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Thema: PPMB - Hilfe gesucht

  1. #1
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    Standard PPMB - Hilfe gesucht

    Hallo,

    ich switsche derzeit mit meinen Problemen von Unterforum zu Unterforum.
    Neueste Werte zeigen wahrscheinlich ein Basedow-Rezidiv.
    Ich fühle mich sehr schlecht, alle Glieder tun mir weh, Kopfschmerzen, starke Schwäche, Augendrücken und -schwellungen, schneller Puls, Konzentrationsprobleme, starkes Schwitzen, Schwindel, Angstattacken etc...

    Ich stille mein 8 Monate junges Baby noch nahezu voll, da sie sich weigert, irgendeine Stillmahlzeit zu ersetzen. Ich schaff es einfach nicht.

    Leider steht auch der TRaK noch aus, sodass man eben noch nicht 100% ig von MB ausgehen kann, sagt mein Arzt...und ich hoffe so sehr...

    Meine Fragen, bevor ich euch die Werte schicke:
    Bin oft allein mit dem Baby und hab Angst vor irgendwelchen Ausfällen bzw. Auch vor einer Thyreotoxischen Krise...wie schnell kann so etwas passieren...oder kann mir da jemand die Angst etwas nehmen?

    Mein Arzt sagt, ich soll trotzdem 50 mcg LT nehmen. Das trau ich mir nicht, hab zwei Tage jetzt nichts genommen. Was soll ich tun?

    Wonach sehen die Werte aus? Ist es Kathastrophal? Schon sehr schlimm? Meine Angst frisst mich gerade auf, sorry.

    Was ist mit den Trak, wenn sie denn da sind...kommt mein Baby zu schaden?
    Und was wäre bei Thiamazol-Behandlung? Arzt sagt, 10 mg gehen, aber eine Mahlzeit muss abgestillt werden.

    Meine Werte: 112,5 mcg LT, Blut früh nüchtern nach 26h Karenz abgenommen.
    Ft3 12,3 pg/ml (2,0-4,4)
    Ft4 3,41 ng/dl (0,90-2,00)
    Tsh < 0,01 (0,27-4,2)
    Tpo 227 (bis 34)
    Trak kommt nächste Woche.

    Herzlichen Dank schon für eure Hilfe und Mühe.
    LG Ann

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von klausk
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    Standard AW: PPMB - Hilfe gesucht

    Vielleicht bist du überdossiert....lt stark reduzieren

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  3. #3
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    Standard AW: PPMB - Hilfe gesucht

    Hallo Klaus,
    Ist denn da der ft3 so hoch? Bei Überdosierung?

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von RalfWei
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    Standard AW: PPMB - Hilfe gesucht

    Ich würde auf jeden Fall das LT reduzieren. Mach es schrittweise und langsam.
    Vielleicht eine Woche 37,5, dann 25. Kontrollen sind jetzt wichtig.

  5. #5
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    Standard AW: PPMB - Hilfe gesucht

    Hallo Ralf,
    du meinst von 112,5 auf 37,5? Ich hab jetzt zwei Tage nichts genommen. Morgen also mit 37,5 weiter?

  6. #6
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    Standard AW: PPMB - Hilfe gesucht

    Hallo Ann,

    Leider haben viele Frauen einige Monate nach der Geburt eine postpartale Thyreoiditis.
    Ich hatte das auch, ich war nach fünf Monaten schon wieder in der ÜF. Und einige andere
    hier im Forum leider auch.

    Ob MB oder PPT ist eigentlich auch erst mal egal, das zeigt sich dann an den TRAK.
    Zunächst mal müssen die Werte wieder eingefangen werden.

    Ich würde das LT nach und nach ausschleichen. Erst mal auf 50 runter, wie Dein Arzt
    empfiehlt, nach ein paar Tagen auf 25 und nach noch ein paar Tagen ganz weg lassen.
    Drei bis vier Wochen später kannst Du Werte bestimmen lassen.
    Das Ausschleichen würde ich so machen an Deiner Stelle, weil Du Augenprobleme hast.
    Starke Hormonschwankungen können die Augenprobleme verschlimmern, daher würde
    ich nicht prompt absetzen, sondern den Körper sanft mit der Verringerung der Hormone
    konfrontieren. Du kannst auch noch langsamer, aber stetig, ausschleichen, geh da nach
    Deinem Gefühl.

    Als mein MB im Oktober 2007 diagnostiziert wurde, habe ich auch noch 75 und 100 im
    Wechsel genommen und auch sofort weg gelassen, sogar ohne ausschleichen, von einem
    Tag auf den anderen. Ich hatte aber keine Augenprobleme.
    Die Werte kamen dadurch wieder ein großes Stück runter, aber ich musste dann doch mit
    Hemmern anfangen. Das Weglassen von LT hat nicht ausgereicht.
    Du kannst ja mal in mein Profil schauen.
    Die allerersten Werte in meinem Profil habe ich im Nachhinein angefordert, als ich die
    Diagnose hatte, weil ich vermutet hatte, dass der MB schon lange schwelt.

    Hast Du während der SS Jod eingenommen? Nimmst Du noch welches?
    Wenn ja, bitte sofort weg lassen. Jod triggert den Autoimmunprozess.
    Auch kein Jodsalz verwenden.

    Die übermäßigen Ängste hängen mit der ÜF zusammen. Das ist ein
    ÜF-Symptom. Bei den meisten sind die Ängste mit einer guten SD-Einstellung
    weg. Versuch sie als gegeben und als Nebenwirkung der ÜF zu sehen, dann
    machen sie Dich nicht handlungsunfähig.

    Ich hatte auch schlimme Panikattacken zu Beginn meiner Hemmertherapie in
    2007. Mit guten Werten im mittleren Bereich der Normbereiche waren die Ängste
    völlig weg. Aber anfangs hat es ein paar Wochen gedauert, in denen ich mir
    immer wieder innerlich Mut zusprechen musste, weil die Symptome doch schlimm
    waren. Ich habe mir damals immer gesagt, Gefahr erkannt, Gefahr gebannt, und
    dass ich mit der Diagnose und dem Einfangen der Werte schon auf dem Weg der
    Besserung bin, auch wenn der Körper das erst später gemerkt hat und die Symptome
    erst nach und nach besser wurden. Ich glaube, es waren damals drei bis vier Wochen,
    dann waren die Symptome endlich spürbar besser.
    Geduld ist jetzt das Wichtigste, auch wenn das gerade jetzt, wo Du unter Strom stehst,
    und noch die Verantwortung für Dein Baby hast, kaum aushaltbar ist.

    Ich würde wegen dem Abstillen ganz nach Gefühl gehen.
    Vermutlich werden die Werte nach dem Weglassen des LT schon gut runter kommen,
    und vielleicht kommst Du mit einer kleine Menge Hemmer aus, um die Werte ausreichend
    zu bremsen.

    Mein Kind ist heute 5 1/2 Jahre alt, und es hat ihm nicht geschadet, dass ich weiter gestillt
    habe. Allerdings habe ich sowieso schon mit dem Fläschchen zugefüttert und zum Zeitpunkt
    der Diagnose gerade mit der zweiten Mahlzeit angefangen, dem Abendbrei. Mittags hat mein
    Kind schon Gemüsebrei gegessen. Und zwischendurch hat er sich für das interessiert, was
    ich gegessen habe. So kam er dazu, im Alter von sechs Monaten schon an einem Stück
    Pizza rumzulutschen, weil er das so toll fand, mir mein Essen abzuluchsen. Spaß machen soll
    Essen nämlich auch, daher kann man auch mal vom Plan abweichen, um das Essen für das
    Kind interessant zu machen. Wenn die Kinder mit am Tisch sitzen, wollen sie meistens auch
    das essen, was die Eltern essen. Das bringt Spaß und ist vielleicht ein Umweg, der Dir hilft,
    nach und nach weniger zu stillen. Mit Gewalt und unter Stress würde ich das nicht machen.
    Geändert von Kathrinchen (14.01.17 um 21:00 Uhr)

  7. #7
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    Standard AW: PPMB - Hilfe gesucht

    Hallo Kathrinchen,

    Ich werde mir deinen Text noch ein zweites Mal durchlesen.

    Du hast mir erstmal die größten Ängste etwas genommen. Kaum zu glauben, dass dieses unheimliche Panikgefühl von der Schilddrüse kommt...
    danke, dass du mir alles so anschaulich und ausführlich geschildert hast.

    Mir wurden schon postpartale Depressionen und Angststörungen eingeredet. Aber das passt irgendwie gar nicht zu mir.
    Ich hoffe echt, dass davon nix übrig bleibt.

    Nochmals Danke Kathrinchen!
    Liebe Grüße
    Ann

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von RalfWei
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    Standard AW: PPMB - Hilfe gesucht

    Hallo Ann,
    sorry das war ein Lesefehler von mir. Wegen Deiner EO solltest Du wilde Sprünge vermeiden ebenso wie einige Tage kein LT zu nehmen. Von den momentanen 112,5 würde ich langsam Richtung 50 gehen. Also vielleicht erstmal ein paar Tage auf 75 oder 87,5, dann langsam weiter runter. Kurzfristige Kontrollen sind dabei ein Muss.

    LG Ralf

  9. #9
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    Standard AW: PPMB - Hilfe gesucht

    Ok, danke Ralf.
    Ich versuch das so.

    LG

  10. #10
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    Standard AW: PPMB - Hilfe gesucht

    Ich weiß noch, wie schlimm es damals war, als der MB diagnostiziert wurde.
    Das war schon erschreckend, weil die Symptome ziemlich an die Substanz gingen.
    Und wenn ich mir vorstelle, dass ich damals schon Verantwortung für ein Baby
    gehabt hätte, hätte ich mir vermutlich viel mehr Sorgen gemacht als sowieso schon.
    Meine PPT kam vier Jahre später, da hatte ich schon Erfahrung und konnte ganz
    anders mit den Symptomen umgehen, weil es das zweite Mal war und weil ich es
    relativ schnell wieder im Griff hatte.

    Bei Dir kommt alles auf einmal, daher war es mir ein Bedürfnis, Dich zu stärken,
    damit Du gut durch die nächsten Wochen kommst, bis es Dir besser geht. Die
    körperliche Belastung durch das Muttersein ist ist im ersten Lebensjahr schon
    anstrengend genug, wenn noch eine ÜF dazu kommt, reicht die Kraft nicht mal
    für sich selbst, und das Kind braucht trotzdem rund um die Uhr seine Mutter.
    Ich fühle mit Dir. Halte durch. Es kann nur besser werden.

    Wenn vorher keine Ängste da waren, dann werden sie mit größter Wahrscheinlichkeit
    auch wieder weg sein, wenn die Werte besser sind.

    Mich würde mal interessieren, wieviele Frauen mit postpartaler Depression in
    Wahrheit eine SD-Fehlfunktion haben .......

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