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Thema: Grundlose Adrenalinstöße und Panik

  1. #1
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    Standard Grundlose Adrenalinstöße und Panik

    Ich bin neu in dem Forum und hab eine Frage an alle, die sich mit der Krankheit schon etwas länger auskennen.
    Ich habe Hashimoto und nehme derzeit 100 Mikrogramm Thyroxin. Meine Diagnose habe ich vor ca. 2 Jahren erhalten. Seitdem kommt es immer wieder mal nach Wochen oder Monaten zu diesen Zuständen, in denen ich dann auch Nottabletten vom Arzt brauche (Diazepam)
    Am schlimmsten war es als ich frisch auf das Medikament eingestellt wurde. Da die Krankheit ewig nicht erkannt wurde und die Werte dann schon enorm schlecht waren, bekam ich gleich ab Diagnose 150 Mikrogramm. Die Wochen darauf waren die Hölle für mich. Panikattacken den ganzen Vormittag lang. Vor allem morgens beim Aufstehen. Abends ließ es immer langsam nach.

    Irgendwann ließ es endlich nach und normalisierte sich. Aber immer mal nach Monaten tritt es wieder auf und ich habe das Gefühl, dass es bei versehendlicher Überdosierung und auch bei Stress oder anderen Krankheiten immer passiert. Der Körper kommt also offenbar mit einer Überdosierung ganz schlecht klar und braucht offenbar auch nicht zu jeder Zeit gleich viel Thyroxin. Bei Stress oder Erkältung scheint sich der Bedarf zu ändern.
    Ebenfalls habe ich eine Schwäche der Nebenniere im Verdacht, da ich ständig leich depressiv bin. Die Nebenniere scheint Cortisol für die Verarbeitung von Thyroxin zu brauchen und dadurch irgendwann erschöpft zu sein und nicht ausreichend produzieren zu können. Vor allem wenn Stress hinzu kommt, wo sie ja auch mehr prodozieren muss als normal.

    Wer hat eine Idee dazu?

  2. #2
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    Standard AW: Grundlose Adrenalinstöße und Panik

    Hallo Peggy,
    willkommen im Forum
    Sehe ich das richtig, dass du LT 150 ohne Einschleichen bekommen hast . Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was du da mitmachen mußtest.
    Aber auch bei normalem Verlauf muß die Dosis immer mal wieder angepaßt werden.

    Schreib doch mal einen Werteverlauf, aber zumindest die letzten Werte, möglichst aktuelle (mit Normwerten).
    Sonst kann man nicht erkennen, ob du womöglich zuviel oder zu wenig nimmst.

    Wenn es schubweise auftritt, könnte es an zuviel Jod(salz) im Essen liegen. Aber auch Streß hat Einfluß auf die SD und sollte nach Möglichkeit reduziert werden.
    Bei viel körperlicher Anstrengung braucht der Körper etwas mehr LT, bei großer Hitze manchmal etwas weniger (wenn man sich weniger bewegt).

    Liebe Grüße
    Sabinchen

  3. #3

    Standard AW: Grundlose Adrenalinstöße und Panik

    Zitat Zitat von Hashi Peggy Beitrag anzeigen
    Aber immer mal nach Monaten tritt es wieder auf und ich habe das Gefühl, dass es bei versehendlicher Überdosierung und auch bei Stress oder anderen Krankheiten immer passiert.
    Das heißt, du nimmst manchmal mehr als die übliche Dosis oder wie soll man deine Aussage verstehen?

    Und ja, Werteverläufe wären wichtig.

  4. #4
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    Standard AW: Grundlose Adrenalinstöße und Panik

    Zitat Zitat von Sabinchen Beitrag anzeigen
    Hallo Peggy,
    willkommen im Forum
    Sehe ich das richtig, dass du LT 150 ohne Einschleichen bekommen hast . Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was du da mitmachen mußtest.
    Aber auch bei normalem Verlauf muß die Dosis immer mal wieder angepaßt werden.

    Schreib doch mal einen Werteverlauf, aber zumindest die letzten Werte, möglichst aktuelle (mit Normwerten).
    Sonst kann man nicht erkennen, ob du womöglich zuviel oder zu wenig nimmst.

