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Thema: Müde, antriebslos, konzentrationsschwach - und das seit 7 Jahren - Was kann ich tun?

  1. #1
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    Standard Müde, antriebslos, konzentrationsschwach - und das seit 7 Jahren - Was kann ich tun?

    Hallo,

    ich heiße Thorben (44) und bin seit ca. 7 Jahren ratlos. Alles scheint mit einer heftigen Stressphase begonnen zu haben, die mir ca. 3 Monate extreme Schlafstörungen einbrachte. Der Schlaf fand sich dann wieder ein, aber es blieben Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche. Ich fasse es als „Watte im Kopf“ zusammen: Signale von außen müssen erst durch Watte. Manche kommen durch, manche erst mit ziemlicher Verzögerung, wodurch z.B. Emotionen auf Sparflamme sind. Es hat was von einer mal mehr, mal weniger starken LmaA-Einstellung. Depression würde ich nach Unterhaltungen mit Depressiven ausschließen. Dass es auch anders geht - sprich lebendig - merkte ich im Sommer 2015. Es ist die einzige wache Phase in den letzten 7 Jahren. Es gab zuvor eine Steigerung von 25 auf 50 µg L-Thyroxin. Alle anderen Steigerungen (inzwischen auf 88) brachten nichts spürbares. Der TSH ist zwar nach und nach runtergegangen, aber FT3 ist nach einem Zwischenhoch inzwischen wieder da, wo er am Anfang (2012) ohne Thyroxin war. Ich kann zwischen den Werten und meinem Befinden nicht wirklich einen Zusammenhang sehen. Aber es kann auch sein, dass ich den FT3 meiner Wohlfühlphase 2015 zu spät messen ließ. Ich glaube, bei der Messung war mein Zustand schon wieder gedämpfter.

    2011 hatte ich Vitiligoflecken festgestellt (wird ja gern mit Hashimoto in Verbindung gebracht). Im August 2012 wurden Schilddrüsen-Antikörper gemessen (vorher hatte es keinen Test darauf gegeben bei mir). Im Oktober 2012 gab es einen Test auf Pfeiffersches Drüsenfieber. Eine Infektion könnte mindestens 6-10 Wochen zuvor erfolgt sein. (Im Februar 2012 hatte ich eine seltsam langsam vorgehende „Erkältung“ - vielleicht war das das PDF.) Im August 2015 wurde eine Szintigrafie der Schilddrüse gemacht: „Uptake: 1,35%; Sono Schilddrüse: normal große und supraclacikulär gelegene Schilddrüse mit mäßig echoarmer Struktur, kein sicherer Knotennachweis; rechter Lappen: 8 ml, linker: 6 ml“

    Da es - mal wieder - nicht so weitergehen konnte, ging ich Anfang September 2017 wieder zur HÄ. Ich begann danach mit 200 µg Selen, so wie es der Schilddrüsenspezialist 2015 als „Kann man mal versuchen“ empfohlen hatte. Die ersten zwei Tage der Einnahme machten mich leicht optimistisch, doch danach Ernüchterung. Es wurde eher schlimmer: Müde, antriebslos, konzentrationsschwach, wieder ca. 4 Wochen libidolos, Haut so rissig wie im Winter, ich bekam keinen Druck hinter die Stimme. Selbst nach kurzem Radfahrten bergan oder 5-km-Wanderungen fühlte ich mich so leer wie nach einem Marathon. Dieses schnell Ermattende hatte ich nur 14 Tage nach einer Nasenscheidewand-OP 2011 erlebt als Narkosefolgen. Selen habe ich nach 50 Tagen abgesetzt, macht es aber auch nicht besser. In den letzten Tagen scheint es wieder mehr bergab zu gehen.

