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Thema: 2. Rezidiv

  1. #141
    Benutzer Avatar von Himmelblau
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    Standard AW: 2. Rezidiv

    Danke panne und KarinE.

    Von der SD waren beim letzten US noch 15ml übrig. Also weit entfernt von "keine SD mehr da". Vorher waren wir bei 36ml bzw. 27ml. Sie ist was geschrumpft, aber noch nicht genug, und das, was da ist, macht riesig Stress. Der Arzt hat es mir auf dem US gezeigt: Alles knallrot, voll durchblutet. Das war im August, also schon mit ähnlichen Werten, wie ich sie jetzt habe. Das heißt, dass die Werte zwar einigermaßen sind, aber die SD ballert munter weiter.

    Ich kann nicht sagen, wann ich mich gut gefühlt habe. Ich weiß gar nicht mehr, was das ist. Ich hatte die letzten Jahre nur Stress. Meine Eltern waren krank, teilweise schwer im Krankenhaus. Mein Hund war krank. Ich bin krank. Mein Bruder hat MS. Mein Vater ist dann gestorben, dann mein Hund, danach meine Mutter, zuletzt der Papagei. Ich gehe arbeiten. Ich komme mit den Verlusten ehrlicherweise nicht gut zurecht und MB tut seins dazu. Es geht mir jetzt so schlecht wie noch nie in meinem Leben und ich habe den Eindruck, jetzt aktiv was tun zu müssen, um dem zu entkommen. Aber ich weiß nicht, was. RJT oder OP? Was, wenn das alles gar nicht mehr mit MB zusammenhängt? Was, wenn doch? Ich habe auch den Eindruck, dass mir die RJT nicht gut getan hat, denn seitdem kann ich nicht mehr so gut einschätzen, was mit mir ist. Das war vorher anders. Da hatte ich ein ziemlich sicheres Gefühl für das, war in mir vor sich ging, jetzt nicht mehr. Ich hab einfach Schiss, dass ich mich operieren lasse oder nochmal zur RJT gehe und am Ende lag's gar nicht daran. Ich denke aber trotzdem, dass doch wenigstens zu einem guten Teil daran liegt.

    Dass die hohen TRAK durch die RJT kommen, weiß ich. Und auch, dass sie immer noch sehr hoch sind und durch eine weitere RJT wieder ansteigen würden. Deshalb hatte ich mich innerlich eigentlich ja schon vor längerer Zeit von einer weiteren RJT gedanklich verabschiedet. Aber wie gesagt denke ich jetzt, etwas tun zu müssen, weil es mir so fürchterlich geht und ich keine Kraft mehr hab, das mitzumachen.

  2. #142
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    Standard AW: 2. Rezidiv

    Zitat Zitat von Himmelblau Beitrag anzeigen
    . Ich hab einfach Schiss, dass ich mich operieren lasse oder nochmal zur RJT gehe und am Ende lag's gar nicht daran.
    Du verknüpfst diese beiden Sachen zu sehr und verfängst dich in dieser Verknüpfung, ohne sie auflösen zu können. Ich würde diese Fragestellung jetzt lassen. Nämlich, auch wenn deine seelischen Probleme nur teils oder nicht daran lagen/liegen, gäbe es trotzdem, ganz unabhängig davon, das Schilddrüsenproblem, das einer Lösung harrt. Ich meine, du könntest dir klarmachen, dass du jetzt nicht primär die Lösung deiner seelischen Verfassung suchst sondern die Lösung für das Schilddrüsenproblem. Denn diese gäbe es auch dann, wenn du seelisch prima drauf wärest und müsste genauso gelöst werden.

    Ob es nun eine direkte Verknüpfung zwischen Körper und Seele gab oder nur eine indirekte, verstärkende (eine Überfunktion kann das verdammt gut), das siehst du nachher. Jedenfalls wärest du dasjenige Problem vielleicht los, das du so oder so lösen musst und wo der Lösungsweg ja eigentlich auch gegeben ist.

    Du weißt: Auch bei 15 ml kommt sowohl die Ungewissheit als auch erneut die Aufs und Abs der Zerstörungsphase auf dich zu, mit den bekannten Risiken der TRAK-Vermehrung.

  3. #143
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    Standard AW: 2. Rezidiv

    Hallo Himmelblau,

    Du schreibst, dass Du seit der RJT so ein bißchen Dein Gefühl für Dich verloren hast.
    Genauso ging es mir nach der RJT auch. Alles war irgendwie anders und nicht mehr greifbar, nicht einzusortieren.

    Ich habe ja nun seit einigen Monaten die SD raus. Und seither habe ich wieder ein normales Gefühl zu meinem Körper.
    Natürlich ist durch die OP nicht alles gut, z.B. habe ich nach wie vor Sorgen mit meinen Augen.
    Aber ich würde diesen Schritt immer wieder machen.
    Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass die RJT meinem Körper gar nicht gut getan hat.
    Dieses Gefühl gibt es jetzt nicht mehr.

    Das nur mal so als Hinweis von mir.

    Du hast eine schwere Zeit hinter Dir. Das musst Du auch erstmal alles verarbeiten.