    Wenn es schubweise auftritt, könnte es an zuviel Jod(salz) im Essen liegen. Aber auch Streß hat Einfluß auf die SD und sollte nach Möglichkeit reduziert werden.
    Bei viel körperlicher Anstrengung braucht der Körper etwas mehr LT, bei großer Hitze manchmal etwas weniger (wenn man sich weniger bewegt).

    Liebe Grüße
    Sabinchen

    Liebe Sabinchen
    das war schon mal eine sehr hilfreiche Antwort. Ich suche nachher mal die Werte im Verlauf heraus und schreibe sie hier rein.
    Dass man das Einschleichen nicht beachtet hat konnte ich später (als ich mehr darüber gelesen hatte) auch nicht mehr verstehen. Allerdings muss man auch dazu sagen, dass mein TSH und auch die Antikörper bereits ganz schlimm waren, als man es endlich erkannt hat. Man hatte die Blutwerte leider 9 Monate übersehen. Und mir ging es schon vorher ganz schlecht. Dann wurde es entdeckt und ich wurde regelrecht verrückt gemacht. Mein Arzt hat versucht mich anzurufen und als man mich nicht erreichte wurde sofort ein Brief geschrieben.
    Ich hatte bereits ein gefährliches Myxödem und war kurz davor ins Koma zu fallen. Soweit ich weiß, gibt es für viele Patienten ab diesem Zeitpunkt keine Rettung mehr.
    Die große Gewichtszunahme und auch die vielen anderen Symptome wurden lange Zeit falsch verstanden.
    Wie kann es sein, dass ich einem Arzt oder einer Ärztin erkläre, dass ich noch nie mehr als 51 Kg in meinem Leben gewogen habe und nun 30 kg in nur 6 Monaten zugenommen habe und man mir daraufhin eine Überweisung zur Ernährungstherapie gibt, obwohl ich immer wieder betont habe, dass ich meine Ernährungsgewohnheiten nicht geändert habe.
    Eine solche Gewichtszunahme schafft ja nicht mal eine Schwangere innerhalb von 9-10 Monaten!!!
    Erst nachdem ich mit meiner Überweisung verzweifelt wieder aus dem Raum war, holte man die alten Blutwerte aus der Schublade und bekam einen enormen Schreck, weil man es einfach übersehen hatte
    Liebe Grüße
    Peggy

  5. #5
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    Standard AW: Grundlose Adrenalinstöße und Panik

    Nein ich nehme jeden Tag gleich viel Thyroxin, so wie mir vom Arzt geraten. Aber offenbar ist es nicht so einfach, dass man immer gleich viel nehmen kann. Bei Stress oder Krankheit oder Sport, scheint man selbst nachjustieren zu müssen.
    Die Frage ist für mich, wonach ich dabei gehen muss. Wie und wie viel man mehr oder weniger nehmen muss.
    Ich such aber jetzt erstmal die Werte raus
    Und vor allem erstman vielen Dank für die schnelle Antwort!!!

  6. #6
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    Standard AW: Grundlose Adrenalinstöße und Panik

    Sorry, das wichtigste hatte ich vergessen. Ich hatte tatsächlich im letzten Sommer mal eine Zeit lang mehr genommen, als vom Arzt angedacht. Da war ich mal ein zwei Tage schlecht drauf und müde und dachte ich hätte zu wenig Thyroxin.
    Dann hatte ich mehrere Tage mehr genommen und das hab ich dann viele Wochen lang ausbaden müssen. Da es offenbar zur Überdosierung und damit zu den Panikattacken kam.
    Aber viel schlimmer als die Einbrüche, die ich jetzt immer mal nach Monate für nur kurze Zeit erlebe.
    Das war dann damals wochenlang durchgängig schlimm.

  7. #7
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    Standard AW: Grundlose Adrenalinstöße und Panik

    Zitat Zitat von Hashi Peggy Beitrag anzeigen
    Bei Stress oder Krankheit oder Sport, scheint man selbst nachjustieren zu müssen.
    Die Frage ist für mich, wonach ich dabei gehen muss. Wie und wie viel man mehr oder weniger nehmen muss.

