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Thema: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

  1. #1
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    Standard Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    Hallo zusammen

    Glaubt man den vielen (meist jungen) kompetent wirkenden Ärzten aus Übersee, so ist die hormonelle Einstellung nur ein kleiner Teil der Gleichung auf dem Weg zur Genesung bei Hashimoto. Es wird proklamiert, dass viele Patienten sich zu sehr nur auf das Finden des für sie "richtigen" Präparats und der für ihren Körper "passenden" Hormonmenge fokussieren. Dabei sei dies am Ende nicht entscheidend für das Wiedererlangen der eigenen Gesundheit. Viel mehr geht es darum, die effektiven Auslöser für das Autoimmungeschehen zu identifizieren und möglichst zu eliminieren. Dabei wird vor allem auf entzündliche Prozesse im Körper hingewiesen (Leaky Gut, Infektionen, etc.).

    Wenn ich mich hier im Forum so umschaue, wird von vielen an der Dosis geschraubt und gefeilt. Ich zähle mich da selber dazu. Ich bin ein so schwerer Fall, dass ich auch nach 10 Monaten Einstellungszeit noch immer arbeitsunfähig bin und mich noch nie wirklich besser gefühlt habe. Klar, meine hormonelle Einstellung hat bis anhin auch noch nicht gepasst. Auf meine Umwandlungsstörung bin ich erst vor rund 5 Wochen gestossen - respektive da hat sie sich zum ersten mal so richtig gezeigt.

    Nun frage ich mich halt, ob ich (und viele hier) komplett verkehrt, respektive zu einseitig an die Sache herangehen. Klar, die Nebenbaustellen wie Mineralstoffmängel werden ausgeglichen - auch ich habe das gemacht. Bei mir wurde ebenfalls ein Leaky Gut diagnostiziert. Dass das für die Schulmedizin grösstenteils Neuland oder Zukunftsmusik ist, ist mir bewusst. Und deshalb bin ich momentan auch der Meinung, dass meine heftigen Beschwerden nicht primär von eben dieser durchlässigen Darmschleimhaut kommen können.

    Was aber, wenn ich mich total irre und auf dem Holzweg bin? Nach eben diesen 10 Monaten leiden (gut, das Leiden hat schon viel früher angefangen, aber ganz schlimm wird es, wenn man die Ursache gefunden hat und einen die hochgelobte Lösung in Form von SD-Hormonen auch nicht in die Spur zurückbringt und es nur weiter abwärts geht) frage ich mich, ob ich etwas ganz zentrales übersehe und ich mal den Weg eben dieser Mediziner aus Übersee einschlagen müsste. Wobei ich sogar sagen muss, dass ich einiges davon ausprobiert habe, mich selbst als sehr gut informiert bezeichnen würde (ich habe ja Zeit en masse um mich in all die Thematiken einzulesen ) und dennoch keinerlei Verbesserung festgestellt habe.

    Wie steht ihr denn dazu, dass der hormonellen Einstellung zu viel Bedeutung zukommt? Vielleicht ergibt sich hier ja eine gute Diskussion mit ein paar Ideen, die mich wieder auf den Weg der Genesung bringen könnten.

    VG, Cube

  2. #2
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    Standard AW: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    Hallo Cube,
    ich finde das ein spannendes und sehr persönliches Thema und freue mich auf vielleicht kontroverse, aber faire Diskussionen.
    Meine Gedanken dazu hatte ich schon mal in einem anderen Thread geschrieben, und besser kann ich es heute auch nicht sagen:

    Es gibt jetzt eine große Strömung, dass man eben nicht mehr nur die UF behandeln will wenn man Hashi hat, sondern auch die Autoimmunität versucht zu bessern
    Der Strömung drücke ich die Daumen! Und gehe davon aus, dass wir das sicher mitbekommen, wenn es tragfähige Ergebnisse gibt - aber drauf rechnen werde ich nicht, da bin ich mit meinem Typ 1-(Autoimmun-)Diabetes ganz gut mit gefahren, da wurde vor 30 Jahren auch gesagt:
    da kann man eh nix machen als möglichst schnell sich selbst zerstören lassen und zuwarten.
    ...und so ist es bis jetzt geblieben.
    Und mit dieser Einstellung kümmere ich mich auch beim Hashi möglichst gut und konsequent um die Behandlung mit den fehlenden Hormonen - da gibt es eine Menge Parallelen zur Diabetes-Behandlung.
    Ich glaube nicht an andere Möglichkeiten.

  3. #3
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    Standard AW: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    Zitat Zitat von Cube87 Beitrag anzeigen
    Glaubt man den vielen (meist jungen) kompetent wirkenden Ärzten aus Übersee, so ist die hormonelle Einstellung nur ein kleiner Teil der Gleichung auf dem Weg zur Genesung bei Hashimoto. Es wird proklamiert, dass viele Patienten sich zu sehr nur auf das Finden des für sie "richtigen" Präparats und der für ihren Körper "passenden" Hormonmenge fokussieren. Dabei sei dies am Ende nicht entscheidend für das Wiedererlangen der eigenen Gesundheit. Viel mehr geht es darum, die effektiven Auslöser für das Autoimmungeschehen zu identifizieren und möglichst zu eliminieren. Dabei wird vor allem auf entzündliche Prozesse im Körper hingewiesen (Leaky Gut, Infektionen, etc.).
    Ein Problem hierbei: Diese Ärzte aus Übersee sind meist keine Ärzte und leider schon gar keine Wissenschaftler. Was sie proklamieren, klingt plausibel, ist aber mitnichten gut untersucht oder gar belegt. In diese Wege kann man also jede Menge Kraft, Zeit und Geld investieren, um nach Jahren festzustellen, dass man einfach nur Läuse und Flöhe hat. Also außer Hashi noch was anderes, was eben auch diagnostiziert und behandelt werden muss.

  4. #4
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    Standard AW: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    hallo cube,
    ich fürchte, du gehst von falschen voraussetzungen aus. womit ich das thema nicht stören möchte, es ist interessant. aber was deine eigene schwierige lage betrifft, gibt es mit sicherheit andere sichtweisen. ich habe kurz mal deine postings gelesen, und denke du unterliegst irrtümern.
    du sagst, du bist komplett gesund abgesehen vom hashimoto . und nun hilft die ganze hashimototherapie dir überhaupt nicht. das ist ja sicherlich der auslöser für deine überlegungen. ich würde dies anders bewerten als du und mich nicht auf außenseiteransätze stürzen. zumal du ja gar keine antikörper hast. wo soll denn da der autoimmunprozess überhaupt sein bei dir ?
    um es deutlich zu sagen,von einem hashimoto ist man nicht arbeitsunfähig auf dauer. es gibt schreckliche geschichten von leuten, die nicht korrekt dignostiziert wurden, manchmal verschuldet und manchmal schicksalhaft. aber wenn therapiert wird, dann kann man gut leben mit hashimoto. wenn du erlebt hast,das keine einstellung mit hormonen dir irgendwie geholfen hat, weder eine vorsichtige noch eine , die bereits zur überfunktion führte, t4 nicht und t3 nicht , dann gibt es nur eine schlussfolgerung. dein problem heisst nicht hashimoto.

    konkret kann ich dir dazu gar nichts weiter sagen. aber grundsätzlich ist es nicht so, das man durchuntersucht wird und dann kann man alles andere ausschließen. krankheiten entwickeln sich. die anfangssymptome eines hashimoto zumindest sind so schwammig, das sie auf fast jeden passen, der sich krank fühlt. aber das bedeutet nicht, das alles von hashimoto kommt. wenn du weder erfolg hattest durch die hormone, noch überhaupt einen autoimmunprozess hast, dann würde ich dringend woanders suchen.

