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Thema: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

  1. #21
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    Standard AW: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

    Hallo Sonja,

    Zitat Zitat von SonjaFranka Beitrag anzeigen
    In meinem Sonobericht steht "echoarmes, inhomogenes Parenchym."
    Ich dachte eigentlich, dass damit der abgelaufene Entzündungsprozess gemeint ist.
    Von geschädigtem Gewebe hat mir keiner was gesagt!

    Ist es sicher, dass damit geschädigtes Gewebe gemeint ist?
    Den Ausdruck 'geschädigtes Gewebe' entnahm ich dem Forumswissensbeitrag zur Sonographie: "Geschädigtes Gewebe zeichnet sich i.d.R. durch Inhomogenität und /oder eine geringe Echogenität aus."
    Die Schädigung entstand wohl durch den Entzündungsprozess, dementsprechend passen 'abgelaufener Entzündungsprozess' und 'geschädigtes Gewebe' für mich zusammen.

    Je länger ich drüber nachdenke und nach Infos suche, umso mehr bin ich der Meinung, dass mein Endo mit seiner UF-Aussage das 'geschädigte Gewebe' meinte. Also dass der Entzündungsprozess bei aktiven MB die Schilddrüse soweit schädigen kann, dass es in Remission zu einer UF kommt. Deswegen ist es vielleicht nicht gleich Hashi, aber damit vergleichbar.

    Im Forum fand ich besonders zwei Threads interessant zu dem Thema 'UF bei MB in Remission':
    Erst Hashimoto und nun MB?? (besonders Beitrag #5 und #9)
    Stimulierende vs. blockierende TRAK (besonders #31)

    (Demnach sind blockierende TRAK eine weitere Erklärung für eine UF bei MB (ohne Op oder RJT). Aber das kann mein Endo nicht gemeint haben.)

    Was für mich bleibt, ist die Frage, ob sich Echoarmut und Inhomogenität zurückentwickeln können und ob man herausfinden kann, in wie weit die Schilddrüse bereits geschädigt ist?

  2. #22
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    Standard AW: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

    Hallo liebes Forum,

    meine zweite medikamentöse Therapie nimmt leider nicht den von mir erhofften Verlauf. Jetzt sind etwa 9 Monate der veranschlagten 12 Monate rum.

    Mein letztes Laborergebnis vom 18.10.2017:
    FT3 4,25 Referenzbereich nicht abgedruckt, etwa (2,97-5,91) pmol/l
    FT4 12,9 Referenzbereich nicht abgedruckt, etwa (9,93-18,0) pmol/l
    TSH 0,08 (0,30-4,00) µIU/ml
    TRAK 2,68 (< 0,55) IU/l
    TPO 692 (< 5,61) IE/ml

    Ich nehme derzeit 5 mg Thiamazol.
    Vor meinem letzten Ergebnis war ich davon ausgegangen, die Dosis wieder auf 2,5 mg runtersetzen zu können, da ich annahm leichte UF-Symptome auszumachen (kaum Appetit über bereits 3 Wochen, Schlafprobleme). Mein Endo wollte auf 7,5 mg hoch, aber wir haben uns dann auf 5 mg geeinigt.

    Meine TRAK sind zwar nicht sonderlich hoch, aber etwas höher als zu Beginn der zweiten medikamentösen Therapie (Januar 2017: TRAK 1,97 (< 0,55) IU/l). TPO wurde im Januar nicht genommen.

    Ich habe diesmal Jod gemieden (zuhause nichts mit Jodsalz gegessen und insgesamt nichts ausm Meer) und habe dieses Jahr deutlich weniger emotionalen Stress als im Vorjahr. Sonst wüsste ich nichts Großes, was die Therapie beeinflusst haben könnte.

    Morgen habe ich erstmals wieder einen Sprechstundentermin bei meinem Endo, in dem wir besprechen wollen, wie es weitergeht.
    Ich wollte zumindest noch mal Nebenbaustellen wie Vit D und B12 testen lassen; dies wurde zuletzt 2015 gemacht.

    Habt ihr eine Einschätzung zum noch möglichen Erfolg meiner Hemmertherapie?

