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Thema: Ferritin oder Eisen sollte nicht zu hoch sein...???...

  1. #1
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    Standard Ferritin oder Eisen sollte nicht zu hoch sein...???...

    Habe das mittlerweile jetzt schon so oft gehört, auch von einer sehr guten Ärztin.

    Zuviel fördert Entzündungen und ist einfach nicht gut.

    Die Frage ist nur, was heißt zuviel und was heißt zuwenig?

    Hier wird ja auch oft empfohlen, den Ferritin bei wenigstens 70 zu halten.....

  2. #2

    Standard AW: Ferritin oder Eisen sollte nicht zu hoch sein...???...

    Meinte sie echt Eisen oder CPR?

    Eine Freundin von mir bekam beim Arzt gesagt, ohne Bedarf Eisenpräparate zu nehmen, könnte Leber (oder Niere?) zu schaffen machen.

  3. #3
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    Standard AW: Ferritin oder Eisen sollte nicht zu hoch sein...???...

    Wieso cpr?

    Sue meinte Eisen und was deiner Freundin Ärztin sagt....ist ja auch richtig.

  4. #4
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    Standard AW: Ferritin oder Eisen sollte nicht zu hoch sein...???...

    Zitat Zitat von Turtlegirl Beitrag anzeigen
    Meinte sie echt Eisen oder CPR?

    Eine Freundin von mir bekam beim Arzt gesagt, ohne Bedarf Eisenpräparate zu nehmen, könnte Leber (oder Niere?) zu schaffen machen.
    Vor allem der Leber, aber auch alle anderen inneren Organe. Nicht bei allen Stoffen ist es gut, bis zur Oberkante aufzufüllen. Meine Mutter hat Hämochromatose und muss nach Werten, so ca. vierteljährlich einen Aderlass machen lassen. Sie merkt inzwischen selbst sehr gut, wenn es wieder an der Zeit ist. Seltsamerweise sind die Symptome denen des Eisenmagels sehr ähnlich: vor allem Erschöpfung und Müdigkeit, Gelenkbeschwerden .....

    Bei Eisen ist mittig sicher völlig ausreichend.

  5. #5
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    Standard AW: Ferritin oder Eisen sollte nicht zu hoch sein...???...

    Zur Frage: was heißt zuviel und was zuwenig: ich merke inzwischen, was ich mind. brauche, um mich gut zu fühlen. Hab die Tage wieder schneeweiße Lippen und Zahnfleisch gehabt, müde, Ferritin wieder abgesunken auf 40. 60 brauche ich dann schon. Vor mehr als 70 hätte ich Bedenken, aber das werde ich sowieso nicht schaffen, ohne Infusionen, mit Tablettten alleine

  6. #6
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    Standard AW: Ferritin oder Eisen sollte nicht zu hoch sein...???...

    Ist doch prima, wenn du deinem Körper vertrauen kannst
    Hauptsache, es geht dir danach besser!

  7. #7
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    Standard AW: Ferritin oder Eisen sollte nicht zu hoch sein...???...

    Zitat Zitat von KapscII Beitrag anzeigen
    Vor allem der Leber, aber auch alle anderen inneren Organe. Nicht bei allen Stoffen ist es gut, bis zur Oberkante aufzufüllen. Meine Mutter hat Hämochromatose und muss nach Werten, so ca. vierteljährlich einen Aderlass machen lassen. Sie merkt inzwischen selbst sehr gut, wenn es wieder an der Zeit ist. Seltsamerweise sind die Symptome denen des Eisenmagels sehr ähnlich: vor allem Erschöpfung und Müdigkeit, Gelenkbeschwerden .....

    Bei Eisen ist mittig sicher völlig ausreichend.

    Mein Papa hatte die Hämochromatose, damit bin ich auch belastet.
    Bis zur Menopause lief alles rund bei mir, nun ist das Ferritin an der Obergrenze.
    Wer weiß, wann der Aderlass fällig ist?

