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Thema: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

  1. #21
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    Standard AW: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    Hier gehts um die Eigeninitiative, die Selbstinformation, den gesunden Menschenverstand und das logische Denken. Nicht alle sind gleichermassen damit gesegnet, das ist klar. Aber jeder sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten tun, was er kann.
    auf jeden Fall!

  2. #22
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    Standard AW: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    Zitat Zitat von Cube87 Beitrag anzeigen
    Ja, da hast du in seinem Fall recht, er ist kein "MD". Dennoch finde ich, dass er eine sehr pragmatische Herangehensweise hat, die Zusammenhänge aus meiner Sicht schlüssig und differenziert erklärt.
    Wohl wahr. Das Problem bleibt aber, dass die Zusammenhänge, die er erklärt, mitunter nicht bestehen. Sie sind nur angenommen, an sich selbst und eigenen Patienten beobachtet, aber nicht mal hinsichtlich einer bloßen Korrelation überprüft, geschweige denn, dass man bei Kausalitäten angekommen wäre.

    Zitat Zitat von Cube87 Beitrag anzeigen
    Nur wenn einer einen Dr.-Titel in Medizin hat, muss er uns Betroffenen noch lange nicht helfen können.
    Mit oder ohne Titel finde ich ebenfalls uninteressant. Mit dem Studium, d.h. der Sachkunde und der Befähigung zu wissenschaftlichem Arbeiten, sieht's da schon anders aus. Tut mir leid, m.W. sind das alles selbsternannte Experten.

  3. #23
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    Standard AW: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    Zitat Zitat von Dini Beitrag anzeigen
    Wohl wahr. Das Problem bleibt aber, dass die Zusammenhänge, die er erklärt, mitunter nicht bestehen. Sie sind nur angenommen, an sich selbst und eigenen Patienten beobachtet, aber nicht mal hinsichtlich einer bloßen Korrelation überprüft, geschweige denn, dass man bei Kausalitäten angekommen wäre.

    Mit oder ohne Titel finde ich ebenfalls uninteressant. Mit dem Studium, d.h. der Sachkunde und der Befähigung zu wissenschaftlichem Arbeiten, sieht's da schon anders aus. Tut mir leid, m.W. sind das alles selbsternannte Experten.
    Ich verstehe deinen Standpunkt, gerade auch hinsichtlich der angenommenen Zusammenhänge. Auch wenn ich finde, dass viele positive Erfahrungsberichte von Patienten, denen geholfen wurde (trotz fehlender Kausalzusammenhänge) doch auch zum Nachdenken anregen sollten. Das meine ich nicht nur in Bezug auf Brad Shook, sondern ganz allgemein. Offensichtlich bewegen wir uns hier auf einem Territorium, auf welchem der heutige Stand der Wissenschaft immer wieder an seine Grenzen stösst. Hat sich die Wissenschaft denn nicht genau so entwickelt? Durch Vordenker und deren "Experimente", welche bloss auf angenommenen / vermuteten Zusammenhängen basiert haben? Und das meinte ich vorhin mit gesundem Menschenverstand: Solche Experimente machen nur Sinn, wenn sie einer gewissen Logik folgen. Schlicht an den Haaren Herbeigezogenes kann nicht den Anspruch haben, einmal der Wissenschaft zu dienen. Aber die Grenzen der Wissenschaft könnten auch nicht laufend erweitert werden, wenn Zusammenhänge nicht aufgrund Beobachtungen angenommen würden. Von da gehts dann idealerweise weiter zur Kausalität. Oder eben auch mal in eine Sackgasse. Wichtig ist im Endeffekt, dass das Landen in der Sackgasse nicht von Anfang vorprogrammiert war, weil die ursprüngliche Annahme total abwegig gewesen ist. Denn dann könnte man vermuten, dass es von Anfang an einem anderen Zweck gedient hatte. Bspw. einem monetären - wobei wir dann wieder bei den selbsternannten Experten wären, die ich getrost auch mal Quacksalber nenne würde . Aber eben nicht alle. Ein Teil von denen sind durchaus Vordenker.