    Ich muss zugeben, dass ich meine Thiamazol-Dosis stark mitbestimmt habe. Ich habe versucht, eine möglichst geringe Dosis zu nehmen (ich wollte ja keine UF provozieren, aus Angst vor einer EO). Könnte dies der Grund dafür sein, dass ich den Basedow nicht ausbremsen konnte?
    Im März bin ich vermutlich zu schnell runter. Im April/Mai war mein Endo erkrankt, so dass Kollegen (keine Endokrinologen) mir am Telefon die Dosisanpassung mitteilten. Da wurde vornehmlich auf den TSH geschaut, weswegen ich lieber meinem Gefühl/Laienwissen folgte…
    (Mein Endo weiß davon und weiß, welche Dosen ich stattdessen genommen habe.)

  3. #23
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    Standard AW: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

    Ich muss zugeben, dass ich bei dieser Konstellation:

    Oktober 2016 == 24.10.2016 == Labor 3
    FT3 2,99 (2,97-5,91) pmol/l
    FT4 11,70 (9,93-18,0) pmol/l
    TSH 0,35 (0,30-4,00) µIU/ml
    -> weiterhin 2,5 mg Thiamazol

    == am 15.11.2016 die letzte Dosis 2,5 mg Thiamazol eingenommen ==
    == Auslassversuch ==
    keinen Auslassversuch - und sicher kein abruptes Absetzen gemacht hätte. TSH ist verdächtig niedrig gewesen und du hättest ruhig noch einige Monate 2,5 in Ausdünn-Modus nehmen können. Unter den Umständen verwundert ja das beinahe sofortige Rezidiv nicht so sehr.

    Und ähnlich war es jetzt hier:

    März 2017 == 20.03.2017 == Labor 3
    FT3 3,84 (2,97-5,91) pmol/l
    FT4 9,34 (9,93-18,0) pmol/l
    TSH 0,09 (0,30-4,00) µIU/ml
    -> 2,5 mg Thiamazol ab 23.03.2017 (ärztlicher Rat: 5 mg)
    Ich sehe ja, dass dein fT4 niedrig war - aber das TSH eben auch. In einer solchen Situation hemmt 2,5 mg leider trotzdem nicht genug. Und ab dem Punkt war es dann genau so, wie du schreibst - du versuchst, eine niedrige Dosis zu nehmen, vereitelst aber leider damit den eventuell möglichen Erfolg der Therapie selbst. Man muss bei der Hemmertherapie eben doch auch auf das TSH schauen, gibt es doch Aufschluss über die Aktivität der Krankheit - verdrängen die TRAK noch immer das TSH oder nicht mehr? Und da deine TRAK sogar höher wurden, geht das Hand in Hand mit dem noch immer supprimierten TSH.

    Was du jetzt probieren könntest - 1 Jahr Therapie ist ja kein Muss, wenn deine Leberwerte und Leukozyten es mitmachen, kannst du ruhig auch 1,5 und max. 2 Jahre niedrigdosierte Therapie versuchen. Ob du da mit dauerhafter Remission belohnt wirst - das kann trotzdem niemand sagen. Besprich mal mit dem Endo, was er davon hielte, jetzt mal ein wenig Gas geben unter Thyroxin-Zusatz, quasi als letzte Chance.

    Auf der anderen Seite musst du natürlich bedenken, dass deine Therapie eigentlich bereits viel länger andauert. Denn die Hemmerpause dauerte ja nur wenige Wochen. Bei TSH=0,3 war das damals eigentlich keine wirklich beendete Therapie. An dem Punkt steht dann die Überlegung, ob du die nase voll hast - oder doch alles versuchen willst, auch dann, wenn irgendwann am Ende die definitive Therapie unvermeidlich sein sollte. Für das Für und Wider könnte der Zustand deiner Schilddrüse (Größe, Struktur, Knoten usw) ein zusätzlicher Faktor sein.

  4. #24
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

    Hallo Mockingbird,
    ich finde Deinen Verlauf gar nicht so schlecht. Hinterher ist man immer schlauer, aber das hilft Dir nur weiter, wenn Du daraus die richtigen Schlüsse ziehst.
    Du kannst Deine beiden Verläufe nicht wirklich vergleichen, weil ein Rezidiv oft ganz anders abläuft.
    Ich denke, Du solltest einfach mal mit 5mg jetzt weiter machen. Der TSH lugt ja auch schon ganz vorsichtig um die Ecke, was ja Hoffnung macht. Vielleicht kann Dein Doc auch mal wieder die TRAK machen. Wenn die noch drüber sind, kann man auch über eine Kombi mit Hemmer + LT nachdenken, um eben die nötige Hemmung zu haben und die zu niedrigen SD-Hormone auszugleichen.
    Im Moment ist das aber noch nicht notwendig.
    Und ja, wie panna schon schrieb, man kann die Therapie auch um ein paar Monate verlängern.
    lG Karin

  5. #25
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    Standard AW: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

    Hallo panna, Hallo Karin,

    vielen, vielen Dank für eure Rückmeldungen. Ich habe diese Freitag vor meinem Endo-Termin noch gelesen und hatte so eine Vorstellung davon, in welche Richtung das Gespräch mit meinem Endo gehen kann/wird. Das hat mir sehr geholfen. Vielen Dank.

