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Thema: Zwischen Unter- und Überdosierung nur 6,25 µg. Was tun?

  1. #1
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    Standard Zwischen Unter- und Überdosierung nur 6,25 µg. Was tun?

    Bin an Hashimoto nun seit 5 Jahren erkrankt, kenne mich inzwischen mehr oder weniger gut aus, eine richtige Einstellung ist mir aber leider bisher immer noch nicht gelungen. Mein Problem ist wie bereits in der Überschrift erwähnt: lediglich 6,25 µg zwischen Unter- und Überdosierung.

    Ich habe vor der Schwangerschaft im Jahr 2014 mehrfach zwei Dosierungen ausprobiert: einmal mit 93,75 µg und einmal mit 100 µg LT

    Die Werte unter 93,75 waren:

    ft3 (2,1-4,3): 3,30 - 54 %
    ft4 (0,8-1,7): 1,34 - 60 %

    Unter 100 µg:

    ft3 5,31 (3,1-6,8) - 59,73 %
    ft4 22,7 (12-22) - 107 %


    Nach der Entbindung und Abstillen habe ich wieder zwei Dosierungen ausprobiert: 118,75 µg und 125 µg. Hier sind die Werte so:

    Unter 118,75 µg:

    ft3 (2,1-4,3): 3,25 - 52 %
    ft4 (0,8-1,7): 1,28 - 53 %

    Unter 125 µg vom 05.12.2017

    ft3 (2,1-4,3): 3,30 - 60 %
    ft4 (0,8-1,7): 1,7 - 100 %

    So, nun die Symptome: Sowohl unter 93,75 damals als auch jetzt unter 118,75 ist die Müdigkeit am schlimmsten: den ganzen Tag befinde ich mich im Halbschlaf. Weiter kommen Konzentrationsschwäche, Wortfindungsstörungen, nächtliche Herzprobleme, trockene Haut, Haarausfall büschelweise, starke Gewichtszunahme, Verstopfung usw...

    Unter 100 damals/125 jetzt bin ich über mehrere Wochen sehr fit, keinerlei müde, keinerlei Herzprobleme. Langsam kommen dann aber Weinerlichkeit ohne Grund, depressive Verstimmung und Trauer, Panikattacken, sehr fettige/schlechte Haut, Schlaflosigkeit und alles, was zur Überdosierung gehört...

    Was kann ich hier tun? Gibt es überhaupt sowas, dass nur 6,25 µg den Riesenunterschied ausmachen? Hat jemand Erfahrung?

    Wäre für jegliche Ratschläge dankbar!

    Gruß
    Irina

  2. #2
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    Standard AW: Zwischen Unter- und Überdosierung nur 6,25 µg. Was tun?

    Wow krass. Hab ich so noch nie gesehen.
    Schilddrüsengesunde haben aber etwas nicht, was du hast: immer den ft4 höher als den fT3. Es könnte sein, dass du damit Schwierigkeiten hast. Wurde der tsh jeweils mit abgenommen?
    Vielleicht bist du jemand, der zusätzlich Thybon braucht. Wenn der fT4 gut ist und der TSH auch knapp um die 1,0 und es dir immer noch so geht, dann fehlt dir eher t3. Wenn du mehr t4 nimmt, gehen die Dejodasen in die Knie und es bleibt immer mehr t4 uebrig statt umgewandelt zu werden.
    Ich würde mal fuer 15 Euro das nächste Mal interessehalber rT4 mitbestimmen lassen, falls das Labor es macht. Und mal warten, was die anderen hier so sagen. Aber ich plädierte bei solch anhaltenden Problemen für Kombitherapie. Zunächst mit zwei bis drei Sechsteln Thybon 20, die über den Tag verteilt genommen werden.
    Alternativ kommen aber auch evtl Progesteron Mangel (wäre in der Schwangerschaft denn besser...?) und Cortisolmangel als ganztägig müde machend in Frage.
    Lg

  3. #3
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    Standard AW: Zwischen Unter- und Überdosierung nur 6,25 µg. Was tun?

    Hallo Schnarchkatze,

    vielen Dank für Deine Antwort! TSH ist bei mir längst supprimiert, oder liegt bei max. 0,02
    Thybon war bereits meine Überlegung. Aber zusätzlich zu was dann? Zu den 125 oder 118,75? Bei 125 ist der ft3-Wert niedrig, er wird aber bestimmt durch t4 gedrückt, was ja bei einer Überdosierung üblich ist. Bei 118,75 sind ja die Werte etwa gleich und eigentlich gar nicht so schlecht. Darum habe ich mal auf Empfehlung von Endokrinologen (da ja der TSH-Wert supprimiert ist und es nur Überdosierung sein kann!!!) auf 112,5 reduziert. Das Ganze hat nach ca. drei Wochen fast mit einer Notaufnahme geendet.

    Was bringt mir Bestimmung von rT4 nochmal? Habe darüber bereits öfter gelesen, finde aber grad nichts gescheites da...