    Blutwerte sind im Normalbereich, außer dreien:
    -Lymphozyten in Prozent (um die 45-50%; Normalbereich 25–40%)
    -Eosinophile Granulozyten in Prozent (seit 2014 immer bei 1,3 bis 1,7% - Normalbereich 2-4%
    -alk. Phosphatase (um die 0,6; Normalbereich 0,65-2,2). Diese fällt angeblich sehr selten unter den Normbereich und kann dann auf eine ausgeprägte Schilddrüsenunterfunktion hinweisen.

    Ich hatte jedes Jahr die Hoffnung, dass es mal wieder besser wird. Immer wieder hatte ich Phasen, wo ich dachte: „Das kann doch nicht ewig so weitergehen?! Das ist doch kein Leben!“ Ich setzte Hoffnungen in die Steigerungen des Thyroxins, in das Selen, in mehr Bewegung draußen. Mein Vitamin D war, wann immer er gemessen wurde, an der Grenze zum moderaten Mangel bzw. darunter. Meine HÄ sah nie Handlungsbedarf. Da ich die Nase nun wieder voll hatte, nahm ich auf eigene Faust einige Dekristol (10x20.000 über 14 Tage verteilt). Ich hatte den Wert lange im Verdacht - aber auch diese Aktion hat Null gebracht. Hoffnung gibt mir nur diese eine wache Phase im Sommer 2015. Es MUSS also nicht so sein, wie es den „Rest“ der 7 Jahre war, ich kann anders sein. Nur weiß ich nicht, wie ich da wieder hinkomme. Die anderen Thyroxin-Steigerungen verpufften, TSH sank über die Zeit, FT4 ging etwas hoch, FT3 scheint sich nach einer Weile Steigerung wieder nach unten zu bewegen (alles dazu in meinem Profil).

    Bald werde ich die nächste Thyroxin-Packung bei meiner HÄ holen. Aber einen wirklichen Nutzen hat es so nicht. Ich werde sicher wieder TSH, FT3 und FT4 messen lassen. Aber was soll ich mit meiner HÄ aushandeln? Dieses Forum ist im Moment meine letzte Hoffnung - baue ich jetzt sehr viel Druck auf? *g* Sieht jemand in den Werten etwas und kann mir einen Tipp geben? Du hättest einen mächtigen Stein bei mir im Brett. Danke schon mal im Voraus.

  2. #2
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    Standard AW: Müde, antriebslos, konzentrationsschwach - und das seit 7 Jahren - Was kann ich t

    Fangen wir mal mit den Werten an. Mach am besten eine Tabelle mit Dosis, Werte.Dazu noch die Befunde. Vergiss die Nebenbaustellen nicht. Wie schaut es bei dir mit Jod aus?

  3. #3
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    Standard AW: Müde, antriebslos, konzentrationsschwach - und das seit 7 Jahren - Was kann ich t

    Ferritin, Eisen, Magnesium, Natrium, Chlorid, Kalzium, Anorg. Phosphat normal.
    ? bitte gib die werte an - normal reicht uns oft nicht ;-))

  4. #4
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    Standard AW: Müde, antriebslos, konzentrationsschwach - und das seit 7 Jahren - Was kann ich t

    Die Werte habe ich im Profil ergänzt. Jod wurde bisher nicht gemessen, kommt nun auf die Liste für die nächste Untersuchung. Die Tabelle mit Dosis und Werten habe ich, aber wie gesagt: Ich sehe zwischen Werten und Befinden keinen klaren Zusammenhang. Dass der FT3 trotz L-Thyroxin nicht dauerhaft hochgeht, kann ich mir nur so erklären, dass die Schilddrüse ihre eigene Produktion einfach immer weiter runtergefahren hat. Wie soll ich da aber in den oberen Drittel-Bereich kommen, der ja gern als Wohlfühlbereich genannt wird?