    Ich bin mit meinem Endo so verblieben, dass wir noch mal etwas hochgehen mit der Thiamazol-Dosis, um dann wieder im Verlauf zu reduzieren (und irgendwann auszuschleichen). Die voraussichtliche Dauer der Hemmertherapie wurde um 6 Monate verlängert, auf nun 1,5 Jahre.
    Meine Leberwerte und Leukozyten stimmten bei mir über den gesamten Verlauf der Hemmertherapie, sodass es an der Stelle keine Probleme gibt.
    Ich nehme jetzt seit Samstag 7,5 mg Thiamazol und habe in zwei Wochen wieder einen Labortermin.

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Besprich mal mit dem Endo, was er davon hielte, jetzt mal ein wenig Gas geben unter Thyroxin-Zusatz, quasi als letzte Chance.
    Zitat Zitat von KarinE Beitrag anzeigen
    Vielleicht kann Dein Doc auch mal wieder die TRAK machen. Wenn die noch drüber sind, kann man auch über eine Kombi mit Hemmer + LT nachdenken, um eben die nötige Hemmung zu haben und die zu niedrigen SD-Hormone auszugleichen.
    Ich habe die Idee im Gespräch eingebracht. Mein Endo hatte kurz überlegt, es dann aber abgelehnt: Wir müssten dann mit dem Thiamazol wieder deutlich höhergehen und dann stelle sich die Frage des Ausschleichens des Thyroxins und wir hätten das in der ersten Hemmertherapie bereits versucht und da hätte er noch in Erinnerung, dass es nicht gut bei mir war.

    Also ein ‚Neustart light‘ der Hemmertherapie mit 7,5 mg Thiamazol, ja. Ein wie auch immer geartetes Gas geben unter LT-Beigabe, nein.

    Darf ich euch fragen, an welche Kombination von Thiamazol- und LT-Dosen ihr gedacht habt?

    Tatsächlich war es während der ersten Hemmertherapie so, dass unter LT-Beigabe mein TSH dauerhaft supprimiert war (Zeitraum der Einnahme von vier Monaten).
    Als ich meinen Endo noch mal auf den „verdächtig niedrigen TSH“ von 0,35 kurz vor Beginn des Auslassversuchs ansprach, war darauf auch nur die einzige Reaktion, dass deswegen eine LT-Beigabe keinen Sinn macht, um den TSH aus dem Keller zu holen.

    Ich sprach auch die Frage an, ob ich das Thiamazol (eigenmächtig) zu gering dosiert hätte und verwies auf meine steigenden TRAK trotz Hemmertherapie. Auf die erste Frage ging er nicht direkt ein, aber die TRAK seien eben der Autoimmunprozess.
    Wir hatten dann eine Diskussion darüber, inwiefern die Hemmer durch das Runterfahren der Schilddrüse auch den Immunprozess dämpfen – die Beobachtung sei, dass die TRAK idR unter der Hemmertherapie runtergehen, aber einen direkten Zusammenhang gibt es laut ihm vermutlich nicht. Aber er findet die Frage spannend.
    Unter der Annahme, dass ein Runterfahren der Schilddrüse den Immunprozess dämpft, dann ist eine LT-Beigabe unter dem Aspekt ja auch hilfreich, weil es die Schilddrüse entlastet, oder?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Für das Für und Wider könnte der Zustand deiner Schilddrüse (Größe, Struktur, Knoten usw) ein zusätzlicher Faktor sein.
    Für Anfang Dezember habe ich wieder einen Sono-Termin. Knoten habe ich (bislang) nicht und die Größe ging zumindest während der ersten Hemmertherapie schön brav zurück, da erwarte ich auch jetzt keine Überraschung. Die Struktur gibt mir schon etwas zu denken. Für die zweite Hemmertherapie liegt mir noch kein Vergleichs-Sono vor, aber drei Monate vor meinem Auslassversuch zeigt mein Sono (unverändert, nehme ich an) Inhomogenität und Echoarmut.
    Ich fragte jetzt am Freitag nach, ob sich Echoarmut und Inhomogenität nicht wie das Volumen zurückbilden können? – Doch, klar. – Und welche Aussage das dann für mich hat, wenn sie sich nicht zurückentwickelt haben? – Dass der Autoimmunprozess abläuft.
    (Weiter fragte ich, ob dann der Auslassversuch überhaupt Erfolg gehabt haben könnte. Aussage darauf: „Kann aber manchmal auch trotzdem gutlaufen.“)

    Ich finde das frustrierend.