    Alles Gute Dir und liebe Grüße
    Kathrin

  4. #144
    Benutzer Avatar von Himmelblau
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    Standard AW: 2. Rezidiv

    Hallo,

    ich habe am Freitag spontan im Krankenhaus angerufen und um ein Gespräch bzgl. OP gebeten. Termin war ganz kurzfristig heute. Ich hab gestern noch schnell alle Unterlagen beim Endokrinologen abgeholt und die dann natürlich heute vorgelegt. Der Arzt meint, dass meine Werte gut wären und es derzeit keinen Grund zur OP gibt. Es wäre vielleicht auch zu kurz nach RJT. Ich habe meine Beschwerden geschildert und er meinte dann, dass es viele Leute geben würde, die ihre SD für all ihre Probleme verantwortlich machen würden. Ich bin auf meine doch sehr aktive SD zu sprechen gekommen, die Feuer hat bei normalen Werten. Erst wollte er mir das nicht so richtig glauben, wollte aber auch keinen Ultraschall machen. Nachdem ich dann gedrängelt hab, hat er doch geschallt und stellte fest, dass "das jetzt doch überraschend wäre". Die SD ist sehr aktiv. Trotzdem würde es im Grunde keine Indikation für eine OP geben. Ich soll abwarten, ob ich wieder in ÜF komme. Die SD wäre jetzt etwa normal groß.

    Hinsichtlich der Bemessung von ml sagte er, dass man sich daran nicht halten/orientieren könne.

    Nu sitz ich da mit einer sehr aktiven SD, bin in normalen Werten, könnte teilweise durch geschlossene Türen gehen oder liege heulend im Bett, aber alles ist gut soweit.

    Ich soll jetzt auch keinen Hemmer mehr nehmen, was ich ja auch seit einer Weile eh nicht mehr mache.

    Der Arzt war sehr nett, wir haben auch eigentlich alles besprochen und ich kann seinen Standpunkt auch irgendwie verstehen. Für ihn stellt sich im Moment kein Problem dar. Für mich allerdings schon und ich weiß keinen Weg raus.

    Die TRAK seien bei mir sehr hoch, aber das wäre ja nach RJT normal und die gehen auch wieder runter.
    Geändert von Himmelblau (07.11.17 um 18:02 Uhr)

  5. #145
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    Standard AW: 2. Rezidiv

    Ich weiß nicht, ob du jetzt mit einem Chirurgen gesprochen hast oder mit einem Endo. Eine OP nach RJT verlangt nach einem Chirurgen, der mit genau so etwas (evtl. Vernarbungen) Erfahrung hat. Wer sie nicht hat, wird, denke ich, auch nicht scharf darauf sein, eine Rezidiv-OP zu machen. Für diesen Arzt hattest du eine Euthyreose und der ganze Rest zählte seltsamerweise kaum - was mich wundert, denn es ist ja bekannt, dass man ab dem 2. Rezidiv eine definitive Therapie empfehlen kann und sollte, rein richtlinienmäßig.

    Man kann ja einen Arzt um seine Meinung fragen, aber die Entscheidung liegt bei dir, die Fakten/Kriterien kennst du ja.

    Und wenn deine eigene Entscheidung feststeht, dann würde ich eigentlich nur mit jemandem reden wollen, der dich eventuell auch operieren würde, jedenfalls mit jemandem von dessen Umgebung. Und genau das sollte sehr sorgfältig ausgewählt sein. Guck mal vielleicht hier nach:
    http://www.dgav.de/zertifizierung/ze...rinologie.html

    Und ja, wärest du stabil euthyreot und vor allem: psychisch stabil und guter Dinge, könntest du ja das nächste Rezidiv abwarten (sofern das aktuelle überhaupt wirklich abgeklungen ist oder nur schmollt). Aber ob man das unter dem Damoklesschwert einer brodelnden Schilddrüse wirklich sein kann - ich könnte es nicht.

  6. #146
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    Standard AW: 2. Rezidiv

    @Himmelblau
    Das wichtiges ist, dass dich überhaupt niemand unter Druck setzt. Keiner, auch kein Doc.
    Wir alle hier dümpeln doch immer wieder mit unserer SD herum, ob sie drinnen oder draußen ist -100% Ruhe hat man selten und Garantiene keine.

    Das soll nicht pessimistisch klingen, im Gegenteil.
    Wer erfahren ist mit seiner Erkrankung, wird regelmäßig BEs machen und auf sich achten.
    Dann können Werte grundsätzlich schon einmal nicht explodieren.

    Wenn du so viele Schicksalsschläge erleben musstest, kann es dir gar nicht gut gehen.
    Da müssen auch innere Wunden erst mal heilen.
    Solche schlimmen Phasen sind natürlich für SD Patienten nicht gut, aber auch kein Grund sich unter Druck setzen zu lassen mit Entscheidungen.

    Lass dir damit Zeit, informiere dich selbst, verwöhne dich - falls das möglich ist, und wenn es nur ein fauler Tag oder ein heißes Bad ist, das kann Wunder wirken.
    Ein Entschluss zur OP musst du innerlich bejahen, mit allem drum und dran.

  7. #147
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    Standard AW: 2. Rezidiv

    Ich kann mich siggibiens Worten nur anschließen. Versuche die Situation in Ruhe anzugehen. Wenn der Leidensdruck groß genug ist, wirst Du das Thema OP bestimmt durchsetzen können. Vielleicht nutzt Du zwischendurch die Zeit einen sehr guten Chirurg zu finden, der sich mit vortherapierten SD auskennt. Es ist jetzt nicht lebensbedrohlich, so dass Du Dir die Zeit nehmen kannst, die Du brauchst.
    Du solltest damit nicht bis zur nächsten ÜF warten.
    lG Karin

  8. #148
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    Standard AW: 2. Rezidiv

    13.11.17 ohne Propycil
    FT3 .............3,0.........(2.0-4.4)
    FT4 .............1,2 ......(0.90-1.70)
    TSH........... 0,85....... (0.30-4.20)


    TRAK >33 (<1,8)


    Das sind meine neuen Werte. Der Endokrinologe meint auch, dass ich noch abwarten und mich nicht operieren lassen soll. Er hat geschallt, die SD ist jetzt 12ml groß (im August noch 15ml). Nächste BE in drei Wochen. Mein Zustand unverändert. Schwierig.

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