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Thema: Hachi seit frühster Kindheit, wem geht es auch so?

  1. #1
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    Standard Hachi seit frühster Kindheit, wem geht es auch so?

    Hallo zusammen,

    dies ist mein erster Beitrag hier, ich lese aber schon eine Weile mit...

    Um es nicht zu lang zu machen, kurz zu mir: ich bin 40, weiblich und Hashi wurde bei mir festgestellt als ich glaube ich 3 oder 4 Jahre alt war. So ganz genau weiss ich nicht mehr, seit wann ich Lthyroxin nehme, angefangen habe ich aber definitiv bevor ich zur Schule gegangen bin. Gehört für mich also gefühlt schon immer zu meinem Leben, und ich habe auch wie viele andere von Euch hier keinen Vergleich zu "vorher" bei mir war's also eigentlich schon immer da und auch kein Thema. Morgens Tablette nehmen, mit dem Frühstück eine halbe Stunde warten (die brauche ich dann halt im Bad, wie gesagt, war ja für mich schon immer so) und ansonsten lebe ich die meiste Zeit ganz normal.
    Ja, ich habe immer schon gemerkt, dass Nächte durchmachen nichts für mich ist, dass ich eine regelmäßige und gesunde Ernährung brauche, dass Diäten nix bringen (mit leichtem Übergewicht lebe ich auch schon mein Leben lang, und inzwischen habe ich es auch einfach akzeptiert), dass ich vielleicht mehr als andere Stimmungsschwankungen habe... ihr kennt das...
    Seit Kind an war ich bei einem Arzt, der sich gekümmert hat, mich gut eingestellt hat, aber auch ansonsten keine große Sache daraus gemacht hat. Inzwischen weiss ich das sehr zu schätzen, wohne jetzt in einer anderen Stadt, und dieser Arzt praktiziert auch inzwischen nicht mehr, und ich habe bis heute keinen guten Ersatz gefunden.

    Vor zwei Jahren kam ich dann zum ersten Mal in meinem Leben in eine Überdosierung, das waren die schlimmsten Wochen/Monate meines Lebens, es fing an mit Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, dauernde Nervosität und ging bis zu Herzrasen, Schwindel, Panikattacken, usw. ich möchte das gar nicht weiter ausführen, diejenigen unter Euch die es schon mal erlebt haben keinen es.
    Das Perfide dabei, mein Arzt hat zwar gleich festgestellt, dass ich überdosiert bin, war aber der Meinung, dass ich einen Burnout habe, da diese ganzen Symptome nicht vom Hashi kommen könnten! Häää ??? Ich war damals auch einfach zu fertig, zu müde, zu perplex um dem irgendetwas zu entgegnen. Seitdem bin ich auf einer Ärzteodyssee, die immer noch kein Ende gefunden hat.
    Momentan bin ich bei einer Ärztin, die mich selbst einstellen lässt, zu der ich aber auch kein Vertrauensverhältnis aufbauen kann, bin es nur leid, darum zu betteln, dass alle Blutwerte genommen werden ohne als Hypochonder hingestellt zu werden. Und inzwischen geht es mir auch wieder ganz gut, nur eben doch noch nicht wieder 100%ig.

    Das hat mich natürlich dazu bewogen mich wieder mehr mit meiner Krankheit und meinem Körper auseinander zu setzen, aber trotzdem möchte ich auch allen Mut machen, denen es vielleicht gerade nicht so gut geht. Trotz Problemchen hier und da: die meiste Zeit lebe ich gut mit Hashimoto!

    Nun wer bis hierhin durchgehalten hat, wem geht es ähnlich? ich bin auf der Suche nach Austausch mit Leuten hier, die auch schon lange mit der Krankheit leben und freue mich über zahlreiche Antworten.

    Liebe Grüße
    mineva

  2. #2
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    Standard AW: Hachi seit frühster Kindheit, wem geht es auch so?

    dauernde nervosität und ab und an schwindel kenne ich gut. so lange wie du habe ich hashi zwar nicht, aber immer hin mein halbes leben. wollte trotzdem aus interesse fragen, wie sich in diesen ca. 35 jahren deine dosierung verändert hat?

  3. #3
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    Standard AW: Hachi seit frühster Kindheit, wem geht es auch so?

    eigentlich sehr wenig. In der Pubertät hab ich hochgesteigert bis 150, und das dann eigentlich bis zu diesem Mega Schub vor zwei Jahren genommen. Da musste ich im Endeffekt dann runter auf 112, jetzt habe ich gerade wieder auf 125 gesteigert. Aber das wars...

  4. #4
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    Standard AW: Hachi seit frühster Kindheit, wem geht es auch so?

    Zitat Zitat von minerva13 Beitrag anzeigen
    eigentlich sehr wenig. In der Pubertät hab ich hochgesteigert bis 150, und das dann eigentlich bis zu diesem Mega Schub vor zwei Jahren genommen. Da musste ich im Endeffekt dann runter auf 112, jetzt habe ich gerade wieder auf 125 gesteigert. Aber das wars...
    Hallo minvera leider kann ich dir auch keinem Austausch anbieten sondern hätte auch eine Frage. War sie TSH im der Kindheit und im Jugendalter immer da?

