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Thema: Wie lange wart ihr in Unterfunktion und was glaubt ihr....

  1. #1
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    Standard Wie lange wart ihr in Unterfunktion und was glaubt ihr....

    was dies für Auswirkungen hatte. Glaubt ihr zum Beispiel das gerade die, die lang in UF waren vor Diagnosestellung die "schwierigen Hashis" sind? Seit es mir immer besser geht gibt es Momente wo ich denke "oh mann das hatte ich schon so viele Jahre nicht mehr (positiv)..." Ich war bis ungefähr Anfang 30 ziemlich Energie geladen, sehr viel unterwegs, eher Nachtmensch aber trotzdem erfolgreich in der Arbeit usw. Das hatte sich deutlich geändert und ich dachte immer jo Kinder, Familie, man wird auch nicht jünger... Und heute merke ich plötzlich wie falsch das war.
    Ich glaub ich war wirklich lange bereits in einer UF, nicht so heftig wie bei Diagnosestellung. Wie ist das bei euch?

  2. #2
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    Standard AW: Wie lange wart ihr in Unterfunktion und was glaubt ihr....

    Gleich. Viele "unerklärliche" Geschichten, die nur Schulterzucken bei Ärzten hervorgerufen hatten. Immer mehr davon. Ein paar Werte gemacht, immer "alles in Ordnung". Alkoholismus, Wechseljahre usw. als Ursachen genannt und Punkt. Cholesterin zu hoch - Statine - platsch. Herzrhytmusstörungen - Betablocker - platsch. Chronische Gastritis - Pantozol- platsch. Niemand schaut genauer hin, die Routine besteht nur aus Symptomunterdrückung. Punkt.

    Bleibende Schäden: Verkalkungen in den Gefäßen, Osteomalazie usw. Man kann nicht mal jemanden dafür verklagen, da alle das gleiche Prinzip befolgen und es noch für richtig halten.

    Hätte ich mich nicht selbst umfassend informiert und gehandelt.....

    Armutszeugnis für die Hochschulen und Ärzteschaft vom Besten. Mit wenigen Ausnahmen, natürlich.

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Natur
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    Standard AW: Wie lange wart ihr in Unterfunktion und was glaubt ihr....

    Ja, ich denke auch oft, wie schön es wäre, wenn ich früher alles wusste viel früher aus der Unterfunktion kommen könnte.
    Nun ja, ich war ziemlich lange in der Unterfunktion, bestimmt > 10 Jahre. Und zwar sowohl während als auch nach der Diagnose, weil ich keine Ahnung hatte um mich auf die Ärzte verlassen habe, die ja veraltete Referenzbereiche nutzten. Am Anfang war die Unterfunktion minimal doch hat es sich stetig weiter verschlechtert trotz steigender Dosis an L-Thyroxin

    Sicherlich hat es Auswirkungen auf den gesamten Körper und die Psyche. Und die schlimmen Auswirkungen habe ich jetzt "auszubaden" Einfach ist es absolut nicht, zumal ich auch mehrere weitere Autoimmunerkrankungen habe. Erst seit ich mich damit beschäftige geht es aufwärts…

  4. #4
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    Standard AW: Wie lange wart ihr in Unterfunktion und was glaubt ihr....

    @Maja krass und das klingt nach sehr vielen und beschwerlichen Jahren! Bei mir war es in der ersten Jahren UF nicht so das es mir so ging ich zu einem Doc bin (bin eh jemand der sehr ungern zum Arzt geht). Aber es war wie so ein "langsamer" Verfall, wie so ein zu frühes alt werden und ich habe es immer abgetan und mit allem möglichen entschuldigt. Deshalb trifft da mich wohl selbst die Schuld, viel zu viel "Unzulänglichkeiten" akzeptiert
    Krass das du solche Folgeschäden hast.

    @ Natur auch bei dir eine lange Zeit. Ich finde es extrem unverständlich das die Ärzte die ganze Sd Behandlung nicht besser gebacken bekommen, bzw. das die Sd in der Medizin so eine untergeordnete Rolle spielt.

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Xylo
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    Standard AW: Wie lange wart ihr in Unterfunktion und was glaubt ihr....

    Ach da gab es soviele Kleinigkeiten, die plötzlich mit LT verschwanden (sogar als ich noch weit von meinen Wohlfühlwerten entfernt war) - sei es meine Migräne oder ein Fingergelenk, was mir dauernd Ärger macht und plötzlich gar nicht mehr auffällt. Kreislaufprobleme, Wetterfühligkeit...all so Dinge, die man halt hat, denen aber keine Bedeutung zukam.
    Keine Ahnung, wie lange ich in UF war vor Diagnose.... aber 10 Jahre würde ich als gesetzt betrachten. Eher mehr, lässt sich leider nicht mehr nachvollziehen.
    Seit guter Einstellung ist das "Man wird halt nicht jünger"-Denken auch weg --- ich fühl mich besser als mit Anfang 20. Egal ob körperliche oder seelische Belastbarkeit, sportliche Leistung oder Nachteulen-Ausdauer

  6. #6
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    Standard AW: Wie lange wart ihr in Unterfunktion und was glaubt ihr....

