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Thema: Neu in der Thematik und ein bisschen überfordert - eventuell Unterfunktion?

  1. #1
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    Standard Neu in der Thematik und ein bisschen überfordert - eventuell Unterfunktion?

    Hallo ihr Lieben,
    ich bin noch neu in der ganzen Thematik und eine liebe Freundin hat mich auf dieses Forum aufmerksam gemacht.

    Seit einer geraumen Zeit (2-3 Jahre) plagen mich diverse Symptome, die bisher alle nur für sich von meiner Hausärztin behandelt worden sind, im Gesamtkontext habe ich aber mittlerweile den Verdacht, dass ich eventuell eine Schilddrüsenunterfunktion haben könnte. Angefangen hat alles mit andauernder Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Erschöpfung. Dazu kamen dann im Laufe der Zeit Gewichtszunahme, phasenweise Schlafstörungen und depressive Verstimmungen, trockene Haut, kalte Hände und Eisenmangel.

    Für die depressiven Verstimmungen hat sie mir ein Antidepressivum und Psychotherapie empfohlen da sie Depressionen vermutete. Ein knappes Jahr habe ich das Antidepressivum genommen und dann auf Anraten eines Psychiaters abgesetzt, da es kaum Verbesserungen mit sich gebracht hat, dafür aber die EKG-Werte immer schlechter wurden. Bei meinem Therapeuten war ich knapp 2 Jahre, meistens im monatlichen Abstand, bis er mich ebenfalls für austherapiert und "geheilt" entlassen hat, da ich psychisch stabil bin und es keinen akuten Grund für meine Stimmungsschwankungen gibt.

    Kurz darauf sollte ich auf Anraten meiner Hausärztin Schlaftabletten gegen die Schlafstörungen nehmen oder wahlweise ein anderes Antidepressivum, was ich abgelehnt habe, da die Schlafstörungen nur phasenweise auftreten und die genannten Medikamente alle abhängig gemacht hätten. Für die Konzentrationsschwäche sollte ich ein pflanzliches Präparat nehmen und für die Müdigkeit und die Gewichtszunahme hat sie mir zu Sport und gesunder Ernährung geraten. Ist ja nicht so, dass ich das ohnehin tue. Ich mache fast täglich Sport auf dem Hometrainer, esse kein Fast Food, kaum Süßigkeiten, viel Gemüse und Obst, Vollkornprodukte usw. Sie hat selbst eingesehen, dass ich in der Hinsicht kaum mehr machen kann, mehr fiel ihr aber auch nicht ein.

    Ich bestand dann auf einem Blutbild. Dabei kam raus, dass mein Langzeiteisenwert zu niedrig war, was mit Tabletten und Infusionen behandelt wurde/wird, laut meiner Ärztin aber ohnehin kein Auslöser für Stimmungsschwankungen und Gewichtszunahme sein kann. Auf mein Drängen hin, dass doch "alle Schilddrüsenwerte" mit kontrolliert werden sollten, wurde nur der TSH-Wert gemacht, der bei 3,13 liegt. Das Labor gibt 4,5 als Referenzwert an, schrieb aber immerhin dazu, dass manchmal auch 2,5 genommen wird und mein Wert daher als Grauzone zu betrachten sei. Laut meiner Ärztin aber alles im Normbereich. Ich solle einfach weiter Sport machen und noch gesünder leben, dann würde sich alles einpendeln.

    Für Mitte Mai habe ich mir jetzt einen Termin bei einem Arzt mit Fachgebiet Endokrinologie und Diabetologie gemacht, allerdings habe ich Angst, dass der Arzt mich auch nicht ernst nimmt und alles auf die Psychoschiene oder den Eisenmangel schieben will, obwohl der Eisenmangel schon therapiert ist und ich laut Therapeut und Psychiater definitiv keine akuten Depressionen mehr habe. Ein TSH von 3,13 ist ja wohl nicht sehr stark erhöht, aber wenn ich bedenke, dass ich schon die Antibabypille absetzen musste, weil ich auf deren Hormone zu stark reagiert habe, würde es mich nicht wundern, wenn ich auch mit einem nur minimal erhöhten Wert Symptome spüre.
    Weitere Werte als den TSH habe ich aktuell natürlich noch keine - ich gehe mal davon aus, dass der Endokrinologe gegebenenfalls ein neues Blutbild anfordern wird.

    Wie seht ihr meinen Fall denn? Ihr habt mehr Erfahrung mit der Thematik als ich.

  2. #2
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    Standard AW: Neu in der Thematik und ein bisschen überfordert - eventuell Unterfunktion?

    Hallo Maerchenkatze,

    Deine Symptome klingen schon so, dass ein SD-Problem die Ursache sein kann, und der TSH bestätigt, dass es sich lohnt, das genau abzuklären.