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  5. #5
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    Standard AW: Hachi seit frühster Kindheit, wem geht es auch so?

    Ich antworte einfach mal, obwohl ich es nicht seit frühester Kindheit habe, das ist glaube ich auch sehr selten.

    Bei mir wurde es mit 13 festgestellt. Bis ich die Pille abgesetzt habe, ging es mir eigentlich gut. Mit 16 hatte ich psychische Probleme, da waren die Antikörper sehr hoch. Ich hatte immer weniger Energie als andere, aber ob das daran gelegen hat, weiß ich nicht. Rein körperliche Beschwerden hatte ich nie, meine Blutwerte waren auch immer normal.

    Jetzt geht es mir seit 2 Jahren meistens schlecht damit. Ich bin zuversichtlich, dass es mir auch wieder besser geht, wenn mal wieder alles dauerhaft in der Norm ist, nur wann das der Fall sein wird, weiß ich nicht. Bei mir ist in der Behandlung jetzt einiges falsch gelaufen und noch dazu schwankt mein Gewicht (11kg/Jahr bei momentan 50kg) was ein zusätzlicher Störfaktor bei der Einstellung ist.

    Trotzdem denke ich, dass ich es, wenn es mir mal wieder besser geht, viel mehr schätze, ohne die ganzen Beschwerden zu leben. Ich freue mich ja schon, wenn meine Periode mal normal kommt. Insgesamt denke ich nicht, dass es mich mein ganzes Leben ernsthaft einschränken wird, aber Angst habe ich schon davor, daher danke ich dir für deinen Beitrag.

  6. #6
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    Standard AW: Hachi seit frühster Kindheit, wem geht es auch so?

    Hallo Tanja,
    dazu kann ich dir leider nichts sagen, da hab ich keine Unterlagen mehr...

  7. #7
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    Standard AW: Hachi seit frühster Kindheit, wem geht es auch so?

    Hallo Laura,
    verstehe Dich total gut. Ich rätsele nun auch sehr viel darüber, warum jahrelang alles gut ging, also kaum Beschwerden, und dann auf einmal das totale Chaos... aber wie gesagt, ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich das auch wieder legt.
    Bei mir scheint es so zu sein, dass wenn ich eher zu viel an Hormonen nehme, ich auch meine Periode nur sehr, sehr schwach und mit starken Schmerzen bekomme, hat sich bisher aber immer wieder normalisiert...
    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld! Hast Du einen guten Arzt? Bei mir ist das ja gerade das Problem und ich doktere viel zu sehr an mir selber herum...
    Einen schönen Wochenstart!
    Geändert von minerva13 (08.01.18 um 10:43 Uhr)

  8. #8
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    Standard AW: Hachi seit frühster Kindheit, wem geht es auch so?

    Hallo mineva,

    ich erlaube mir hier zu antworten, obgleich HT bei mir nicht seit der Kindheit sondern erst seit der Volljährigkeit bekannt ist. Wir sind ja najezu gleichaltrig.

    Finde es gut, dass Du Dich mit Deinem Körper auseinandersetzt. Ich möchte meinen, bloß zum Arzt zu gehen, ein Rezept zu bekommen und dann eine Tablette zu schlucken ist nicht das, was uns eine Krankheit "sagen" möchte...

    Sind Deine Eisen- Vit. B12 und Vit. D- Werte gut?

    Darf ich fragen, ob Du neben HT noch andere Autoimmunerkrankungen hast?
    Geändert von Natur (08.01.18 um 12:03 Uhr)

  9. #9
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    Standard AW: Hachi seit frühster Kindheit, wem geht es auch so?

    Hallo Minerva,
    Ich wünsche dir auch viel Kraft und dass du einen guten Arzt findest!
    Das du wissen willst warum, verstehe ich. Wenn man es weiß, kann man je nach dem vermeiden, dass es nochmal passiert.
    Das ist natürlich richtig doof, wenn man auch noch Schmerzen hat. Ich brauche momentan nicht mal Tampons/Binden, so schwach ist meine Periode, unnormal, aber keine Einschränkung.
    Ja, ich habe einen guten Arzt, man muss lange auf seine Einschätzung warten, aber am wichtisten ist mir, dass er Ahnung hat, von daher bin ich zufrieden.

  10. #10
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    Standard AW: Hachi seit frühster Kindheit, wem geht es auch so?

    Zitat Zitat von minerva13 Beitrag anzeigen
    Hallo Tanja,
    dazu kann ich dir leider nichts sagen, da hab ich keine Unterlagen mehr...
    Okay danke dir trotzdem. Hat mich interessiert weil meine Tochter auch mit knapp 6 Hashi diagnostiziert bekam und ich mir immer Gedanken über ihre Zukunft mache.

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