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Thema: Morbus Basedow und Symptome ohne Ende - bin am Verzweifeln

  1. #11
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    Standard AW: Morbus Basedow und Symptome ohne Ende - bin am Verzweifeln

    Gibt es irgendein Fachbuch in dem steht dass der tsh nicht so relevant ist wie ft3 und ft4? Ich glaube dann lassen sich die Ärzte eher auf eine Diskussion ein, als wenn man sich auf ein Internetforum beruft.

  2. #12
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Morbus Basedow und Symptome ohne Ende - bin am Verzweifeln

    Du hast schon recht, es ist nicht leicht, dazu Literatur im etz zu finden, aber hier ein bsp. was man so finden kann:
    http://www.klinikum.uni-muenchen.de/...erthyreose.pdf

    hier wird natürlich aus eigener Erfahrung geschrieben. Vielleicht guckst Du mal durch die Profile. Bei vielen stehen die Verläufe dort.
    Vielleicht hilft Dir dieser Überblick weiter bei Deiner Entscheidung. Es geht um Deinen Körper und Deine Gesundheit.
    lG Karin

  3. #13
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    Standard AW: Morbus Basedow und Symptome ohne Ende - bin am Verzweifeln

    Such' Dir bitte einen anderen Arzt! Gibt es bei Dir in der Nähe einen Endokrinologen? Ansonsten ist ein Internist auch ok.

  4. #14
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    Standard AW: Morbus Basedow und Symptome ohne Ende - bin am Verzweifeln

    Solche Antworten finde ich für uns "Nicht-Mediziner" schon ziemlich krass!! Mein Arzt ist NUK im Lehrkrankenhaus der Uniklinik mit einem Einzugsgebiet von rund 100km als Oberzentrum. Insofern werde ich wohl keinen qualifizierteren so leicht finden. Meine Werten von heute (siehe Profil) fanden die Ärzte übrigens sehr gut und wir reduzieren weiter auf 10 mg Thiamazol. Mehr als die Kritik an meinen Ärzten hätte mich aber interessiert, bei welchen Werten andere Betroffene sich wieder wohl bzw. "normal" gefühlt haben. Ich z. B. habe heute in der UF immer noch die krassen Symptome aus der Überfunktion.

  5. #15

    Standard AW: Morbus Basedow und Symptome ohne Ende - bin am Verzweifeln

    Hallo Luise,
    hast Du meine Antwort auf Deiner 1.Seite ganz unten gelesen? Übersieht man schon mal....weil ganz unten.
    Deine Werte sind noch schlechter als zuvor. Das tut mir leid.
    Das sieht man auch daran, dass nicht nur der Ft4 sehr weit aus dem Referenzbereich herausfällt, sondern nun auch der TSH.
    "Gute Werte" liegen auch nach Meinung der Ärzte immer innerhalb des Referenzbereichs.
    Bei guten Werten würde es Dir auch gut gehen.
    Die jeweiligen Wohlfühlwerte liegen bei jedem anders. Aber sie liegen bei jedem innerhalb des Referenzbereichs.
    Meine Wohlfühlwerte kannst Du in meinem Profil sehen. Es sind die Werte der letzten Monate.
    Ich fühle mich mit stabilen Werten über Monate, eher im unteren Referenzbereich wohl.
    Und ich habe eins gelernt nach dem wirklich drastischen Verlauf meiner Werte und nach wirklich sehr, sehr schlechtem Befinden:
    Ich informiere mich selber und hinterfrage jede Medikation, auch wenn sie von einem angesehenen Arzt kommt.

    LG, Sonja
    Geändert von SonjaFranka (07.02.17 um 18:49 Uhr)

  6. #16
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Morbus Basedow und Symptome ohne Ende - bin am Verzweifeln

    Ich kann Sonja nur zustimmen.
    Aber letzendlich entscheidest Du selbst, was Du Deinem Körper zumuten willst.
    Übrigens, auch Lehrer können irren. Bei der Ausbildung allerdings sehr gefährlich.
    Vielleicht versuchst Du noch mal die Antworten ganz ruhig durch zu lesen.
    Ich kann mich gut erinnern, dass es mit UF sehr schwierig sein kann die Inhalte wirklich zu erfassen.
    Ich hatte zum Befinden schon geantwortet und Dir auch einen Link zur Uniklinik gegeben.

