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Thema: Neu: Diagnose M. Basedow

  1. #1
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    Standard Neu: Diagnose M. Basedow

    Hallo zusammen!

    Ich bin 37 und habe erst seit kurzem die Diagnose MB. Zum Hausarzt ging ich, weil ich so tachykard war. Nachdem dort ein TSH von <0,01 rauskam, wurde ich zum Nuk. geschickt.

    Da kamen diese Wert bei raus:

    FT3: 17,56; 2,3 - 5,3
    FT4: 4,08; 0,78 - 1,94

    TSH basal: 0,01; 0,3 - 4

    Anti - TPO (MAK): 208,4; <60
    TSH - Rezeptor - AK: 5,5; <1,0 negativ >1,5:positiv

    Ich soll jetzt erstmal euthyreot werden und dann steht die Entfernung beider Schilddrüsenlappen an, weil ich zusätzlich mehrere kalte Knoten habe, einer davon ist sehr groß.

    Einen Tag bevor ich den Befund erhalten sollte, landete ich notfallmäßig wegen Sinustachykardie im Krankenhaus.

    Jetzt bekomme ich 20 mg Carbimazol und Selen. Außerdem natürlich Metoprolol.

    Die erste Laborkontrolle findet nächste Woche statt.

    Meinen Augenarzttermin habe ich erst Ende Mai, aber ich werde wohl schon bald die Notfallsprechstunde aufsuchen, weil ich irgendwie so einen komischen Druck auf den Augen habe.

    Kann es denn tatsächlich sein, dass ich jetzt schon was merke?

    Mich macht das alles ganz schön fertig, weil es mir zum einen nicht gut geht mit diesen ganzen Überfunktionssymptomen und weil ich echt Angst habe vor der OP und davor, dass ich einen schlimmen EO-Verlauf haben könnte...

    Wie lange hat es denn bei Euch so gedauert, bis ihr mit Carbimazol normale Werte hattet?

    Ich möchte das alles am liebsten so schnell wie möglich hinter mir haben.

    Liebe Grüße!
    Geändert von Tauriel (12.04.17 um 00:52 Uhr)

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von klausk
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    Standard AW: Neu: Diagnose M. Basedow

    Hallo erstmal

    Ja...das klingt nach einer sauberen MB Karriere .... da gibt es wohl nicht viel zu diskutieren

    Wichtig zu beginn ist eine engmaschige Blutkontrolle und Anpassung der Hemmer ( Carbimazol oder Thiamazol )
    Erste Laborkontrolle next week...das passt schon mal
    Dann wird man auch sehen wie die Hemmer anschlagen....und ob die Dosis ( 20 mg Carbi) reicht

    Selen ist auch gut....wirkt aber eher langfristig und unterstützend ...wie hoch ist die Selen Dosis ? ..ups sorry steht ja im Profil ...erst jetzt gesehen
    Wurde der Selenspiegel im Blut bestimmt ?
    Metoprolol als Betablocker beruhigt das Herz...auch gut
    Wie lange das dauert bis eine Besserung eintritt ist schwer zu sagen ...bei mir war das recht schnell....ein paar Tage maybe..
    Aber...insgesamt musst du dich in Geduld üben und auf eine längere Behandlungszeit ( vllt mehere Jahre) einstellen
    Oben irgendwo gibt es einen allgemeinen Träd wo nahezu alles zu MB geschrieben steht .....ganz gut das mal zu lesen....
    Geändert von klausk (12.04.17 um 08:08 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: Neu: Diagnose M. Basedow

    Hallo klausk,

    Danke für deine Antwort!

    Ich habe vom Hausarzt Cefasel 300 bekommen. Das hatte er wohl als Muster da. Er meinte das wäre gut, ja genau, "unterstützend" sagte er. Der Selenspiegel wurde nicht bestimmt. Ich habe aber einen leichten D3 Mangel. Da werde ich mir auch noch Tabletten besorgen.

    Ich habe das Gefühl, dass das Carbimazol schon eine gewisse Wirkung zeigt. Das Zittrige hat schon deutlich nachgelassen. Meine Beine sind nicht mehr so weich/wackelig und Übelkeit/Appetit sind auch deutlich besser. Vom Puls her könnte ich den Betablocker meiner Meinung nach noch etwas erhöhen, aber ich lasse es erstmal. Bin jetzt 2 Wochen krankgeschrieben, da ist die Körperliche Belastung nicht so hoch und ich kann mich viel ausruhen.

    Heute morgen ist das Druckgefühl in den Augen etwas besser. Mal sehen. Ich werde es beobachten. Habe mir mal Augentropfen zum befeuchten zugelegt. Das kann nicht schaden, habe ich mir gedacht.

