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Thema: Mini-Schilddrüse, aber warum

  1. #1
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    Standard Mini-Schilddrüse, aber warum

    Hallo,

    nun war ich schon etliche Male beim Endokrinologen bzw. Internisten. Das erste Mal vor 20 Jahren. Da fand man eine deutliche vermehrte Durchblutung bei einer SD im unteren Grenzbereich (lt. Arzt liegt dieser zwischen 5-15 ml). TPO und TG-Ak negativ. Tsh war mit 4,77 erhöht, allerdings muss ich dazu sagen, dass ich zu der Zeit eine hohe Eiweißausscheidung über den Urin hatte aufgrund eines nephrotischen Syndroms/membranöse Glomerulonephritis. Als das zurückging, ging auch der Tsh von allein zurück.

    Vor 5 Jahren war ich mal wieder zur Sono. Dort fand man eine verkleinerte SD mit 6,5 ml, echonormal und homogen, Tsh 1,45. Der ft4 war leicht unter der Norm, ich laube 11,7 und die Norm ging ab 12,3 los. Daraus hat der Arzt "nichts machen wollen" da man Tsh und freie Hormone zusammen interpretieren muss. TG- und TPo negativ.

    Im März des vergangenen Jahres war ich dann wieder zur Sono. Die SD war dort 5 ml klein, homogen und echonormal. Im Sommer bin ich dann zur Endo. Die stellte eine 4 ml SD fest, die leicht inhomogen wäre, aber TG und TPo negativ. Diagnose Schilddrüsenhypoplasie. Da mein Tsh bei 1,65 lag und auch die freien Hormone vollkommen in Ordnung waren, ergab sich keine LT-Therapie.

    Insgesamt muss man ja sehen, dass meine SD in den 20 Jahren nicht noch kleiner geworden ist. Wenn ich von den verschiedenen Ärzten ausgehe, bewegte sie sich immer zw. 4-6 ml.

    Nun habe ich einen Tsh-wert von 3,2! (Norm 0,27-4,2), ft3 6,0 (3,13-6,76), ft4 16,0 (10,6-22,7). Seit geraumer Zeit auch Symptome die mein Arzt als Fatique gesehen hat: Müdigkeit, Leistungsabfall, Konzentrationsschwierigkeiten, Schwindel, Muskelschwäche vor allen in den Beinen, leichte muskelkater ähnliche Schmerzen, aber auch unruhige Beine, generell das Gefühl am Stromkabel zu hängen, geschwollene Augenlider und aufgedunsener Bereich um die Wangen, Unverträglichkeiten....

    Nun wissen die Ärzte nicht weiter, da bei mir wieder Eiweiß im Urin festgestellt wurde. Es kam zwischenzeitlich der Verdacht auf Lupus auf, weil ich einen Ana-Titer zwischen 1:320-1:1280 habe. Ein einziges Mal hatte ich einen Antikörper gg. dsDNA im ELisa, aber im clif nicht. Ak gg. pla2-R habe ich auch nicht die eine membran. GN allein an der Niere anzeigen würde. Eine Hashimoto-Thyreoiditis kann auch eine membran. GN verursachen, aber die habe ich lt. allen Ärzten nicht.

    Da weder Lupus bewiesen werden kann, noch Hashimoto soll ich lt. Endo einen LT-Versuch machen. Sie hat mir Euthyrox 25 gegeben. Ob es tatsächlich hilft? Sie meinte "die Symptome, die ich beschreibe, passen nicht alle auf eine SD-Unterfunktion und vor allem die Muskelproblematik würde bei viel schlechteren Werten kommen.