  4. #24
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    Standard AW: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    Zitat Zitat von Cube87 Beitrag anzeigen
    Offensichtlich bewegen wir uns hier auf einem Territorium, auf welchem der heutige Stand der Wissenschaft immer wieder an seine Grenzen stösst. Hat sich die Wissenschaft denn nicht genau so entwickelt? Durch Vordenker und deren "Experimente", welche bloss auf angenommenen / vermuteten Zusammenhängen basiert haben? Und das meinte ich vorhin mit gesundem Menschenverstand: Solche Experimente machen nur Sinn, wenn sie einer gewissen Logik folgen. Schlicht an den Haaren Herbeigezogenes kann nicht den Anspruch haben, einmal der Wissenschaft zu dienen. Aber die Grenzen der Wissenschaft könnten auch nicht laufend erweitert werden, wenn Zusammenhänge nicht aufgrund Beobachtungen angenommen würden. Von da gehts dann idealerweise weiter zur Kausalität. Oder eben auch mal in eine Sackgasse. Wichtig ist im Endeffekt, dass das Landen in der Sackgasse nicht von Anfang vorprogrammiert war, weil die ursprüngliche Annahme total abwegig gewesen ist. Denn dann könnte man vermuten, dass es von Anfang an einem anderen Zweck gedient hatte. Bspw. einem monetären - wobei wir dann wieder bei den selbsternannten Experten wären, die ich getrost auch mal Quacksalber nenne würde . Aber eben nicht alle. Ein Teil von denen sind durchaus Vordenker.
    Hm, Kharrazian & Co. denken aber nur vor und das seit etlichen Jahren. Dabei belassen sie es dann, daraus wurden bisher keine Experimente oder Untersuchungen entwickelt oder irgendetwas in Wissenschaft überführt. Das bleibt an dieser Stelle stehen und wird als "anderer Ansatz" verkauft, an den "die" Wissenschaft bisher nicht gedacht habe (weil nicht ganzheitlich genug oder weil Ernährungstipps keinen Profit brächten oder weil Hachi-Patienten eh nicht genug Geld brächten usw.). Ich halte das nicht für wissenschaftliches Vordenken, sondern für geschicktes Marketing. Hatten wir schon an anderer Stelle diskutiert:
    Zitat Zitat von Dini Beitrag anzeigen
    Ich finde auch, dass ein Titel noch nichts sagt. Mehr Schein als Sein sagt allerdings etwas aus und ich finde, es verleiht keine Seriosität. Seine Reputation hat er [Datis Kharrazian] im Bereich der functional medicine, was ein anderes Wort für Alternativmedizin ist. Das sind die, welche anstelle wissenschaftlicher Forschung Beobachtungen, Behauptungen und Plausibilitätsüberlegungen setzen und sich mit ihren Publikationen direkt ans Laienpublikum wenden. Trotzdem kann natürlich was dran sein. Aber die Basis des Schaffens ist weder Wissen noch Wissenschaft. Auch das wäre okay. Meine Kritik richtet sich darauf, dass es dennoch als verbrieftes Wissen und Ergebnis wissenschaftlicher Tätigkeit verkauft wird.

  5. #25
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    Standard AW: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    Nun ja, das liegt einerseits sicher an der von dir angesprochenen Verkaufsorientierung von gewissen Individuen. Andererseits kann man doch auch der Schulmedizin manchmal vorhalten, nicht immer offen für Neues zu sein. Manchmal zu recht, manchmal würde aber etwas mehr Offenheit auch nicht schaden. Das meine Meinung.

