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Thema: Schilddrüsen OP

  1. #1
    Neuer Benutzer
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    Standard Schilddrüsen OP

    Hallo Ihr Lieben!
    Ich war bis jetzt immer ein stiller Mitleser und dachte mir, ich melde mich auch einmal zu Wort.
    Ich bin männlich, 40 Jahre und es fing bei mir alles vor 6 Jahren mit einer Überfunktion und der
    Diagnose Morbus Basedow an.
    Seit dem ist nichts mehr wie es mal war.

    Trotz Werten, die bei mir immer in der Norm waren (mittig in der Norm), ging es mir die letzten
    Jahre alles andere als gut.
    Symptome psychischer Art machten mir das Leben echt zur Hölle, Panikattacken, Angstzustände
    und die daraus entstandene Depression lies auch nicht lange auf sich warten.

    Stellenweise war es so schlimm, das ich morgens aus dem Fenster sah und mir der blaue Himmel
    eine Höllenangst einjagte...das darf man eigentlich keinem erzählen, so bescheuert hört sich das an
    aber so war es.

    Ich wurde immer wieder auf den Kopf gestellt um andere Krankheiten oder Mängel auszuschliessen aber
    es wurde nie etwas gefunden.

    Daher habe ich mich jetzt mit meinem neuen Nuklearmediziner dazu entschlossen, mir die Schilddrüse
    komplett entfernen zu lassen.
    Das ist der este Doc, der mich dabei unterstützt... da für die anderen die Werte immer im Norbereich
    waren und es dazu keinen Grund gab.

    Mein neuer Doc meinte, Werte in der Norm bedeuten lange nicht das es einem Schilddrüsenkranken
    gut gehen muss...( nach 6 Jahren, der este Artzt der das sagte) denn schliesslich ist meine Schilddrüse nunmal NICHT gesund und das Blutwerte
    nur eine Momentaufnahme sind.
    Hätte man meine letzten Blutwerte (stell ich auch gleich rein), 5 Stunden später abgenommen, hätten
    meine Werte ganz anders aussehen können.

    Meiner Meinung nach, und das ist ganz allein MEINE Meinung, glaube ich das meine Schilddrüse, trotz
    guter Werte, verantwortlich dafür ist, das es mir so geht wie es mir geht.

    Daher mein Entschluss, raus mit dem Ding!
    Das es mir danach nicht besser gehen muss ist mir auch klar, aber nach 6 Jahren und keine Besserung
    in Sicht, wage ich jetzt diesen Schritt und ich bin froh das mein Doc mich dabei unterstützt.

    Ich mein, bekomm ich irgendwann eventuell ein Rezidiv vom MB, muss die Schilddrüse eh raus und falls
    nicht, zerstört Hashimoto meine Schilddrüse sowieso langsam immer mehr.... also warum dem nicht
    vorausgreifen und das kranke Drecksding sofort raus um mich mit Lthyroxin einzustellen,
    ohne das mir ständig was dazwischen funkt.

    Hier übrigens meine aktuellen Werte vom 02.08.21

    TGAK 596 (< 33,0)
    TRAK 3,2 (< 1,8)
    TSH 0,90 (0,40-4,00)
    FT3 3,12 (2,30-4,20)
    FT4 1,32 (0,89-1,76)
    TPOAK 1760 (< 60)


    Ihr habt vielleicht bemerkt das in meinem ganzen Text nicht eine Frage vorkommt.
    Darum gings mir beim erstellen dieses Threads auch gar nicht, ich möchte Euch einfach daran
    teilhaben lassen wie es mir in Zukunft ohne Schilddrüse ergehen wird, ich denke, das wird
    vielleicht den ein oder anderen ein wenig interessieren.

    LG André

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Schilddrüsen OP

    Hallo André,
    Werteverlauf, also etwas mehr Werte im Laufe der Zeit, möglichst die, die aus demselben Labor stammen, wären schon ganz nett - sofern du möchtest, dass wir hier zu deiner Entscheidung etwas sagen. Und sei es nur die Erwähnung von dir bislang unbekannten Aspekten, mit denen du rechnen müsstest.

  3. #3
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    Standard AW: Schilddrüsen OP

    Hallo Andre, meine Entscheidung zur OP ist aus leicht anderen Gründen gefallen, bei mir war der MB aktiv, das Rezitiv da und beruhigte sich auch nicht wirklich. Wenn ich dich richtig verstehe bist du derzeit ohne Medikamentation? Die Werte sind ohne Einnahme von Hemmern erfolgt?

    Bis auf die minimal positiven TRAK ja erst mal keine so schlechte Hormonlage. Die anderen Antikörper zeigen aber schon eine deutliche Schilddrüsenentzündung. Hattest du zuvor Hashimoto?

    Generell kann ich dir nur beipflichten, dass eine Schilddrüsen-OP in einem gut gewählten Krankenhaus, die genügend Erfahrung haben, ein erstaunlich leicht zu verkraftender Eingriff ist. Mit natürlich der Gefahr von Komplikationen, die nie ganz auszuschließen sind. Ich fand den ganzen Ablauf und Zeit nach der OP bei mir nicht besonders schlimm. Du findest hier auch einige Erfahrungsberichte von OPˋs.

  4. #4
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    Standard AW: Schilddrüsen OP

    Bei mir sind nach der OP die Panikattacken und Angstzustände verschwunden. Schon als ich aus der Narkose aufwachte, war da eine Ruhe im Körper. Auch nach der Hemmertherapie und Werte in der Norm, ging es mir nicht besser.
    Ich habe die OP nicht bereut. Körperlich habe ich meine Wohlfühldosis zwar noch nicht gefunden, aber Angst und Panik war viel viel schlimmer für mich.

    Alles Gute für die OP.

    LG

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