Seite 2 von 6 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 52

Thema: Rezidiv nach OP-Stress

  1. #11
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von RalfWei
    Registriert seit
    27.05.13
    Ort
    Bonn; ohne etwas Humor ist alles zu trocken
    Beiträge
    771

    Standard AW: Rezidiv nach OP-Stress

    9.6. denke ich mal geht gerade noch so.
    Da die Wirkung von irenat ziemlich schnell und kurzfristig ist wird das Ergebnis was wir momentan sehen (Anfang Irenat 11.5., BE 21.5.) doch relativ aussagekräftig sein. Bei irenat handelt es sich ja nicht um einen Dejodasehemmer bei dem die chemischen Prozesse erst angeworfen werden müssen sondern um einen Blocker der direkt wirkt. Übersetzt: die Wirkung von Irenat ist seit 11.5. konstant da, was sich momentan anpasst ist der Hormonverlauf.
    Der Hormonverlauf ist jedoch wesentlich träger. Wir sehen momentan einen gestiegenen ft3-Wert bei einem gefallenen ft4. Der TSH ist auch ansatzweise wieder da. Der gefallene ft4 ist gut für eine mittelfristige Prognose. Dem ft3 würde ich nach so kurzer zeit noch nicht DIE Bedeutung zukommen lassen.
    Das was mir eigentlich fehlt sind die TRAKs da sie in Etwa Auskunft über die Aktivität des MB geben. Sie steuern ja die SD und je mehr TRAKs desto mehr irenat muss man einsetzen um die TRAKs auszubooten. Anhand der TRAKs könnte ich mir ein besseres Bild machen wo Du gerade stehst und Dich hin entwickelst.
    So bei den Werten würde ich jetzt mal für mich sagen: ich würde bei den 2 Irenat-gaben die vor den beiden größeren Mahlzeiten liegen von 5 auf 6 Tropfen erhöhen - zumindest bis zum 9.6.. Nach den Werten vom 9.6. können wir dir dann ein Irenat-Urlaubs-Notfall-LassMirNichtHelfen-Lunchpaket schnüren.

    Ich sage es ja nicht gerne aber ich sage es auch hier: 8:00 Nürnberg - 3 Wetter Taft, 10:00 Bayreuth - 3 Wetter Taft, 14:00 Hamburg - 3 Wetter Taft, 20:00 Paris - 3 Wetter Taft....
    Leniloewenherz so ein Lebenswandel mit MB ist dem Ganzen nicht zuträglich. Es ist nicht leicht aus seiner Haut ausbrechen aber entweder Du machst es oder der MB nimmt es für Dich in die Hand. Schonung wäre jetzt angesagt anstatt Enkel zu verhätscheln, Kinder zu tätscheln und die große Gastgeberin zu geben.

    Lass Dir bitte noch die TRAKs soweit vorhanden geben und stelle sie hier ein.

    LG Ralf

  2. #12

    Standard AW: Rezidiv nach OP-Stress

    Haha, hab heute ganz viel auf dem Sofa rumgelegen- aber dann merke ich den MB-Juckreiz so dolle!!!-
    BE war aber nicht am 21.5., sondern schon am 16.5.- da hatte ich Irenat erst 5 Tage.Könnte jetzt ganz anders sein.deshalb finde ich den 9.5.schon wieder spät.....
    Der morgige Stress ist auch schon vorprogramiert...1/2 jährliche Krebsnachsorge 1 und nächste We dann die 1/4 jährliche Blasenspiegelung als Nachkontrolle.....Also mit Ruhe wird es nicht so richtig was.
    Der 6.Tropfen rutscht manchmal mit durch, so mache ich dann jetzt weiter.TRAKS waren noch nicht fertig- wird nachgeliefert!

  3. #13
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    31.772

    Standard AW: Rezidiv nach OP-Stress

    Zitat Zitat von RalfWei Beitrag anzeigen
    Das was mir eigentlich fehlt sind die TRAKs da sie in Etwa Auskunft über die Aktivität des MB geben. Sie steuern ja die SD und je mehr TRAKs desto mehr irenat muss man einsetzen um die TRAKs auszubooten.
    Ich kenne speziell Irenat nicht, aber üblicherweise wirkt kein Schilddrüsenhemmer direkt gegen die Antikörper. Manchmal liest man von einer "immunmodulierenden" Wirkung, aber nie was Spezifisches, und ich hab auch direkt Gegenteiliges mal aufgeschnappt. Wenn du da Anderweitiges gelesen hast, sagst mir bitte wo? Würde mich sehr interessieren. Bei den "normalen" Hemmern passt man die Dosis immer nur den freien Werten an und eben nicht den TRAK und auch nicht dem TSH, auch wenn man mit einem Auge natürlich darauf schielt, weil da Rückschlüsse auf die Aktivität der TRAK möglich sind (denn auch noch höhere TRAK können "inaktiv" werden, wenn ihr Mischungsverhältnis sich ändert**).