    Progesteron wurde mal vor der Schwangerschaft bestimmt, lag sehr gut in der Norm.

    In der Schwangerschaft durfte ich mich so richtig von der Krankheit erholen! Habe mich da gefühlt, wie in den guten alten Zeiten vor Krankheitsausbruch. Aber es ist ja öfter so bei Autoimmunerkrankungen.
    Dafür kam dann nach der Entbindung ein Schub nach dem anderen )-;

    Gruß
    Irina

  4. #4
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    Standard AW: Zwischen Unter- und Überdosierung nur 6,25 µg. Was tun?

    Das kommt mir durchaus bekannt vor. Ich hab schon oft Wechseldosen (à la: 1 Tag so, 2 Tage anders) genommen, um dazwischen reinzukommen.
    Anfangs haben 6,25er Schritte noch gereicht, über die Jahre hinweg sind die Dosiswechsel allerdings dann zunehmend kleiner geworden. Anfang 2015 waren wenigstens noch 5µg zwischen "quasi arbeitsunfähig" und "alles roger". Ab Frühjahr 2016 habe ich dann 1 Jahr lang zwischen 131 und 135 herumgewechselt, nach Befinden - es war so ähnlich, wie du beschreibst: neue Dosis eine Zeitlang scheinbar passend und dann doch wieder nicht. Zuletzt in Schritten von 1-2µg. *vogelzeig* Irgendwann war dann der Punkt erreicht, wo das einfach nicht mehr geht, weil ist ja irre.

    Dann kam heuer im Frühling sowieso der befindensmäßige Einbruch, ich hab dann beschlossen, alles anders zu machen als bis jetzt, weil ich damit nicht weiterkomme, hab *pfeif drauf* höherdosiert und mich in ÜF befördert, danach wieder zu senken begonnen und bin jetzt wieder zurück auf 131,25. Ob mein fT4 inzwischen wieder im Referenzbereich ist, werde ich in 2 Wochen sehen, ein paar harmlose ÜF-Symptome habe ich noch. Wenn er immer noch zu hoch ist, steh ich an. Ich bin also auch wahrscheinlich noch mittendrin, kann nur hoffen, dass die Werte jetzt passen, wenn ja, dann lasse ich es erstmal so.
    Über T3 als Alternativlösung habe ich mal nachgedacht, bin aber selbst nicht ganz überzeugt davon. Das wäre evt. noch eine Option für mich.

    Meine neue Taktik: Öfter Werte machen lassen und mehr aussitzen, versuchen Ruhe reinzubringen. Zeit schinden. Meinen Energielevel extra behandeln. (v.a. mit Body Code durch Lösen energetischer Blockaden, das hat mich diesen Sommer aus einer viel zu lange nachwirkenden UF-artigen Schwäche stufenweise rausgeholt.) Ich kann selbst nicht genau abgrenzen, wo die Grenze zwischen T4-Problem und energetischem Problem verlaufen ist, vielleicht werde ich später mal im Rückblick schlauer sein?

    Für mich wäre zu deiner Geschichte interessant, wie lange du die angegebenen Dosen gehalten hast, vor der BE bzw. generell.
    Nimmst du immer noch Henning?

  5. #5
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    Standard AW: Zwischen Unter- und Überdosierung nur 6,25 µg. Was tun?

    Zitat Zitat von Schnarchkatze Beitrag anzeigen
    Schilddrüsengesunde haben aber etwas nicht, was du hast: immer den ft4 höher als den fT3.
    Ist doch hier bei den niedrigeren Dosen gar nicht so. Dass der fT3 bei den höheren mit zu hohem fT4 nicht ganz so stark mit raufzieht, ist ja nur gut so.

  6. #6
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    Standard AW: Zwischen Unter- und Überdosierung nur 6,25 µg. Was tun?

    Hallo Flamme,
    dann bin ich doch nicht die einzige, die das Problem hat. Ich habe das Gefühl, dass ich mich tatsächlich gut fühlen könnte, wenn die Werte denn wirklich gut im oberen Drittel liegen würde, vielleicht bei ca. 70-80%. Aber wie erreicht man das nur, wenn man nur 6,25 µg zur Verfügung hat? Auch ich habe das Wechseldosieren (1 Tag 118, 1 Tag 125) ausprobiert. Auf Dauer kann ich mir das aber nicht antun. Es geht mir dann nur noch schlecht, auch die Schilddrüse schmerzt...

    Die Unterdosierung vertrage ich viel schlechter als Überdosierung. Bei der letzten Blutabnahme in UF habe ich nur 4 Wochen ausgehalten. Mit 125 waren es jedoch ganze 6 Wochen! Danach war es aber echt unerträglich. Habe schon immer nur Henning genommen.

    Momentan sind es wieder eher Wechseldosierungen, nichts festes. Ich muss aber unbedingt irgendeine Lösung finden, habe drei kleine Kinder hier...

    Gruß
    Irina

  7. #7
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    Standard AW: Zwischen Unter- und Überdosierung nur 6,25 µg. Was tun?

