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Thema: Rezidiv und Kinderwunsch - was tun?

  1. #1
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    Standard Rezidiv und Kinderwunsch - was tun?

    Hallo zusammen,

    ich habe in meinem Profil alle mir wichtig erscheinenden Informationen zusammengestellt.

    Kurz zu meiner Geschichte:
    14 Monate nach der Geburt meiner Tochter wurde im März 2016 ein Morbus Basedow festgestellt. Dank Thiamazol habe ich den recht schnell in den Griff bekommen. Nach einem Jahr habe ich mit dem Auslassversuch begonnen. Nun habe ich 7 Monate später wieder erhöhte fT3 und fT4-Werte. Auch MAK und TRAK sind erhöht. Der TSH ist noch im unteren Normbereich.

    Wir wünschen uns noch ein 2. Kind und da ich fast 38 bin, drängt da die Zeit auch etwas.

    In 2 Wochen habe ich einen Termin bei meiner Frauenärztin und in 4 Wochen wird ein MRT vom Kopf gemacht, um ein Hypophysenadenom auszuschließen. Den Termin beim Endokrinologen habe ich leider erst im Februar 2018.

    Ich bin jetzt total verunsichert, was der richtige Weg ist. Ich möchte eigentlich nicht unter Tabletten schwanger werden. Macht eine OP Sinn? Kann ich irgendetwas tun, außer einfach zu warten was die Ärzte sagen und somit wertvolle Zeit verstreichen zu lassen?

    Vielen Dank für Eure Hilfe,
    Rike

  2. #2
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    Standard AW: Rezidiv und Kinderwunsch - was tun?

    Du kannst dich informieren und selbst entscheiden, keineswegs musst du darauf warten, was die Ärzte sagen. Zumal es ziemlich individuell ist, was die Ärzte sagen.

    Bei wirklich dringendem Kinderwunsch ist die OP noch immer die einzige Lösung.

    Du hast ein Rezidiv - damit ist die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Rezidivs etwas erhöht. D.h., auch wenn du jetzt eine vollständige erneute Therapie machst, gibt es keine Garantie, dass dich kein Rezidiv in der Schwangerschaft erwischt. Danach, also nach der Schwangerschaft, ist dir dieses "Geschenk" sowieso ziemlich sicher. Dies musst du wissen - trotzdem gibt es natürlich die Möglichkeit, die Therapie jetzt zu Ende zu machen und dann hoffen, dass alles gut geht. Schwanger werden unter Hemmern: das wohl nicht, es ist blöd genug, wenn es jemanden bei bereits eingetretener Schwangerschaft erwischt, bewusst muss man sich und dem Fötus das nicht antun.

    Hier ist etwas Lektüre für dich:
    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...en-Richtlinien

  3. #3
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    Standard AW: Rezidiv und Kinderwunsch - was tun?

    Zitat Zitat von Emmalie Beitrag anzeigen
    Nun habe ich 7 Monate später wieder erhöhte fT3 und fT4-Werte. Auch MAK und TRAK sind erhöht. Der TSH ist noch im unteren Normbereich.
    Die Überfunktion ist ja leider ganz ordentlich ... aber irgendwie passt dein TSH nicht zu den restlichen Werten. Mein TSH wäre da unter 0,1. Stehen die 0,71 auf einem Bogen vom Labor oder kann da ein Fehler passiert sein?

    Bekommst du schon Medikamente?

    Ich bin jetzt total verunsichert, was der richtige Weg ist. Ich möchte eigentlich nicht unter Tabletten schwanger werden. Macht eine OP Sinn? Kann ich irgendetwas tun, außer einfach zu warten was die Ärzte sagen und somit wertvolle Zeit verstreichen zu lassen?
    Falls du dich für eine OP entscheidest, kannst du dich gleich nach passenden Krankenhäusern umsehen, die viele solcher OPs machen, dafür brauchst du den Endotermin eigentlich nicht. Aber du brauchst jemand, der dich in der nächsten Zeit (bis zur OP oder zum Auslassversuch) behandelt...

    Kennst du dich gut genug mit den Werten aus, um den Ärzten etwas auf die Finger zu sehen, sowohl bei der Behandlung mit den Hemmern als auch mit LT nach einer eventuellen OP? Bei Basedow werden gern mal zu selten Werte gemacht, zum Beispiel ...

    Du könntest dich zusätzlich um eine gute Vitamin-D-Versorgung kümmern, das ist im Winter sowieso sinnvoll und man hat nach der OP weniger Probleme mit dem Kalziumhaushalt, falls die Nebenschilddrüsen spinnen sollten.

  4. #4
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    Standard AW: Rezidiv und Kinderwunsch - was tun?

    Hallo,

    danke erstmal für Eure Antworten.

    Der TSH steht tatsächlich so auf dem Laborblatt und darunter steht "Befundkonstellation wie bei sekundärer Hyperthyreose". Deswegen ja auch das MRT vom Kopf, um ein Hypophysenadenom auszuschließen. Ich beruhige mich bis zu dem Termin damit, dass der TSH-Wert seit Absetzen von Thiamazol kontinuierlich gesunken ist. Auch Blutwerte sind nur eine Momentaufnahme. Vielleicht ist der Wert ja jetzt schon weiter gesunken und passt zu fT3 und fT4.

    Vitamin D nehme ich bereits ein.