    Du bist immer noch in einer manifesten UF.
    lG Karin

  7. #17
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    Standard AW: Morbus Basedow und Symptome ohne Ende - bin am Verzweifeln

    Hallo Luise,

    Du fragst, bei welchen Werten sich andere Betroffene wohl gefühlt haben.
    Schau doch z.B. in mein Profil. Da sind jede Menge Werte aus meinen beiden
    Hemmertherapien im Jahr 2008 und im Jahr 2012.
    Ich habe meine Hemmerdosis immer so angepasst, dass die freien Werte
    immer irgendwo mittig lagen. Wenn die Werte mal über 80 oder unter 40
    gerutscht sind, habe ich erhöht bzw. reduziert, um die freien Werte immer
    in der Mitte des Normbereichs zu halten. Und damit habe ich mich auch
    meistens wohl gefühlt. Der TSH war dabei die meiste Zeit supprimiert.
    Und wenn er mal höher gestiegen ist, habe ich das sofort am Befinden
    gemerkt und die Medikation wieder angepasst. Als die TRAK zurück gingen,
    ist der TSH deutlich gestiegen, und die freien Werte sind gesunken.
    Einmal sogar unter den unteren Normwert. Da ging es mir auch entsprechend
    schlecht. Als die Werte nach der Reduzierung der Hemmer wieder in die Mitte
    des Normbereichs kamen, war das Befinden auch wieder gut. Als die TRAK
    Zurück gingen, kam der TSH schnell aus dem Keller, und ich musste ziemlich
    schnell die Hemmer reduzieren, um die freien Werte wieder in die Mitte des
    Normbereichs zu bekommen.
    Nach einiger Zeit musste ich sogar L-Thyroxin dazu nehmen, um die freien Werte
    weiterhin in der Mitte des Normbereichs zu halten, wo es mir immer am
    Besten ging und die Krankheit meinen Alltag am Wenigsten beeinflusst hat.
    Wegen MB war ich keinen einzigen Tag krank geschrieben.

    Am Befinden merkt man nicht unbedingt, ob man in der ÜF oder UF steckt,
    denn die Symptome können sich sehr ähneln. Einmal dachte ich, ich müsse
    wieder in der ÜF stecken, da habe ich die Hemmer rauf gesetzt, aber
    tatsächlich waren die freien Werte abgerutscht. Nach einer Reduzierung der
    Hemmer mit dem Ziel, die freien Werte wieder in die Mitte des Normbereichs
    zu bekommen, war ich auch wieder symptomfrei.

    Auch heute, drei Jahre nach meiner OP, liegen meine Werte mittig, und
    der TSH ist nach wie vor sehr niedrig. Die freien Werte sind maßgeblich, denn
    die zeigen an, wieviele Hormone tatsächlich vorhanden sind. Der TSH ist kein
    SD-Hormon, der ist ein Hormon der Hypophyse. Er zeigt auf Umwegen an,
    wie es um die Hormonversorgung steht. Wenn aber wie beim MB blockierende
    Antikörper im Spiel sind, zeigt der TSH nicht richtig an. Die TRAK, die beweisend
    für MB sind, sind die TSH-Rezeptor-Antikörper, sie blockieren den TSH-Rezeptor,
    der TSH zeigt dadurch nicht richtig an.

    Nur mal ein Beispiel, um es zu verdeutlichen.
    Wenn Du 100 ml in einen Messbecher füllst, zeigt der Messbecher 100 ml an.
    Wenn der Messbecher aber in Schieflage gerät, weil der Boden/Tisch schräg ist,
    zeigt er weniger oder mehr als 100 ml an. Im Becher sind aber tatsächlich
    immer noch 100 ml, auch wenn die Markierung des Messbechers das so nicht
    anzeigt. Um messen zu können, wieviel Wasser tatsächlich im Becher ist,
    muss man die Menge des Wassers messen.