    Ich hab mir ja schon überlegt, notfalls wirklich einen Tablettenteiler zu kaufen und zu achteln. Machen ja manche hier mit Thybon auch.

    Wegen Henning habe ich gefragt, weil verschiedene Präparate unterschiedlich stark wirken und Henning hohe Bioverfügbarkeit hat und von manchen als eher "scharf" empfunden wird. Ein Präparatewechsel bei gleicher Dosis kann also quasi eine indirekte Dosisänderung sein, die Frage ist nur, um wieviel.

    Kann es bei dir auch sein, dass die hormonellen Umstellungsprozesse nach der Geburt noch gar nicht abgeschlossen sind und der Bedarf sich noch ändert? Wie lange ist denn die Geburt her?

  8. #8
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    Standard AW: Zwischen Unter- und Überdosierung nur 6,25 µg. Was tun?

    Aha... Der Endokrinologe hat mir ausdrücklich empfohlen, von "Billigpräparaten" Hände weg zu lassen und nur Henning zu nehmen... Vielleicht wirklich was anderes ausprobieren? Aber was wieder mal?

    Habe im Juli 2015 entbunden und im Juli 2016 abgestillt. Der hormonelle Umstellungsprozess sollte damit abgeschlossen sein.

  9. #9
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    Standard AW: Zwischen Unter- und Überdosierung nur 6,25 µg. Was tun?

    Hallo Maximichi,

    hatte dir gerade eine längere Antwort geschrieben, aber sie ist leider weg. Daher jetzt nur kurz, du bist eindeutig in Überfunktion und das ist wegen der Herzbeteilung gefährlicher als Überfunktion. Deine ganzen Symptome sprechen dafür Herzbeschwerden, trockene Haut, Haarausfall, deine Ungeduld... Gerade um den 100er Bereich herum ist es häufig schwierig, die passende Zieldosis zu finden. Da braucht es einen längeren Atem, manches Mal auch länger als 6 Wochen.... spreche aus eigener Erfahrung.

    Dein Blut ist in unterschiedl. Laboren getestet worden und daher nicht vergleichbar. Auffällig ist der hohe FT 3 Wert. Die Schwangerschaft und das Stillen verändern vieles und es dauert oft länger als vermutet bis sich alles wieder einpendelt. Wechseldosen sind nicht zu empfehlen, auch die Prozentangabe bringt nichts.

    Du schreibst nichts darüber, was du sonst noch so einnimmst... Wurde auch Vitamin D, B 12 und Ferrtin getestet. Das kann auch im Mangel sein und dazu führen, dass du Probleme mit der Einstellung hast.

    Stress kurbelt das Autoimmungeschehen oft an und den hast du sicherlich mit 3 kleinen Kindern. Hast du Unterstützung durch deinen Mann, die FAmilie und Freunde?

    Wie ernährst du dich? Ohne Jodsalz?

    Das alles spielt mit eine Rolle. Erhöhen würde ich auf keinen Fall. Wie lange nimmst du die jetzige Dosis?

    LG

    Artista

  10. #10
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    Standard AW: Zwischen Unter- und Überdosierung nur 6,25 µg. Was tun?

    Hallo,

    Der tägliche Hormonbedarf schwankt sehr stark (viel stärker als nur 6,25 µg). An einem Tag mit höherer körperlicher Aktivität braucht der Körper mehr Hormone - an anderen Tagen viel weniger. Die Dosis so genau einzustellen kann gar nicht funktionieren - da man nicht vorhersehen kann, wie aktiv man in den nächsten Wochen sein wird (und Dosisveränderungen kommen erst nach einigen Tagen überhaupt im Körper an). So ein gleichmäßig ablaufendes Leben, bei dem man an jedem Tag exakt die gleiche Aktivität aufweist, hat kein Mensch. Man kann also nur eine durchschnittliche Dosis nehmen und muss damit irgendwie klarkommen.

    Mit supprimiertem TSH hat der Körper natürlich auch keine Chance aus eigener Kraft auf den täglichen Bedarf einzugehen. Vielleicht wäre ein Versuch mit weniger Hormonen sinnvoll - damit TSH wieder funktioniert und den Körper bedarfsabhängig versorgt. Bei manchen Menschen funktioniert dieser Regelkreis natürlich nicht mehr - dann muss man ohne TSH und ohne diese natürliche Steuerung leben.

    Ich selbst hatte viele Jahre einen suprr. TSH und habe an Tagen mit sportlicher Aktivität dann noch zusätzlich etwas Thybon genommen. Das hat halbwegs funktioniert, da Thybon auch direkt wirkt (im Gegensatz zu L-Thyroxin). Jetzt habe ich seit ca. 4 Jahren wieder einen normalen TSH-Wert und brauche bei Sport nichts extra nehmen, da die Schilddrüse dann doch noch bei Bedarf etwas Hormone von innen beisteuert. Diese feine Steuerung kann man von außern kaum imitieren.

    lg moritz

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