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Thema: Morbus Basedow und entzündete Sehnenansätze, Umstellung auf L-Tyroxin schuld?

  1. #1

    Standard Morbus Basedow und entzündete Sehnenansätze, Umstellung auf L-Tyroxin schuld?

    Hallo Ihr Lieben,

    ich bin vor 4 Wochen von Novothyral 100 auf L-Thyroxin 125 umgestellt worden und habe seit 2 Wochen ganz schlimme Sehnenansatzbeschwerden in der linken Wade/ Richtung Kniekehle und gelegentlich zwickt es auch rechts.
    Kann das Bein nur unter großen Beschwerden richtig ausstrecken, dazu kommen auch Anlaufbeschwerden. Bin ich aber einmal am Laufen geht es halbwegs.
    Ich hatte so was ähnliches an den Oberarmen vor Jahren, irgendwann nach Monaten (ohne dass der Arzt was finden konnte) verschwand das Phänomen.
    Röntgen und Abtasten zeigten keinen direkten Befund, es steht noch ein MRT aus.
    Aber ich habe das Gefühl, dass da auch nichts direktes zu Tage gefördert wird.
    Rheumafaktor hatte ich bisher nicht, es ist auch nicht heiss oder entzündet.
    Können solch drastischen Beschwerden durch meine Medikamentenumstellung kommen? Dass quasi eine autoimmune Reaktion angestossen wurde?
    Ich habe auch wieder diese typischen L-Tyroxin "Krämpfe" im Schultergürtel wenn ich mich falsch und schnell bewege...
    Psychisch fühle ich mich aber unter L-Tyroxin viel besser. Deutlich weniger Ängste und Müdigkeit.
    ich dachte ich frage mal einfach in die weite Runde, vielleicht kennt das ja jemand. Ohne Sportverletzung, spontan ohne weiteres Zutun plötzlich eine Sehnenentzündung.
    Freue mich auf eure Antworten! :-))

  2. #2
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    Standard AW: Morbus Basedow und entzündete Sehnenansätze, Umstellung auf L-Tyroxin schuld?

    Es gibt keine "LT-Krämpfe", höchstens UF-Verspannungen. Entzündete, ohne einen direkten Grund, Sehnen haben direkt mit MB nicht unbedingt etwas zu tun. Oder ein AI-Geschehen oder eher UF/UD. Habe eine Plantarsehnenplatteentzündung, die in tiefer UF entstanden ist. Alle anderen Verspannungen haben sich mit einer guten Eistellung verabschiedet.

    Ohne die Werte gesehen zu haben, kann man hier das Fehlen des T3 vermuten, da es erst nach der Umstellung gekommen ist. Wäre auch zu erwarten. iMHO.

  3. #3
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    Standard AW: Morbus Basedow und entzündete Sehnenansätze, Umstellung auf L-Tyroxin schuld?

    Hallo Brigitte,

    Wenn es wirklich etwas Ähnliches war vor Jahren an den Oberarmen, dann scheidet T3 allein schon aus dem Grund aus, weil du ja seit vielen Jahren Novothyral genommen hast.

    Die Krämpfe im Schultergürtel: Vielleicht Verspannung, vielleicht hilft dir da Magnesium?

    Bin ich aber einmal am Laufen geht es halbwegs.
    Auch das müsste dem Arzt bei der Diagnose helfen, nämlich dass Bewegung die Sache verbessert. Zumal, wenn ein Sehnenansatz wirklich entzündet ist, würde es mich wundern, wenn es bei Bewegung besser wäre? Aber insgesamt würde ich erstmal den MRT-Befund abwarten, bevor du dich fragst, was es ist.

    (So etwas am Oberarm in Richtung Schulter hatte ich vor einigen Monaten, die Bizepssehne war betroffen, gereizt/entzündet, ohne ersichtlichen Grund, ohne irgendeine Dosisänderung, mit T3 dabei. Hormone sind wichtig, aber es wäre verkehrt, bei allem, wo es zwickt, an sie zu denken**. Auch sind Verspannungen nicht notwendigerweise unterfunktionsbedingt.)

    **ausgenommen deine Augen. Da ist die Korrelation gradliniger.
    Geändert von panna (02.08.17 um 13:01 Uhr)

  4. #4
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    Standard AW: Morbus Basedow und entzündete Sehnenansätze, Umstellung auf L-Tyroxin schuld?

    Hallo Brigitte,

    So was Ähnliches hatte ich in einer UF-Phase, die ich (Hashi) fahrlässig selbst verursacht habe, indem ich aus Dummheit meine Tabletten für ein Jahr abgesetzt hatte.
    Es fing so wie bei dir an – etwas Schmerzen beim Ausstrecken, Anlaufschwierigkeiten, erstmal im rechten Knie, welches schon mal Arthrose hatte, dann auch links, zuletzt brennenden Schmerzen an den Außenseiten und ich habe nur Unmengen Ibu in mich reingestopft und Tag und Nacht geheult.
    Hatte schon Suizidgedanken.

    Die Orthopädin war erbost darüber, dass ich die Röntgen-Aufnahme in der Nebenpraxis machen lassen hatte und schickte mich einfach weg. ANA waren in der Norm, daher kein Rheuma-Doc und kein Corti.
    6 Wochen krankgeschrieben und weitere 6 Wochen auf dem Zahnfleisch kriechend, dann hatte mein HA die glorreiche Idee, mein TSH zu testen und ein Rezept für LT zu erstellen.
    Das war der nächste Alptraum – durch das Ibu bin ich gleich in eine schlimme ÜF geraten mit dem ganzen Herz- und BD-Programm, die Knieschmerzen waren jedoch über Nacht weg und sind nie wieder gekommen.
    Das war vor 6 Jahren.

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