    Und analog dazu in Bezug auf die SD muss man die Menge der Hormone T3 und T4
    messen, um zu erfahren, wieviel T4 im Körper ist. Der fT4 zeigt an, wieviel Hormone
    im Körper sind. Die Markierung, also der TSH ist beeinflusst und kann daher nicht
    richtig anzeigen.
    Geändert von Kathrinchen (07.02.17 um 22:44 Uhr)

  8. #18
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    Standard AW: Morbus Basedow und Symptome ohne Ende - bin am Verzweifeln

    Zitat Zitat von sunny0679 Beitrag anzeigen
    Gibt es irgendein Fachbuch in dem steht dass der tsh nicht so relevant ist wie ft3 und ft4? Ich glaube dann lassen sich die Ärzte eher auf eine Diskussion ein, als wenn man sich auf ein Internetforum beruft.
    Hier:

    Die medikamentöse Therapie des M.Basedow sollte in der niedrigst möglichen Dosierung durchgeführt werden, die in der Lage ist, die übermässige Hormonproduktion zu stoppen. Die in verschiedenen Untersuchungen verabreichten höheren Dosierungen konnten die Ergebnisse nicht weiter verbessern. ...
    Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass niedrig normale TSH-Spiegel den Autoimmunprozess günstig beeinflussen können. Unter der Behandlung mit Thyreostatika sollte der TSH-Spiegel deshalb nicht erhöht sein. Hohe TSH-Spiegel können sich ausserdem ungünstig auf eine bestehende Augenerkrankung (endokrine Orbitopathie) auswirken oder könnten diese, wenn sie noch nicht besteht, auslösen und in Gang bringen
    http://www.basedow.ch/index.cfm?srv=...b=1027&id=1047

    Das ist keine x-beliebige Webseite:

    Die Website www.basedow.ch wird vom ADMEDICO Augenzentrum und basedow.ch (Interdisziplinäres Zentrum für Endokrine Orbitopathie) mit Sitz in Olten betrieben.
    http://www.basedow.ch/index.cfm?rub=1029&dom=1

  9. #19
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    Standard AW: Morbus Basedow und Symptome ohne Ende - bin am Verzweifeln

    Und noch etwas, Luise:

    Dein NUK ist gewiss Fachmann auf seinem Gebiet. Für ihn bist du gut therapiert, wenn deine Überfunktion weg ist. Dass du unter Umständen eine EO bekommst - das ist Sache der Augenklinik, geht ihn nicht weiter an. Tut mir leid, aber so ist es.

    Die Hemmerdosis kann man meistens sehr gut modulieren, durch kleine kontrollierte Schritte und häufige Kontrollen, damit weder die ÜF zurückkommt, noch eine UF eintritt.

    ---------------
    PS

    Der Gedankengang deines NUKs: Ein TSH von 2 ist, im Verhältnis zum niedrigen fT4 gesehen, noch immer sehr niedrig - bei einer so tiefen manifesten Unterfunktion, wie du sie hast, sollte es unter normalen Umständen längst zweistellig sein. Für ihn ist das ein Indiz, dass deine TRAK noch aktiv dabei sind, das TSH zu verdängen, d.h. dass dein MB noch floride ist. Ist auch richtig.

    Das macht aber insofern nichts, als man der ganzen Sache ruhig noch Zeit geben kann unter Hemmern (s. oben: "in der niedrigst möglichen Dosierung", mit der die freien Werte eher niedrig, aber nicht unterfunktionierend gehalten werden können). Auf diese Weise ist das TSH dann eben länger noch voll unterdrückt, aber man achtet darauf, dass die freien Werte nicht unternormig werden. Dein Dok zwingt dein TSH hoch durch die starke Hemmung, der eventuelle Schaden wäre aber voll auf deiner Seite.
    Geändert von panna (07.02.17 um 23:28 Uhr)

  10. #20
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    Standard AW: Morbus Basedow und Symptome ohne Ende - bin am Verzweifeln

    Hallo ihr Lieben,

    vielen Dank für die ausführlichen Antworten! Hatte heute noch einen Alternativtermin bei einem Endo. Der fand den Verlauf aber auch im Großen und Ganzen in Ordnung. Weshalb ich z. B. im August 2016 bei einwandfreien Werten (siehe Profil) trotzdem ernorme Symptome hatte, kann mir keiner erklären ...

    Na ja, dann kann ich nur wohl hoffen, dass es irgendwann besser geht, wenn die Werte wieder im Normalbereich sind.

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