    Ich glaube nicht, dass ein Endokrinologe sich so sehr mit fachfremden Bereichen beschäftigen wird, dass er deine Symptome auf irgendetwas anderes schiebt. Sein Job ist abzuklären, ob in seinem Fachbereich etwas nicht stimmt. Dazu gehört eine Anamnese, Blutabnahme mit allen Schilddrüsenwerten samt Antikörpern und ein Ultraschall. Das wird er vermutlich tun.

    Neben dem Eisen, dass du schon im Blick hast, wären v.a. Vitamin D und Holo-TC (verfügbares B12) noch interessant. Sind die schon mal untersucht worden?

  3. #3
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    Standard AW: Neu in der Thematik und ein bisschen überfordert - eventuell Unterfunktion?

    Am besten immer einen Plan B haben. Bei deinem TSH und vlt. auch noch weiteren Indizien für eine SD-Erkrankung solltest du am Ball bleiben. Deine HA hat nur ein Minimum an Diagnostik betrieben. Wie gut der Endo ist bleibt abzuwarten. Am besten parallel noch einen handverlesenen NUK raussuchen. Am besten schaust du im Unterforum Ärzte nach.

  4. #4
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    Standard AW: Neu in der Thematik und ein bisschen überfordert - eventuell Unterfunktion?

    Danke für eure Antworten

    Für Vitamin D und den Vitamin B Komplex habe ich im letzten Jahr auf Empfehlung jeweils eine Kur genommen, allerdings nur das, was auch freiverkäuflich in der Drogerie zu finden ist. Speziell getestet wurden beide Werte noch nicht.

    Meine Hausärztin ist jetzt zusätzlich auf dem Dreh, dass sie mir für meinen erhöhten Cholesterinwert als nächsten Schritt Tabletten verschreiben möchte, wenn ich den nicht anderweitig in den Griff kriege. Allerdings habe ich gestern dann gelesen, dass eine Unterfunktion der Schilddrüse den Cholesterinwert in die Höhe treiben kann. Habt ihr da Erfahrungen mit?
    Über Sport/Ernährung werde ich den nicht weiter gesenkt bekommen, da ich mich, wie im 1. Post beschrieben, gesund ernähre und auch fast täglich auf dem Hometrainer laufe. Ich rauche nicht, trinke keinen Alkohol und bin auch nicht übergewichtig, auch wenn ich in den letzten Jahren eine Gewichtszunahme von knapp 8 kg hatte und sich diese 8 kg extrem hartnäckig halten

    Jetzt fiebere ich dem Termin am 18. Mai beim Endokrinologen entgegen, weil ich hoffe, dass er mir endlich helfen kann und auch mal mein Gesamtbild betrachtet, anstatt immer nur für jedes Symptom einzeln irgendwelche Tabletten verschreiben zu wollen.

  5. #5
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    Standard AW: Neu in der Thematik und ein bisschen überfordert - eventuell Unterfunktion?

    Für Vitamin D und den Vitamin B Komplex habe ich im letzten Jahr auf Empfehlung jeweils eine Kur genommen, allerdings nur das, was auch freiverkäuflich in der Drogerie zu finden ist. Speziell getestet wurden beide Werte noch nicht.
    Dorgeriepräparate sind für einen wirklichen Mangel, falls der bestehen sollte, üblicherweise viel zu gering dosiert. Ein Test macht durchaus Sinn.

    Allerdings habe ich gestern dann gelesen, dass eine Unterfunktion der Schilddrüse den Cholesterinwert in die Höhe treiben kann. Habt ihr da Erfahrungen mit?
    Oh ja. Genauso ist das bei mir. Wenn ich schöne SD-Werte habe, habe ich schöne Cholesterinwerte. Wenn nicht, dann oft nicht.

  6. #6
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    Standard AW: Neu in der Thematik und ein bisschen überfordert - eventuell Unterfunktion?

    Zitat Zitat von Flamme Beitrag anzeigen
    Dorgeriepräparate sind für einen wirklichen Mangel, falls der bestehen sollte, üblicherweise viel zu gering dosiert. Ein Test macht durchaus Sinn.

    Oh ja. Genauso ist das bei mir. Wenn ich schöne SD-Werte habe, habe ich schöne Cholesterinwerte. Wenn nicht, dann oft nicht.

    Dann werde ich den Test für die Vitamine auch bei Gelegenheit mit ansprechen, ebenso die Cholesterinwerte.

    Gibt es noch irgendwelche Tipps, wie ich den Endokrinologen am besten auf den TSH-Grenzwert von 2,5 ansprechen kann, für den Fall, dass er 4,0 oder 4,5 als Grenzwert nehmen will und meine 3,13 dann unter den Tisch fallen?

  7. #7
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    Standard AW: Neu in der Thematik und ein bisschen überfordert - eventuell Unterfunktion?

    Die Überzeugung des Arzes wirst du nicht ändern können. Seufz, aber du kannst deinen nächsten Arzt handverlesen... Das macht die Sache einfacher.

    Das mit dem Cholesterin stimmt. Steht auch so in den Leitlinien. Bei erhöhten Werten erst die SD untersuchen, aber leider gibt es da das Problem mit dem einseitig rechts verschobenen, asymetrischem Referenzbereich, da fällt man schon mal durch das Raster.