  6. #26
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    Standard AW: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    Zitat Zitat von Cube87 Beitrag anzeigen
    Nun ja, das liegt einerseits sicher an der von dir angesprochenen Verkaufsorientierung von gewissen Individuen. Andererseits kann man doch auch der Schulmedizin manchmal vorhalten, nicht immer offen für Neues zu sein. Manchmal zu recht, manchmal würde aber etwas mehr Offenheit auch nicht schaden. Das meine Meinung.
    Ich finde es völlig in Ordnung, Dinge auszuprobieren - ob sie bewiesen sind oder nicht, ob es eine wissenschaftliche Fundierung gibt oder nicht und auch abseits der sog. Schulmedizin. Aber ich finde es nützlich zu wissen, wessen Ideen man folgt und ob bzw. inwieweit diese Ideen mit Wissenschaft zu tun haben. Du hattest betont, dich auf Ärzte zu beziehen:
    Zitat Zitat von Cube87 Beitrag anzeigen
    Ich meine es aber so wie im Thread geschrieben: ÄRZTE aus Übersee. Damit meine ich solche, die nachweislich ein Medizinstudium und ggf. eine Vertiefung in Endokrinologie absolviert haben.
    Ich wollte dich (und andere) darüber informieren, dass es i.d.R. keine Ärzte sind, die diese sog. ganzheitlichen Ansätze vertreten. Nicht mehr und nicht weniger. Wer da was ausprobieren mag, soll es tun.

  7. #27
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    Standard AW: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    Das ist auch absolut in Ordnung so.
    Geändert von Cube87 (19.04.17 um 13:19 Uhr)

  8. #28
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    Standard AW: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    Ärzte, die dabei sind:

    Dr. Sarah Zielsdorf
    Dr. Raphael Kellmann
    Dr. Jill Carnahan
    Dr. Edwin Lee
    Dr. Ann Shippy
    Dr. Mark Hyman
    Dr. Elena Koles

  9. #29
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    Standard AW: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    In USA ist das übrigens ganz selbstverständlich, dass Doktor nicht Arzt bedeutet usw., wir verstehen das nur nicht mit unserem anderen System. Was dort zählt ist das "MD" = Medical Doctor, das ist das Einzige worauf man gucken muss, wenn man nach Ärzten sucht.

  10. #30
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    Standard AW: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    Zitat Zitat von Cube87 Beitrag anzeigen

    Naja, so viel habe ich hier gar nicht gepostet. Wie ich oben geschrieben habe hatte ich von Anfang an eine Umwandlungsstörung, die man meiner Meinung nach auch hätte erkennen sollen. Da ich aber ein geduldiger Mensch bin, habe ich es lange mit LT-only versucht und bin erst vor gut einem Monat auf Thybon umgestiegen. Und da habe ich jetzt zügig gesteigert. Parallel dazu ist mein ft4 abgestürzt, was zweifelsohne ziemlich heftige Symptome macht. Der muss jetzt also auch wieder nach oben. Bis anhin hatte ich immer mal wieder einen passenden ft4, der ft3 ist aber immer wieder abgestürzt und war nie konstant in einem guten Bereich. Insofern kann ich erst beurteilen, ob ich mit den Hormonen wirklich besser fühlen kann, wenn die Werte mal endlich ansatzweise passen.

    Dann zum Autoimmunprozess: Sorry, aber die Aussage, dass man ohne Antikörper keinen Autoimmunprozess haben kann ist einfach nur falsch. Du sagst gerade allen seronegativen Hashi's, deren Schilddrüse abhandengekommen ist, dass sie keine AI-Krankheit haben. Sorry, aber sowas darf man eigentlich hier wirklich nicht schreiben.

    Im übrigen gehst du auf weiterführende Abklärungen ein. Davon ist bei mir auch im anderen Post zu lesen: Ich bin wirklich vollumfänglich abgeklärt (sowohl organisch wie psychisch). Ausser Hashi, der bei mir aufgrund meiner SD-Grösse, deren extrem starke Durchblutung, einem ständig latent erhöhten TSH (>3) und einem plötzlich abnormen TSH von 5 sowie der vollen Palette an UF-Symptomen diagnostiziert wurde, wurde rein gar nichts gefunden. Klar, ich habe ein paar Nährstoffmängel und mein Darm zeigt offensichtlich das typische Bild eines AI-Kranken, aber das wars dann. Und ja, Hashi kann einem ganz schön in die Knie zwingen. Mir hier zu sagen, dass das nicht sein kann, nur weil man es selber nicht erlebt hat, geht für mich nicht. Ich kenne andere Leute mit Hashi, die es sogar noch schlimmer erwischt hat als mich. Ich freue mich für dich, wenn es für dich etwas erträglicher abgelaufen ist oder abläuft. Und ich weiss, dass es vielen so geht: Sie nehmen Hormone und alles ist wieder i.O., oder zumindest so. Hätte ich nur ein paar "normale" UF Symptome und könnte ich halt nur 2 mal anstatt wie gewünscht 4 mal pro Woche Sport machen, so wäre ich bestimmt nicht hier im Forum. Ich freue mich somit wirklich für alle, für die Hashi einfach ein Übel ist, dass einen zwar einschränkt, aber mit dem man leben kann. Das meine ich wirklich ernst und von Herzen. So wie's für mich aktuell ist, ist's wirklich kein lebenswerter Zustand auf die Dauer.