    Ich habe mit dem Versuch noch nicht begonnen, da ich unsicher bin. Genau aus dem Grund, weil ich ja damals auch eine Tsh-Erhöhung hatte bei Eiweiß im Urin. Dass hat sich dann von allein reguliert. Man hatte mir erklärt,dass sich die freien Hormone an Eiweiße binden. Bei einem nephrot. Syndrom wird viel Eiweiß ausgeschieden und so gehen auch die freien Hormone verloren, dadurch steigt der Tsh. Was ist, wenn es wieder eher mit der Niere zusammenhängt: ich habe ein wenig Eiweiß im Urin-deshalb vielleicht wieder die etwas leichte Tsh-Erhöhung? Niere und Schilddrüse, da muss wirklich irgendwie was zusammenhängen!

    In der Familie sind gehäuft Hashimoto-Erkrankungen bekannt (Schwester, Nichte, Mutter) aber auch rheumatische Erkrankungen (Cousinen und Tante).

    So weiß ich echt nicht, was ich denken soll. Versuche ich es, versuche ich es nicht.

  2. #2
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    Standard AW: Mini-Schilddrüse, aber warum

    Es ist ganz einfach: wenn Du nicht versuchst, wirst Du nie erfahren, ob die alle Probleme auf eine Hypothyreose zurückzuführen sind, oder nicht. Bei 6 ml und den Befunden würde ich eher davon ausgehen. Ein kluger Arzt hat mal gesagt, daß alles unter 6 ml er als "SD-Nicht-mehr-vorhanden" betrachtet.

    Allerdings wäre es sinnvol, die typischen Mängel abzuklären, wie Vitamin B12 (Holo-Tc!) und Vitamin D3, da die mögl. Mangelerscheinungen schwerwiegend sein können und das ganze Bild der Beschwerden beeinflussen/verfälschen.

    Solltest Du Dich entscheiden, eine Therapie durchzuführen, beachte bitte, daß 25 Mikrogramm eine Einsteigesdosis ist, s.Forumswissen zu Therapie.

  3. #3

    Standard AW: Mini-Schilddrüse, aber warum

    Ich würde es probieren. Ich hatte eine langsam zerfallende SD nach RJT (MB`ler) und meine Werte sind bei ca 6ml Volumen von der Überfunktion in eine Unterfunktion gerutscht. Da die Werte noch in der Norm waren, habe ich meinen Ärzten geglaubt, die meinten, dass man nichts machen müsste. Ich hatte extreme Konzentrationsprobleme, war vergesslich, hatte Nackenverspannungen und trockene Augen. Unter der richtigen Dosis LT sind alle diese Symptome verschwunden.

    Wer hat das mit den 6ml gesagt? Er hätte mir einiges erspart, wenn meine Ärzte früher angefangen hätten zu substituieren. Stelle mir mehr oder weniger die gleiche Frage wie du, da die RJT zeitlich begrenzt wirken sollte, meine Schilddrüse seit 6 Jahren kleiner wird. (Wenn es keine Messfehler sind).

    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...gsamen-Zerfall
    Geändert von Brummbär (01.04.17 um 09:52 Uhr)

  4. #4
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    Standard AW: Mini-Schilddrüse, aber warum

    Ich weiß nicht mehr, wer das war, denke aber, daß es der Prof. Hörmann mal erwähnt hatte. Bin aber nicht sicher.

  5. #5
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    Standard AW: Mini-Schilddrüse, aber warum

    Hallo,

    nun habe ich es mit dem LT25 versucht. Allerdings ging das gar nicht gut und ich musste es wieder weglassen. Am ersten Tag von LT25 habe ich noch gar nichts groß gemerkt. Am zweiten Tag hatte ich dann nach ein paar Stunden Herzflattern und ganz schlimme Unruhe, die sich schon fast in Panik geäußert hat. Dann habe ich nochmal mit der Hausärztin gesprochen. Sie meinte, dass ich nur LT12,5 nehmen soll. Das ging auch nicht gut. 1 1/2 Stunde nach Einnahme bekam ich wackelige Beine, Unruhe, eine Art Beklemmungsgefühl beim Herz. Dachte, dass es sich geben wird, aber Fehlanzeige. Plötzlich lief ich Kreidebleich an und mir war extrem schwindelig. Ich konnte mich kaum noch auf den Beinen halten und stand kurz vor der Ohnmacht.

