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Thema: Schilddrüsen-OP vs. Radiojodtherapie

  1. #1
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    Standard Schilddrüsen-OP vs. Radiojodtherapie

    Guten Abend,

    kurz zur Vorgeschichte:

    2002 hat sich das erste mal der Morbus Basedow bei mir gemeldet, bis 2003 habe ich L Thyroxin genommen.
    Dann wurde ich schwanger und das Medikament wurde ausgeschlichen.
    Seit damals gehe ich jährlich zur NUK und lasse mir Blut abnehmen.
    Die Werte sind seit damals grenzwertig, nicht ok, aber Medikamente habe ich nicht wieder verordnet bekommen.

    Vor ca. 4 Wochen fing ich plötzlich an zu zittern, war innerlich total unruhig, hätte bei jedem schiefen Blick losheulen können.
    Die Hausärztin schickte mich sofort zur NUK, der Basedow ist wieder aktiv.

    Nun haben wir die schlimmsten Wirkungen mit Hilfe von Thiamazol, einem Beta-Blocker und einem ACE-Hemmer in den Griff bekommen.
    Aber das wäre keiner dauerhafte Medikamentation, wurde mir erklärt.
    Man empfiehlt mir, mich zwischen einer Radiojodtherapie oder einer OP zu entscheiden.
    Die Ärzte raten eher zur Radiojodtherapie.

    Wie kann ich beurteilen, was für mich am besten ist?

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Eiseskälte
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    Standard AW: Schilddrüsen-OP vs. Radiojodtherapie

    Willst du:
    - monatelang mit extremen Werteschwankungen leben? Dein Herz noch mehr belasten (wer schon ACE-Hemmer nimmt muss das nun wirklich nicht!)
    - die Gefahr für EO drastisch steigern?
    - Reststrahlung abbekommen (kanzerogen, Speicheldrüsenentzündungen, etc?)
    - ein höheres Rezidivrisiko eingehen?

    Dann ist die RJT das richtige für dich.

  3. #3
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    Standard AW: Schilddrüsen-OP vs. Radiojodtherapie

    Klar das NUKs ne RJT empfehlen, damit kennen sie sich ja aus .
    Also ich hab für mich beschlossen, dass - wenn es mal soweit sein sollte - es ne OP sein wird. Eiseskälte hat schon geschrieben warum.

  4. #4
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    Standard AW: Schilddrüsen-OP vs. Radiojodtherapie

    Hier findest du einige Kriterien:

    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...=1#post2277588

    Und hier noch dies und jenes dazu:

    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...g-im-Vergleich

    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...idenz-f%FCr-OP

    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...sus-RJT-Zahlen

    Und ohne Angst machen zu wollen, noch ein Paar Fakten, die NUKs nicht in aller Ausführlichkeit erzählen:

    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...-Schilddr%FCse

  5. #5
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    Standard AW: Schilddrüsen-OP vs. Radiojodtherapie

    Ich hatte mich zur OP entschieden.
    Beim Vorgespräch mit dem Chirugen wollte der mich von der OP abhalten.
    Ich hatte keine Knoten, die SD war normal groß. Aus seiner Sicht sei eher
    eine RJT angezeigt.

    Weil ich eine schnelle unkomplizierte Lösung wollte, hatte ich an der OP
    fesgehalten.
    Erhlich gesagt habe ich es bereut nicht die RJT gewählt zu haben.
    Zum ersten Mal als ich nach der Narkose die Augen öffnete

    Ich habe starke Schluckbeschwerden, die vorher nicht da waren.
    Die habe ich auch noch 1,5 Jahre nach der OP.
    Bei einer Erklältung/Halsschmerzen kann ich gar nicht mehr schlucken.
    Ich kann den Kopf nicht richtig in den Nacken legen, ein hohes Glas kann
    ich nicht austrinken, aus einer Flasche kann ich auch nicht wirklich trinken.
    Schon gar nicht im Stehen den Sternenhimmel betrachten, kurz gesagt:
    Ich kann den Kopf nicht mehr richtig in den Nacken legen.

    LG Thea

  6. #6
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    Standard AW: Schilddrüsen-OP vs. Radiojodtherapie

    Ich hatte beides. Zunächst RJT, die leider nicht ganz ausreichend war und schließlich dann doch OP.
    Die OP ist über 1 Jahr her und ich fühle mich immer noch nicht richtig eingestellt, trozdem habe ich die OP nicht bereut.
    Das Jahr nach RJT war die schlimmste Zeit mit extremen Werteschwankungen und dem Ausbruch meiner EO.
    Debora

  7. #7
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Simmo
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    Standard AW: Schilddrüsen-OP vs. Radiojodtherapie

    Ich persönlich würde die OP wählen. Ich hatte die gleich zweimal (einmal Teilentfernung wegen Knoten und dann gleich die Komplettentfernung wegen Krebs). Beide OPs sind problemlos verlaufen und ich habe keine Beschwerden, die sich auf die OPs zurückführen ließen.

    Eine richtige RTJ hatte ich zwar nicht, mir hat die RJD mit geringer Dosis allerdings schon gereicht.

    Allerdings solltest du die Klinik für die OP sehr sorgfältig auswählen und dich wirklich nur in die Hände eines Spezialisten geben.

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Verdura
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    Standard AW: Schilddrüsen-OP vs. Radiojodtherapie

    Ich hatte damals die Wahl zwischen OP und RJT und hab mich für die OP entschieden und nicht bereut.

    Den größten Graus hatte ich vor den ständigen Werteschwankungen. Das wollte ich mir, meinem Partner und meinem Arbeitgeber nicht zumuten. :-)

    Natürlich birgt die OP auch Risiken und wir lesen hier ja ab und an von Problemen dessen. Bei mir hat alles super geklappt. Es hat zwar auch länger gedauert, bis ich richtig eingestellt war aber das Wichtigste war für mich, dass die Situation kalkulierbar war. D.h. es ging mir jeden Tag gleich bzw. in Minischritten immer besser aber ich wusste, wie es mir ging. Nicht mal einen Tag so und den anderen so. Diese Wechsel der Befindlichkeiten hätte ich nicht 1-2 Jahre mitmachen wollen.

    Wünsch viel Kraft für die richtige Entscheidung. Letztendlich muss das jeder ja für sich selbst abwägen.

    Verdura

  9. #9
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    Standard AW: Schilddrüsen-OP vs. Radiojodtherapie

    Hallo allerseits,

    vielen Dank für Eure Antworten.

    Besonders @ panna - danke für die Links!

    Ich habe mich jetzt für eine RJT entschieden und ziehe die in den Herbstferien durch.

  10. #10
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    Standard AW: Schilddrüsen-OP vs. Radiojodtherapie

    Zitat Zitat von Flummili Beitrag anzeigen
    H
    Ich habe mich jetzt für eine RJT entschieden und ziehe die in den Herbstferien durch.
    Vielleicht hast du die Werte bis dahin schon so weit im Griff, dass du den Tabletten nochmal eine Chance geben willst. Beim letzten mal hat es immerhin über 10 Jahre gehalten.

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