    --- ich fühl mich besser als mit Anfang 20. Egal ob körperliche oder seelische Belastbarkeit, sportliche Leistung oder Nachteulen- Ausdauer
    Das läßt ja hoffen - wie alt bist du denn?
    Nach dem Erfolg meiner letzten Dosisanpassung hab ich mir jedenfalls vorgenommen, mich nicht mehr mit so einem "geht-ja- einigermaßen-Befinden" zufrieden zu geben.
    Zum eigentlichen Thread-Thema: Die akute Phase, in der es mir richtig schlecht ging, dauerte GsD bis zur Diagnose nur ein gutes halbes Jahr (wobei dieses "nur ein halbes Jahr" auch schon wieder ganz schön blöde ist, wenn man es mal auf andere Krankheiten überträgt). Ich hatte es im Kanuar 2015 endlich geschafft, nach über 40 Jahren mit dem Rauchen aufzuhören, kam aber von den vermeintlichen "Entzugserscheinungen" nicht weg. Nach 6 Monaten konnte dann auch mein HA nicht mehr an Folgen eines Nikotinentzugs glauben -> großes Blutbild usw. -> TSH leicht erhöht (3,78), Kontrolle nach 2 Monaten (6,13) -> Behandlungsstart im Okt. 2015. Der Teil ging also im Vergleich zu manch anderen hier im Forum recht fix.
    Als die Hashimoto-erfahrene Ärztin beim Ultraschall allerdings sagte: "Au, Ihre SD ist aber mindestens seit 20 Jahren entzündet, so wie die aussieht" - da bin ich doch ein bißchen ins Grübeln gekommen, z.B. bzgl. meiner erfolglosen Versuche, mit dem Rauchen aufzuhören (Nikotin wirkt ein Stück ausgleichend bei einer UF).
    Aber letztendlich ist es vorbei, nicht mehr zu ändern und ja auch nicht sicher zu sagen.
    Da ich auch Typ 1-Diabetiker bin und deshalb eh gefährdeter war als andere, stellt sich mir natürlich die Frage, ob es für dieses Risikogruppen nicht sinnvoller ist, frühzeitig einen SD-Hormonstatus zu erheben, und sei es, um für später z.B. den individuellen Wohlfühlbereich parat zu haben.

  7. #7
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    Standard AW: Wie lange wart ihr in Unterfunktion und was glaubt ihr....

    Ja ich fühl mich auch besser als mindestens die letzten zehn Jahre und offiziell aber erst die Diagnose seit nicht mal anderthalb Jahren. Sehr treffend beschrieben Xylo!
    Die letzten 2-3 Jahre vor Diagnose hat meine Energie bis Donnerstag oder Freitag ausgereicht, dann bin ich abends um 8 in einen komatischen Schlaf auf der Couch gefallen. Ich dachte dann immer mensch klar die Kinder, der Job immer um halb sechs aufstehen - da nimmt sich der Körper dann halt was er braucht. So ein Quatsch...

  8. #8
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    Standard AW: Wie lange wart ihr in Unterfunktion und was glaubt ihr....

    dann bin ich abends um 8 in einen komatischen Schlaf auf der Couch gefallen.
    Ich hatte von "20-Uhr-Tagesschau" irgendwann auf "19-Uhr-heute" umgestellt, weill ich um 20 Uhr immer schon eingeschlafen war.

  9. #9
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    Standard AW: Wie lange wart ihr in Unterfunktion und was glaubt ihr....

    Zitat Zitat von diamoto Beitrag anzeigen
    Ich hatte von "20-Uhr-Tagesschau" irgendwann auf "19-Uhr-heute" umgestellt, weill ich um 20 Uhr immer schon eingeschlafen war.
    Okay, wäre ich voll bei dir gewesen aber die Kids waren erst um 8 im Bett
    Aber die Phase von richtig schlimm bis zur Diagnose war bei mir zum Glück auch nicht so lang wie wohl bei eingen. Aber eben auch die Jahre davor waren schon alles andere als normal.
    Klar man kann nun nichts mehr ändern und auch nicht zu sehr hadern mit der Zeit....umso besser ist zu spüren das es anders sein kann. Was du mit dem SD Hormonstatus schreibst klingt sehr logisch aber bei der unaufgeklärten Ärztemeinung wahrscheinlich weit weg...

  10. #10
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    Standard AW: Wie lange wart ihr in Unterfunktion und was glaubt ihr....

    Was du mit dem SD Hormonstatus schreibst klingt sehr logisch aber bei der unaufgeklärten Ärztemeinung wahrscheinlich weit weg...
    Das ist halt ein Gedanke als Betroffener, nach dem Motto "hätte man nicht....". Aber damit ist man auch mittendrin in der Früherkennungs-Untersuchungs-Diskussion.
    In diesem Falle z.B. hätte das ja nur Zweck, wenn alle Typ 1 - Diabetiker das machen würden, also auch die ca. 80%, die kein Hashimoto kriegen (werden). Aber auch diese 80% machen sich vielleicht völlig unnötig verrückt wegen irgendwelcher grenzwertigen Blutwerte.... - Ich hatte immerhin 30 Jahre Ruhe vor irgendwelchen Hashimoto-Gedanken - das war auch ne schöne Zeit
    Andererseits: meinen beiden Kindern habe ich geraten, diese "Statuserhebung" in frühen Jahren, bei nächster "sowieso-Blutabnahme" mitmachen zu lassen. Die Werte kommen dann ins Familienstammbuch
    Geändert von diamoto (13.05.17 um 19:05 Uhr) Grund: Ergänzung

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