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Thema: Ossäre Orbitadekompression : Erfahrungen im Forum, Sammelthread

  1. #31
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    Standard AW: Ossäre Orbitadekompression : Erfahrungen im Forum, Sammelthread

    Mitglied elseklara

    beidseitige "balancierte Dekompression" in zwei getrennten OPs für beide Augen, endonasaler Zugang und zusätzlich Zugang von der Schläfe her (Fensterung auch dort), Uniklinik Essen.

    Elseklaras Bericht ist hier zu lesen: http://www.ht-mb.de/forum/showthread...73#post2843473

  2. #32
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    Standard AW: Ossäre Orbitadekompression : Erfahrungen im Forum, Sammelthread

    Mitglied Kerstinchen18

    Beidseitige balancierte Orbitadekompression* (endonasaler plus seitlicher Zugang von der Schläfe her), zwei OPs mit wenigen Tagen Abstand, Uniklinik Essen

    Kerstinchens Bericht ist hier zu lesen:
    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...-voller-Erfolg

    * Balancierte Orbitadekompression Kurzbeschreibung:
    Im Rahmen der Operation wird endonasal endoskopisch die mediale Wand des knöchernen Orbitatrichters und der mediale Orbitaboden abgetragen und die Periorbita geschlitzt. Zusätzlich erfolgt eine Abtragung der lateralen Orbitawand über eine laterale Hautinzision und Kanthotomie. Die knöcherne laterale Wand wird kranial entlang der Schädelbasis bis zum Keilbein und kaudal bis zum Orbitaboden unter endoskopischer Kontrolle abgetragen. Auch die laterale Periorbita wird geschlitzt und retrobulbäres Fettgewebe reseziert.
    http://www.egms.de/static/de/meeting...2hnod126.shtml

  3. #33
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Ossäre Orbitadekompression : Erfahrungen im Forum, Sammelthread

    ich füge mal die neuen Erfahrungsberichte zu:
    Placebo
    Balancierte knöcherne Orbitadekompression
    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...adekompression

    marion1
    2. 2 Wand-Dekompressions OP in der Uni Leipzig
    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...er-Uni-Leipzig

  4. #34
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    Standard AW: Ossäre Orbitadekompression : Erfahrungen im Forum, Sammelthread

    Nochmal marion 1, zusammenfassend:

    1. Dekompression 2012, Mainz, mit der swinging-eyelid-Methode, Bericht:
    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...thode-in-Mainz

    2. Dekompression 2013, Leipzig, 2-Wand-Dekompression mit der Verlagerung des Orbitarandes, Bericht:
    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...er-Uni-Leipzig

    3. Folge-OP 2014: Lid-OP mit etwas mehr als nur die Lider, Bericht:
    http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?1227769-Lid-OP

  5. #35
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Ossäre Orbitadekompression : Erfahrungen im Forum, Sammelthread

    KarinE Folge-OP siehe #29 hier,
    Dreiwand-Entlastung-, Tränenweg- und Lid OP
    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...leinlauf/page9
    lG Karin

  6. #36
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    Standard AW: Ossäre Orbitadekompression : Erfahrungen im Forum, Sammelthread

    Ich hatte vor 3 Wochen eine beidseitige 1,5 Wand Kompression mit Ausschwenkung des äußeren Schädelknochens. Befestigung mit Titanimplantaten in Leipzig. Manchmal wird an dieser Stelle auch gefenstert, je nach Befund.
    Zugang erfolgte über Swinging Eyelid. Fett wurde bei mir nicht entfernt, es soll im nächsten Schritt mit der Lid Op folgen.
    Den ausführlichen Bericht hole ich gerne nach, wenn ich hoffentlich bald wieder etwas besser sehen kann.
    Lg
    Geändert von Karim (13.09.22 um 21:54 Uhr)

  7. #37
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    Standard AW: Ossäre Orbitadekompression : Erfahrungen im Forum, Sammelthread

    So nun beginne ich einfach mal mit meinem Op Bericht:

    Tag 1:
    Aufnahme im KH nachmittags.
    Es wurde nochmal Blut abgenommen und der Stationsarzt hat sich nochmal zu mir gesetzt und mir alle offenen Fragen beantwortet. Er hat versucht mir die Angst zu nehmen. Leider erfolglos. Trotz Schlaftablette lag ich bis 3 Uhr morgens wach.
    (Im Prinzip wusste ich was gemacht wird, auch dass diese Op zu den schwersten OPs der Station gehört, auch sagten Sie mir, dass ich sehr starke Schmerzen haben werde. Aber was dann wirklich auf mich zukam, das habe ich nicht erwartet.)

    Tag 2
    Die Schwester holte mich ab und fuhr mich in den Op Vorbereitungsraum.
    Im Narkoseraum wurde mir alles mögliche angestöpselt und es wurde mir der linke Unterarm betäubt. Tief hinein in den Arm Richtung Ellbogen wurde mir am unteren Handelenk über eine Kanüle ein Blutdruckmesser hineingesteckt. War wohl nötig um den Blutdruck konstant messen zu können, um den Augendruck zu überwachen. Das tat so weh, dass ich in Tränen ausbrach. Dann bekam ich auch schon die Maske auf und sah an der Wand eine Uhr. 8.40h und weg war ich.

    Ich wurde wach, noch im OP. Die Schwester sagte mir es ist 14.30h Alles war sehr hell. Nachdem festgestellt wurde, dass ich offenbar keine Farben sehe (alles war weiß, Konturen und trotzdem war Bewegung im Bild. Sehr eigenartige Erfahrung) wurde ich sofort mit dem Krankenwagen zum MRT gebracht. Schmerzen hatte ich keine, jedoch hat sich mein Kopf wie eine geflickte Vase angefühlt bei der man jede einzelne Bruchstelle spürt.
    Weitere Untersuchungen wurden gemacht.

