktion kaputt, dadurch fehlt den Patienten der Intrinsic Faktor, und sie können B12 nicht mehr selektiv aus der Nahrung aufnehmen. Steht in jedem medizinischen Lehrbuch drin, kann man im Streitfall also auch einfach vor Ort kurz nachschlagen. Liegt hingegen kein B12-Mangel vor, so ist auch eine AI-Gastritis unwahrscheinlich und man kann sich den Test im Prinzip sparen. Wobei auch hier letztendlich immer die Option bleibt, es als IGeL machen zu lassen.

    Tests auf Mikronährstoffmängel:
    Hier ist man eh größtenteils auf IGeL angewiesen, denn kein Arzt hat ein so großes Budget, dass er alle essenziellen Nährstoffe des Menschen durchtesten können wird. Die "Klassiker" wie Ferritin, Holo-Transcobalamin und Vitamin D lassen sich meist auf Kosten des Arztbudgets bekommen. Alles, was darüber hinaus geht, muss eh per IGeL gemacht werden. Alternativ, falls man sich das zutraut und keinen Goldesel zur Verfügung hat, kann man wie gesagt auch das Gießkannenverfahren machen, d.h. alle essenziellen Nährstoffe hochdosiert für begrenzte Zeit substituieren, so dass man garantiert alle Mängel beseitigt.

    Behandlung der SD-Unterfunktion:
    Lediglich hier ist man überhaupt auf die Gnade des Arztes angewiesen. Sowohl was die Dosierung angeht, als auch, was die Therapieform (T4-Monotherapie vs. T3/T4-Kombitherapie) angeht. Auch hier hat man aber wiederum eine Studie in der Hand (Panicker et al., s. Literaturverzeichnis), die sogar in laientauglicher Form offiziell in der Ärztezeitung 2010 erwähnt wurde (Link). Und dass die Dosierung nicht strikt nach TSH eingestellt werden sollte, wissen gute SD-Ärzte heutzutage glücklicherweise, d.h. wenn ein Arzt das nicht weiß, ist es sowieso Zeit für einen Arztwechsel. Man will ja nicht finanziell die unterstützen, die ihren Job schlecht machen.

    Ich sehe also insgesamt, wenn überhaupt, nur das Ausstellen eines T3-Rezepts als Knackpunkt. T4 bekommt man bei nachgewiesener Hashimoto eigentlich immer (wenn nicht, Arztwechsel), und alles andere kann man notfalls selbst erledigen.

    Zitat Zitat von wattwurm Beitrag anzeigen
    In dem orthomol vital f, was Du an einer Stelle empfiehlst, ist Jod drin, 150 Mikrogramm. Hast Du das orthomol selbst genommen, hat Dir das Jod keine Probleme gemacht? Ich frage, weil ich auf kleinste Mengen Jod reagiere...
    Wie im Text beschrieben steht, enthält Orthomol vital eine extra Jodtablette. Somit kann man diese weglassen, falls man sie nicht einnehmen will oder darf. Das ist extra vom Hersteller so gemacht. (Nachtrag: hast du ja selbst gefunden)

    Zitat Zitat von wattwurm Beitrag anzeigen
    Deine These, auf alle Nährstoffe zu achten, leuchtet mir ein. Aber es sind ja so viele, hast Du die tatsächlich alle einzeln testen lassen?
    Wie auch hier im Text beschrieben steht , habe ich sie nicht alle testen lassen, sondern hochdosiert aufgesättigt. Die entsprechenden Hinweise und Warnungen stehen nochmal genau im Text. Der Trick ist prinzipiell, alle essenziellen Nährstoffe in mehrfacher Tagesdosis für ca. 4 Wochen zuzuführen. So kann man sich dann sicher sein, dass man alle Mängel erwischt hat, unabhängig von Bluttests.

    Wobei die Messung im Blut, das Aufsättigen der Mängel, und eine anschließende Kontrollmessung der Königsweg sind! Aber halt auch deutlich unwirtschaftlicher, als ein hochdosiertes "A-Z-Präparat" zu nehmen. Die Schwierigkeit ist eher, ein geeignetes Präparat zu finden, das alle (!) essenziellen Verbindungen die der Mensch braucht in mehrfacher Tagesdosis enthält, und dabei auch noch jodfrei ist.