    Bei LT bitte nicht wg. Sport, Stress o.ä. einfach an einzelnen Tagen "nachjustieren". Durch die lange Halbwärtszeit bleibt die Überdosierung länger im Körper als (wenn überhaupt) benötigt! Kein Wunder, dass du dann mit den Folgen zu kämpfen hast.


    "Nachjustieren" könnte man, falls man es benötigt mit T3, das viel schneller wieder ausgeschieden wird. Damit habe ich aber keine Erfahrung.

    Deswegen ist es ja auch wichtig, wenn man nahe der Enddosis ist, eine Dosis mögliches lange zu halten (mindestens 8, besser 12 Wochen) und dann nach Werten und Befinden zu schauen. Dann hat man ein genaueres Bild.

    LG
    Kapsc


    P.S.:

    Mein Sohn hat eine Panikstörung und verträgt hohe freie Werte überhaupt nicht - ihm geht es bei maximal mittigen Werten besser. Panik und Angst können sich leider sozusagen "verselbständigen". Sollte das mit SD-Einstellung nicht besser werden, würde ich dir raten parallel zur SD-Behandlung doch einen Therapieversuch zu wagen.
    Geändert von KapscII (11.08.17 um 17:04 Uhr)

  8. #8
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    Standard AW: Grundlose Adrenalinstöße und Panik

    Zitat Zitat von KapscII Beitrag anzeigen
    Bei LT bitte nicht wg. Sport, Stress o.ä. einfach an einzelnen Tagen "nachjustieren". Durch die lange Halbwärtszeit bleibt die Überdosierung länger im Körper als (wenn überhaupt) benötigt! Kein Wunder, dass du dann mit den Folgen zu kämpfen hast.


    "Nachjustieren" könnte man, falls man es benötigt mit T3, das viel schneller wieder ausgeschieden wird. Damit habe ich aber keine Erfahrung.

    Deswegen ist es ja auch wichtig, wenn man nahe der Enddosis ist, eine Dosis mögliches lange zu halten (mindestens 8, besser 12 Wochen) und dann nach Werten und Befinden zu schauen. Dann hat man ein genaueres Bild.

    LG
    Kapsc


    P.S.:

    Mein Sohn hat eine Panikstörung und verträgt hohe freie Werte überhaupt nicht - ihm geht es bei maximal mittigen Werten besser. Panik und Angst können sich leider sozusagen "verselbständigen". Sollte das mit SD-Einstellung nicht besser werden, würde ich dir raten parallel zur SD-Behandlung doch einen Therapieversuch zu wagen.
    Jetzt habe ich hier mal die letzten Blutwerte TSH basal 25.08.16 0,41 dann am 28.10.16 0,60 und am 03.04.17 dann 0,87

    Referenzwerte dazu: 0,27-4,2 mU/l

    Heißt hohe freie Werte (was dein sohn nicht verträgt) zu viel Thyroxin?

  9. #9
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    Standard AW: Grundlose Adrenalinstöße und Panik

    Dann wurde wohl nur TSH gemessen? fT3 und fT4 sind mind. genauso wichtig, wenn nicht wichtiger....
    Am TSH alleine kann man nichts ablesen, der Wert schwankt auch tagsüber. Ohne freie Werte kann keiner sagen, ob du eher zuviel oder zu wenig nimmst.

    Das mit dem Nachjustieren sehe ich genau wie Kapsc, der Körper braucht eine gleichmäßige Dosis, mit der er arbeiten kann. Den Mehrbedarf kann er allein regulieren, wenn du noch eine SD hast.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Hashi Peggy Beitrag anzeigen
    Heißt hohe freie Werte (was dein sohn nicht verträgt) zu viel Thyroxin?
    Ja, das heißt unterm Strich zu viel Thyroxin. Wenn seine Ft4 und Ft3 Werte Richtung oberes Normdrittel (also immer noch in der Norm, aber eben individuell zu viel) gehen, verstärkt sich die Panik.

    Also solltest du wie auch Sabinchen schrieb, immer auch die freien Werte mitbestimmen lassen (notfalls selbst bezahlen) - sonst bekommst du keinen Überblick und kannst auch nur schwer einen Zusammenhang zwischen Befinden und Dosis herstellen.

    LG
    Kapsc

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