    Mir gehts hier wirklich darum, das obige Thema zu diskutieren. Danke allen, die dazu ihre Meinung geäussert haben. Ich selber bin grundsätzlich offen für alle Ansätze, die mir unter Berücksichtigung aller meine Situation betreffenden Faktoren sinnvoll erscheinen und ich mir logisch erklären kann. Ich bin weder offen für irgendwelchen Hokuspokus an den man glauben muss weil er sonst nichts nützt, noch für Therapien die zwar fundiert wirken, sich mit meinem Verstand aber nicht vereinbaren lassen. Ich denke auch, dass die Hormone sehr wichtig sind. Ich kann mir bspw. auch vorstellen, dass es Leute gibt, die sich erst mit natürlichen Hormonen wieder gut fühlen (hier stütze ich mich auf viele Patientenberichte, die genau diese Erfahrung beschreiben). Bei mir wären deshalb auch die natürlichen Schweinehormone als nächstes an der Reihe. Den Versuch den Darm zu sanieren habe ich mal aufs Eis gelegt, da es für mich momentan schlicht zu anstrengend ist in meiner Verfassung. Vielleicht wäre aber genau das auch ein wichtiger Baustein auf dem Weg zurück zur Gesundheit.
    halle cube,
    deinen leicht agressiven ton verstehe ich nicht. du kannst hier im forum dutzende wenn nicht hunderte von geschichten von leuten lesen, die genauso fest überzeugt von ihrem hashimoto waren wie du und auch keinen erfolg mit der therapie hatten. es kommt immer zum selben ende, irgendwann stellt sich heraus, das es nicht an hashimoto lag . es gibt dabei sehr viele, die sehr wohl hashimoto haben, aber eben nicht nur hashimoto.

    ich sage keineswegs allen seronegativen hashis, das sie keine autoimmunerkrankung haben. aber ganz sicher haben sie keinen floriden autoimmunprozess . den kann man also nicht verantwortlich machen, wenn es trotz hormontherapie nicht besser wird. das sieht bei patienten mit hohen antikörpern schon anders aus. da gilt aber auch, das oft weitere ai-krankheiten auftreten. ich z. b. habe neben hashi auch lupus , tpo-antikörper im tausenderbereich. die nüchterne frage bei dir wäre doch, wenn hormone in jeder kombination nichts bessern und kein autoimmunprozess abläuft, wieso wird es dann nicht besser ?

    nur, jetzt schreibst du auf einmal von umwandlungsstörung, und das du noch in der ersten einstellungsphase bist. dann ist doch alles okay, es dauert bei allen eine gewisse zeit, bis es gut geht. ich hatte dich anders verstanden, das du eher schon verzweifelt bist, weil es eben nicht besser wird. also sieh es mir nach, was ich geschrieben habe. aber dann ist ja alles gut. die neueren werte, die du eingestellt hattest, zeigen keine umwandlungsstörung. es ist normal, das der ft3 versinkt, wenn man mit ft 4 hoch dosiert. weitere befunde kennen wir nicht, vor allem nicht den ultraschallbefund. wenn du kompetente antworten willst, müsste man natürlich z. b. wissen um die umwandlungsstörung.
    Geändert von Larina (19.04.17 um 05:45 Uhr)

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