  10. #30
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    Standard AW: Gutes Befinden mit meiner Methode erreicht - Versuchskaninchen gesucht

    Zitat Zitat von Karin W. reloaded Beitrag anzeigen
    Im Prinzip alles was so ziemlich bekannt ist nur leider noch sehr wenig umgesetzt wird.
    Sehe ich genauso! Gefühlte 90% dessen, was ich aufgeschrieben habe, war bekanntes Wissen, das nur so dermaßen kreuz und quer über verschiedene Bücher und Foren verteilt gewesen ist, dass es kaum einer anwendet. Gefühlte 10% hingegen sind die wirklichen Neuerungen, und die machen's dann aus:


    1. Die Hypophyse von Substituierenden schüttet im Vergleich zu Gesunden eine falsche TSH-Menge aus. (Hoermann et al., 2013)
    2. T3 sollte mind. dreimal täglich eingenommen werden, da dessen Pharmakokinetik das wegen der Bateman-Funktion voraussetzt. (Saravanan et al., 2010)
    3. rT3 übt als einziges bekanntes SD-Hormon kein Feedback auf den thyreotropen Regelkreis aus. (Cettour-Rose et al., 2005)
    4. Ein bei SD-Patienten oft vorhandener Mangel an Antioxidantien führt zu erhöhtem oxidativen Stress, der eine vermehrte rT3-Produktion auslöst. Dadurch steigt die kompetitive Hemmung zwischen T3 und rT3, und der Patient kann keine Euthyreose erreichen. (selbst herausgefunden durch Patientenerfahrungen)


    Das sind sozusagen die "Geheimtricks" meiner Methode.

    Der Rest ist, wie du selbst sagst, bekanntes Wissen gewesen, das bloß in den seltensten Fällen mal konkret und gewissenhaft angewendet wird.

    Zitat Zitat von wattwurm Beitrag anzeigen
    -Nährstoffmängel über teure Produkte in unverhältnismäßiger Zusammensetzung abzudecken und u.U. auch die darin enthaltenen sich gegenseitig blockierenden Substanzen enhalten. Darüber hat Mic auch vieles erklärt.
    Ich empfehle wie gesagt das Testen, gezielte Substituieren, und Kontrolltesten als Königsweg. Wer sich das nicht leisten kann, kann die Gießkannenmethode verwenden. Selbstverständlich kann man hierbei auch z.B. Eisen morgens und Zink abends einnehmen. Ich verspreche aber, dass ihr es nicht schaffen werdet, alle NEMs mit dem geforderten Sicherheitsabstand zusätzlich zu den gesplitteten SD-Hormonen über 24 Stunden zu verteilen, selbst dann nicht, wenn ihr aufs Schlafen verzichtet.

    Auch sollte man sich immer ins Gedächtnis rufen, dass in jedem Getreidekorn auch Mangan, Magnesium, Calcium, Kupfer etc. zusammen vorliegen und aufgenommen werden können. Ebenso liegt in jedem Steak Eisen, Zink und Kupfer zusammen vor. Es geht eher darum, dass gleichzeitige Einnahme mit Resorptionsverlusten einher geht, aber wenn man die mehrfache Tagesdosis wählt, sättigt man auf diese Weise selbst mit einem "alles-in-einem"-Präparat immer noch genügend auf. Und, hab ich schon erwähnt, dass Nahrungsergänzungsmittel zusätzlich zur gesunden Ernährung eingenommen werden sollten?

    Der Einwand ist also, chemisch betrachtet, gerechtfertigt. Jedoch gibt es so viele essenzielle Verbindungen, dass es in der Praxis kaum möglich ist, sie alle getrennt voneinander einzunehmen. Außerdem steht es jedem, der meine Methode anwenden will, frei, selbst zu entscheiden welche Produkte er genau verwenden will. Wichtig ist, dass man die Nährstoffmängel findet und beseitigt!

    Zitat Zitat von wattwurm Beitrag anzeigen
    -T3 Einnahme in 3er Splitting erfolgen muss - mir hat es nicht mehr oder weniger gebracht wie das 2er Splitting -
    Den Punkt kann ich eindeutig zurückweisen. Das lässt sich, wie gesagt, bereits mit der Pharmakokinetik des T3 erklären. Schau dir dazu bitte Fig. 4a aus der Saravanan-Studie (s. Literaturverzeichnis) an. Dort siehst du, warum 2x tägliche Einnahme (die einem bestenfalls 12-Std.-Intervalle bieten kann) unphysiologisch ist. Ich kenne viele Leute, die einen sehr positiven Effekt gespürt haben, wenn sie auf 3x oder 4x tägliche Einnahme umgestiegen sind. Das Befinden wird deutlich stabiler.

    Hier spielt aber natürlich auch der besagte Polymorphismus in der Deiodase II mit hinein, denn wer hier den TT-Genotyp hat, der erreicht auch zu Zeiten mit fallende fT3 (vermutlich) ein akzeptables Befinden. Während für die Leute mit CC-Genotyp der fallende fT3 eine Katastrophe darstellt, da ihre Fähigkeit, T3 aus T4 per Deiodierung herzustellen, ja in irgendeiner Form "defekt" ist. [wichtig: das sieht man wie gesagt nicht am fT3-Wert, s. Studie!]