  5. #5
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    Standard AW: Müde, antriebslos, konzentrationsschwach - und das seit 7 Jahren - Was kann ich t

    Ich hab mir die Werte durchgelesen . Du kriechst immer zwischen ganz unten und hoechstens Mitte herum . Da kann man sich ja auch nicht mit wohl fuehlen . Bevor man in den etwas komplizierten Sachen sucht sollte man ganz einfach mal versuchen dir eine richtige Dosis T4 zu geben , eventuel T3 dazu wenn noetig . Wenn dein Arzt nicht gewillt ist das zu tun , solltest du dir einen besseren suchen . Wo wohnst du ?

  6. #6
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    Standard AW: Müde, antriebslos, konzentrationsschwach - und das seit 7 Jahren - Was kann ich t

    Jod als Laborwert brauchst du nicht. Der Wert ist rausgeworfenes Geld. Ich meinte benutzt du Jodsalz und isst die Fertiges oder Kantine? Das ist nicht gut. Zusätzliches Jod braucht kein Mensch. Deutschland ist schon lange lt. WHO ausreichend mit Jod versorgt. Selbst ein Veganer kann der überall präsenten Jodierung nicht entgehen. Die Gülle landet auf dem Acker, die Tiere werden mit jodiertem Futter aufgebläht.

  7. #7
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    Standard AW: Müde, antriebslos, konzentrationsschwach - und das seit 7 Jahren - Was kann ich t

    Ah, so meintest du das. Ich würze die letzten Jahre mit Salz ohne Jod, esse mittags zu Hause.

    @Susanne: Dass mit der FT3-Gabe ist auch das, was mir zuletzt durch den Kopf ging. Wenn ich es richtig gelesen habe, braucht es ja nicht so lange wie FT4, um Wirkung zu zeigen und könnte bei massiven Überfunktionssymptomen auch wieder schnell raus aus dem Körper sein. Es wäre natürlich ideal, wenn ich mit FT3-Gabe spürbar von den Symptomen her in einen grünen Bereich kommen würde, weil ich dann das beste Argument bei meiner recht vorsichtigen, aber offenen HÄ hätte, dass es am zu niedrigen FT3-Wert liegt. Auch diese niedrige alk. Phosphatase sollte ein Argument für Unterfunktion sein. (Ich lebe im LK Bautzen.)

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Susanne in F
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    Standard AW: Müde, antriebslos, konzentrationsschwach - und das seit 7 Jahren - Was kann ich t

    Nein T3 dauert nicht so lange , aber darum geht es ja nicht . Im Idealfall erhoeht sich T3 ja wenn man T4 erhoeht . Du krebst immer ganz unten rum , zwischen unten und Mitte . Es ist an sich logisch dass du dich nicht wohl fuehlst . Wenn nicht genug T4 da ist , kann da auch nicht genug T3 von kommen .
    Falls sich heraus stellen sollte dass du nicht richtig umwandelst kann man immer noch T3 dazu tun .

    Oder falls deine Aerztin nicht hoeher gehen will , kannst du ja versuchen sie um Prothyrid oder Novothyral zu bitten . Viele Aerzte vergessen das T3 dabei zu zaehlen und meinen 75 Novothyral = 75 T4 . Dann hast du das T3 mit drin . Aber Vorsicht denn dann wird das TSH supprimiert . Wenn du dann einen Arzt hast der das nicht weiss , der flippt sofort aus .

    Leider hab ich in deiner Ecke niemand der Ahnung hat .

  9. #9
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    Standard AW: Müde, antriebslos, konzentrationsschwach - und das seit 7 Jahren - Was kann ich t

    neben SD-UF ect. kann eine erniedrigte alk. Phosphatase auf einen Zinkmangel hindeuten

    auch deine andere Symptomatik könnte dazu passen

    dort werden die Symptome aufgelistet bei einem Zinkmangel :


  10. #10
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    Standard AW: Müde, antriebslos, konzentrationsschwach - und das seit 7 Jahren - Was kann ich t

    Habe mit ähnlichen Werten auch total starke Uf Symptome. Vor allem auch Hautprobleme.
    Bei mir hat aber auch mehr Lt nicht dauerhaft was gebracht.
    Bin gespannt, wie es bei dir weitergeht!

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