  5. #5
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    Standard AW: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    Ich denke auch das man das Ganze ganzheitlich betrachten muss und "nur" Hormone nehmen nicht immer reicht. Eben weil es auch einen Autoimmunprozess gibt und der selbst kann einfach auch Symptome machen und den Körper belasten. Aber ich denke ohne Hormone geht es auch nicht, vor allem wenn die SD schon ziemlich zerstört ist braucht es diese einfach. Ich kenne deine Geschichte nicht. Mir ging es längere Zeit nicht gut und einige Wochen sehr, sehr übel, mein Körper war in schrecklichem Zustand aber ein paar Wochen nach Behandlungsbeginn wurde ich, mit viel Augen zu und durch, zumindest wieder Alltagsfähig (und der ist nicht ohne :-). Wenn du noch keinerlei Besserung oder Veränderung nach 10 Monaten Einstellung erfahren hast, ist es vielleicht nicht "nur" Hashi?
    Geändert von Tanja Sop (18.04.17 um 19:17 Uhr)

  6. #6
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    Standard AW: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    Zitat Zitat von Tanja Sop Beitrag anzeigen
    Ich denke auch das man das Ganze ganzheitlich betrachten muss und "nur" Hormone nehmen nicht immer reicht. Eben weil es auch einen Autoimmunprozess gibt und der selbst kann einfach auch Symptome machen und den Körper belasten. Aber ich denke ohne Hormone geht es auch nicht, vor allem wenn die SD schon ziemlich zerstört ist braucht es diese einfach. Ich kenne deine Geschichte nicht. Mir ging es längere Zeit nicht gut und einige Wochen sehr, sehr übel, mein Körper war in schrecklichem Zustand aber ein paar Wochen nach Behandlungsbeginn wurde ich, mit viel Augen zu und durch, zumindest wieder Alltagsfähig (und der ist nicht ihn :-). Wenn du noch keinerlei Besserung oder Veränderung nach 10 Monaten Einstellung erfahren hast, ist es vielleicht nicht "nur" Hashi?

    unterschreib. Der Japaner kommt halt nicht allein. Weitere AI's, Nährstoffmängel, die Liste kann lang sein und das man mit Ernährung am Befinden schrauben kann ist ja auch nichts Neues.

  7. #7
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    Standard AW: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    Zitat Zitat von Janne1 Beitrag anzeigen
    unterschreib. Der Japaner kommt halt nicht allein. Weitere AI's, Nährstoffmängel, die Liste kann lang sein und das man mit Ernährung am Befinden schrauben kann ist ja auch nichts Neues.

  8. #8
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    Standard AW: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    was man aber nun auch wieder nicht verengen sollte. grade hashimoto haben ja unglaublich viele leute. da gibts auch jede menge zufälliges zusammentreffen. und so weit mir bekannt ist, beziehen sich die comorbiditäten auf patienten, die einen eindeutigen hashimoto haben mit hohen antikörpern.
    nährstoffmängel hat unsereiner keinen deut mehr als andere, und wer krank ist, der kann nicht einfach mal mit ernährung am befinden schrauben.

  9. #9
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    Standard AW: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    Zitat Zitat von Larina Beitrag anzeigen
    was man aber nun auch wieder nicht verengen sollte. grade hashimoto haben ja unglaublich viele leute. da gibts auch jede menge zufälliges zusammentreffen. und so weit mir bekannt ist, beziehen sich die comorbiditäten auf patienten, die einen eindeutigen hashimoto haben mit hohen antikörpern.

    Du bist gerade wieder auf den Schwarz-oder-Weiß-Pfad. Es gibt auch noch fifty shades of grey.

  10. #10
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    Standard AW: Die hormonelle Einstellung - bloss ein kleiner Teil der Gleichung?

    und wer krank ist, der kann nicht einfach mal mit ernährung am befinden schrauben.
    Was spricht dagegen?

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