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Thema: Unsicherheit& Problem

  1. #1
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    Standard Unsicherheit& Problem

    Hi Community,
    hab 'ne Schilddrüsenodyssee hinter mir und war auch zeitweilig ganz ohne unterwegs. Da mein Volumen aber bei 13ml liegt (männlich) und damit nicht wirklich groß, überlegte ich mir meine Schilddrüse mit 50 Henning zu unterstützen. Soweit so gut. Die Blutwerte waren vor der Einnahme in Ordnung: Mein TSH lag im unteren Referenzbereich (2,48); t3/4 ebenfalls okay. Die Speicher waren gefüllt. Nach 6 Wochen Einnahme von 50 Henning ist mein TSH auf 2,02 gefallen. Da ich zwanghaft versuche an meinen geistigen Fähigkeiten von damals anzuknüpfen (Eloquenz, Lebensfreude, Denker) und das weder bei keiner Einnahme noch bei 50 der Fall war (diese fehlenden Eigenschaften haben nämlich dazu geführt, dass ich überhaupt bei Hashimoto angesetzt habe und mich dahingehe therapieren ließ) steigerte ich auf 75. Mein TSH viel unter 2, die Nebenwirkungen stiegen jedoch. Schon wieder Morgendepris, kein Bock zu lesen, Sport zu treiben, Engegefühl und ständige Angst vorm beruflichen Versagen. Zeitweilig war ich nicht in der Lage Gespräche zu führen. Mir fehlten einfach die Worte. Ich habe rumgestammelt und war in jeglicher Hinsicht desinteressiert. Nach langem Hin- und Her bin ich vor 4 Tagen auf 50 runter. Plötzlich verschwanden Muskelkrämpfe, Dialogschwächen, Motivationsprobleme. Die letzten 4 Tage habe ich zwei Bücher gelesen, mich mit 10fach so vielen Menschen unterhalten wie zuvor und auch bessere Laune.

    Wie steht ihr zu dieser Entscheidung? Hätte ich nicht lieber erneut steigern sollen? Von 75 auf 87,5 und ggf auf 100? Dass die Symptome verschwinden und das wiedererlangen meiner geistigen Fähigkeiten erst bei einer höheren Dosis geschehen wären? Ich bitte um eure Mithilfe. Ich bin unsicher und jeder Arzt meint etwas unterschiedliches. Steht das persönliche Wohlbefinden vor dem medizinischen Richtwert von 0,5-1,0 (TSH)?

    Danke für eure Hilfe!

  2. #2
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    Standard AW: Unsicherheit& Problem

    Zitat Zitat von turin Beitrag anzeigen
    Steht das persönliche Wohlbefinden vor dem medizinischen Richtwert von 0,5-1,0 (TSH)?
    In jedem Fall. Man sieht hier nicht oft, aber doch sporadisch Leute mit Hashimoto, die sich bei einem TSH um 2 am besten fühlen.

    Hinzu kommt, dass Vorgaben, wo TSH bei optimaler Dosierung angeblich liegen soll, nur Pi-mal-Daumen-Regeln sind, die nicht für alle Patienten funktionieren und sich außerdem in Ärztekreisen immer mal wieder ändern. Derzeit ist eher ein TSH von 1 bis 2 angesagt, was wiederum für viele andere zu hoch wäre.

    Kann auch sein, dass es sich lohnen würde, die freien Werte zu beobachten.

  3. #3
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    Standard AW: Unsicherheit& Problem

    Danke schonmal. Hättest du bei meinen Symptomen denn eher gesteigert? Gruß

  4. #4
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    Standard AW: Unsicherheit& Problem

    Steht das persönliche Wohlbefinden vor dem medizinischen Richtwert von 0,5-1,0 (TSH)?
    Ja. Ich persönlich gehöre zu der von Irene erwähnten Minderheit, würde einen TSH von 1 oder kleiner gar nicht schaffen, meistens ist dann fT4 schon zu hoch, messbar und spürbar.

    Du hast die jetzige Dosis erst ein paar Tage, ob das Befinden stabil bleibt, wird sich zeigen. Ich bezweifle es eher, da es dir mit 50 mcg davor auch nicht gut ging. Ich hätte, wenn überhaupt, dann nicht gleich auf 50 gesenkt, sondern etwas dazwischen probiert.

    Sinnvoll wäre, einen Arzt zu haben, der auch fT3 und fT4 bestimmt und dass du den vor solchen Entscheidungen auch in Anspruch nimmst.
    Und du musst dir bewusst sein, dass der individuelle Normalbereich wesentlich kleiner ist als der Referenzbereich. Das macht die Sache deutlich schwieriger, man muss erst draufkommen, wo der eigene liegt. Man kann sich also leider nicht sicher darauf verlassen, dass ein Wert innerhalb des Referenzbereichs wirklich für einen selbst ok ist, wie du es oben schreibst. Wären die Speicher wirklich gefüllt gewesen, hättest du keine Symptome bekommen.
    Daher ist es gut, öfters fT3 und fT4 bestimmen zu lassen, um im Zusammenhang mit dem Befinden bei diesen Werten zu lernen, welche für einen selbst passend sind und welche nicht.

  5. #5
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    Standard AW: Unsicherheit& Problem

    Zitat Zitat von turin Beitrag anzeigen
    Danke schonmal. Hättest du bei meinen Symptomen denn eher gesteigert? Gruß
    Wie auch immer: Wenn es dir nach der Reduzierung besser geht, könnte das bedeuten, dass die Erhöhung auf 75 zu viel oder zu schnell war. Es wäre auch denkbar, dass deine Dosis zwischen 50 und 75 liegt. Du wirst dich schrittweise annähern müssen.

  6. #6
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    Standard AW: Unsicherheit& Problem

    Vielen Dank für eure Hilfe! 75 nehme ich jedoch auch schon gute 2 Monate. Reduziert Habenichts erst vor ein paar Tagen, wegen o.a. Symptome. Dabei bin ich mir unsicher, ob ich nicht eher unterfunktionserscheinungen hatte und demnach hätte hochdosieren müssen :-(

  7. #7
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    Standard AW: Unsicherheit& Problem

    Hättest Du vor der Reduzierung eine BE gemacht, wärst Du jetzt allerdings schlauer.
    LG

  8. #8
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    Standard AW: Unsicherheit& Problem

    danke, das hilft mir nicht weiter. LG

  9. #9
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    Standard AW: Unsicherheit& Problem

    Doch hoffentlich für die Zukunft! Es gibt hier im Forum so eine allgemeine Aussage, auch wenn ich das auch nicht immer so gemacht habe, nach der man keine Dosis ändern soll, ohne vorher BE gemacht zu haben. Sie macht schon Sinn, und das sieht man an Deinem Fall.
    Blöd wird es, wenn Du tatsächlich falsch liegen solltest, dann wirst Du wieder daran denken.
    Aber ich wünsche Dir, dass es nicht so ist!
    LG

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