    Vielleicht sollte ich auch von anderer Seite, beim Autoimmunprozess ansetzen. Beim Entzündungsprozess. Kurkuma und Ingwer in mein Essen zu geben, sollte nicht das Problem sein…
    Vitamin D wird beim nächsten Mal mitgetestet. Für Vitamin B12 sieht mein Endo keine Veranlassung. Ich werde dies privat testen lassen, da ich es bei meiner fleischarmen Ernährung ohnehin mal interessant finde. Bei der Gelegenheit werde ich dann auch meinen Selen-Wert erfragen. Vielleicht ist dies noch ein Weg, gerade auch mit Blick auf mein hohes TPO.

    Aber ich habe das Gefühl, mich da zu verlieren.
    Und irgendwann habe ich die Nase voll.

  6. #26
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    Standard AW: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

    Ich habe an eine sehr niedrige Dosis gedacht, also max. 25 LT, nur um auf 7,5 zu gehen. Nämlich, 5 hemmt scheinbar nicht ausreichend. Aber ich sehe auch den Sinn darin, was der Endo sagt - die Lage wird etwas undurchschauber mit LT, denn dein TSH ist noch supprimiert, unter LT-Zugabe bleibt es das auch und man kann eben nicht wissen, ob es ohne LT bereits wieder zurück wäre. Das ist eben der nachteil - u.U. hemmt man mehr als es nötig wäre, LT gleicht das aus und wo du wirklich stehst, weiß man nicht wirklich. Außerdem ist die halbwertszeit bei LT so lang, dass man es nicht wie Aspirin einfach absetzen kann, es wirkt ja nach.

    7,5 mg hat wiederum eigene Risiken, nämlich eventuell eine zu starke Hemmung, ob das mit den Augen etwas macht. Andererseits - man sieht, dass fT4 nach dem 2,5-mg-Abenteuer unter 5 mg runterging - aber inzwischen schon wieder eine Kleinigkeit höher ist. Insofern könntest du ja noch lange rumdümpeln mit schönen freien Werten unter 5 mg - und supprimiertem TSH. Der grundsätzliche Fehler war schon auf deiner Seite, nämlich beinahe auf die Hemmung zu verzichten, als das TSH gerade eben anfing, ein klein wenig da zu sein. Die Konsequenz ist eben, dass der Autoimmunprozess weiterköchelt, statt sich zurückzuziehen (siehe TRAK).

    Keine gute Situation. 7,5 ist insofern bzw. dann vertretbar, wenn du in 14 Tagen wirklich zur Kontrolle gehst.

    Mit Kurkuma und Ingwer würde ich nicht rechnen. Sicher, essen, sind ja lecker. Aber damit dämmst du den Autoimmunprozess nicht ein. Eine eventuell Entzündungshemmung usw. ist eine Sache - falls sie überhaupt stattfindet, dann wäre das bloß der Versuch einer Symptombekämpfung. Gegen Autoimmunität (die ja hinter der Entzündung steht) wird so etwas eher nichts ausrichten, denke ich. Spricht aber wohl auch nichts dagegen.

    Jedenfalls gut, dass du mit dem Endo reden kannst, natürlich auch, dass er auf die Verlängerung eingeht und dich da unterstützt.

  7. #27
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    Standard AW: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    die Lage wird etwas undurchschauber mit LT, denn dein TSH ist noch supprimiert, unter LT-Zugabe bleibt es das auch und man kann eben nicht wissen, ob es ohne LT bereits wieder zurück wäre. Das ist eben der nachteil - u.U. hemmt man mehr als es nötig wäre, LT gleicht das aus und wo du wirklich stehst, weiß man nicht wirklich. Außerdem ist die halbwertszeit bei LT so lang, dass man es nicht wie Aspirin einfach absetzen kann, es wirkt ja nach.
    Ich bin auch nicht unglücklich darüber, kein LT nehmen zu müssen. Ich habe mich während meiner LT-Zeit in der ersten Hemmertherapie nicht richtig wohlgefühlt, so als sei ich nicht ganz bei mir.

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    7,5 mg hat wiederum eigene Risiken, nämlich eventuell eine zu starke Hemmung, ob das mit den Augen etwas macht.
    Ich habe es auch nicht durchgehalten. Nach acht Tagen bin ich wieder runter auf 5 mg. Meine Augen ist auffallend häufiger trocken und mit jedem weiteren Griff zu den Augentropfen wurde ich nervöser.

    Wenn man sich meine neuen Werte ansieht, war das, denke ich, auch nicht verkehrt.

    November 2017 == 20.11.2017 == Labor 3
    FT3 2,76 (3,00-5,40) pmol/l
    FT4 11,1 (10,2-17,9) pmol/l
    TSH 1,59 (0,30-4,00) µIU/ml
    -> weiterhin 5 mg Thiamazol

    Mein TSH ist da. FT3 ist erniedrigt, mein fT4 ist (noch oder wieder) im Normbereich.
    Die nächste Blutentnahme habe ich bereits Ende nächster Woche.

    Vitamin D3 (25-OH-D3) 23,0 µg/l
    (Zielbereich: 30.0-59.0 µg/l; suboptimal: 20,0-29,0 µg/l; Mangel: 12,0-19,0 µg/l)

    Vitamin D wurde auch getestet. Ich bin kurz vorm Mangel. Ich hätte ehrlich gesagt, mit einem höheren Wert gerechnet und war überrascht. Der Basedow oder die Hemmer (oder beides) scheinen ins Gewicht zu fallen. Ich werde wohl über eine regelmäßige Einnahme nachdenken.

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Mit Kurkuma und Ingwer würde ich nicht rechnen. Sicher, essen, sind ja lecker. Aber damit dämmst du den Autoimmunprozess nicht ein. Eine eventuell Entzündungshemmung usw. ist eine Sache - falls sie überhaupt stattfindet, dann wäre das bloß der Versuch einer Symptombekämpfung. Gegen Autoimmunität (die ja hinter der Entzündung steht) wird so etwas eher nichts ausrichten, denke ich. Spricht aber wohl auch nichts dagegen.
    Mir ging es beim Verfassen des Beitrages nicht gut.
    Ich hatte in den Tagen zuvor ein Familientreffen, bei dem einer der Anwesenden einen ziemlich emotionalen Ausbruch hatte: Er würde ALLES machen bevor er sich ein lebensnotwendiges Organ entnehmen lassen würde und ich hätte NICHTS in meinem Leben geändert seit Bekanntwerden der Krankheit, hätte bislang nur die Schulmedizin ausprobiert, ich hätte doch NICHTS zu verlieren; Krankheiten seien immer (auch) psychisch und Krebs sei heilbar (und damit MB erst recht).

    Es kam noch anderes zur Sprache (…oder vielmehr zum Vorwurf). Ich hatte bereits für mich daraus entsprechende Konsequenzen gezogen – in Bezug auf diese Person und derart grenzverletzendes Verhalten. Viele der Aussagen sind auch nicht wahr und/oder blanker Hohn. Ich dachte, die Sache wäre für mich erledigt. Aber beim Absenden meines letzten Beitrages ist mir bewusst geworden, dass die Aussagen doch an mir nagen.

    Es ruft meinen Perfektionismus auf den Plan und alte Denkmuster werden reaktiviert: Habe ich ALLES getan? Sicherlich nicht. Will ich auch nicht. Habe ich genug getan? …Tja.
    Wenn auch von der Person nicht offen ausgesprochen, so schwang doch eine Schuldzuweisung mit. Als ich dann über den nicht zum Erliegen kommenden Autoimmunprozess nachdachte, über meine (zumindest in der Vergangenheit) echoarme und inhomogene SD, über die Antikörper, da habe ich mich nicht gut gefühlt.

    Ich möchte nicht mit dem MB hadern, habe nun über Monate kaum drangedacht, aber manchmal sind dann doch Gefühle da.
    Geht wohl den meisten Mal so?

    Etwas mehr auf entzündungshemmende Nahrungsmittel zu achten, erfordert bei meiner Ernährung nicht viel von mir.
    Die Tage werden ich privat Holo-TC (Vit B12), Ferritin, Selen, Zink und Magnesium testen lassen und sehen, was dabei rauskommt.

    Ansonsten.
    Ich möchte, dass ich selbst, meine Schilddrüse und der Autoimmunprozess zur Ruhe kommen und habe das Gefühl, dass die Suche nach einer ergänzenden, alternativen ‚Heilmethode‘ bei mir an erster Stelle Unruhe reinbringen würde. Demnach habe ich sehr wohl etwas zu verlieren (neben Zeit und Geld (nicht ganz unwesentlich)): Gelassenheit oder den Weg dorthin.
    In der Vergangenheit war ‚genug‘ oft erst, wenn ich mich aufgearbeitet habe. Die Illusion von Kontrolle. Heute empfinde ich zunehmend Trost in einem ‚shit happens‘.

  8. #28
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    Standard AW: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

    Zitat Zitat von Mockingbird Beitrag anzeigen
    Ich hatte in den Tagen zuvor ein Familientreffen, bei dem einer der Anwesenden einen ziemlich emotionalen Ausbruch hatte: Er würde ALLES machen bevor er sich ein lebensnotwendiges Organ entnehmen lassen würde und ich hätte NICHTS in meinem Leben geändert seit Bekanntwerden der Krankheit, hätte bislang nur die Schulmedizin ausprobiert, ich hätte doch NICHTS zu verlieren; Krankheiten seien immer (auch) psychisch und Krebs sei heilbar (und damit MB erst recht).
    Ich denke, mit sowas meinen die Leute sich selbst. Sie benutzen andere, um sich selbst zu bestätigen, dass sie nicht an Krebs sterben werden, weil sie alles versuchen und richtig machen (würden) und es immer einen Weg gibt.

    Etwas mehr auf entzündungshemmende Nahrungsmittel zu achten, erfordert bei meiner Ernährung nicht viel von mir.
    Die Tage werden ich privat Holo-TC (Vit B12), Ferritin, Selen, Zink und Magnesium testen lassen und sehen, was dabei rauskommt.
    Ja, vielleicht bringt es was. B12 sollten nicht nur Veganer im Auge behalten, sondern (weniger konsequent) auch Vegetarier. Und Selen ... nicht ausgeschlossen, dass es in Sachen Basedow was bringt. Zink und Magnesium sind unproblematisch, damit kann fast jeder rumprobieren, solange man es nicht übertreibt.

    Wegen Vitamin D: Es ist Ende November, der September war nicht gerade sonnig, da sinken die Reserven auch ohne Basedow.

    Ich möchte, dass ich selbst, meine Schilddrüse und der Autoimmunprozess zur Ruhe kommen und habe das Gefühl, dass die Suche nach einer ergänzenden, alternativen ‚Heilmethode‘ bei mir an erster Stelle Unruhe reinbringen würde.
    Ha, das hast du schön gesagt.

  9. #29
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    Deine Werte sind trotz Reduzierung weiter gesunken. Ich würde die 5mg auf keinen Fall beibehalten, sondern reduzieren auf 2,5mg oder 2,5 und 5 im Wechsel.

    Den Klugscheißer-Sprüchen solltest Du aus dem Weg gehen. Ich weiß, man sollte da auf Durchgang schalten, aber es bleibt ja doch immer was hängen.

    Du wirst den richtigen Weg für Dich finden. VitD wäre schon mal ein Anfang.
    lG Karin

  10. #30
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    Standard AW: Rezidiv nach Auslassversuch? Weiteres Vorgehen?

    Es kann schon sein, dass der Durchbruch doch mit der Erhöhung für kurze Zeit gekommen ist - und lass uns hoffen, dass er nicht auf Zeit ist, wie im Sommer, als du zu früh auf 2,5 gegangen bist (und das sehe ich als Grund dafür, dass das Ganze so hinausgezögert wurde - der erneute Rückwärtsgang auf 5 hat nur bedingt geholfen).

    Aus dem Grund würde ich trotz niedriger Werte eher nicht auf 2,5 gehen, höchstens auf die von KarinE erwähnte Wechseldosis, hoffend, dass es nicht zu viel und nicht zu wenig sein wird bis zur nächsten BE.

    Das mit den "Vorwürfen" empfinde ich als Zumutung - Familie oder nicht, ist egal, da sind Grenzen überschritten worden, wahrscheinlich sehr genau aus der von Irene erwähnten Motivation heraus: Bestätigung der eigenen Vorgehensweise, indem sie als einzig richtige empfunden wird. Gepaart eventuell mit profundem Nichtwissen über MB/Autoimmunkrankheiten? Es gibt da keine "Heilmethode".

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