    Mein Internist ist eigentlich ganz kompetent. Er hat auch mit häufigen Blutkontrollen kein Problem. Nur bei der Problematik mit dem Kinderwunsch war er jetzt doch etwas überfragt und hat mich zur Frauenärztin und zum Endokrinologen überwiesen. Soweit ich mich bisher selber schlau gemacht habe, bleibt wohl aber nur die OP. Alles andere scheint am Ende doch nur dazu zu führen, dass die Schilddrüse nicht mehr arbeitsfähig ist. Nur eben mit erheblichem Zeitaufwand. Mein Internist hat eigentlich damit gerechnet, dass die Schilddrüse sich selbst "aufbrennt". Kann ja auch irgendwann passieren, nur wann?

    Die Studien über die fetale Entwicklung unter Hemmern haben mich auch überzeugt, eine Schwangerschaft so nicht zu riskieren. Ich habe ja bereits eine gesunde Tochter und werde da kein Risiko eingehen. Dann lieber noch etwas Zeit ins Land streichen lassen, die man für OP und Einstellen danach braucht und dann können wir das Projekt Baby hoffentlich unbelastet in Angriff nehmen.

    Viele Grüße,
    Rike

  5. #5
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    Standard AW: Rezidiv und Kinderwunsch - was tun?

    Zitat Zitat von Emmalie Beitrag anzeigen
    Der TSH steht tatsächlich so auf dem Laborblatt und darunter steht "Befundkonstellation wie bei sekundärer Hyperthyreose". Deswegen ja auch das MRT vom Kopf, um ein Hypophysenadenom auszuschließen.
    Verstehe.

    Vitamin D nehme ich bereits ein.

    Mein Internist ist eigentlich ganz kompetent. Er hat auch mit häufigen Blutkontrollen kein Problem. Nur bei der Problematik mit dem Kinderwunsch war er jetzt doch etwas überfragt und hat mich zur Frauenärztin und zum Endokrinologen überwiesen.
    Das klingt gut.

    Soweit ich mich bisher selber schlau gemacht habe, bleibt wohl aber nur die OP. Alles andere scheint am Ende doch nur dazu zu führen, dass die Schilddrüse nicht mehr arbeitsfähig ist. Nur eben mit erheblichem Zeitaufwand.
    Nicht unbedingt, aber die Hemmertherapie ist normalerweise mit mehr Zeit und etwas mehr Ungewissheiten verbunden. Manche nehmen das in Kauf, wenn sie ihre Schilddrüse unbedingt behalten wollen oder Angst vor der OP haben. Diejenigen sollten aber auch nicht unter einer hohen Hemmer-Dosis schwanger werden.

    Aber es liest sich so, als ob du gut informiert bist und hinter deiner Entscheidung stehst - das finde ich sehr wichtig.
    Geändert von Irene Gronegger (04.11.17 um 20:37 Uhr)

  6. #6
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    Standard AW: Rezidiv und Kinderwunsch - was tun?

    Zitat Zitat von Emmalie Beitrag anzeigen
    Der TSH steht tatsächlich so auf dem Laborblatt und darunter steht "Befundkonstellation wie bei sekundärer Hyperthyreose". Deswegen ja auch das MRT vom Kopf, um ein Hypophysenadenom auszuschließen.
    Kannst du mir diesen Zusammenhang vielleicht etwas näher erklären oder sagen, inwiefern SD und Hypophsyenadenome zusammenhängen können?
    Bei mir wurde 09/2016 ein Prolaktinom (Prolaktinprodizierender Hypohysentumor) diagnostiziert. 01/2017 begann dann die Medikamentöse Therapie und schwups 2 Wochen später die zusätzliche Diagnose Morbus Basedow.
    Alle Ärtze (Internisten, Endos, Frauenärtze) verneinen einen Zusammenhang. Aber irgendwie will sich mein TSH nicht richtig einstellen, ist seit der Hemmertherapie im Feb. 2017 erhöht. Ganz aktuell sogar bei 7,7 obwohl ich die Dosis des Thiamazols auf 1,25 mg reduziert habe. Die Ärtze möchten nun, dass ich die Hemmer ganz weglasse.

    Ich frage mich ob es einen Zusammenhang gibt mit meinem Hypohpysentumor?! Das Thema ist aber recht speziell und ich finde nichts passendes im Netz...
    Ach ja, und einen Kinderwunsch habe ich natürlich auch seit 1,5 Jahren (somit ist ja alles erstmal ins Rollen gekommen)

    LG sarpat
    Geändert von sarpat (07.11.17 um 12:39 Uhr)

  7. #7
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    Standard AW: Rezidiv und Kinderwunsch - was tun?

    Hallo zusammen,

    erstmal vorweg: Zu dem Hormonchaos bei Hypophysenadenom kann ich Dir leider nichts sagen. Ich habe mich damit auch nicht weiter beschäftigt, da ich einfach mal davon ausgehen, dass da bei mir nichts ist.

    Nun zu meiner aktuellen Situation. Ich war gestern bei der Blutabnahme und habe heute die Werte abgeholt. Hier sind sie:

    Werte vom 14.11.2017 (Vorwerte vom 27.10.2017):
    ft3: 5,3 (1,9-5,1) - Vorwert 6,9
    fT4: 2,2 (0,9-1,7) - Vorwert 3,2
    TSH: 0,95 (0,27-4,20) - Vorwert 0,71

    Obwohl ich noch keine Hemmer nehme und einzig und allein etwas auf jodarme Ernährung achte, sind die Werte zurückgegangen. Ich bin total happy, traue dem Frieden aber nicht so recht. Wie kann das sein?

    Danke für Eure Antworten,
    Rike

    P.S.: Ich nehme noch keine Hemmer, weil es eventuell sein kann, dass ich schwanger bin. Da wollte mein Arzt erst abwarten, bis die Menstruation einsetzt. Das müsste sich aber in den nächsten 3 Tagen klären.

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