  8. #8
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    Standard AW: Ferritin oder Eisen sollte nicht zu hoch sein...???...

    Einige Reaktionen aber leider noch keine Antwort auf meine Frage....

  9. #9
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    Standard AW: Ferritin oder Eisen sollte nicht zu hoch sein...???...

    Zitat Zitat von Radischen Beitrag anzeigen
    Habe das mittlerweile jetzt schon so oft gehört, auch von einer sehr guten Ärztin.

    Zuviel fördert Entzündungen und ist einfach nicht gut.

    Die Frage ist nur, was heißt zuviel und was heißt zuwenig?

    Hier wird ja auch oft empfohlen, den Ferritin bei wenigstens 70 zu halten.....
    Das mit den 70 ist so eine Empfehlung ins Blaue hinein, an einem Wert festgemacht und ohne vernünftige Diagnostik. Aber 70 ist immerhin noch einigermaßen mittig, manche empfehlen ja sogar deutlich über 100. Das Therapieziel bei Hämochromatose ist, Ferritin unter 50 ng/ml zu senken. Anschließend versucht man, Ferritin zwischen 50 und 100 ng/ml zu halten (= keinesfalls höher werden zu lassen). Da kann man sich schon fragen, wieso 100 ng/ml oder mehr für irgendjemanden gut sein sollte, während man bei Hämochromatosepatienten annimmt, dass höhere Werte langfristig die Organe schädigen.

    Zitat Zitat von Dini Beitrag anzeigen
    Was einen Hämochromatosebetroffenen von einem Gesunden unterscheidet, ist, dass er aus der Nahrung (weitaus) mehr Eisen aufnimmt. Gesunde etwa 10 % des Nahrungseisens, bei Hämochromatose sind es bis zu 20 %. Das ist gerade mal das Doppelte (ich habe auch mal von 60 - 70 % gelesen, aber wenn Symptome bei einer Anreicherung auf 20 g anfangen, müsste das bei dieser Aufnahmequote sehr sehr schnell gehen). Der Unterschied liegt in der Aufnahme, nicht im Bedarf und auch nicht darin, was mit dem Eisen passiert, wenn es im Körper ist. Natürlich sollte man bei Hämochromatose einen Puffer einbauen, d.h. frühzeitig auf möglicherweise ansteigende Ferritinwerte schauen. Aber grundsätzlich ist es für den Körper egal, ob die Eisenüberladung dadurch zustande kommt, dass die Nahrung besser ausgenutzt wird oder dass man einfach mehr Eisen reinpumpt (bei Infusionen im Wortsinne). Insofern finde ich die Grenzwerte für Hämochromatose auch für Gesunde beachtlich und würde mich hüten, dauerhaft irgendetwas über 100 anzustreben, zumal die Vertreter hoher Ferritinwerte keinerlei Belege für deren Nutzen anführen.

    Die Aufnahmekapazität ist beim Gesunden variabel, im Bedarfsfall können auch bis zu 90 % aufgenommen werden oder es wird die Aufnahme runterreguliert. Aber dieses Runterregulieren kann man überreiten - auch durch konsequente orale Aufnahme von Eisenpräparaten. Dann kommt es zur sekundären Hämochromatose:

    Nun ist diese Gefahr gering. Es ist ja eine häufige Beobachtung, dass Ferritin durch NEMs nicht so ansteigt, wie manche sich das wünschen. I.d.R. funktionieren die Schutzmechanismen also, dann sind die NEMs einfach rausgeschmissenes Geld. Die Situation bei Absorptionsstörungen (die ihrerseits ja untersucht und behandelt werden müssen) lasse ich jetzt mal außen vor.