    ** Die absolute Zahl der TRAK ist ja nur bedingt aussagefähig, da die TRAK eine Mischung aus stimulierenden, blockierenden und "neutralen" AK sind (wenn nicht noch mehr Arten von Burschen da rumschwirren). Klar, bei positiven TRAK *und* ÜF ist es klar, dass das dominant stimulierende TRAK sind. Aber wie sollte man von der absoluten Höhe auf das Mischungsverhältnis schließen können?

  4. #14
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von RalfWei
    Registriert seit
    27.05.13
    Ort
    Bonn; ohne etwas Humor ist alles zu trocken
    Beiträge
    771

    Standard AW: Rezidiv nach OP-Stress

    Ist mir schon klar das die Hemmer nicht direkt gegen die TRAKs wirken.
    Es ging mir nur darum die momentane "Stärke" des MB zu beurteilen. Ich finde es macht einen Unterschied für die Dosierung ob Leniloewenherz nun 3 oder 20 TRAKs hat. Wenn die TRAKs hoch sind ist es klar das da ein gewisser Anteil stimulierender TRAKs dabei ist und um deren Unheiltaten etwas mehr Einhalt zu gebieten würde ich dann das Irenat etwas höher fahren.

    Ich denke das man aus dem Verlauf der TRAKs in den letzten Jahren beurteilen kann wie viele davon aktiv sind. Wenn eine Person z.B. immer mehr als 3-4 TRAKs hat und trotzdem alles funktioniert gehe ich davon aus das diese 3-4 inaktiv sind. Wenn eine Person jedoch z.B. immer kleiner 0,5 TRAKs hat und dann die Anzahl plötzlich hoch geht ist die Wahrscheinlichkeit das dabei viele stimulierende sind hoch.

    Im Gegensatz zu den Dejodasehemmern hat Irenat ja das Wirkprinzip das es mit den TRAKs konkurriert um die Belegung der Rezeptoren in der SD. Ist so ein Rezeptor durch Natriumperchlorat (= Irenat) blockiert können da TSH oder TRAKs ankommen ohne das die Zelle aktiv wird und Hormone produziert. Somit kann man bei einer großen Anzahl von aktiven TRAKs (oder auch bei einem Jodüberschuss) mit Irenat je nach Dosierung fast alle Rezeptoren in der SD dicht machen. Dieses wird ja auch so bei der Untersuchung mit jodhaltigen Kontrastmittel gemacht.
    N.B. Bei einer längeren Blockade der SD gibt man dann, um den Hormonspiegel ft3/ft4 aufrecht zu erhalten, etwas T4 oder auch T3/T4 zu.

    Irenat wirkt also nicht direkt gegen die Traks sondern bremst deren unheilvolle Wirkung an den Rezeptoren aus indem es mit ihm konkurriert.

  5. #15
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    31.772

    Standard AW: Rezidiv nach OP-Stress

    Du schreibst, dass Natriumperchlorat TRAK aus den TSH-Rezeptoren verdängt:

    ...hat Irenat ja das Wirkprinzip das es mit den TRAKs konkurriert um die Belegung der Rezeptoren in der SD. Ist so ein Rezeptor durch Natriumperchlorat (= Irenat) blockiert können da TSH oder TRAKs ankommen ohne das die Zelle aktiv wird und Hormone produziert
    Aber das ist, nach allem, was ich über Hormonsynthese weiß (das ist zwar nicht viel), nicht der Fall. Weil Irenat nicht die TSH-Rezeptoren blockiert sondern die Jodaufnahme in der Schilddrüse. Und Jod wird am Thyreoglobulin gebunden, genau dort findet die Hormonsynthese statt und diese Hormonsythese wird direkt durch die Verhinderung der Jodaufnahme blockiert - nicht in den TSH-Rezeptoren und nicht durch Verdrängung der TRAK.

    Sorry Ralf, dass ich einhake hier, über die Praxis der Irenat-Therapie weißt du sicher mehr als ich oder sonstwer. Aber dass man die Irenat-Dosis je nach TRAK-Höhe bestimmen sollte, das tut man meines Wissens nicht.

  6. #16
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    16.10.15
    Beiträge
    1.035

    Standard AW: Rezidiv nach OP-Stress

    ist schon richtig panna.
    aber je mehr trak die rezeptoren stimulieren oder plumper: je mehr die sd arbeitet, umso höher brauchts die dosis um die freien hormone auf gleichem level zu halten.