    Das war mir dann zuviel. Es war ja nur ein Versuch wegen meiner ständigen Schwäche und Müdigkeit. Meine Tsh-Werte waren so schlecht ohne LT nicht 2,58/2,88/2,02/2,94/2,18/3,2/1,65/1,94/3,21. Und die Sono zeigte ja lediglich eine 4-5 ml Schilddrüse, kein Hashimoto. Ak negativ.

    Entweder ich habe das Medikament nicht vertragen oder die Dosis ist einfach zuviel für mich, so dass ich es erstmal nicht brauche. Seitens der Ärzte gab es ja dazu sowieso unterschiedliche Meinungen. Der Großteil meinte, dass meine Werte so in Ordnung wären. Bei Leuten ohne Hashimoto und ohne LT kann der Tsh ruhig bis 4,0 gehen. Da wäre ja noch ein wenig Luft. Dann wurde mir erklärt, dass der Referenzbereich des Tsh auf 2,5 heruntergenommen wurde, nur um eine Unterfunktion schneller zu erkennen, d.h. aber nicht dass man mit diesem Tsh gleich behandelt werden müsste. Es spielt eine Rolle wie alt man ist, was der Sonografiebefund sagt und ob man Beschwerden hat.
    Mein Zustand hat mich jedenfalls so schockiert, dass ich es einfach nicht mehr nehmen kann. Und was würde es denn bringen. Dann müßte ich die 12,5 nochmals teilen...da brauch ich auch erstmal nichts.....oder?

    Das es eine normale Reaktion vom Körper ist, so als Umstellung, glaube ich nicht. Denn in meiner Familie nehmen mehrere LT und die hatten auch am Anfang Unruhe und mal Herzklopfen, aber dass sie deswegen fast zusammengeklappt sind, das hat noch keiner berichtet. Und alle sind sie höher eingestiegen.

    Was meint ihr jetzt. Vielleicht sollte man es wirklich erstmal so lassen und bei Werten, die vielleicht mal über 4 sind dann mal mit was anderen als Euthyrox beginnen? Es ist auch nicht ganz sicher, ob meine Schwäche was mit der SD tatsächlich zu tun hat. Ich war in einer Muskelsprechstunde. Ich habe keine Muskelerkrankung, aber der Arzt meint ich hätte eine körperliche Erschöpfung aufgrund eines Immungeschehens (erhöhte Ana-Titer, ein wenig Eiweiß im Urin, früher diagnostizierte Glomerulonephritis).Der Rheumatologe meinte sogar, dass meine Nierenbiopsieprobe von vor fast 20 Jahren für ihn eine Lupusnephritis sind, da ich typische immunhistologische Ablagerungen darin habe.

    Also ist ja bzgl. der Schwäche noch alles offen, woher sie kommt.....

    Wie seht ihr das mit den SD-Tabletten.....?

  6. #6
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    Standard AW: Mini-Schilddrüse, aber warum

    Vor allem, ohne die freien Werte ist keine vernünftige Diagnose möglich.

    Daß Du mit 25 Mikrogramm LT zusammengeklappt bist, bedeutet nicht, daß Du kein LT brauchst und die SD OK ist, sondern, daß Du ein Problem mit den Nebennieren hast, IMHO. Lese mal bitte den BZ. Erst die Nebennierenisuffizienz, bzw. NN-Schwäche ausschließen, bzw. behandeln, erst dann mit LT beginnen. Und das ist wirklich ein Problem, da selten ein Arzt sich mit dem Problem auskennt. Sollte sie tatsächlich vorhanden sein, bringt es nichts, die LT-Tabletten zu teilen, o. Ä.

    Durch eine lange anhaltende UF können die NN erschöpft sein. Oder auch durch Lupus angegriffen. Das muß erst geklärt werden, bevor man mit der SD-Therapie anfängt.
    Geändert von Maja5 (10.04.17 um 09:37 Uhr)

  7. #7
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    Standard AW: Mini-Schilddrüse, aber warum

    Wenn alles in Ordnung wäre, hättest du die 25 µg wahrscheinlich gar nicht bemerkt.