    Zitat Zitat von wattwurm Beitrag anzeigen
    -Winzdosen, können einem noch nicht lange erkrankten ausreichen - meist haben wir hier aber User, die einen langen Leidensweg hinter sich haben und sehr späte Diagnosen erfolgte - da reichen meist keine niedrigen T3 Dosen mehr aus - durchschnittlich über 10 µg sind erforderlich (meist auch haben diese Leute relativ hohe Dosen an LT).
    Kann man so pauschal nicht sagen. Relativ hohe Dosierungen an LT sprechen z.B. dafür, dass die Resorption im Dünndarm vermindert ist. Wer bei Dosierungen von z.B. 175µg LT und 20µg T3 nicht in die Hyperthyreose springt, bei dem ist irgendetwas faul: Eine Resorptionsstörung, ein erhöhter rT3-Wert. Legt man nämlich die bekannten Resorptionsraten an (75% für T4, 95% für T3), so wären das in diesem Beispiel 131µg T4 und 19µg T3, die durchschnittlich im Blut ankämen. Das würde bei nahezu jedem Patienten eine Hyperthyreose auslösen. Falls nicht, dann kann das vorwiegend an zwei mir bekannten Gründen liegen:

    - Die eigenommene Dosis kommt gar nicht im normalen Maßstab im Blut an, sondern es treten weitaus höhere Resorptionsverluste auf als üblich. (--> Darmerkrankung)
    - Der Körper bastelt fleißig rT3, um einer Hyperthyreose entgegenzuwirken. Dann sind fT3 und/oder fT4 im Blut über der Norm, aber das Befinden nicht hyperthyreot. Liegt daran, dass rT3 ein kompetitiver Inhibitor von T3 ist. Der Körper verbraucht einerseits überschüssiges T4, indem er daraus rT3 (anstatt T3) macht; und andererseits hemmt dieses entstandene rT3 dann das übrige T3. Ein natürlicher Schutzmechanismus unseres Körpers. (--> vermehrte rT3-Produktion)

    Hier wirkt dann das Messen von rT3, sowie ein Blick in die Toilettenschüssel, meist Wunder.

    Abgesehen davon, lässt sich meine Methode wie gesagt auf jede denkbare Gesamtdosierung anwenden. Das Prinzip bleibt immer dasselbe, egal wie hoch die T4- und T3-Dosis gewählt wird.

    Zitat Zitat von wattwurm Beitrag anzeigen
    Die Resorption von T3 wird zwar durch Nahrung nicht beeinflusst wie LT, aber dennoch ist davon auszugehen dass nicht die volle Dosis, die eingenommen wird zu 100 % ankommt.
    Es kommt bei Schilddrüsenhormonen nie die volle Dosis im Blut an. Nüchtern eingenommen, sind es durchschnittlich 75% bei T4 und 95% bei T3. Siehe Literaturverzeichnis.

    Zitat Zitat von wattwurm Beitrag anzeigen
    PS. wir praktizieren dies bereits seit langem in der ganzen Familie mit gesplittetem T3/T4 zweimalig (bei Schulkindern wäre eine häufigere Splittingvariante auch nur sehr schwer umsetzbar).
    Bei Schulkindern, wie auch bei allen anderen Menschen, genügt zum Umstieg auf dreifaches T3-Splitting einfach eine zusätzliche Einnahme um ca. 15 Uhr. Das ist wirklich absolut kein Problem.

    Zitat Zitat von Snowball Beitrag anzeigen
    Ich persönlich komme grds. besser klar, wenn ich generell Stärke meide.
    Chrom mal getestet? Chrom ist wichtig für die Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels. Ist blind geraten von mir, aber eine denkbare Ansatzstelle.

    Zitat Zitat von Snowball Beitrag anzeigen
    1.) wg der NEM: Wenn man also einen Monat lang nach dem Gießkannenprinzip handelt, wie geht man dann nach dieser Zeit vor ? Man weiß ja letztlich nicht, was explizit im Mangel war und was man danach substituieren muss, um nicht wieder in einen Mangel zu geraten.
    Sofern dein Magen-Darm-Trakt gesund ist (d.h. hinten eine einwandfreie genormte DIN-Wurst herauskommt, wie in meinem Text beschrieben), und du dich gesund ernährst (d.h. wirklich bedarfsdeckend Mikronährstoffe aus der Nahrung zuführst - Supermarktgemüse ist heutzutage z.B. stark verwässert, um es auf Gewicht zu optimieren), dürftest du nach Abschluss der Aufsättigung nicht wieder zurück in einen Mangel rutschen. Punkt, aus.

    Wenn man nach Absetzen der NEMs wieder in einen Mangel rutscht, liegt entweder eine Resorptionsstörung vor (Magen-Darm-Krankheit), oder die Person ernährt sich schlicht und ergreifend nicht bedarfsdeckend. Hier empfehle ich wie gesagt einen Blick in die Nationale Verzehrsstudie II von 2008, um einen Eindruck von der Gesamtgröße der Ernährungskatastrophe hier in Deutschland zu bekommen. Guckt da wirklich mal rein, ihr werdet das Müsli am Frühstückstisch wieder ausspucken, versprochen.

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