  4. #4
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    Standard AW: Neu: Diagnose M. Basedow

    ja kann schon sein, dass du merkst dass weniger neue sd-hormone nachkommen.
    das bringt schon auch ein wenig erleichterung.
    bis aber die vorhandenen tatsächlich absinken dauert das schon eine woche - dann wirds auch mit dem befinden besser.
    anschlagen tut das carbi ja offenbar.

  5. #5
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    Standard AW: Neu: Diagnose M. Basedow

    Zitat Zitat von Tauriel Beitrag anzeigen
    Meinen Augenarzttermin habe ich erst Ende Mai, aber ich werde wohl schon bald die Notfallsprechstunde aufsuchen, weil ich irgendwie so einen komischen Druck auf den Augen habe.

    Kann es denn tatsächlich sein, dass ich jetzt schon was merke?
    Notfallsprechstunde für EO, weiß nicht, was das bringen kann, wenn es eine normale Augen-Notfallsprechstunde ist. Sogar normaler Augenarzt bringt nicht viel, für EO müssen es schon Spezialisten sein. Es kann sein, dass du was merkst. Aber es gibt nichts anderes zu tun als *höllisch* aufpassen, dass nach Normalisierung deiner freien Werte (fT3, fT4) diese nicht mehr nach oben oder unten ausschlagen, d.h. keine Über- oder Unterfunktion. Das erreicht man:
    1. sehr engmaschige Kontrollen und Anpassung der Hemmerdosis
    2. nach OP sofort Thyroxin und sofort die annähernd richtige Dosis

    Sollten es wirklich bescheidene EO-Anfänge sein, können sich die Augen bei Besserung der Werte durchgehend normalisieren. Falls nicht, kann man auch bei OP eine "periooperative" kleine Cortisonbegleitung so um die OP-Tage herum, also davor-danach, nicht lange, machen.

    Bitte lesen, alle drei Artikel, insbesondere der 2. wichtig für deine OP-Vorbereitung: http://www.ht-mb.de/forum/showthread...-Neumitglieder

  6. #6
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    Standard AW: Neu: Diagnose M. Basedow

    Das weniger gewordene Zittern und die stabileren Knie kommen vom Betablocker. Als ich meinen ersten Betablocker nach der Diagnose nahm, saß mir ca. 20min später mein Mann im Restaurant gegenüber und meinte "du, die Dinger scheinen zu wirken" - das hat man sogar an meinen Gesichtszügen gemerkt.

    Ich möchte dir etwas die Angst vor der OP nehmen. Wenn du gut informiert und vorbereitet ins Krankenhaus gehst (alle Tipps gibt es hier), dann ist das schon die halbe Miete. Und falls mit den Knoten etwas ist, kannst du dich gerne an mich wenden (s. mein Profil...).

    LG Husky

  7. #7
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    Standard AW: Neu: Diagnose M. Basedow

    Hallo erstmal!

    Deine Werte sehen wirklich "klassisch" aus für MB.

    Gut, dass Du schon nach einer Woche wieder eine Blutkontrolle hast, das ist unter den Hemmern wirklich wichtig, damit man die Dosis anpassen kann, wenn nötig.

    Bei mir hat das Carbimazol schnell gewirkt, so dass das Herzrasen auch schnell weg war. Ich bin mit 40mg Carbi gestartet damals und konnte schnell reduzieren, weil es gut anschlug.

    Vor der OP brauchst Du auch keine Angst haben, such mal hier im Forum gezielt nach OP-Berichten, meiner ist auch dabei.

    Und ganz wichtig: lies Dir die von panna verlinkten Einführungsbeiträge durch, das beste, was Du jetzt machen kannst, ist, Dich über MB zu informieren.

    Und dann heißt es: Geduld haben!

    Alles Gute!

  8. #8
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    Standard AW: Neu: Diagnose M. Basedow

    Äh, Leute, könnte es sein, dass die Werte vertauscht wurden und die Einheiten verschoben sind?

  9. #9
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    Standard AW: Neu: Diagnose M. Basedow

    Zitat Zitat von Janne1 Beitrag anzeigen
    Äh, Leute, könnte es sein, dass die Werte vertauscht wurden und die Einheiten verschoben sind?

    Du meinst, sie sei eigentlich pumperl-euthyreot bei supprimiertem TSH:

    FT3: 4,08; 2,3 - 5,3
    FT4: 17,56; 7,8 - 19,4

    (statt überfunktionierend:

    FT3: 17,56; 2,3 - 5,3
    FT4: 4,08; 0,78 - 1,94)

    ?

    Wer soll sich Vertauschen und Dezimalstellenverschieben zugleich geleistet haben? Tauriel? Dann hätte der Nuk keine Hemmer verschrieben (und Tauriel hätte nicht die Symptome, die sie hat).

  10. #10
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    Standard AW: Neu: Diagnose M. Basedow

    Es gibt vieles was nicht passieren sollte. Ich würde mir jetzt erst mal den original Laborbericht holen.

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