    Noch ein paar Zitate dazu:
    Wenn epidemiologische Studien die Eisenzufuhr kalkulieren, dann in der Regel nur unter dem Aspekt eines Mangels, so gut wie nie jedoch als Risikofaktor. Das ist mehr als merkwürdig. Denn die Fachzeitschriften sind voll von Warnungen vor „freien Radikalen“, die unsere Gesundheit bedrohten und den maximalen Einsatz von antioxidativen Vitaminen forderten. Haben sie etwa alle vergessen, dass es im Körper (neben einer Überdosis Antioxidantien) eigentlich nur einen Stoff gibt, der wirklich ein gefährlicher Radikalbildner ist - das Eisen? Könnte es sein, dass manch ein niedriger Eisenstatus seine Ursache darin findet, dass sich der Körper so am effektivsten vor „freien Radikalen“ schützt?
    [...]
    Über zwei Mechanismen sichert der Organismus eine ausgewogene Eisenbilanz: Minimale Eisenausscheidung beschränkt die Verluste des Minerals und bedarfsabhängige Resorption verhindert Eisenüberladung. Hinzu kommt ein komplexes intermediäres Regulationssystem, das die Reaktions- freudigkeit des Eisens begrenzt und Eisenvorräte sichert. Das dient nicht nur dazu, Infektionserreger in Schach zu halten. Es muss ebenso die oxidierenden bzw. radikalbildenden Eigenschaften des Metalls in Grenzen halten, damit sie keine malignen Prozesse in Gang setzen können.
    [...]
    Die Ergebnisse des ersten National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES I) aus dem Jahr 1988 zumindest zeigen, dass volle Eisenspeicher das Risiko an verschiedenen Karzinomen zu erkranken, erhöhen. Niedrige Eisenbindungskapazität und hohe Transferrin-Sättigung im Blut, beides Indikatoren für volle Eisenspeicher, waren bei Männern signifikant häufiger mit Speiseröhren-, Dickdarm-, Nieren- und Lungenkrebs verbunden. Bei Frauen konnte ebenfalls eine Zunahme von Krebserkrankungen beobachtet werden, die Korrelation erreichte jedoch keine Signifikanz. Allerdings waren ihre Eisenspeicher niedriger als die der Männer, wahrscheinlich aufgrund der regelmäßigen Menstruationsblutungen.

    Quelle: http://www.euleev.de/images/EULEN-SP...i_web_EULE.pdf
    Kürzlich kam die Iowa Women's Health Study zu dem Ergebnis, dass Eisentabletten bei Frauen nach der Menopause die Lebenserwartung reduzieren. Laut einer Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikoforschung (BfR) fördert eine dauerhaft zu hohe Eisenaufnahme das Risiko für Herzkrankheiten und Krebs. Die Behörde empfiehlt, auf den Zusatz von Eisen in Lebensmitteln zu verzichten.

    Quelle: http://www.sueddeutsche.de/gesundhei...en-1.1343328-3

    Bei einem vermuteten Eisenmangel sollte man m.E. eine komplette Eisendiagnostik machen. Wenn sich der Mangel bestätigt, dann etwas unternehmen und v.a. den Ursachen des Mangels nachgehen. Ich würde das mit den Hb- und M-Werten übrigens anders interpretieren: Sie zeigen erst niedrig an, wenn ein Mangel besteht - nicht vorher.

    Was ich persönlich bei der Behandlung aufgrund niedriger Ferritinspiegel am gefährlichsten finde, ist die unterlassene Diagnostik. Der Eisenmangel wird zur Normalität erklärt, kaum jemand, schon gar keine Frau, komme ohne Supplementierung aus. Dadurch kommt es nicht mehr oder sehr viel später zu einem echten Mangel und entsprechend spät setzt dann die Suche nach den Ursachen desselben ein. Blöd, wenn es dann nicht an einer starken Mens liegt.

  10. #10
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    Standard AW: Ferritin oder Eisen sollte nicht zu hoch sein...???...

    Danke Dini.......mein Sohn (fast 14) gerade schwer im Wachstum, da ist das ja typisch und auch logisch.....die beauchen mehr Eisen.
    Er hat einen Ferritin von 36....würdest du da Eisen geben???

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