    Ich würde TSH zwar nicht völlig ignorieren, aber auch nicht alles davon abhängig machen. Denn der Wert kann schwanken, vor allem bei unbehandelten Hashimoto-Patienten sieht man das oft.

    Wenn du gerade krank bist oder starken Schlafmangel hast, könnte das auch was ausmachen.

    Ich würde sowohl an der Schilddrüse als auch an der Rheumatologie dran bleiben, um nichts zu übersehen.

  8. #8
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    Standard AW: Mini-Schilddrüse, aber warum

    Hallo,

    danke für die Antwort. Hier habe ich Werte mit freien Hormonen dazu:

    Tsh-wert 3,2 (Norm 0,27-4,2),
    ft3 6,0 (3,13-6,76),
    ft4 16,0 (10,6-22,7).

    Was meine Nebennieren betrifft, die haben wir beim Endo komplett mituntersucht auf sämtliche Krankheiten (Morbus Addisson, Cushing Syndrom, Conn Syndrom). Mir wurde gesagt, dass ich eine Fatique Symptomatik habe. Daraufhin ging dann die ganze Maschinerie los und man sagte mir, dass es an einem Immungeschehen liegt, wegen dem Ana von 1:640 und der Albuminurie. Der Rheumatologe sagte mir jetzt, dass die Biopsie für ihn eine Lupusnephritis sind. Aber dazu gehören ja auch noch Kriterien die man auch noch erfüllen muss.

    Meine SD war schon immer so klein lt.etlichen Untersuchung. Bisher funktionierte sie. Allerdings hatte ich schon mal einen schlimmen Nierenschub...da hatte ich eine Tsh von 4,77. Danach war alles wieder normal.

    Werde die SD mit im Auge behalten....denke aber eher, dass es was mit Lupus zu tun hat.

  9. #9
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    Standard AW: Mini-Schilddrüse, aber warum

    Eine Frage habe ich noch vergessen: Bei den o.g. Hormonwerten, spricht man doch offiziell noch gar nicht von einer Unterfunktion. Die freien Werte sehen doch nicht so niedrig aus?

  10. #10
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    Standard AW: Mini-Schilddrüse, aber warum

    Zitat Zitat von kk9979 Beitrag anzeigen
    Eine Frage habe ich noch vergessen: Bei den o.g. Hormonwerten, spricht man doch offiziell noch gar nicht von einer Unterfunktion. Die freien Werte sehen doch nicht so niedrig aus?

    Nein, sie sind wirklich nicht niedrig.

    Ob du es versuchst oder nicht, da will ich gar nicht reinreden. Nur eine Sache, zur "Einstiegsdosis":

    ich halte diese Verallgemeinerung für kontraproduktiv, auch die Feststellung, dass wenn es mit 25 "als Einstiegsdosis" nicht klappt, man die Nebennieren verdächtigen muss.

    Ich begleite jemanden gerade so ein wenig bei einem wertemäßig ähnlichen LT-Versuch. Einstiegsdosis war 6,25 ... ;-) für eine Woche, gefolgt durch einen verwegenen Wahnsinnssprung auf 12,5, dann eine Weile gehalten. Danach ein Achtelchen dazu, nämlich 12,5 morgens und 3,xx nachmittags für zwei Tage, danach mutigst 12,5 + 3,xx in einer Dosis morgens. Tja, und genauso per Achtelchen weiter gekrochen auf 18. Da das gut ging, in ähnlich waghalsiger Art achtelweise erst getrennt, dann zusammen auf 25.

    Was spricht dagegen - gar nichts. Die wenigsten Leute haben auch nur annähernd eine wertemäßige Unterfunktion, ich finde, "25 als Einstiegsdosis" gilt da nicht mehr unbedingt für alle. Ist sicher auch eine psychische Angelegenheit ...

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