    Es gibz z. T. SD-Hormone eine 4T-Studie, da ging es auch um Cholesterin und andere UF-Symptome. Musst du mal googlen.

    Wichtig zu wissen: SD-Hormone haben weniger unerwünschte Wirkungen als Statine (schau dazu mal in meinem Blog nach, die Wirkung ist einfach nur perfide nmM, sie senken den TSH und kachieren eine UF).

  8. #8
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    Standard AW: Neu in der Thematik und ein bisschen überfordert - eventuell Unterfunktion?

    Gibt es noch irgendwelche Tipps, wie ich den Endokrinologen am besten auf den TSH-Grenzwert von 2,5 ansprechen kann, für den Fall, dass er 4,0 oder 4,5 als Grenzwert nehmen will und meine 3,13 dann unter den Tisch fallen?
    Du kannst ihm den Laborbefund zeigen und sagen, dass du wegen dieser Grauzone und wegen den zahlreichen Symptomen, die dazupassen würden, das abgeklärt haben willst. Auf keinen Fall insistieren und ihm das Gefühl geben, dass du gaubst, dass du es besser weißt als er.
    Letztlich beruht die Zahl 2,5 nur auf 1 Studie (aus den USA), während eine skandinavische Studie, die das nachuntersucht hat, unter gleichen Bedingungen auf einen Referenzbereich bis 3,5 kam. Die 2,5 steht also nicht auf sonderlich solidem wissenschaftlichen Fundament.

    Im Grunde geht es hier um 2 Dinge:
    1. Auf Autoimmunerkrankung untersuchen/Diasgnose stellen - das gelingt meistens durch Ultraschall oder Antikörpernachweis.
    2. Den Behandlungsbedarf feststellen - das musst du nicht unbedingt mit diesem Endokrinologen ausdikutieren. Sollte er keine Behandlung empfehlen, kannst du auch mit den Werten und der Diagnose, die du dort bekommst, zu einem Hausarzt gehen und um einen Behandlungsversuch mit Thyroxin bitten. Ob deine Hausärztin die richtige dafür ist, ist die Frage, nach allem Bisherigen. Aber es gibt ja noch andere.

  9. #9
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    Standard AW: Neu in der Thematik und ein bisschen überfordert - eventuell Unterfunktion?

    Hallöchen, hier ein Update von mir, nachdem ich heute beim Endo war.

    Der Arzt ist leider überhaupt nicht auf meine Symptome eingegangen. Allerdings meinte er direkt, dass mein TSH eine latente Unterfunktion anzeigt und man da etwas tun sollte. Dann hat er einen Ultraschall gemacht. Laut ihm ist meine Schilddrüse "mickrig", sieht aber nicht entzündet aus, sondern normal. Was mir dann komisch vorgekommen ist, war die Aussage, dass ich zwar eine leichte Unterfunktion habe, ein TSH im 3er-Bereich aber keine Beschwerden verursachen kann und man Symptome erst ab einem TSH von 8 oder besser noch im zweistelligen Bereich hat. Aus diesem Grund verschreibt er mir kein Thyroxin. Ich soll 3 Monate lang 100 Mikrogramm Jodid am Tag nehmen, was auf meine Nachfrage hin aber sowieso nichts an meinen Symptomen ändert. Als ich dann gefragt habe, wieso ich dann überhaupt Symptome habe, kam die Antwort "das weiß ich nicht, kommt vielleicht vom Eisenmangel" und er hat das Thema gewechselt. Ich habe dann nochmal wegen Thyroxin nachgefragt. Leicht gereizt erhielt ich die Antwort, dass meine Schilddrüse keine spürbaren Beschwerden verursachen könne und er mir Thyroxin nicht als Abnehmpille verschreibt, das hätte ich nicht nötig und überhaupt sei ich doch noch jung und hätte "alle Zeit der Welt, um rumzuprobieren", wie mir das Jodid hilft und wie ich abnehme. Dabei habe ich gar nichts über Abnehmen gesagt, sondern nur am Anfang erwähnt, dass ich 8kg zugenommen habe o_O
    In 3 Monaten soll ich zur Blutabnahme kommen, dann wird auch T3, T4 und noch irgendwas bestimmt. Wenn der TSH dann mit dem Jodid nicht runtergegangen ist, würde er eventuell über Thyroxin mit sich reden lassen.
    So viel dazu.

  10. #10
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    Standard AW: Neu in der Thematik und ein bisschen überfordert - eventuell Unterfunktion?

    In 3 Monaten soll ich zur Blutabnahme kommen, dann wird auch T3, T4 und noch irgendwas bestimmt. Wenn der TSH dann mit dem Jodid nicht runtergegangen ist, würde er eventuell über Thyroxin mit sich reden lassen.
    So viel dazu.
    Na dann nimmst Du halt das Jodid nicht...
    Ich schätze Du wirst einen anderen Arzt brauchen.
    LG

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