    Tag 3
    Ich wurde nochimmer nüchtern gehalten, da die Ärzte sich nicht sicher waren ob sie nochmal ran müssen.
    Stündlich kam jemand und hat etwas in meine Augen getropft. Ständig kam jemand und hat mich untersucht.
    Ich hätte schreien können vor Schmerzen und hätte meine Augen am liebsten nach innen weggezogen. Ich war so lichtempfindlich, dass mich im dunklen Zimmer der Mondschein bei zugezogenen Vorhängen geblendet hat.
    Nachdem ich auch das Licht im Bad, beim Nachbarbett oder auf dem Flur nicht aushalten konnte, holte der Dr seine Taschnenlampe heraus um mich zu untersuchen. Ich wollte ins Koma fallen solche Schmerzen hatte ich.

    Tag 3
    Nach Beginn einer weiteren Kortisonstosstherapie über die Vene, stündlichen Antibiotika-, Kortisontropfen und Augensalbe konnte ich nun wieder minimal die Augen öffnen. Etwas Farbe war zu sehen, sehr blass, doppelt und sehr verschwommen. Ich konnte nichts erkennen. Ich war wohl sehr stark angeschwollen. Ich hatte sehr starke Schmerzen, trotz Schmerzmitteln und Opiaten. Sie halfen nicht. Durch die Reibung der Op Werkzeuge Annedore Augen hatte ich eine extreme Bindehautentzündung entwickelt. Das sah wohl am Schlimmsten an mir aus.
    Durch die ganzen Medis war diese aber nach 14 Tagen weg.

    Tag 4
    Schmerzen. Ich lag auf dem Rücken und hatte einfach nur Schmerzen. Die stündliche Tropferei und die ständigen Untersuchungen machten es nicht besser. Etwas mehr Farbe war da, Das sehen wurde täglich minimal besser.
    Die weitere Op war nicht nötig also sollte ich nachmittags essen. Ich hatte keinen Hunger, musste es aber laut Schwestern irgendwie runterkriegen.

    Tag 5
    Der Katäter wurde gezogen und ich bin mit Hilfe zur Toilette.
    Alles verschwamm, ich konnte nichts sehen. Ich lies die Augen zu, da alles so geblendet hat und die Sonnenbrille mit wg der Schwellung nicht passte. Blick in den Spiegel: nichts zu erkennen.
    Ich hatte solche Schmerzen. Der komplette Kopf war taub, ausgenommen mein Unterkiefer. Eine leichte Kiefersperre hatte ich nun auch. Es fühlte sich an als wäre ein Lastwagen einmal quer und einmal längs über meinen aKopf gefahren und hätte mir alle Knochen im Kopf gebrochen.
    Ich wollte nur ins Koma fallen.

    Tag 6
    Das erste mal alleine zur Toilette. Die Schmerzen wurden minimal besser.
    Meine Gedanken kreisten die ganze Woche nur um eins. War es die richtige Entscheidung mir das anzutun?
    Ich hatte immer die gleiche Antwort: So wie vor der Op hätte ich nicht leben können und wollen. Es war der einzige Weg!
    Der Satz von meinem Mann vor der Op war, Du schaffst das, irgendwann wirst du darüber Scherzen können. Dieser Datz hat mir verdammt viel Kraft gegeben in dieser Woche.
    Alleine auf den Flur habe ich mich nicht getraut. Ich konnte nichts erkennen.

    Tag 7
    Alles war ein wenig besser. Ich konnte heute zur Sehschule mit Begleitung laufen!

    Tag 9
    Entlassung!
    Mein Mann kam und holte mich ab. Als ich dann beim Entlassungsgespräch eine PDF in 3D sah, welche Knochen mir entfernt und welche ummodeltest wurden und welch Implantat ich auf jeder Seite nun mit 10 oder 15 Schrauben ich nun im Kopf habe.. Da wurde mir schlecht, mein Kreislauf sackte ab und ich wäre fast vom Behandlungsstuhl gefallen wenn mein Mann mich nicht gehalten hätte. Ich war schockiert und beeindruckt zugleich.

    Ich möchte auch anmerken, dass ich wirklich gut umsorgt wurde. Zu jeder Zeit von Ärzten und Schwestern. Ich habe keine Kritikpunkte und kann die Klinik nur weiterempfehlen! Vom Chefarzt bis zur Putzfrau sind alle sehr freundlich und menschlich!

    4 Wochen nach der Op
    Ich habe noch Kopfschmerzen und nehme 3x täglich Schmerzmittel.
    Die Schwellung wird weniger aber ich schiele nun postoperativ auf dem linken Auge. Das war vorher nicht so.
    Die Schwellung über den Lidern ist leider auch noch da aber die Augen an sich sind würde ich sagen.. fast an ihrer normalen Stelle angekommen. Links sehe ich die Farben nun viel intensiver als auf dem rechten Auge.
    Wenn ich den Kopf zur Seite nach vorne oder nach hinten neige, wird mir sofort schwindlig und schlecht.
    Taub ist nun nur noch mein Gesicht. Nase Oberlippe, Jochbein und Augenpartie.

    Ich bin hoffnungsvoll und gespannt was sich noch tut.

    Und ja, so schmerzhaft die Wochn nun waren uns so schrecklich ich dennoch aussehen und auch, obwohl ich nun schiele - ich habe die richtige Entscheidung getroffen und würde es wieder tun. In der gleichen Klinik!

    Liebe Grüße

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