  7. #17
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    31.772

    Standard AW: Rezidiv nach OP-Stress

    Ja, das ist schon richtig, da sage ich auch gar nichts. Aktivität kann stark mit TRAK-Höhe korrelieren.

    Wo ich widerspreche, ist was anderes: Man richtet sich auch bei Irenat nicht wirklich nach der TRAK-Höhe sondern ziemlich stur nach den freien Werten bzw. wie sie auf die Dosis reagieren. Die TRAK können himmelhoch sein, wenn die freien Werte niedrig werden, muss man doch genauso reduzieren wie bei den anderen Thyreostatika, da hilft der Blick auf die TRAK nicht. Dieser Blick auf die TRAK ist natürlich immer da, weil man wartet, dass sie heruntergehen (nicht direkt durch Irenat).

  8. #18
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von RalfWei
    Registriert seit
    27.05.13
    Ort
    Bonn; ohne etwas Humor ist alles zu trocken
    Beiträge
    771

    Standard AW: Rezidiv nach OP-Stress

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Ja, das ist schon richtig, da sage ich auch gar nichts. Aktivität kann stark mit TRAK-Höhe korrelieren.

    Wo ich widerspreche, ist was anderes: Man richtet sich auch bei Irenat nicht wirklich nach der TRAK-Höhe sondern ziemlich stur nach den freien Werten bzw. wie sie auf die Dosis reagieren. Die TRAK können himmelhoch sein, wenn die freien Werte niedrig werden, muss man doch genauso reduzieren wie bei den anderen Thyreostatika, da hilft der Blick auf die TRAK nicht. Dieser Blick auf die TRAK ist natürlich immer da, weil man wartet, dass sie heruntergehen (nicht direkt durch Irenat).
    In meinem Blog http://www.ht-mb.de/forum/entry.php?...Behandlungsweg habe ich ja einiges zum Irenat gesagt.
    U.a. "Natriumperchlorat mit dem Handelsnamen IRENAT hat ein ähnlichen Ionenvolumen wie Iod und Technetium und konkurriert mit diesen Ionen am Natrium-Iodid-Symporter. Aus diesem Grund ist es in der Lage die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse zu blockieren. "
    Meiner Meinung nach verdeutlicht das Bild bei http://www.wissenschaftliche-verlags...69254853_p.pdf ziemlich gut die unterschiedlichen Wirkweisen der Thyrostatika.

    Es ist aber vollkommen richtig das Du nachhackst weil das mit den Rezeptoren war in meinem vorherigen Beitrag missverständlich bzw. nicht korrekt.

    Worum es mir bei Leniloewenherz ging: Sind viele TRAKs da weiß ich, das da viel Unruhe herrscht und man mehr bremsen muss. Natürlich ist das Ergebnis was hinten raus kommt (ft3/ft4) entscheidend. Aber durch die Kenntnis der Höhe der TRAKs kann man schon im Vorfeld etwas vorbauen ohne das man erst nach dem Ergebnis korrigiert. Das kann man weil man mit Irenat nicht die Perioxidase beeinflusst (die braucht immer etwas Zeit bis sich Auswirkungen der Dejodasehemmer zeigen) sondern direkt die Symporter blockiert. Wo in 1 Stunde nach Einnahme kein Jod mehr ist kann die Perioxidase lange am Rad drehen und versuchen neue freie zu produzieren ......

  9. #19
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    16.10.15
    Beiträge
    1.035

    Standard AW: Rezidiv nach OP-Stress

    Zitat Zitat von RalfWei Beitrag anzeigen
    Das kann man weil man mit Irenat nicht die Perioxidase beeinflusst (die braucht immer etwas Zeit bis sich Auswirkungen der Dejodasehemmer zeigen
    das ist so nicht richtig, die thiamazos/carbimazol und ptu wirken genauso direkt, sie hemmen während ihrer wirkungsdauer (thia/carbi 24 std, ptu 4std) - was zeit kostet ist die halbwertszeit der freien hormone, beim irenat genauso wie bei allen anderen.
    dafür ist irenat weniger effektiv eben weil es mit dem zugeführten jod konkurriert.
    was am ende dabei rauskommt ist bei allen drei medikamenten gleich: der sd wird das baumaterial jod vorenthalten, ob nun durch hemmung der aufnahme oder des umbaus.

  10. #20

    Standard AW: Rezidiv nach OP-Stress

    Hallo Ihr Lieben, muntere Diskussion- habe aber noch keine TRAKS. Da ich vorher garkeine mehr hatte, bin ich auch gespannt wie hoch sie sein werden und denke, dass man auf jeden Fall Rückschlüsse bezüglich der Aktivität ziehen kann.- Überlege, ob ich vielleicht zwischendurch am Montag mal im KKH Werte machen lasse. Ist mir einfach zu lange vom 16.5.-9.6.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •