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Thema: Warum "Top Doc" gegen Erhöhung?

  1. #1
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    Standard Warum "Top Doc" gegen Erhöhung?

    Hallo ihr lieben!

    Ich verstehe nicht, warum ein auch hier hoch gelobter Top Doc Nein zu einer Erhöhung sagt.

    Seit über einem Jahr geht es mir im Verhältnis zu den drei Jahren zuvor gut bis sehr gut.

    Ich war ganz unten und seitdem ich bei 20 Thybon (4x5) angelangt bin geht es mir dauerhaft relativ gut.
    In dieser Zeit war ich auch ca. alle drei Monate zur Werte Kontrolle.

    Mein TSH war immer 0.02, bzw. 0.03

    Mein FT3 lag immer zwischen 3,2 - 3,4 (2,0-4,4) so etwa 55%.

    Mein FT4 "nur" bei gut 11 (9.3-17,1) so bei 24- 36%

    Mein (im Verhältnis kleines) Problem und auf Dauer sehr belastet liegt darin, dass ich mich teilweise nicht konzentrieren kann, mir ewig kalt ist (das geringste Übel) und Müdigkeit die ich aber nicht so richtig zuordnen kann, da ich immer sehr früh raus muss.

    Was mich am meisten belastet ist an einigen Tagen (nicht immer!) die Stress Intoleranz.

    Sofort fangen meine Ohren an zu dröhnen und ich fühle mich sehr unwohl, überfordert obwohl kein wirklicher Grund vorliegt.
    Fühle mich nicht mehr allem gewachsen, nicht zu 100% belastbar.
    Vielleicht auch aus Angst wieder so zu enden wie vor Jahren.
    AD Rezept in der Hand und gefüllt kurz vor der Psychiatrie.
    Ich bekomme Angst wenn ich davon erzähle und bin gleichzeitig wütend das ich sechs (!) Ärzten geglaubt habe......HT macht keine Beschwerden und schon gar nicht solche.........

    Vor HT war für mich so einiges anders und vor allem unbeschwerter.

    So wie ich das sehe ist doch ein Versuch mit mehr LT möglich, oder was meint ihr?

    Werte von letzten Herbst
    TSH 0.02
    FT3 3.37 (2,0-4,4)
    FT4 11.2 (9.3-17,1)
    Dieser "Top Doc" hat mich mit Thybon eingestellt.
    Mich damals (vor Jahren) sehr erst genommen und meine kompletten Symptome HT zugeordnet.

    Nun meinte er nichts ändern, erst mal abwarten.
    Warum sagt er das bei einen so relativ niedrigen FT4?
    Und den schon dauerhaft.
    Seine Helferinnen haben es mir ausgerichtet.
    Meine Beschwerden hätten nichts mit der Schilddrüse zu tuen.



    Gerade neue Werte (anders Labor und Referenz Werte)
    TSH 0.03
    FT3 3,4 (2,0-4,4)
    FT4 1,14 (0,9-1,7)

    Diese Werte kommen von meinem Hausarzt.
    Er kennt sich nicht mit Thybon aus, verschreibt mir aber was ich möchte (natürlich nur was realistisch ist)
    Er sagte gerade alles O.K. nichts machen TSH ja schon sehr niedrig.
    Dann habe ich ihn auf das Thybon angesprochen.
    Und das in den Beipackzetteln von den Kombi T3/T4 Präparaten steht das der TSH bei zusätzlicher T3 gabe oftmals erniedrigt ist.
    Und siehe da......Null Problem ich solle eine Erhöhung von 88 auf 100 machen.

    Nur was mache ich denn jetzt bloß?
    Der eine Doc, der mich echt aus den Sumpf geholt hat, dem ich auch die Füße küssen würde sagt nein.

    Der andere der keine (???) Ahnung hat sagt auf MEIN reden hin Ja.

    Wäre ja alles ganz esay, wenn ich nicht jedesmal starke Schwierigkeiten bei dem Wechsel einer Dosis bekommen hätte.
    Immer 4-6 Wochen später fingen neue Probleme an.
    Auf 88+20 bin ich nun schon ca.1.5 Jahre und fahre relativ gut damit.
    Eben NUR relativ.

    Bitte sagt mir eure Meinung.
    Was würde ihr an meiner Stelle machen?

    Ich erwarte ( hohe Erwartungen!) das ich mit mehr T4 nahezu beschwerdefrei bin.

    Allerdings habe ich wiederum Angst vor einem zu hohen FT4, der ich glaube das mir dieser überhaupt nicht gut tut.
    Die Erfahrung habe ich schon häufiger gemacht, aber nie zusammen mit so einem niedrigen TSH wie in letzter Zeit.


    Ich danke euch sehr für eure Feedback!!!


    Ganz liebe Grüße
    Kendra, die ihr 100 LT Rezept vor nicht hat, aktuell aber noch 88 nimmt.

  2. #2
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    Standard AW: Warum "Top Doc" gegen Erhöhung?

    Die Symptome passen gut zu Unterfunktion. Der fT4-Wert ist richtig niedrig. Der Satz des Arztes klingt wie der Standardspruch von jedem Arzt zu einem Hashi, nicht nach einem TopDoc, so klassisch irgendwie .. Sehr seltsam

    Versuch doch mal den Arzt telefonisch zu erreichen und Dir das erklären zu lassen, wieso solche typischen Beschwerden bei einem so niedrigen fT4 nicht von der Schilddrüse kommen sollen.

    Das tut jetzt nichts zur Sache, aber wenn man B-Komplex nimmt, ist da gerne weniger B12 drin, als man mit Hashi braucht. Wohl aber genug, um im Labor keinen Mangel zu zeigen. Steigerungsprobleme auch, da könnte evt. ein Problem mit B12 bei Dir sein.

    LG Samia

  3. #3
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    Standard AW: Warum "Top Doc" gegen Erhöhung?

    Ich würde LT etwas steigern und sehen, ob es besser wird. Bei dem niedrigen fT4 haben viele Hashis psychische Probleme. Allerdings könnten diese zusätzlich auch mit B12- oder B1-Mangel zusammenhängen.

  4. #4
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    Standard AW: Warum "Top Doc" gegen Erhöhung?

    Was sagt denn Dein Arzt in puncto Nebenbaustellen? Bei mir lag es zum Beispiel eher am starken Eisenmangel. Mit Thybon liegst Du ja schon recht hoch und es kommt unter T3 Gabe wohl häufiger zu einem Abfall des fT4.

    Hier mal ein Link zu einem Betrag von Jutta K.

    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...22#post1175922

    Von Prof. Hotze zum Thema :



    Was fehlt dem Patienten?

    Nach längerer Diskussion, bei der sich herausstellte, dass der Patient regelmäßig ins Fitnessstudio geht, kamen wir gemeinsam auf die wahrscheinlichste Antwort: Der Patient nimmt - ohne dass es dem Hausarzt oder Internisten bislang bekannt war - ein T3 Präparat (z. B. Thybon) ein.

    Nur dies kann alle Befunde erklären:

    Unter T3-Zufuhr sinkt die Produktion von T4 in der Schilddrüse, da die Körperzellen über das externe T3 genug Hormon erhalten. Die TSH Produktion wird weitgehend eingeschränkt, so dass auch die Jodaufnahme in die Schilddrüse sinkt.

    Der Kollege schrieb unserer Praxis einige Tage später folgenden Brief (Hervorhebung durch den Autor):

    "Nochmals recht herzlichen Dank für Ihre telefonische Beratung bei der Auflösung der Laborkonstellation des 1977 geborenen männlichen Bodybuilders D.F.. Tatsächlich stellte sich im abschließenden Gespräch heraus, dass T3 Präparate zur Substitution bei Einnahme von Anabolika/Wachstumshormonen eingenommen werden und damit die Laborkonstellation erklären können..."

  5. #5
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    Standard AW: Warum "Top Doc" gegen Erhöhung?

    Danke Samia, Sabinchen & Janny!

    Die erste Euthyrox 100 ist geschluckt!

    Seit etwa vier Wochen nehme ich B 50 Komplex täglich.
    Davor unregelmäßig paar mal die Woche.
    Dort ist unter anderem 50 mg B1, 50 Mikrogramm B12 drin.
    Selten nehme ich (ab heute öfter) eine Lutschtablette B12 1000 Mikrogramm von meinem Mann.

    Nebenbaustellen dürften O.K. sein.

    Dekristol 20000 nehme ich im Winter ein bis zwei mal die Woche (Sommer 1x) damit der Wert bei ca. 40 bleibt.

    In 8 Wochen gehe ich zum Endo.
    Da frage ich nochmal gezielt nach Eisen.

    Als es mir viel, viel schlechter ging bin habe ich auch mehr "geqängelt" beim Arzt.
    Jetzt ist es ja jammern auf hohem Niveau.
    Ich komme mir da etwas blöd vor, was auch wieder blöd ist ich weiß.

    Bei dem Top Doc mag ich nicht mehr nachfragen.
    Sehr viel läuft dort nur noch über die Helferinnen.

    Mal schauen was beim Endo rauskommt.
    Nicht im Gespräch, das wird vermutlich eh nix.....
    Beim letzten mal sollte ich mit ähnlichen Werten Thybon ganz absetzen oder alternativ LT auf 50 runter....neeeeee, nicht mit mir, das habe ich alles hinter mir.
    Gehe NUR wegen den vielen Werten dorthin.

    Mein Hausarzt macht das nicht, bin aber froh das dieser Thybon toleriert.

    Liebe Grüße und nochmals danke für eure Bemühungen!

    Kendra

  6. #6
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    Standard AW: Warum "Top Doc" gegen Erhöhung?

    Dein B-Komplex ist sehr hoch dosiert, den würde ich nicht auf Dauer täglich nehmen. Aber zum Auffüllen sicher nicht verkehrt.
    B12 ab und zu zusätzlich würde ich beibehalten.
    Sehr viel läuft dort nur noch über die Helferinnen.

    Die haben eigentlich nichts zu sagen...

  7. #7
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    Standard AW: Warum "Top Doc" gegen Erhöhung?

    Danke Sabinchen.

    Warum den B 50 Komplex nicht (fast) täglich?

    Meine gelesen zu haben, dass eine Überdosierung nicht möglich ist, das ein zuviel ausgeschieden wird.

    Tajch.....Termine bei diesem Doc zu bekommen dauert sehr lange.
    Seitdem es mir dauerhaft viel, viel besser geht, bin ich froh alle paar Monate zur Blutuntersuchung kommen zu dürfen und mir die Ergebnisse relativ unkompliziert mitgeteilt werden.

    Ich bin selber dabei, vielleicht auch etwas bequem, aber ich schreibe mittlerweile Mails oder führe Telefonate ( mit den Helferinnen) um an meine Ergebnisse zu kommen.
    Wenn ich Symptome habe sage/schreibe ich diese und bekomme Antworten durch die Helferinnen.
    Diese werden vom Arzt ausgerichtet.
    Hatte mich da vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt.
    In Eigenregie machen die das nicht.

    Früher habe ich oft persönlich mit dem Arzt gesprochen.
    Werde jetzt mal abwarten bis meine neue Dosis in allen Zellen angekommen ist und wie es mir dann geht.
    Gegebenenfalls werde ich wieder persönlich zu ihm und die Dinge hinterfragen.

    Dankeschön und liebe Grüße
    Kendra

  8. #8
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    Standard AW: Warum "Top Doc" gegen Erhöhung?

    Zitat Zitat von Lunalynn Beitrag anzeigen
    Ich komme mir da etwas blöd vor, was auch wieder blöd ist ich weiß.
    Hallo Kendra,
    genau dieses Gefühl kenne ich auch! Da geht es einem viel besser als vor der Behandlung und dann fragt man sich, ob man jetzt auch noch wegen der "bisschen Restbeschwerden" dauernd zum Arzt rennen soll... aber das ist natürlich Quatsch. Nur Du steckst in Deinem Körper und weißt, wie es Dir geht. Und natürlich darfst Du erwarten, dass es Dir so gut wie medizinisch möglich geht!
    Und ich finde es gut, dass Dein Hausarzt auch als "Nicht-Spezialist" bereit ist, eine Erhöhung auszuprobieren. Wenn das nicht das richtige ist, wirst Du es schon merken. Aber vom Nichtstun wird es höchstwahrscheinlich auch nicht besser.
    Liebe Grüße
    Kirstin

  9. #9
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    Standard AW: Warum "Top Doc" gegen Erhöhung?

    @ Kirstin
    Jupp richtige Einstellung

  10. #10
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    Standard AW: Warum "Top Doc" gegen Erhöhung?

    Zitat Zitat von Lunalynn Beitrag anzeigen
    @ Kirstin
    Jupp richtige Einstellung
    genau

    B-Vitamine im 50er Bereich sind auf Dauer zu hoch dosiert, die sind wohl nur gedacht, um aus dem Mangel zu kommen. Aber weiter danach 1-2/Woche müßten reichen, evtl. einzelne fehlende noch zusätzlich, z.B. B12.

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